u/Johannes1509

Neue/Erste Brille rutscht nach vorne

Hi,
An alle Brillenträger: Ich habe meine erste Brille mit 25 vor drei Tagen erhalten und habe das Problem, dass diese nach vorne rutscht.
Habe sie bereits zweimal beim Optiker anpassen lassen, nach einer Zeit rutscht sie aber weiterhin nach vorne.
Grundsätzlich habe ich eine eher fettige Nase/Hautfilm.

Nochmal zum Optiker oder was hat euch am besten geholfen?

Edit: Es handelt sich um eine Kunststoffbrille :)

reddit.com
u/Johannes1509 — 15 hours ago
▲ 5 r/SchmerzenDE+1 crossposts

Triggerwarnung: chronische Schmerzen (captain obvious), Angst, Hoffnungslosigkeit, Schlafstörung

Meine Schmerzgeschichte:

Meine ganz persönlicher Leidensweg in der Auseinandersetzung mit Schmerzen begann im April 2025. Für dich ist das vllt. erst "vor kurzem", aber jeder der unter chronischen Schmerzen leidet, weiß wie schnell Schmerzen einen mürbe machen und erschöpfen können.

Mit einem relativ harmlosen Magen-Darm-Infekt begannen meine Bauchschmerzen im gesamten Bauchraum und hörten nicht auf. Nicht nach einer Woche, nicht nach drei Wochen. Nach intensiver organischer Ursachenanalyse (Darmspiegelung, MRT etc.) stand fest: Meine Schmerzen liegt keine körperliche Ursache zugrunde (mehr dazu und dem Einfluss der Psyche in weiteren Posts) - Diagnose: somatforme Schmerz-Funktionsstörung/Anpassungsstörung.

Währenddessen raubten mir die Schmerzen anfangs den Schlaf. Ich konnte kaum schlafen, so stark war mein Gehirn im Alarmzustand durch die Schmerzen, dass ich nahezu täglich bis 3/4/5 Uhr nachts angespannt wach lag. "Was wenn ich jetzt nicht schlafen kann? Morgen nicht leistungsfähig bin?" waren Gedanken, die zusätzlich zum dauerhaften Schmerzgeschehen meinen Alltag stark belastetet (Diagnose: Insomnie).

Nach 5-6 Wochen konnte ich zumindest die Oberhand über meine Schlafroutine wiedergewinnen und halbwegs "normal" schlafen - trotz anhaltender und bei mir dauerhafter Bauchschmerzen ohne schmerzfreie Zeiten. Ich wachte mit den Schmerzen auf und schlief mit ihnen ein - teils mal 4/10 Schmerzintensität, mal 6-7/10. Dazu eine gewisse Hoffnungslosigkeit und Gefühl der Handlungsunfähigkeit: Was wenn meine Schmerzen nicht mehr aufhören? Was wenn sie stärker werden?

Mein Weg zurück in einen (in großen Teilen) schmerzfreien Alltag

Das hier ist eine Kurzfassung - Tipps und Methoden, die mir halfen poste ich gerne nochmal ausführlicher in der r/SchmerzenDE Community 😊

Bereits wenige Wochen nach Beginn der Schmerzen begann ich in Absprache mit meinem Hausarzt zunächst eine Behandlung mit Opipramol und später wechselte ich zu Amitriptylin - in niedrigen Dosen ein Schmerzmodulator. Nicht, dass ich dadurch schmerzfrei wurde, aber mindestens Amitriptylin half mir meine Gedanken leichter und auch mal von den Schmerzen zu lösen.

Nach weiteren zwei bis drei Monaten begann ich eine Psychotherapie zu der mein Arzt riet. Es dauerte bis ich der Therapie gegenüber offen war und befand, dass sie mir nützlich sein kann. Das war sie rückblickend absolut, die externe Reflexion meiner Gedanken und Gefühle - und zu Beginn auch jemanden, dem man einfach mal eine knappe Stunde sein Leid klagen kann - waren mir mehr und mehr hilfreich. Insbesondere als ich erkannte und verstand wie eng die Kopplung zwischen Psyche und Körper(wahrnehmungen wie Schmerz) doch ist.

Mir half zudem die ärztliche Betreuung in einer Schmerzambulanz im Universitätsklinikum Bonn, wo man sich Zeit für mich nahm, die Amitryptilin-Medikamention übernahm und mir ein TENS-Gerät mitgab.

Nicht zuletzt half mir die Wiederaufnahme von Sport, von Aktivtäten, die mir Spaß machten (und Schmerzen überblendeten) und auch das Tracking von Schmerzen mittels der während dieser Zeit von mir entwickelten SchmerzTracker App "SchmerzTrack" (side note: freue mich über Feedback!). Damit kam ich endlich in die Handlungsfähigkeit und musste nicht mehr einfach nur aushalten, was mit mir geschah.

Unter Nutzung all dieser einzelnen Maßnahmen gelang es mir, nicht von gestern auf heute, aber im Zeitraum von vier Monaten meine Schmerzen deutlich zu reduzieren und in zwei weiteren Monaten auch bis dato anhaltende Schmerzfreiheit zu erreichen.

Fragen gerne in die Kommentare und stay tuned für noch ein paar Einzelposts zu den diversen angesprochenen Themen!

Nochmals der Hinweis: Dies ist meine persönliche Schmerzgeschichte. Bitte sprich mit deinem Arzt/Ärztin über deinen individuellen Behandlungsplan im Umgang mit Schmerzen.

u/Johannes1509 — 29 days ago