eure Ratschläge für Schulbegleitungen
Hallo ihr Lieben,
ich bin seit letztem Jahr SB an einer Förderschule für ein autistisches Kind.
Ich bin eigentlich gelernte Erzieherin und interessiere mich schon seit Jahren privat für die Themen ADHS/Autismus.
Letztes Jahr hatte ich teilweise eher die Rolle einer Zweitlehrkraft - das war für mich völlig in Ordnung, mir hat das Spaß gemacht.
Dieses Jahr hat mein Kind neue Lehrkräfte bekommen und ich war von Beginn an sehr verunsichert über meine Position/Aufgabe in der Klasse.
Klar, mein Kind unterstützten. Aber bis zu welchem Grad?
Ich habe teilweise das Gefühl, dass ich den Lehrkräften im Weg stehe und auf die Nerven gehe.
Ich habe am Anfang auch meine Verunsicherung geäußert und um Feedback gebeten, falls es eins gibt.
Hier und da kommen eben Kommentare oder genervte Blicke aber das ist für mich kein Feedback.
Ich habe das Gefühl ich muss immer auf der Hut sein und jede kleine Mikro Verhaltensweise analysieren weil nicht offen mit mir gesprochen wird.
Ich sehe hier den Fehler auch teilweise bei meinem Träger, die lassen mich eh komplett alleine mit allem und haben mir davor auch nicht erklärt was genau meine Position ist.
Desweiteren habe ich auch generell von Anfang an Spannungen zu einer bestimmten Lehrkraft gespürt, aber das kann ich mir natürlich auch nur einbilden. Ich mochte sie letztes Jahr schon nicht weil sie sehr abgehoben wirkt. Aber vielleicht ist sie auch nur gestresst und ich projiziere meine Unsicherheit auf sie.
Ich möchte ein Gespräch vorbereiten und die beiden Lehrkräfte fragen, ob sie nach der Schule ein bisschen Zeit für mich hätten.
Ich möchte ihnen ganz offen kommunizieren, dass ich das Gefühl habe teilweise Grenzen zu überschreiten und sie zu nerven. Mein Ziel ist aber das komplette Gegenteil: Ich möchte sie entlasten und unterstützen.
Mir fällt es teilweise schwer (auch in der Schule selber damals) unauffällig und ruhig zu bleiben, ich muss mich da extrem zusammen reißen (hab selber ADHS lol).
Ich habe davor in der Jugendhilfe gearbeitet und musste sehr selbstständig und selbstbestimmt meine Aufgaben erledigen. Das ist jetzt anders - der Absprung fällt mir echt sehr schwer und ich denke es kratzt ein bisschen an meinem Ego jetzt in einer Aushilfsstelle tätig zu sein und von den Kolleginnen nicht als vollwertiges Mitglied gesehen zu werden.
Gleichzeitig habe ich mich selbst dafür entschieden und es ist unfair mich dadurch in meiner jetzigen Arbeit beeinflussen zu lassen.
Ich hab SO Schiss vor dem Gespräch weil ich generell bisschen Schiss vor den beiden habe. Ich würde mir auch gerne eine Notiz mit ins Gespräch nehmen weil ich Angst habe Dinge zu vergessen oder falsch zu kommunizieren, ist das komisch oder valide?
Sagt mir gerne all eure Gedanken zu dem Fall,
Dankeschön schonmal im Voraus!