Mit einem Rückschlag im Gepäck ins Gehaltsgespräch und trotzdem gewonnen
Heute habe ich zum ersten Mal in meinem Leben aktiv ein Gehaltsgespräch geführt bzw. Initiiert und es lief besser, als ich es mir je vorgestellt hätte.
Ich bin vor einigen Monaten intern in eine neue Rolle gewechselt mit Abteilungswechsel, ohne dass sich an meinem Gehalt irgendetwas geändert hat. Ich habe (und tue es weiterhin) als Chance für meine Entwicklung gesehen und war erstmal dankbar, dass mein Arbeitgeber die Chance gibt.
Allerdings hat mich das Thema Gehalt immer wieder beschäftigt, aber ich habe es wieder und wieder aufgeschoben, aus Unsicherheit, aus Angst, nicht gut genug argumentieren zu können, und weil ich nebenbei auch noch eine Zertifizierungsprüfung nicht beim ersten Versuch bestanden hatte. Währenddessen wuchsen meine Aufgaben und ich brachte mich auch selbst mit neuen Dingen ein, die gut ankamen.
Dann hatte ich gestern das Gespräch zu meinem Chef gesucht.
Seine Reaktion: vollstes Verständnis, Sympathie, und die klare Aussage, dass er mein Gehalt im Verhältnis zu meiner Rolle und Entwicklung für viel zu niedrig hält. Selbst meine geäußerten konkreten Gehaltsvorstellungen erachtete er eher noch als zu niedrig. Er wird nun schauen bzw. Gespräche führen, um herauszufinden, was für mich möglich ist. Er selbst ist erst relativ neu Teamleiter in dem Unternehmen und hatte noch keinen Überblick über die aktuellen Gehälter seiner Mitarbeiter.
Ich freue mich riesig, dass es „raus“ ist und ich nicht mehr darüber im Stillen grüble. Auch wenn ich noch nicht weiß, wieviel für mich rauskommt, bin ich froh, dass es auf der Agenda ist und angegangen wird.