(Wie) Kann Arbeit funktionieren?
Liebe alle,
nach einem Crash im April konnte ich mich langsam von bettlägerig zu halbwegs funktionstüchtig zurückkämpfen. In meinem Übermut habe ich dann in den letzten zwei Wochen versucht, wieder ein bisschen zu arbeiten (nur Home Office und Telefonieren). Ich bin Sozialpädagogin und arbeite im Bereich Ehrenamt.
Letzte Woche habe ich dann schon gemerkt wie es mir täglich schlechter ging. Gestern hat es mich dann mit übler PEM und Migräne umgelegt. Heute bin ich wie ausgespuckt (mehr als üblich) erwacht und der Erkenntnis, dass ich nicht in die Arbeit zurückkehren kann. Mein Vertrag war sowieso befristet bis Ende des Jahres und ich wüsste nicht, warum man ihn verlängern sollte...
Es trifft mich mehrfach hart, weil ich einen langen Weg der Berufsfindung hinter mir habe. Ich war in meinem ersten Beruf selbstständig, aber dank KI wurde er obsolet. Habe darauf einiges ausprobiert, um dann mit Ende 30 noch mal (berufsbegleitend) zu studieren. Habe dann in der Sozialen Arbeit viel Mist erlebt, um jetzt endlich in einem lieben Team zu landen. Es ist für mich nicht nur Arbeit, ich bin/war einfach gerne dort.
An diejenigen, die schon länger mit dieser verfluchten Krankheit leben und mild genug sind: Habt ihr Wege gefunden, irgendwie einer Erwerbsarbeit nachzugehen? Was macht ihr, wie viele Stunden? Ich danke euch für eure Erfahrungen.
TL;DR: Nach einem Crash im April habe ich vorsichtig versucht, wieder ein bisschen im Home Office zu arbeiten, bin dadurch aber erneut in heftige PEM geraten. Ich muss mir wohl eingestehen, dass Erwerbsarbeit aktuell nicht funktioniert. Mich würde interessieren, ob und wie andere mit ME/CFS noch arbeiten können – was macht ihr und wie viele Stunden schafft ihr?