Wieviel muss ein Mensch ertragen?

Wieviel muss ich eigentlich noch kämpfen bis ich endlich Frieden finde?

Ich gehe seit Jahren zur Therapie, nehme seit Jahren Medikamente, war bei mehreren Klinikaufenthalten, und habe vor ein paar Monaten angefangen mir den Arsch aufzureißen um mich gesünder zu ernähren/abzunehmen und eine regelmäßige Sportroutine aufzubauen.

Ich habe mein Studium unter der Depression durchgeboxt und nach langem Kampf einen (zumindest befristeten) Arbeitsplatz gefunden.

Nur damit jetzt wieder alles zusammenfällt und ich am Boden bin. Weil mein beschissener Körper nicht nur meint er muss mir das nehmen, was mir sonst Halt gegeben hat (habe eine starke Katzenallergie entwickelt und musste deshalb meine Katze an meine Mutter weggeben), sondern weil jetzt ein neues körperliches Problem aufgetaucht ist, welches nur schwer zu behandeln ist und mir nicht nur extreme Angst macht, sondern meinen Alltag immer mehr einschränkt.

Ich pack das einfach nicht mehr. Ich sitze jeden Tag auf der Arbeit wie eine leere Hülle. Ich versuche die Maske aufrecht zu erhalten, fröhlich und ausgelassen gegenüber meinen Kollegen zu sein, während mein Kopf unermüdlich am Grübeln ist. Ich mag meine Kollegen eigentlich wirklich gern, aber es fällt mir von Mal zu Mal schwieriger zu funktionieren. Meistens sacke ich zu Hause in mich zusammen und bin entweder krass erschöpft oder am Weinen. Ich vernachlässige meine Hobbies, meinen Sport, meine Freunde, mein Äußeres. Ich hab zu nichts mehr Kraft weil mein Kopf sich permanent mit den Grübelgedanken beschäftigt, doch zu keiner Lösung kommt.

Dabei war ich erst vor ein paar Wochen für eine Woche krankgeschrieben. Dachte danach würde es schon wieder gehen. Und jetzt rät mir mein engerer Kreis, ich solle mich wieder krankschreiben lassen. Aber ich will meine Kollegen nicht enttäuschen. Ich weiß wie ungern Krankschreibungen gesehen sind und wie dann trotzdem gern drüber gelästert wird, wenn jemand fehlt (etwas was ich nicht so an meinen Kollegen mag). Ich muss theoretisch nur noch 4 Monate durchhalten, dann hätte ich es eh' geschafft. Aber schaffe ich das noch bis dahin?

Wieso muss eigentlich immer alles zusammenbrechen, wenn man denkt, dass es endlich besser läuft?

Ich wünschte ich hätte wenigstens eine Person, die mich versteht. Die weiß wie schwer das alles ist. Aber in meiner Familie hält sich das Verständnis leider in Grenzen.

Ich bin einfach so müde von allem. Ich versuche wirklich mein Bestes zu geben, aber mein Bestes scheint nicht gut genug zu sein.

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u/Ms_Redhead237 — 21 hours ago

Wenn Körper und Geist nicht zusammenarbeiten

Kennt ihr das: Euer Kopf ist voll mit so vielen Dingen, die ihr loswerden wollt. So viele Dinge, die euch belasten und die ihr gerne mitteilen wollt, um wenigstens ein kleines bisschen den Ballast von den Schultern zu bekommen. Und wenn ihr dann endlich die Gelegenheit habt etwas zu sagen, dann ist der Kopf wie leergefegt.

Etwas mehr als 2 Wochen ist es nun her, dass es bei mir wieder anfing schlechter zu werden. Dabei hatte ich gerade angefangen so viele gute neue Gewohnheiten zu etablieren. Regelmäßig ins Gym gehen (wovor ich am Anfang wirklich Angst hatte, aber dann irgendwann echt Spaß daran gefunden habe). Striktes Kalorientracking, um endlich meinem Wunschgewicht näher zu kommen. Der Versuch neue Leute kennenzulernen, um seinen Freundeskreis zu erweitern.

Klar, hier und da gab es ein paar Situation, die echt suboptimal liefen. Die Dinge tan weh', 2 vielleicht 3 Tage war man etwas außer Gefecht gesetzt, aber irgendwie hat man es gewuppt, den Alltag weiter gelebt, ist seinen Verpflichtungen weiter nachgegangen.

Und dann stürzt das mühsam aufgebaute Kartenhaus ein. Nicht nur die Spitze des Hauses, nein, das ganze Haus. Ein kleiner Windhauch, der alles zum Einfallen bringt. In meinem Fall gesundheitlich bedingt.

Man rennt also von Arzt zu Arzt während man immer mehr unter der aktuell suboptimalen Gesundheitsituation leidet. Schlafen? Funktioniert nicht. Sich ablenken? Funktioniert noch weniger. Zeit ist dank unseres Gesundheitssystems leider kaum da. 5 Minuten? Müssen reichen. Eine OP sei nötig, um die Leiden in den Griff zu bekommen. Sie haben Angst vor den möglichen Risiken, die potenziel Ihr Leben für immer verändern könnten? Ach stellen Sie sich doch nicht so an!

Aber wie geht man damit um, jeden Tag, 24/7 die körperlichen Symptome direkt zu spüren zu bekommen. Wenn sie dir den Schlaf rauben, dafür verantwortlich sind, dass du deine neuen Gewohnheiten wieder vernachlässigst. Wenn du auf der Arbeit zwar körperlich anwesend bist, aber dein Kopf ununterbrochen grübelt, Halt sucht, und alles in deinem Innern nach Hilfe schreit?

Ich bin so unglaublich erschöpft. Vom Grübeln, von meinen Verpflichtungen, die mir befehligen meinen normalen Alltag weiter zu machen.

Ich wünschte ich hätte die Gelassenheit anderer, die sich nicht zwanghaft in ein Thema versteifen; die sagen: "Alles klar, wann kanns losgehen?", ohne sich tagelang davor versichern zu müssen, dass schon alles gut gehen wird. Aber die habe ich nicht und deshalb wird in mir weiter die Angst in meinem Brustkorb aufflammen. Und ich frage mich, ob irgendwo wieder Licht im Dunkeln erscheinen wird.

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u/Ms_Redhead237 — 17 days ago

Empfehlungen HNO-Arzt, auch für mögliche OP

Hallo miteinander,

da ich keine älteren Beiträge hier im Subreddit finden konnte, frage ich jetzt einfach mal direkt mit diesem Post:

Ich habe aktuell stark anhaltende Probleme mit eingeschränkter Nasenatmung, die sich langsam auch zunehmend auf meine Psyche auswirkt. Bisher bin ich leider nur auf Ärzte gestoßen, die eher wenig Zeit haben und als ich am Donnerstag aus lauter Verzweiflung zu einem Arzt gegangen bin, bei dem man ohne Termin hinkann, war ich danach noch frustrierter und verunsicherter als zuvor. 😅

Habt ihr Empfehlungen für eine/n HNO-Arzt/ Ärztin in Erlangen? Wenn möglich jemanden, der sich im Best Case etwas mehr als 2 Minuten Zeit nimmt. Und da bei mir eine mögliche OP im Raum steht auch gerne Empfehlung / Erfahrungen an wen man sich hierfür am besten hinwendet. Ich bin leider der Typ Mensch der ziemliche Panik vor OPs hat und fände es schön wenn ich damit zumindest ein kleines bisschen ernster genommen werden würde.

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u/Ms_Redhead237 — 26 days ago

Ich jann nicht mehr

Wie kann ein Kopf gleichzeitig so leer und so voll sein? Wie kann man so viel zu sagen haben und kein Wort zu Stande bringen?

Naja, versuchen wir es trotzdem einmal: Ich kann nicht mehr. Meine Kraftreserven sind aufgebraucht und ich drohe (metaphorisch) zu ersticken. Es passiert gerade so unfassbar viel, das nicht gerade zu einem stabilen emotionalen Zustand beiträgt. Dabei habe ich doch endlich einen Sport gefunden der mir Spaß macht und gebe auch mein Bestes meine Ernährung anzupassen. Man sagt doch immer, dass Sport und Co. so gut seien für die mentale Gesundheit und extreme Tiefen vorbeugen könnten. Und trotzdem sitz ich nun hier im Dunkeln, mit geschwollenen, roten Augen und weiß mir nicht anders zu helfen als diesen Post hier zu schreiben.

Es gäbe so viel zu erzählen, aber das würde vermutlich den Rahmen sprengen, deswegen beschränke ich mich auf meine ebenso beschränkte Nase. Die macht nämlich schon seit mehreren Monaten extrem Ärger. Kennt ihr das, wenn ihr stark erkältet seid und plötzlich eure freie Nasenatmung vermisst, weil ihr feststellt wie verdammt gut etwas ist? Etwas was sonst eigentlich völlig selbstverständlich ist?

Und jetzt stellt euch vor einer der Nasenseiten ist seit mehreren Monaten fast durchgehend zu. Behindert eure Atmung, euren Schlaf, eure Konzentration, kleinste körperliche Anstrenungen. Ein kleiner Sprint zum Zug? Erstmal die nächste Stunde durch den Mund hecheln, weil die Nase keinen Bock mehr auf ihren Job hat. Sich abends schlafen legen wollen und eine erholsame Nacht haben? Ha! Das ich nicht lache. Du versuchst es mit Nasenpflastern, Antihistaminikum, neuem Bettzeug, Luftreiniger, neuem und vermehrten Staubsaugen, Nasenduschen, und was es sonst noch so gibt. Und nichts davon scheint das Problem wirklich zu lösen. Und die HNO-Ärtze? Da rennst du von ein zum anderen und versuchst jemanden zu finden, der vielleicht mal 10 statt nur 5 Minuten Zeit hat. Der dir wirklich zuhört und dich nicht nach ein paar Sätzen unterbricht und sagt "versuchen Sies doch mal mit einer Nasendusche".

Aber was machst du, wenn du alles an Möglichkeiten ausgeschöpft hast? Bleibt dir wirklich nur noch eine OP? Die OP die mit einem ENS-Risiko einhergeht? Ein postoperativer Zustand, der dein Leben komplett zerstören kann? Klar ist das Risiko dafür heutzutage super gering, aber es ist eben nicht 0. Und was machst du, wenn du scheiße Angst davor hast? Angst einer dieser Ausnahmepatienten zu sein. Gibt es jetzt wirklich nur noch die Wahl zwischen Pest und Kolera? Mit dem Problem für immer Leben oder eine OP eingehen, die ein Risiko trägt dein Leben für immer zu zerstören? Ich bin so verdammt erschöpft. Erschöpft von diesem körperlichen und emotionalen Zustand und dem fehlenden Verständnis meines familiären Umfeldes.

Ich hab Angst. So scheiße Angst. Ich will nicht mehr der emotionale Spielball von anderen Menschen sein. So viel Energie in Menschen stecken, die mich wie eine heiße Kartoffel fallen lassen. Ich will nicht mehr stundenlang auf meine Nase fixiert sein. Atemprobleme haben und ständig mit diesem starken Engegefühl in der Brust kämpfen. Ich will doch einfach nur unbeschwert durchs Leben gehen. Warum kommt immer wieder eine neue Grube, wenn ich gerade so doll dafür gekämpft habe, dass es bergauf geht?

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u/Ms_Redhead237 — 1 month ago

Ich hab die Nase voll

Wie kann ein Kopf gleichzeitig so leer und so voll sein? Wie kann man so viel zu sagen haben und kein Wort zu Stande bringen?

Naja, versuchen wir es trotzdem einmal: Ich kann nicht mehr. Meine Kraftreserven sind aufgebraucht und ich drohe (metaphorisch) zu ersticken. Es passiert gerade so unfassbar viel, das nicht gerade zu einem stabilen emotionalen Zustand beiträgt. Dabei habe ich doch endlich einen Sport gefunden der mir Spaß macht und gebe auch mein Bestes meine Ernährung anzupassen. Man sagt doch immer, dass Sport und Co. so gut seien für die mentale Gesundheit und extreme Tiefen vorbeugen könnten. Und trotzdem sitz ich nun hier im Dunkeln, mit geschwollenen, roten Augen und weiß mir nicht anders zu helfen als diesen Post hier zu schreiben.

Es gäbe so viel zu erzählen, aber das würde vermutlich den Rahmen sprengen, deswegen beschränke ich mich auf meine ebenso beschränkte Nase. Die macht nämlich schon seit mehreren Monaten extrem Ärger. Kennt ihr das, wenn ihr stark erkältet seid und plötzlich eure freie Nasenatmung vermisst, weil ihr feststellt wie verdammt gut etwas ist? Etwas was sonst eigentlich völlig selbstverständlich ist?

Und jetzt stellt euch vor einer der Nasenseiten ist seit mehreren Monaten fast durchgehend zu. Behindert eure Atmung, euren Schlaf, eure Konzentration, kleinste körperliche Anstrenungen. Ein kleiner Sprint zum Zug? Erstmal die nächste Stunde durch den Mund hecheln, weil die Nase keinen Bock mehr auf ihren Job hat. Sich abends schlafen legen wollen und eine erholsame Nacht haben? Ha! Das ich nicht lache. Du versuchst es mit Nasenpflastern, Antihistaminikum, neuem Bettzeug, Luftreiniger, neuem und vermehrten Staubsaugen, Nasenduschen, und was es sonst noch so gibt. Und nichts davon scheint das Problem wirklich zu lösen. Und die HNO-Ärtze? Da rennst du von ein zum anderen und versuchst jemanden zu finden, der vielleicht mal 10 statt nur 5 Minuten Zeit hat. Der dir wirklich zuhört und dich nicht nach ein paar Sätzen unterbricht und sagt "versuchen Sies doch mal mit einer Nasendusche".

Aber was machst du, wenn du alles an Möglichkeiten ausgeschöpft hast? Bleibt dir wirklich nur noch eine OP? Die OP die mit einem ENS-Risiko einhergeht? Ein postoperativer Zustand, der dein Leben komplett zerstören kann? Klar ist das Risiko dafür heutzutage super gering, aber es ist eben nicht 0. Und was machst du, wenn du scheiße Angst davor hast? Angst einer dieser Ausnahmepatienten zu sein. Gibt es jetzt wirklich nur noch die Wahl zwischen Pest und Kolera? Mit dem Problem für immer Leben oder eine OP eingehen, die ein Risiko trägt dein Leben für immer zu zerstören? Ich bin so verdammt erschöpft. Erschöpft von diesem körperlichen und emotionalen Zustand und dem fehlenden Verständnis meines familiären Umfeldes.

Ich hab Angst. So scheiße Angst. Ich will nicht mehr der emotionale Spielball von anderen Menschen sein. So viel Energie in Menschen stecken, die mich wie eine heiße Kartoffel fallen lassen. Ich will nicht mehr stundenlang auf meine Nase fixiert sein. Atemprobleme haben und ständig mit diesem starken Engegefühl in der Brust kämpfen. Ich will doch einfach nur unbeschwert durchs Leben gehen. Warum kommt immer wieder eine neue Grube, wenn ich gerade so doll dafür gekämpft habe, dass es bergauf geht?

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u/Ms_Redhead237 — 1 month ago

Es ist wieder soweit! Meine Nichte hat Geburtstag und ich darf mich beim Kuchenbacken austoben :D

Dieses Mal hat sie sich einen Marienkäfer-Kuchen gewünscht, weil sie gerade total im Miraculous (Ladybug) Fieber ist. Hatte nur 3 Nervenzusammenbrüche zwischendrin und meine Küche sieht jetzt aus wie ein Schlachtfeld. Bitte drückt mir die Daumen, dass die Kinder happy mit dem Ergebnis sind :D

Bin mit dem Muffins etwas unzufrieden, aber hauptsache sie werden gegessen :)

u/Ms_Redhead237 — 3 months ago