Ich fühl' die Depression herankriechen
Da war er, der erste "richtige" Herbsttag in meiner Gegend. Verregnet, dunkel, kalt. Und ich merke, dass meine Stimmung mit runtergeht - mein Zustand bleibt seit Wochen "stabil im Auf und Ab", an Arbeit ist nicht mehr zu denken, wirklich Produktives raubt mir zu viel Energie und führt zu Verschlechterung. Ich habe in einem Jahr Krankheit eine Kleidergröße zugenommen, fühle mich eher wie Mitte 80 als Mitte 40. Hinzu kommt die Angst vor erneuten Infekten. Da ich ein Kitakind habe und mein Mann Handwerker ist, kommen die Keime von allein zu mir, ich muss gar nicht vor die Tür dazu. Ich war noch nie jemand, der gern und viel zu Hause ist, aber dieses Jahr habe ich das Gefühl, ich könnte in ein sehr tiefes "Winterloch" fallen (ich habe klinische, rezidivierende Depressionen seit 20 Jahren). Wenn das jetzt noch auf die ME draufkommt, dreh ich glaube durch... Kennt das jemand? Habe ihr Strategien?