Wenn du nicht bereit bist, täglich mit deinem Hund rauszugehen, kauf dir ein Kuscheltier! (Triggerwarnung: Tierquälerei / Unverständnis)
Ich muss mir gerade einfach mal den Frust von der Seele schreiben, weil ich fassungslos bin, was manche Leute unter "Hundehaltung" verstehen.
Ich habe gerade eine Nachricht von einer Frau gelesen, die sich darüber beschwert, dass sich ihre beiden Hunde ständig beißen (ein älterer und ein jüngerer Hund). Da kriegt man ja schon direkt Mitleid mit den Tieren. Ich habe sie dann gefragt, wie oft sie denn überhaupt mit den beiden rausgeht.
Ihre Antwort: Alle zwei Tage für 40 Minuten.
Mir ist absolut die Kinnlade runtergefallen. Da braucht man sich doch verdammt noch mal nicht wundern, warum die Hunde aufeinander losgehen! Wenn ein Hund – erst recht ein junger – völlig unausgelastet ist und tonnenweise angestaute Energie hat, dann muss diese Energie irgendwohin. Und wenn sie nicht draußen beim Laufen, Schnüffeln und Erkunden abgebaut werden kann, entlädt sie sich eben drinnen in Frust, Aggression und Gewalt.
Ganz im Ernst und ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen: Wer nicht einmal in der Lage ist, mindestens zweimal am Tag für 40 Minuten mit seinem Hund rauszugehen, betreibt für mich schlichtweg Tierquälerei.
Solche Leute sollten einfach keine Tiere halten dürfen. Man muss sich doch im Vorfeld im Klaren darüber sein, was es bedeutet, die Verantwortung für ein Lebewesen zu tragen. Wenn man einfach nur etwas zum Kuscheln auf der Couch haben will, verdammt noch mal, dann kauft man sich ein Kuscheltier, aber kein Lebewesen mit Bedürfnissen!
Klar, es gibt Ausnahmen – wenn es draußen 35 Grad im Schatten sind, extreme Hitze herrscht oder der Hund krank ist, schaltet man natürlich runter. Das ist völlig logisch. Aber im normalen Alltag? Alle zwei Tage? Das ist einfach nur traurig und macht mich unfassbar wütend.