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Können LLMs philosophische Forschung betreiben?

Es ist ein zunehmender Trend, dass LLMs in Form von Agents alle möglichen Aufgaben übernehmen. Besonders Frontier Modelle leisten im Rahmen ihrer Möglichkeiten in vielen Fällen gute Arbeit- sie werden besser je mehr Kontext man zur Verfügung stellt.

Ich frage das nicht als Doomer nach dem Motto: Es ist alles Ende Gelände und wir müssen es abschalten. Sondern eher ganz interessiert wegen neuen Formen an Möglichkeiten. In Mathematik klappt es "gut", aber m.M.n. - wie auch bei Informatik - liegt der Grund in der Formalisierung und gegebener externer Metrik, Ergebnisse zu evaluieren. Gerade die Möglichkeit Ergebnisse extern zu evaluieren, wie in fast jeder Naturwissenschaft, rückt die Möglichkeit Agents zu nutzen dafür eher näher als weiter weg.

Ich frage mich nur- ist sowas bei philosophischen Fragestellungen überhaupt möglich? Kann man Antworten auf Fragestellungen formalisiert (ggf. automatisiert) evaluieren? Worin unterscheidet sich der Umgang mit Sprache, was wohl das Werkzeug eines jeden Philosophen ist, von einem LLM? Ich kenne vor allem Wittgensteins Sprachphilosophie und die ist verdächtig nah an dem, wie LLMs Sprache erlernen.

Zumindest nach meiner Bitte eine neue korpenikanische Wende der Philosophie einzuleiten wie Kant war das Ergebnis ernüchternd, aber wenn man gleichzeitig bedenkt, wie kurz es LLMs erst gibt und wie schnell die Forschung dabei ist, frage ich mich, wie das in 10 Jahren aussieht? Andererseits, wenn ich Schnipsel an Ideen als Prompt gebe und sage: "Denk das mal zuende", sind die Ergebnisse wirklich brauchbar und meistens auch interessant.

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u/GoodLeadership9375 — 6 days ago