Frage zu Hegels Syntagma: "nicht ..., sondern ebensosehr". Was könnte das bedeuten?
Hegel schreibt in der Vorrede zur "Phänomenologie des Geistes" (Absatz 17):
"Es kommt nach meiner Einsicht [...] alles darauf an, das Wahre nicht als Substanz, sondern ebensosehr als Subjekt aufzufassen und auszudrücken."
(Zitiert nach Suhrkamps TWA; in den GW steht "kömmt" und "eben so sehr" - das scheint mir aber keinen Unterschied zu machen)
Wenn man voraussetzt, dass es sich nicht um einen Druckfehler handelt und also Hegel das ausdrücklich so geschrieben hat, was soll dann damit ausgesagt werden?
Hegel kann das doch eigentlich nicht als ein 'nicht-nur-sondern-auch' gemeint haben, also wie: "nicht nur als Substanz, sondern ebensosehr", sonst hätte er das "nur" ja setzen können.
Das aber scheinen viele Interpreten zu meinen, die ein "nur" oder Ähnliches kommentarlos ergänzen.
Könnte das ein Schwabizismus für ein 'nicht-nur-sondern-auch' sein?
Was könnte man dann aber meinen, wenn man sagt "nicht, sondern ebensosehr"