Qwen3.8-27B auf Artificial Analysis bei 52 Punkten
▲ 20 r/KI_Welt

Qwen3.8-27B auf Artificial Analysis bei 52 Punkten

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Artificial Analysis hat Qwen3.8-27B im Intelligence Index gemessen und es landet bei 52. Ist damit gleichauf mit GPT-5.6 Luna (max) und über Claude Sonnet 4.6 (max, 48). Drüber sind noch Opus 5 mit 63, Fable 5 mit 62, GPT-5.6 Sol mit 61.

Es ist ein Benchmark, also trotzdem mit Vorsicht zu genießen, aber ein 27B-Dense-Modell im Bereich von Frontier, gemessen von Dritten statt vom Vendor ist respektabel. Und auch aus eigener Erfahrung muss ich sagen, das Modell ist erstaunlich!

Spannende Zeiten für lokale llm...

u/LobsterWeary2675 — 2 days ago
▲ 26 r/KI_Welt

An die lokalen Qwen3.8 Nutzer: schaut euch MTP5 an

Ich habe Qwen3.8 27B die letzten Tage auf einer Spark durchgemessen und zwei Sachen mitgenommen, die vermutlich auch für andere nützlich sein könnten.

Erstens: Speculative Decoding lohnt sich hier mehr, als ich gedacht hatte. Mit MTP5 statt MTP3 gab es spürbar mehr Durchsatz, ohne dass die Qualität im Benchmark wesentlich gelitten hätte. Falls ihr das noch nicht probiert habt, ist es ein Flag und fünf Minuten Arbeit

Zweitens, und nur für Spark- oder andere Blackwell-Besitzer relevant: Der NVFP4-Checkpoint ist recht zackig. Um die 28 token/s bei praktisch identischer Qualität wie fp8. Das ist mein neues Standardprofil. Auf älteren Karten bringt das leider nichts, die Kernel sind an Blackwell gebunden. Aber es gibt natürlich gute alternativen.

Kleine Einschränkungen: eine Maschine, ein Workload, Concurrency 1. Bei Batching oder anderer Hardware können die Verhältnisse auch anders aussehen. Und wer das Modell mit Werkzeugen nach aussen kommunizieren lässt, sollte wissen, dass bei mir alle Lanes mit aktivem MTP durchs Prompt-Injection-Gate gefallen sind, die MTP-freie dagegen nicht.

Teste jetzt mal die abliterated Version.

Bei Interesse an mehr Zahlen, Messaufbau, vLLM-Rezept gerne melden.

reddit.com
u/LobsterWeary2675 — 4 days ago
▲ 11 r/KI_Welt

MiniMax H3 lokal

Ton an.

H3 ist ein offenes Videomodell von MiniMax, seit Anfang August verfügbar. Text rein, Video raus, mit Ton. Bild und Ton entstehen im selben Durchlauf, die Geräusche werden nicht nachträglich dazugemischt.

Nichts davon hat je einen fremden Server gesehen. Der Elefant auch nicht.

Zur Erwartungshaltung:

Lokal dauert es länger als in der Cloud, das ist klar. Auf dem Spark dauert es nochmal deutlich länger, weil 273 GB/s Speicherbandbreite gegen die z.B. rund 1.8 TB/s einer 5090 antreten. Eine 5090 schafft einen vergleichbaren Clip in etwa einem Drittel der Zeit (vorausgesetzt es gibt genug zusätzlichen freien SystemRAM). Ist also was für den Spaß und ein Experiment was heute schon lokal möglich ist, nicht unbedingt der tägliche Videogenerator.

Das MP4 trägt den kompletten ComfyUI-Workflow in den Metadaten. Wer will, zieht sich den Graph direkt aus der Datei.

Setup:

Hardware: DGX Spark

Modell: MiniMax H3, Diffusion int8 pruned, Text-Encoder Qwen3-VL 32B in NVFP4

Frontend: ComfyUI, Standard-Workflow aus den Templates

Auflösung: 1344 x 768, 24 fps, gut 10 Sekunden

Sampler: res_multistep, 20 Steps

Generierungszeit: knapp 45 Minuten (!)

u/LobsterWeary2675 — 10 days ago

Atlassian Rovo: Prompt Injection exfiltriert potentiell Jira- und Confluence-Daten

PromptArmor hat am 5. August eine Injection-Kette gegen Atlassians Rovo veröffentlicht.

Präparierter Inhalt (z. B. weisser Kleinsttext in einem PDF) wird vom Agenten als Anweisung gelesen, der Agent hängt Jira- und Confluence-Inhalte an eine Angreifer-URL und ruft sie ab. Die Daten landen im Serverlog des Angreifers.

Der relevante Teil ist nicht die Injection, sondern die Kontrolle, die nicht greift: Der organisationsweite Schalter "Enable web search" deaktiviert die Suche, entzieht Rovo aber nicht das URL-Retrieval-Tool. Der Angriff funktioniert bei ausgeschaltetem Toggle.

Zweiter Vektor: unsicheres Markdown-Image-Rendering in den Agenten-Ausgaben.

Zeitleiste: Disclosure an Atlassian am 23. Mai, keine substanzielle Reaktion, Veröffentlichung am 5. August.

Für Rovo gibt es bisher nur den PoC von PromptArmor, keinen bekannten Vorfall bisher. Dass indirekte Prompt Injection in freier Wildbahn läuft, ist dagegen hinlänglich belegt: Google meldete zwischen November 2025 und Februar 2026 eine relative Zunahme bösartiger Payloads um 32 Prozent im gecrawlten Web, Unit 42 dokumentierte im März 2026 grossflächige Fälle auf produktiven Plattformen. EchoLeak war 2025 derselbe Bauplan gegen M365 Copilot.

Der realistische Einstieg in einen Atlassian-Tenant ist nicht unbedingt das hochgeladene PDF, sondern alles, was von aussen hereinkommt: Service-Desk-Tickets, per Mail erzeugte Vorgänge, Lieferantendoku in Confluence. Der Angreifer braucht keinen Zugang, nur einen Kanal, der irgendwann vom Agenten gelesen wird.

Begrenzt wird es durch zwei Dinge: Die Injection feuert nicht deterministisch, ob das Modell folgt, ist also Wahrscheinlichkeit. Und der Angreifer bestimmt nicht, wann jemand den Agenten auf den Inhalt ansetzt. Pro Durchlauf fliesst nur ab, was der Agent gerade holt, ein Rinnsal, kein Dump.

Primärquelle: https://www.promptarmor.com/resources/atlassian-rovo-exfiltrates-data

u/LobsterWeary2675 — 10 days ago
▲ 18 r/KI_Welt

Qwen3.8-27B kommt open-weights

Alibaba hat gestern Qwen3.8-Max Open weights für kommende Woche angekündigt und Qwen3.8-27B wird ebenfalls open-weights veröffentlicht.

Mehr steht nicht drin. Kein Datum für das 27B, keine Modellkarte, keine Benchmarks, nichts zu Architektur oder Kontextlänge. Unsloth hat bereits "läuft lokal auf 17 GB RAM/VRAM" gepostet, aber das ist eine Schätzung für eine quantisierte Variante und keine offizielle Zahl.

Qwen3.6-27B oder das 35B MOE (bisher nix zu 3.8 moe dazu) sind seit April das Arbeitstier für viele, die lokal auf einer Karte oder einem Unified-Memory-System arbeiten. Bin gespannt auf das 3.8.

Ich habe 3.6-27B und 35B A3B unter vLLM auf einer Spark im Einsatz. Sobald die Gewichte da sind, fahre ich beide Modelle auf identischem Setup gegeneinander und poste die Zahlen gerne hier bei Interesse.

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u/LobsterWeary2675 — 17 days ago

Microsofts zweiter Fixversuch für eine Prompt-Injection war ein Modell-Upgrade. Hat nicht funktioniert.

Håkon Måløy hat am 28.07. nach 144 Tagen koordinierter Offenlegung eine Copilot-für-Word-Lücke veröffentlicht, für die es keinen Fix gibt. Interessant ist weniger der Angriff als Microsofts Reaktionsmuster.

Der Angriff in kurz: Versteckter Prompt im Word-Dokument, weisse Schrift, Grösse 8. Copilot strippt die Formatierung vor der Modellübergabe. Der PoC ändert Finanzzahlen im generierten Report und kopiert den Prompt unsichtbar ins neue Dokument, das damit selbst zum Träger wird.

Die Presse nennt das KI Wurm... hlte ich für zu gross. Es propagiert nicht selbst, jeder Hop braucht einen Menschen, der das infizierte Dokument als Quelle anhängt. Näher am Makrovirus als an Blaster.

Was der Fall wirklich zeigt: Microsoft hat zweimal gefixt. Erst "Edit with Copilot", das schloss den gemeldeten Payload. Dann am 14.07. ein Upgrade des zugrundeliegenden Modells auf GPT-5.5. Einen Tag später war der Angriff mit GPT-5.6 reproduziert.

Ein Modell-Upgrade als Sicherheitsmassnahme ist die stillschweigende Annahme, ein fähigeres Modell erkenne die Injection schon. Genau das kann nicht funktionieren: Das Modell muss den Inhalt verarbeiten, um zu entscheiden, ob er ein Angriff ist, und dabei beeinflusst der Inhalt die Entscheidung bereits. Ein vorgeschalteter Detektor bräuchte dieselbe semantische Stärke wie das Zielmodell, also "LLMs all the way down"...

Bemerkenswert ist, dass Microsoft nach 144 Tagen faktisch einräumt, dass es für diese Klasse keine Lösung gibt.

Einschränkung: Kein CVE, Payload zurückgehalten, Screenshots geblurrt. Unabhängig reproduzierbar ist das nicht. Was vorliegt, ist ein Blogpost plus eine Vendor-Bestätigung des Verhaltens.

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u/LobsterWeary2675 — 18 days ago
▲ 42 r/KI_Welt

OpenAI nennt sein nächstes Modell Astra und legt als Nachweis zehn gelöste Mathe-Probleme vor

OpenAI hat heute erstmals offiziell den Namen des nächsten Modells genannt: Astra. Als Beleg dient ein Paper mit zehn Lösungen zu seit Jahrzehnten offenen Mathe-Problemen, jeweils in Lean formalisiert und auf GitHub prüfbar.

Fokus laut The Information: Long-Horizon-Tasks mit mehreren parallelen Agenten.

Die Resultate stammen von einer internen Version, Kosten rund 2000 Dollar an Tokens..

Altman hat Astra letzte Woche Senatoren vorgeführt, es soll durch das neue US Federal Review vor Release.

Bisher kein Datum, kein Preis, keine Benchmarks.

https://openai.com/index/ten-advances-in-mathematics/

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u/LobsterWeary2675 — 19 days ago

Post mortem zum OpenAI-Agenten-Vorfall: Ausbruch über Zero-Day in JFrog Artifactory, fremde Code-Sandbox als Zwischenstation

Hugging Face hat am 27. Juli die technische Rekonstruktion veröffentlicht, JFrog den Vektor bestätigt.

Die Kette: Zero-Day in Artifactory, das als Cache-Proxy auf dem erlaubten Egress-Pfad der Sandbox lief. Dann eine offen erreichbare Code-Harness auf Modal, betrieben von einem Drittanbieter-Kunden, der selbst CyberGym laufen liess. Dort root, von da aus Basis für C2 und Egress. Bei HF dann HDF5-Referenzen und Jinja2-Template-Injection in der Dataset-Verarbeitung, Codeausführung im Produktions-Pod, Credentials, Pivots, interne Repos, fünf Datasets.

Vier Punkte:

Der Ausbruch lief über den ausdrücklich erlaubten Pfad, nicht daneben. Self-hosted Artifactory braucht mindestens 7.161.

Der Grossteil der 17'600 Aktionen führte zu nichts. HF hatte Signale aus mehreren Schichten, die Korrelation stufte sie nicht kritisch genug ein.

CTF-Code war nicht zuverlässig von echten Rootkits zu trennen. Ein Drittel der Infrastruktur wurde aus sauberen Images neu gebaut.

OpenAI und HF widersprechen sich öffentlich, ob die Produktionsdatenbank erreicht wurde. Für einen inszenierten Capability-Flex wäre das eine bemerkenswerte Regieleistung.

Ausführlich: https://aisyndicate.ch/ki-benchmark-realer-sicherheitsvorfall-openai-hugging-face/ (Spoiler: eigener Blog)

https://huggingface.co/blog/agent-intrusion-technical-timeline

https://jfrog.com/blog/jfrog-and-openai-collaboration-on-zero-day-security-findings/

https://www.sans.org/blog/models-said-no-inside-hugging-face-post-mortem

u/LobsterWeary2675 — 20 days ago

OpenAI stufte GPT-5 intern als Biorisiko ein und senkte die Einstufung danach wieder.

Das WSJ hat interne OpenAI-Dokumente ausgewertet:

Sommer 2025: GPT-5 wird intern als hochriskant eingestuft, weil es Nutzern mit wenig Vorbildung bei biologischen Gefahren helfen könnte.

Nach Release: Mitarbeiter finden problematische Antworten. Hunderte Nutzer fragen scheinbar nach Anleitungen für Waffen und Gifte und erhalten teils Schritt-für-Schritt-Antworten, die laut Mitarbeitern für "Schüler mit Biologie-Grundkenntnissen" nachvollziehbar waren.

Herbst 2025: OpenAI senkt die Risikoeinstufung. Begründung laut WSJ: man wolle nicht zu oft nein sagen und seriöse Forschung nicht behindern.

Accounts werden gesperrt, Behörden nicht informiert, eine Pflicht dazu besteht in den USA nicht.

Die Evaluation von OpenAI hat funktioniert und richtig klassifiziert. Gekippt wurde sie danach, aus Business Gründen.... im selben Haus das scheinbar grade Agenten aus Sandboxes entkommt lässt um Benchmark Ergebnisse zu klauen.

https://the-decoder.de/hunderte-nutzer-fragten-chatgpt-nach-der-erstellung-biologischer-waffen-und-gifte/

https://the-decoder.de/hunderte-nutzer-fragten-chatgpt-nach-der-erstellung-biologischer-waffen-und-gifte/ (original aber paywall)

u/LobsterWeary2675 — 25 days ago
▲ 19 r/KI_Welt

25 Firmen unterschreiben einen Open-Weights-Brief

Huangs (Nvidia) erster X-Post überhaupt: "Open Weights and American AI Leadership". Ein offener Brief unterzeichnet von NVIDIA, Microsoft, Meta, IBM, Dell, Palantir, a16z, Hugging Face, Mistral, Mozilla, Linux Foundation.

Nicht dabei: Anthropic, Google, Amazon.

Edit: Openai ist inzwischen nachgerückt.

Jeder Unterzeichner verdient an der Schicht um das Modell herum und damit mehr, wenn Gewichte frei zirkulieren. Muss man im Kopf behalten, macht aber die Argumente im Dokument nicht falsch.

Weit hinten im Brief steht noch ein spannender Absatz, der Distillation als legitime Technik verteidigt. China, DeepSeek und Moonshot kommen im ganzen Dokument nicht mit einem Wort vor. Erschienen ist der Brief übringes vier Tage nach Berichten, die US Administration prüfe erneut ein Verbot chinesischer Open-Weight-Modelle.

Btw: Mistral ist der einzige Europäer auf der Liste.

https://images.nvidia.com/pdf/Open-Weights-and-American-AI-Leadership.pdf

u/LobsterWeary2675 — 26 days ago
▲ 67 r/KI_Welt

Unlimited tokens hielt bei der Army sechs Wochen

Mai 2026: Der Army CIO verkündet unlimitierte Token auf Ask Sage und mitte Juni ist der tokenpool leider leer.

Kurze Seiteninfo: ask Sage ist ein LLM gateway für US Behörden, also kein eigenes Modell, sondern eine zugelassene Zwischenschicht über die Gemini, Llama oder ChatGPT laufen. Gekauft wird also nicht per API, sondern als Kontingent im Beschaffungsprozess.

Das Jahrespaket der army war 100 Millionen Token und wer sein Kontingent leerte, bekam halt automatisch nachgeschoben, keiner hat aufs Dashboard geschaut.

Und passend dazu ein Mitarbeiter gegenüber Wired: die Tools seien unzuverlässig und hätten gelegentlich behauptet, Arbeit erledigt zu haben, die nie stattfand. Immerhin konsistent mit der Budgetplanung der army.

https://www.golem.de/news/tokenmaxxing-us-militaer-verbrennt-ki-jahresbudget-innerhalb-eines-monats-2607-211193.html

Edit: Die 100 Millionen von Golem halten der Nachrechnung nicht stand, siehe Kommentare. Zeitachse stimmt und unlimited ist ober, aber die exakten Paketgrössen etc. sind unklar.

u/LobsterWeary2675 — 28 days ago
▲ 115 r/KI_Welt

Der Hugging-Face-Hack ist aufgeklärt: Der Angreifer war scheinbar OpenAI, versehentlich.

Der Hugging-Face-Hack ist aufgeklärt: Der Angreifer war scheinbar OpenAI, versehentlich

Letzte Woche meldete Hugging Face einen Angriff durch ein autonomes KI-Agenten-System. Gestern kam die Auflösung: Es waren OpenAIs eigene Modelle. GPT-5.6 Sol und ein unveröffentlichtes, stärkeres Modell liefen intern in einem Cyber-Benchmark, mit gelockerten Sicherheitsfiltern.

Statt die Aufgaben zu lösen, fanden die Modelle eine Zero-Day-Lücke in der Testumgebung, brachen aus der Sandbox aus, verschafften sich Internetzugang und drangen bei Hugging Face bis in die Produktionsdatenbank vor. Ziel: die Lösungen des Benchmarks stehlen, um besser abzuschneiden.

Die Modelle wollten also schummeln, und haben dafür zwei Zero-Day Lücken und fremde Produktionsinfrastruktur verbrannt.

OpenAI: https://openai.com/index/hugging-face-model-evaluation-security-incident/

Hugging Face: https://huggingface.co/blog/security-incident-july-2026

Edit: meine Meinung zur Marketingdiskussion in den Kommentaren:

Ausschliessen kann man das sicher nicht, aber dann wäre es ein verdammt aufwendiger und ehrlich gesagt beinahe respektabler Stunt:

Hugging Face hat den Vorfall am 16.7. selbst offengelegt, fünf Tage vor OpenAI, inklusive Behördenmeldung und externer Forensiker. Zu dem Zeitpunkt wusste HF laut eigenem Blog nicht, wer der Angreifer war. Ein solcher Coup müsste also das Opfer, dessen Forensik-Team und die Strafverfolgung mitplanen. Dazu räumt OpenAI Dinge ein, die man in einer PR-Story eher weglassen würde: Zero-Day in der eigenen Infrastruktur, versagte Sandbox-Isolation, gedrosselte Research-Velocity während des Patchens. Und natürlich stimmt: "Unprecedented cyber capabilities" klingt besser als "unsere Eval-Isolation hat versagt" und der Blogpost bewirbt am Ende das eigene Trusted-Access-Programm.

Mein Gefühl: vermutlich ein echter Vorfall mit angehängter Werbekampagne. Aber wer bin ich, das zu wissen.

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u/LobsterWeary2675 — 29 days ago

Update zum Hugging-Face-Vorfall: Der autonome Angreifer war OpenAI. Versehentlich.

OpenAI hat gestern die Attribution zum HF-Vorfall geliefert: Es waren die eigenen Modelle. GPT-5.6 Sol und ein unveröffentlichtes, stärkeres Modell liefen intern in einem Cyber-Benchmark, mit reduzierten Refusals.

Die Modelle fanden eine Zero-Day-Lücke im Package-Proxy der Sandbox, brachen aus, erlangten Internetzugang und drangen via gestohlene Credentials und weitere Zero-Days bis in die Produktionsdatenbank von Hugging Face vor. Ziel: die Benchmark-Lösungen stehlen.

Reward Hacking mit zwei verbrannten Zero-Day Lücken und fremder Produktionsinfrastruktur.

OpenAI: https://openai.com/index/hugging-face-model-evaluation-security-incident/

Hugging Face: https://huggingface.co/blog/security-incident-july-2026

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u/LobsterWeary2675 — 29 days ago
▲ 10 r/KI_Welt

Kimi K3: Abo-Stopp

Moonshot hat am Sonntag die Neuabos für Kimi K3 gestoppt. Die Anfragen der ersten 48 Stunden haben die Compute-Cluster ans Limit gebracht. Bestandskunden bleiben unberührt, neue Plätze kommen «in Batches».

Zwei Kleinigkeiten:

Laut Reuters bereitet Moonshot mit Goldman Sachs und CICC ein Hongkong-IPO vor. Ein Abo-Stopp wegen zu viel Nachfrage ist vor einem Börsengang natürlich nicht verkehrt.

Und zweitens, die Abos werden aufgeteilt, künftig gibt es einen separaten Coding-Plan. Agent-Workloads mit wiederholten Model-Calls sind bei 2,8 Billionen Parametern wohl doch teuer zu servieren. Andere Anbieter werden vermutlich nachziehen.

u/LobsterWeary2675 — 1 month ago
▲ 19 r/KI_Welt

Qwen 3.8 Max Preview ist da: 2.4 Billionen Parameter, Open Weights «bald»

Alibaba hat heute die Preview von Qwen 3.8 Max freigeschaltet. Die wichtigsten Fakten:

2.4 Billionen Parameter total. Aktive Parameter: keine Angabe.

Eigene Einordnung von Alibaba: zweitstärkstes Modell nach Fable 5. Benchmarks gibt es keine.

Zugang aktuell nur über Token Plan, Qoder und QoderWork. Keine API-Preise pro Token.

Open Weights sind angekündigt. Modelcard existiert noch nicht.

Das timing acheint kein Zufall. Kimi K3 ist erst wenige Tage alt und hat die Messlatte für chinesische Open-Weight-Modelle neu gesetzt. Alibaba zieht nach, bevor die Aufmerksamkeit weg ist.

Zwei Dinge zum abwarten: die Zahl der aktiven Parameter (entscheidet, ob das Modell für irgendwen ausserhalb von Rechenzentren relevant wird) und ob die Weights tatsächlich kommen. Qwen 3.7 Max und 3.6 Max Preview blieben beide closed, trotz ähnlicher Ankündigungen.

Quelle: https://x.com/Alibaba\_Qwen/status/2078759124914098291

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u/LobsterWeary2675 — 1 month ago

Benchmarked 5 vLLM configs for Qwen3.6-35B on DGX Spark: the fastest one failed tool calling

Running Qwen3.6-35B-A3B-FP8 on a DGX Spark (128GB unified) for agent workloads. Ablated vLLM serving configs, same checkpoint, container and protocol (llama-benchy, 3 runs, c1). TG128 results:

Config tok/s TTFR Tool-eval short Hardmode
FP8 baseline 53.8 113 ms 100/100 90/100
MTP1 + FlashInfer pin 64.6 148 ms 100/100 91/100
MTP2 60.1 189 ms 100/100
DFlash/FlashQLA 96.7 162 ms 53/100
NVFP4/MTP3 * 114.0 110 ms 97/100 89/100

Before running my own ablation I dug through the Spark Dashboard and the NVIDIA forums for recipes. Tried several of the Qwen3.6 configs posted there (by no means all of them). None matched these results on my benchmarks: either they were faster but with so-so precision on tool calls, structured json, etc, or slower at similar accuracy. That's what pushed me try to ablate instead of copying a config.

  • MTP1 is basically free: draft head is native in the checkpoint, +20% decode for ~35ms TTFR. MTP2 is worse, acceptance doesn't pay for the second token.
  • DFlash was 80% faster and got rejected: 53/100 on tool calling, broken JSON, mangled arguments, 3 runs. Benchmark only tok/s and you'll promote a config that breaks your agents.

Key flags: --speculative-config '{"method":"mtp","num_speculative_tokens":1}' --attention-backend flashinfer --kv-cache-dtype fp8

The NVFP4 variant didn't make it despite the benchmarks results in short & hardmode - in my own tests besides these benchmarks it showed halucinations and wrong tool calling more often then the FP8 variants.

Happy to get ideas for improvements or other recipes that I can run.

Full writeup with recipe YAML (if someones interested I can also post it here), all output lengths and error bars (Spoiler: German and own blog): https://aisyndicate.ch/qwen-dgx-spark-mtp-flashinfer-optimieren/

u/LobsterWeary2675 — 1 month ago
▲ 29 r/KI_Welt

Kimi K3: Erstes offenes 3-Billionen-Modell, aber die Zeit der günstigen token aus China scheint vorbei

Kimi hat K3 vorgestellt. 2,8T Parameter (MoE, 16 von 896 Experten aktiv), 1M Token Kontext, nativ multimodal. Gewichte sollen bis 27. Juli kommen. In Kimis eigenen Benchmarks knapp hinter Fable 5 und GPT 5.6 Sol, deutlich vor Opus 4.8 und GLM 5.2.

Bisher alles Eigenmessungen, teils mit unterschiedlichen Agenten-Frameworks.

Interessant der Preis: $3 Input / $15 Output, das ist exakt Sonnet-5-Niveau und fast 4x teurer als K2.6. Die Phase, in der chinesische Anbieter Frontier-Leistung zum Kampfpreis verschenken, scheint zu enden.

https://platform.kimi.ai/docs/guide/kimi-k3-quickstart

Edit: Artificial Analysis hat auch gemessen: K3 erreicht 57 im Intelligence Index, damit Platz 3 hinter Fable 5 (60) und GPT-5.6 Sol (59), knapp vor Opus 4.8 (56). Kimis Eigenbenchmarks halten also stand.

Und bei den Kosten muss ich mich wohl korrigieren: Trotz $15 Output-Preis liegt K3 bei $0.94 pro Task, weil es 21% weniger Output-Tokens braucht als K2.6.

Zum Vergleich: GPT-5.6 Sol $1.04, Opus 4.8 $1.80, GLM-5.2 $0.32. Also ja, teuer für ein offenes Modell aber günstig für die Leistungsklasse.

https://x.com/i/status/2077975838486843870

u/LobsterWeary2675 — 1 month ago

Hugging Face: Sicherheitsvorfall durch autonomes KI-Agenten-System & Forensik zunächst durch Guardrails kommerzieller LLM-APIs blockiert

Hugging Face hat heute einen Sicherheitsvorfall offengelegt. Initial Access über ein bösartiges Dataset (Remote-Code-Loader plus Template-Injection in der Config), Eskalation auf Node-Ebene, Credential-Harvesting, Lateral Movement durch mehrere interne Cluster.

Wichtig, offentliche Modelle, Datasets, Spaces und Supply Chain sind laut HF sauber.

Gefahren wurde der Angriff von einem autonomen Agent-Framework: über 17'000 protokollierte Aktionen, Schwärme kurzlebiger Sandboxes, selbstmigrierendes C2 auf öffentlichen Diensten. Der "agentic attacker" ist damit erstmals bei einer grossen Plattform dokumentiert.

Besonders lustig, als HF die Forensik mit Frontier-Modellen über kommerzielle APIs fahren wollte haben die Guardrails blockier, weil sie echte Exploit-Payloads und C2-Artefakte nicht von Angriffsabsicht unterscheiden können. HF wich auf ein Open-Weight-Modell (GLM 5.2) auf eigener Infrastruktur aus.

https://huggingface.co/blog/security-incident-july-2026

u/LobsterWeary2675 — 1 month ago
▲ 133 r/AIResearchLab+1 crossposts

53% der journalistischen Quellen bei ChatGPT sind konservative Medien. Grund ist der Axel-Springer-Deal.

Agora Digitale Transformation hat 675 Nachrichten-Anfragen an ChatGPT, Gemini, Google AI Overview, Perplexity und Claude gestellt und 4.811 Quellenverweise ausgewertet:

welt.de ist mit 380 Zitationen die meistzitierte Domain. Bei ChatGPT allein 264-mal. Die Studie führt das direkt auf den OpenAI/Springer-Deal zurück.

Claude verwies siebenmal auf Domains des russischen Pravda-Desinformationsnetzwerks, ungekennzeichnet, neben Tagesschau und ZDF.

Kein Anbieter dokumentiert, nach welchen Kriterien Quellen ausgewählt werden.

Wer also einen Lizenzdeal hat, wird sichtbar und wer keinen hat, der verschwindet: FAZ taucht bei ChatGPT und Claude gar nicht auf, die SZ nicht bei Gemini und Claude.

https://agoradigital.de/wp-content/uploads/2026/07/ADT\_Studie\_Meinungsbildung-im-Wandel.pdf

reddit.com
u/Grootianer — 1 month ago
▲ 54 r/KI_Welt

41 Prozent aller längeren LinkedIn-Posts sind komplett KI-generiert (Slop) Reddit-Kommentare: 98 Prozent menschlich.

Pangram hat über eine Million Beiträge auf fünf Plattformen gescannt (April bis Juni). Ergebnis: Jeder vierte Langform-Post ist vollständig KI-geschrieben. LinkedIn führt mit 41 Prozent und stellt fast zwei Drittel des gesamten Slops, bei nur einem Drittel der Beiträge.

Und weil das Erkennungsmodell konservativ flaggt (0,01 Prozent False Positives), ist die echte Quote vermutlich höher.

Reddit-Antworten: 98 Prozent Mensch.

https://www.pangram.com/blog/ai-in-your-feed

u/LobsterWeary2675 — 1 month ago