Cannabis auf Rezept – wie sieht das mit Führerschein und Autofahren aus?
Moin zusammen,
ich überlege schon seit längerem, mir Cannabis auf Rezept über einen Telemedizin-Anbieter (z. B. Bloomwell) verschreiben zu lassen. Ich habe seit Jahren Schlafprobleme und Cannabis war bisher tatsächlich das Einzige, was mir dabei geholfen hat, ohne dass ich größere Nebenwirkungen hatte.
Jetzt frage ich mich allerdings, wie das Ganze in der Praxis mit dem Führerschein aussieht.
Es gibt ja dieses „Medikamentenprivileg“ für medizinisches Cannabis. Bedeutet das grundsätzlich, dass ich z. B. abends meine verschriebene Medizin konsumieren kann und am nächsten Morgen wieder Auto fahren darf? Mir ist natürlich bewusst, dass ich fahrtüchtig sein muss. Mir geht es eher darum, dass mein THC-Wert im Blut wahrscheinlich deutlich über den 3,5 ng/ml liegen wird.
Wie läuft das bei einer Polizeikontrolle? Wenn der THC-Wert entsprechend hoch ist, reicht dann der Nachweis, dass es sich um verschriebenes Cannabis handelt, oder kann es trotzdem Probleme mit dem Führerschein geben?
Eine weitere Frage wäre die Sache mit dem Arzt: Ist es relevant, wenn der behandelnde Arzt z. B. in Griechenland sitzt? Man bekommt ja trotzdem ein deutsches Rezept und das Cannabis wird von einer deutschen Apotheke verschickt.
Und wie sieht es mit der Eingewöhnungsphase aus? Ich habe teilweise gelesen, dass man nach Beginn einer Cannabistherapie erstmal 4–6 Wochen nicht fahren sollte, bis man sich an die Medikation gewöhnt hat. Ist das tatsächlich so bzw. wie wird das in der Praxis gehandhabt?
Mich würden vor allem Erfahrungen von Leuten interessieren, die tatsächlich medizinisches Cannabis auf Rezept nutzen und damit auch Auto fahren, insbesondere Erfahrungen mit Polizeikontrollen und Verkehrskontrollen.
Danke schon mal!