u/Lost-Crew746

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ADHS und das alltägliche Schubladendenken

Ich bin 38 Jahre alt, habe zwei Kinder und leide seit ich klein bin an ADHS, was sich in den letzten Jahren aber deutlich in den Symptomatiken reduziert hat. Klar: Ich habe immer noch Probleme damit meine Impulse zu steuern oder 2 Stunden lang ein Buch in Ruhe zu lesen. Jedoch hatte ich vor einigen Monaten einen Schlüsselmoment, der mich zum Nachdenken gebracht hat. Und zwar hatte ich mich über meine Kinder unterhalten und dahingehend auch die Sorge transportiert, dass meine Kinder an der Krankheit leiden könnten, was gut sein kann, da ADHS vererbbar ist. Ich habe Situationen geschildert die mir aufgefallen sind, und in diesem Moment wie plötzlich direkt in die Schublade "ADHS" geschoben. Zack. Einfach so. Ohne zu Fragen, ob vielleicht Umstände dazu geführt hatten, dass diese Situationen so entstanden sind. Und auf einmal wurde mir klar, dass ich als junger Mensch, von den Menschen, die von meiner Krankheit wussten, systematisch kategorisiert wurden. Das hat mich wirklich hart getroffen.

Ich weiss, dass ADHS Symptome wirklich gut zu diagnostizieren sind. Und ja, natürlich erschweren diese Symptome nicht nur unseren Alltag sondern auch den der Angehörigen.

Aber können wir bitte damit aufhören, pauschal direkt die ADHS Keule zu schwingen?

Wie seht ihr das?

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u/Lost-Crew746 — 10 days ago