Crazy hand in a tournament of my local pokerclub
▲ 10 r/poker

Crazy hand in a tournament of my local pokerclub

Preflop: UTG opens with 9♥9♠. A 50% VPIP maniac calls with 7♦3♦, and the big blind comes along with 8♦8♥.

Flop: J♦10♦9♦. UTG bets 35% pot with bottom set. The maniac immediately jams his flopped flush. The big blind calls with an open-ended straight flush draw, and UTG calls as well.

Turn: Q♦. The big blind hits his straight flush and starts celebrating like the pot is already his.

River: K♦. Early celebration karma strikes and the pot gets chopped three ways.

Never celebrate before the river. 😂

u/Madflex2000 — 10 days ago
▲ 169 r/DemokratieUltras+1 crossposts

Wahlplakate sollte abgeschafft werden. Ich will politische Inhalte statt retuschierter Gesichter und leerer Versprechen

Die aktuellen Wahlen und die damit verbundenen Wahlplakate haben mich wieder auf etwas gebracht, das ich schon lange denke. Klassische Wahlwerbung gehört eigentlich abgeschafft. Besonders diese flächendeckende Plakatierung, bei der alle paar Meter ein retuschiertes Politikergesicht hängt, daneben irgendein austauschbarer Spruch über Zukunft, Sicherheit oder Zusammenhalt. Wer ist schon gegen eine gute Zukunft? Was soll mir das über die tatsächliche Politik einer Partei sagen?

Wahlplakate vermitteln kaum Inhalte. Sie erklären keine Zusammenhänge, benennen keine Zielkonflikte und beantworten nicht, wie die schönen Versprechen umgesetzt oder finanziert werden sollen. Stattdessen verkaufen sie Gesichter, Gefühle und möglichst eingängige Botschaften. Mich erinnert das mehr an Produktwerbung als an eine ernsthafte Grundlage für demokratische Entscheidungen.

Dabei sollten wir doch wissen, wofür wir stimmen. Welche konkreten Maßnahmen will eine Partei durchsetzen? Wem nutzen sie? Welche Nachteile und Kosten entstehen? Und wie glaubwürdig sind die Versprechen angesichts dessen, was diese Partei bisher getan hat? All das verschwindet hinter grinsenden Köpfen und drei Wörtern in einer fetten Schrift.

Wer wenig Zeit oder Interesse hat, sich ausführlich mit Politik zu beschäftigen, bekommt dadurch vor allem das vermittelt, was Werbestrategen möglichst wirkungsvoll inszenieren. Das macht niemanden automatisch dumm. Aber es begünstigt eine politische Kommunikation, in der einfache Antworten besser funktionieren als ehrliche Erklärungen.

Dafür werden dann auch noch Geld, Material und Energie verbraucht, damit die Städte wochenlang mit bedrucktem Müll vollhängen. Ich brauche keine retuschierten Gesichter an jeder Laterne, die mir das Blaue vom Himmel versprechen.

Mein Gegenentwurf wäre, dass neutrale öffentliche Hinweise darauf, wann gewählt wird, verbunden mit verständlichen und vergleichbaren Informationen über die tatsächlichen Positionen der Parteien, plakatiert werden.

Noch konsequenter fände ich eine Art Wahl-O-Mat in der Wahlkabine. Man beantwortet konkrete politische Fragen, gewichtet die Themen nach ihrer persönlichen Bedeutung und bekommt daraus die Partei zugeordnet, deren Positionen am besten zu den eigenen Vorstellungen passen. Im radikalsten Modell würde daraus automatisch das Kreuz auf dem Stimmzettel entstehen.

So ein Verfahren würde dazu führen, dass sich die Menschen wieder mit konkreten Inhalten auseinandersetzen und es wäre weniger ein politischer Schönheitswettbewerb. Ich möchte Parteien daran messen, was sie tatsächlich vorhaben und tun. Ein sympathisches Foto und ein Spruch, dem ohnehin jeder zustimmen kann, reichen dafür nicht.

reddit.com
u/Madflex2000 — 1 month ago

„Politik hat auf Festivals nichts zu suchen“ heißt meistens nur „Ich will keine Kritik an meinen rechten Positionen hören“.

Der Fall Alphaville ist besonders absurd, weil noch nicht einmal feststand, ob die Band sich bei ihrem Auftritt überhaupt politisch geäußert hätte. Die Veranstalter verlangten vorsorglich den vollständigen Verzicht auf politische Aussagen und luden die Band aus, weil sie sich darauf nicht festlegen wollte. Das wirkt wie vorauseilender Gehorsam gegenüber Menschen, die sich bereits von einem Bekenntnis zu Demokratie und gegen Rechtsextremismus gestört fühlen könnten.

Die Kritik von Künstlern und in den sozialen Medien war deshalb vollkommen berechtigt.

Nun behaupten einige, Politik habe auf einem Festival grundsätzlich nichts zu suchen. Das ist nicht nur naiv, sondern häufig auch entlarvend. Musik war nie unpolitisch. Zahlreiche Künstler beziehen öffentlich Stellung, unzählige Songs behandeln gesellschaftliche und politische Themen, und auch die Entscheidung, solche Aussagen von einer Bühne fernzuhalten, ist selbst eine politische Entscheidung.

Natürlich muss niemand während eines Konzerts eine halbstündige Parteitagsrede hören wollen. Darum geht es aber überhaupt nicht. Wer sich schon durch einen kurzen Aufruf für Menschenrechte, Meinungsfreiheit, Demokratie oder gesellschaftlichen Zusammenhalt belehrt fühlt, hat meistens kein Problem mit Politik an sich, sondern mit deren Inhalt.

Auffällig ist jedenfalls, dass der Ruf nach unpolitischen Festivals fast immer aus dem rechtskonservativen Lager kommt. Linke oder liberale Besucher beschweren sich eher selten darüber, wenn ein Künstler zu Freiheit, Toleranz und Zusammenhalt aufruft. Gestört fühlen sich vor allem diejenigen, die darin bereits einen Angriff auf ihr eigenes Weltbild erkennen.

„Ich möchte auf einem Festival einfach abschalten“ bedeutet in solchen Fällen häufig, dass man nicht mit dem menschenfeindlichen Teil der eigenen politischen Haltung konfrontiert werden möchte. Das kann man wollen. Man sollte es dann aber nicht als neutrale oder unpolitische Position verkaufen.

reddit.com
u/Madflex2000 — 1 month ago

How do you ever find this flop call with K♦T♦? What can he possibly put me on?

BTN opens to 4 BB, I 3-bet A♠Q♠ from the SB and he calls.

The flop comes A♥4♠A♦. I bet 2,200 into 5,500, he min-raises to 4,400, and I shove. He then calls off the rest of his stack with K♦T♦, just king-high and a backdoor flush draw.

I’m genuinely trying to understand the thought process. Does he put me on something like 99 and believe his king and ten are live? After I 3-bet preflop, bet the flop and then jam over his raise, how can K-high ever be a call?

Yes, I know it’s a microstakes tournament and people make some very strange plays at these stakes. But this call still makes absolutely zero sense to me. Considering he was going after my bounty, he didn't even cover me. He had 2.93% equity and naturally hit runner-runner diamonds and I swear to god, when the 7♦ came on the river, I knew he was getting there on the river. Something's feel super sus here.

u/Madflex2000 — 2 months ago

Ich habe 1992 in Prag die Luftpistole aus der Wohnung eines privaten Vermieters geklaut und schäme mich über 30 Jahre später noch dafür

1992 war ich 18 und mit vier Freunden per Interrail unterwegs. Gegen Ende der Reise machten wir noch einen Abstecher nach Prag. Damals noch Hauptstadt der Tschechoslowakei.

Kaum waren wir aus dem Bahnhof raus, sprach uns ein Mann auf Deutsch an und fragte, ob wir noch eine Unterkunft bräuchten. Natürlich gab es auch damals schon Reiseführer, in denen sinngemäß stand, dass man sich auf solche Angebote besser nicht einlassen sollte. Aber wir waren fünf ziemlich große 18-Jährige und hielten uns vermutlich für unangreifbar. Heute hätte wahrscheinlich irgendeiner von uns sofort einen Hostel-Witz gemacht, aber den Film gab es damals bekanntlich noch nicht.

Unsere Bedenken waren ohnehin völlig unbegründet. Der Mann brachte uns zu einer ziemlich großen Wohnung mit zwei Zimmern in relativ zentraler Lage und vermietete sie uns für einen Betrag, der selbst für damalige Verhältnisse lächerlich niedrig war.

Die Wohnung war offensichtlich keine reine Ferienwohnung. Dort lagen persönliche Sachen herum, und vermutlich wohnte der Mann dort normalerweise zusammen mit seiner Schwester. Unter anderem befand sich dort auch eine Luftpistole.

Wir vereinbarten, dass wir nach drei Tagen einfach abreisen und den Schlüssel in der Wohnung liegen lassen sollten. Kein Vertrag, keine Kaution, nicht einmal unsere Personalien hatte er aufgenommen. Im Grunde basierte die gesamte Sache ausschließlich auf Vertrauen.

Und genau deshalb schäme ich mich bis heute dafür, was dann passiert ist. Ich weiß wirklich nicht mehr, was mich damals geritten hat. Wahrscheinlich fand mein 18-jähriges Ich die Luftpistole einfach cool und dachte sich nicht viel dabei. Jedenfalls habe ich sie am Ende einfach eingepackt und mitgenommen.

Ich habe sie tatsächlich heute noch. Und jedes Mal, wenn ich sie nach Jahren irgendwo in einer Kiste wiederfinde oder in die Hand bekomme, habe ich sofort ein schlechtes Gewissen.

Dieser Mann hat fünf fremde Jugendliche am Prager Hauptbahnhof angesprochen, uns für ein paar Kronen seine eigene Wohnung überlassen, keinerlei Sicherheiten verlangt und uns einfach vertraut. Und zum Dank habe ich ihn beklaut.

Es war vermutlich kein Gegenstand von riesigem materiellem Wert. Trotzdem macht es das für mich irgendwie nicht besser. Eher im Gegenteil. Es gab überhaupt keinen Grund dafür. Ich wollte sie einfach haben und habe das Vertrauen eines Menschen ausgenutzt, der uns gegenüber ausgesprochen nett und unkompliziert war.

Falls dieser Mann sich damals irgendwann gefragt hat, welcher von den fünf deutschen Idioten seine Luftpistole geklaut hat: Ich war es. Und es tut mir wirklich leid. Auch mehr als 30 Jahre später noch.

reddit.com
u/Madflex2000 — 2 months ago

Gerade in meinem Facebook-Feed. Der Dude sieht KI-generiert aus. Was denkt ihr?

u/Madflex2000 — 2 months ago

Beim Klimaschutz sind die meisten von uns nur so lange dafür, wie es nichts kostet und nichts am eigenen Leben ändert.

Ich komme selbst eher aus einer linken Bubble und würde mich politisch auch dort einordnen. Seit Jahren gehört es dort eigentlich zum guten Ton, nachhaltig leben zu wollen, den Klimawandel ernst zu nehmen und über Politik und Wirtschaft zu schimpfen, weil angeblich viel zu wenig passiert.

Und inzwischen reden wir ja längst nicht mehr über irgendein abstraktes Problem im Jahr 2100. Waldbrände in Europa, Dürren, Wasserknappheit, Ernteausfälle, immer neue Temperaturrekorde. Der Earth Overshoot Day rückt immer weiter nach vorne. Eigentlich müsste inzwischen jedem klar sein, dass unser Lebensstil so auf Dauer nicht funktioniert.

Natürlich trägt die Politik eine enorme Verantwortung. Wenn eine Regierung den Ausbau erneuerbarer Energien bremst, offen mit der fossilen Lobby flirtet und gleichzeitig glaubt, die deutsche Autoindustrie mit immer größeren und durstigeren Verbrennern retten zu können, ist das absurd. Unter einer AfD-Regierung würde das ziemlich sicher noch einmal eine ganz andere Dimension annehmen.

Aber mir ist die Debatte inzwischen trotzdem zu bequem, wenn die Schuld immer nur bei Politik, Konzernen und den anderen gesucht wird, denn die interessantere Frage wäre doch was wir selbst bereit wären zu ändern, wenn uns niemand dazu zwingt?

Und mein Eindruck ist erstaunlich wenig.

Das betrifft Konservative ohnehin, aber eben auch sehr viele Menschen, die Grün oder Links wählen, sich selbst für progressiv und umweltbewusst halten und regelmäßig die Zustände anprangern. Was mir dabei auffällt ist, dass es oft nicht einmal diesen Moment gibt, in dem man sagt, dass man ja eigentlich selbst weniger fliegen, konsumieren oder Auto fahren müsste. Die eigene Person kommt in dieser Rechnung schlicht nicht vor.

Man redet über Klimaschutz, als wäre man selbst schon nachhaltig und müsste jetzt nur noch den Rest der Bevölkerung überzeugen.

Ich kenne einige Familien, in denen die Erwachsenen selbstverständlich die Grünen wählen, sich für umweltbewusst halten und gleichzeitig drei Mal im Jahr in den Urlaub fliegen. Nicht verschämt, nicht mit dem Gefühl eines offensichtlichen Widerspruchs, sondern als wäre das etwas völlig anderes. Weil die eigene Reise ja individuell geplant ist, kulturell wertvoll, besonders bereichernd oder irgendwie bewusster als der Pauschalurlaub von Familie Müller auf Mallorca. Und genau da wird es für mich absurd.

Der Atmosphäre ist vollkommen egal, ob du nach Thailand fliegst, um Land und Leute kennenzulernen oder nach Antalya, um sieben Tage am Pool zu liegen. CO₂ bekommt keinen Bildungsbonus.

Teilweise hat man sogar den Eindruck, dass der eigene Konsum moralisch aufgewertet wird. Die eigene Fernreise ist Horizonterweiterung, die Reise der anderen ist Massentourismus. Das eigene teure Hobby ist Leidenschaft, während der SUV des Nachbarn unnötiger Luxus ist. Die eigene Onlinebestellung war gerade wirklich nötig, während die Leute allgemein viel zu viel bei Amazon bestellen.

Wir konsumieren unfassbare Mengen Zeug, von dem ein großer Teil nicht einmal gebraucht wird. Klamotten, Elektronik, Deko, irgendwelche Gadgets, die nach drei Wochen in einer Schublade verschwinden. Jeder Scheiß wird online bestellt, teilweise einzeln verpackt und durch halb Deutschland gefahren. Leute fahren für ihre Hobbys jedes Wochenende hunderte Kilometer alleine mit dem Auto durch die Gegend und halten das für vollkommen selbstverständlich. Mehrere Flugreisen pro Jahr gelten in vielen gutverdienenden urbanen Milieus inzwischen fast schon als normaler Bestandteil eines gelungenen Lebens.

Und trotzdem hält man sich selbst für nachhaltig, weil man Bio kauft, Müll trennt, ein Lastenrad besitzt oder bei der letzten Wahl das richtige Kreuz gemacht hat. Das ist für mich der Punkt, an dem die ganze Sache ziemlich selbstgefällig wird.

Natürlich kann niemand perfekt klimaneutral leben. Darum geht es auch gar nicht. Ich fliege selbst, ich konsumiere, ich fahre Auto, ich mache genug Dinge, die alles andere als nachhaltig sind. Aber dann sollte man wenigstens so ehrlich sein und sagen: Ja, ich bin Teil des Problems und ich gönne mir diesen Luxus trotzdem.

Was mich stört, ist diese völlige Abwesenheit von Selbstkritik.

Nachhaltig sind immer wir. Problematisch konsumieren die anderen. Die SUV-Fahrer, die Fleischesser, die Pauschaltouristen, die Leute mit Primark-Tüten. Dass ein akademischer Mittelschichthaushalt mit drei Flugreisen im Jahr, ständig neuer Technik, hohem Wohnflächenverbrauch, Restaurantbesuchen und entsprechendem Konsumniveau einen ziemlich gewaltigen ökologischen Fußabdruck haben kann, passt nicht so gut ins eigene Selbstbild und wird deshalb offenbar ausgeblendet.

Und natürlich kommen dann sofort China, Indien, die Industrie, Milliardäre und Privatjets. Alles richtige Punkte. Aber auch wahnsinnig praktisch. Denn so muss man am eigenen Leben exakt gar nichts ändern.

Ich glaube deshalb inzwischen, dass wir in Deutschland nicht primär ein Erkenntnisproblem haben. Die allermeisten wissen ziemlich genau, dass unser Ressourcenverbrauch nicht dauerhaft funktionieren kann.

Wir haben ein Verzichtsproblem.

Wir sind so sehr daran gewöhnt, jederzeit alles haben, kaufen, bestellen, essen, fahren und bereisen zu können, dass wir diesen Lebensstandard längst nicht mehr als außergewöhnlichen Luxus wahrnehmen, sondern als Normalzustand. Und das betrifft eben nicht nur irgendwelche Boomer mit SUV vor dem Einfamilienhaus, sondern eben auch diejenigen, die sich selbst für den aufgeklärten Teil der Gesellschaft halten.

Vielleicht ist das die eigentlich unbeliebte Meinung. Die meisten von uns wollen gar nicht wirklich nachhaltig leben. Wir wollen unseren jetzigen Lebensstil behalten und gleichzeitig das Gefühl haben, auf der richtigen Seite zu stehen.

reddit.com
u/Madflex2000 — 2 months ago

Bei einigen Verschwörungstheorien gibt es zumindest eine einigermaßen nachvollziehbare Motivation, sie in die Welt gesetzt zu haben. Aber was glauben Flat Earther eigentlich: Warum werden wir über die Form der Erde belogen, wer steckt dahinter und wem soll das nützen?

reddit.com
u/Madflex2000 — 2 months ago