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ALG I und ALG II + Berufseinstieg

Hallo :)

Ich hoffe, ich bin hier richtig und ihr mir weiterhelfen könnt, da ich nach ewiger Arbeitslosigkeit, zusätzlicher Trennung, der voraussichtlichen ersten Wohnung in einer neuen Stadt und erstmaligem Berufseinstieg ein wenig überfordert bin.

Ich hatte das Privileg, eine Umschulung machen zu dürfen, welche ich erfolgreich absolviert habe. Das ALG I sind grob 300€ und aufstockend erhalte ich ALG II, das ist also nicht die Welt.

Nun ist es so, dass ich zum 01.01.2027 eine unbefristete Festeinstellung antrete, und dafür weit weg in eine riesige Stadt ziehe.

Ich würde theoretisch am 31.12.2026 aus dem Bezug fallen, wodurch ich für den Januar lediglich 300€ zum Überleben hätte. Ich könnte jedoch für den Januar ein Darlehen beantragen.

  1. Stelle ich den Antrag in meiner jetzigen Stadt oder in der Neuen? Ich würde voraussichtlich zum 01.01.2027 in einer Zeitwohnung einziehen.

  2. Würden auch die Kautionskosten übernommen werden?

und die eigentliche Frage, weswegen ich überhaupt hier bin:

  1. Besteht trotz aufstockender Leistung die Möglichkeit, Einstiegsgeld zu erhalten?

Falls ihr noch Tipps und Anregungen habt, würde ich mich sehr darüber freuen, da ich zwar nicht die Jüngste bin, jedoch mein ganzes Leben sehr unselbständig und planlos war, jetzt erst mal vor dem Nichts stehe und mich der Gedanke an allem (Trennung, Großstadt, erster Job, Finanzen, erste eigene Wohnung) sehr überfordert.

Die Wohnungssuche läuft gerade auch nicht so gut, weil der Wohnungsmarkt wirklich überlaufen ist, und Vermieter verständlicherweise sehr skeptisch sind. Ich würde mich auch nicht für mich entscheiden, wenn ich 300 andere Interessenten hätte, die bereits Geld verdienen, im Leben stehen und vernünftige Einkommensnachweise liefern können.

So, danke euch! :)

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u/Putrid_Tax3466 — 9 days ago

Lohnt es sich?

Hallo. :) Ich bin ziemlich auf euer Schwarmwissen angewiesen und bräuchte bitte euren Ratschlag oder gar Erfahrungen.

Ich bin ein sehr spezieller Fall: Ich bin 34 und habe noch nie gearbeitet und meine Schulabschlüsse auch erst mit Anfang 20 (Hauptschule) und Mitte 20 (Mittlere Reife) nachgeholt. Ich habe bis zum 32. Lebensjahr bei Mutti gewohnt und mich nicht rausgetraut. Anschließend bekam ich die Chance, die Umschulung zum Verwaltungswirten zu machen und bin seitdem fleißig auf Jobsuche.

Ja, dementsprechend sieht mein Lebenslauf auch so aus. Mein Lebenslauf besteht quasi nur aus einer Zeile, und das sieht bitterer aus als es klingt.

Nun ist es so, dass ich tatsächlich Einladungen erhalten habe. Dass ich mich darauf einstellen muss, dass zu meiner außerirdischen Biografie eine Frage kommt, weiß ich.

Nun ist aber ein Fall aufgetreten, der mich mehr als Eignungstests überfordert: ich hatte mich auf eine relativ beliebte Stelle in einer sehr großen deutschen Stadt beworben, eine 9er-Stelle. Vor wenigen Tagen erhielt ich die Nachricht, dass meine Bewerbung ihr Interesse geweckt haben soll (warum denn bitte?) und ich bitte eine Präsentation im Rahmen eines mehrstufigen Auswahlverfahrens anfertigen und einschicken soll. Diese besteht aus der Aufgabe, "mich und meinen beruflichen Werdegang (lol) vorzustellen, weswegen ich mich auf diese Stelle beworben habe und welche Kompetenzen ich dafür vorzuweisen habe". Puuuh. Die jeweilige Präsentation soll ich bitte auch zum jeweiligen Tag mit zum Auswahlgespräch nehmen.

Hierzu hätte ich einfach zwei ganz direkte Fragen:

  1. Lohnt es sich, mitzumachen? Ich habe Angst, gegen Jesus mit 460 Abschlüssen und Qualifikationen zu konkurrieren. Sodass ich vielleicht nur aus Nettigkeit oder der Ausländerquote wegen eingeladen wurde lol.
  2. Müsste ich die Präsentation dann vor Jesus mit seinen 460 Abschlüssen und Qualifikationen vortragen?

Sollte ich da mitmachen, bleibt mir keine andere Wahl, als noch direkter darauf einzugehen, dass ich eine Macke hatte und im Leben versagt habe. Ich weiß nicht, ob das eine ganz große Chance oder pure Demütigung sein wird. Ich bin nicht der Selbstbewussteste (wie man vermutlich unschwer erkennen kann)

Edit:

Lieben, lieben Dank für eure Worte. Das rührt mich schon fast zu Tränen! :') Ich habe vor einer Stunde angefangen, eine Präsentation zu erstellen, weil ihr mich so ermutigt habt!

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u/Putrid_Tax3466 — 2 months ago

Schriftlicher Test (hab Angst)

Hallo. :)

Ich bräuchte bitte euer Schwarmwissen. Ich wurde zu einem schriftlichen Vortest für eine Stelle in der Sachbearbeitung Unterbringung bei einem Berliner Sozialamt eingeladen und bin ehrlich gesagt sehr aufgeregt.

Meine Umschulung zum Verwaltungswirt beziehungsweise die Angestelltenprüfung I habe ich vor Kurzem erfolgreich abgeschlossen. Praktische Verwaltungserfahrung habe ich bislang hauptsächlich während meines sechsmonatigen Pflichtpraktikums in einer Kommunalverwaltung gesammelt. Im Bereich Unterbringung oder Soziale Wohnhilfe habe ich dagegen noch nicht gearbeitet. Und hierbei handelt es sich nun um meine erste Einladung zu einem schriftlichen Test, wofür ich auch noch 300 km fahren muss, wodurch der Druck natürlich noch größer ist.

Das Aufgabengebiet interessiert mich sehr, weil ich glaube, Menschen in akuten Wohnungsnotlagen respektvoll begegnen und sie durch eine sorgfältige und verlässliche Sachbearbeitung unterstützen zu können... jetzt klinge ich schon wieder wie in meinem Anschreiben. :D

Der Vortest soll aus einem kurzen Diktat und fachlichen Fragen bestehen. Das Diktat macht mir keine großen Sorgen, aber unter den „fachlichen Fragen“ kann ich mir nur schwer etwas Konkretes vorstellen.

Zu den Aufgaben der Stelle gehören beziehungsweise gehörten laut Ausschreibung unter anderem:

  • Beratung und Einweisung obdachloser Personen in Unterbringungseinrichtungen nach dem ASOG
  • Klärung der sachlichen und örtlichen Zuständigkeit, unter anderem anhand von Meldedaten
  • allgemeine Beratung der betroffenen Personen
  • Organisation der Unterbringung über GStU light
  • Ausstellung von Unterkunftsnachweisen beziehungsweise Zuweisungen nach dem ASOG
  • Publikumsverkehr

Als fachlich relevante Themen hatte ich mir damals außerdem notiert:

  • ASOG
  • einschlägige Sozialgesetzbücher
  • AV ZustSoz
  • Rechnungsprüfung, Zahlbarmachung und Kostenerstattungsfragen
  • GStU light und OLMERA
  • ProFiskal beziehungsweise MACH
  • digitale Aktenführung, Datenpflege und Datenschutz

Das Anforderungsprofil ist inzwischen leider offline.

Arbeitet jemand von euch in der Unterbringung beziehungsweise Sozialen Wohnhilfe oder hat schon einmal einen vergleichbaren Vortest absolviert?

Was könnte bei den fachlichen Fragen konkret verlangt werden? Geht es eher um allgemeine Grundlagen und praktische Fallbeispiele oder werden tatsächlich detaillierte Kenntnisse des ASOG, der AV ZustSoz und der Sozialgesetzbücher erwartet? Könnten auch Rechnungen oder Fragen zur Zahlbarmachung drankommen? Und kann man von externen Bewerbenden ernsthaft Kenntnisse in behördeninternen Fachverfahren erwarten?

Ich bin für jede Einschätzung oder einen Hinweis zur Vorbereitung dankbar. :)

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u/Putrid_Tax3466 — 2 months ago

Lebenslauf - noch nie gearbeitet.

Hey!

Ich glaube, das Ganze hier wird etwas wild, aber vielleicht hat jemand einen Rat für mich: Ich habe die Schule in der 7. Klasse abgebrochen, meinen Hauptschulabschluss mit Anfang 20 und den Realschulabschluss mit Mitte 20 nachgeholt. Davor, dazwischen und danach war ich nicht erwerbstätig.

Mit Anfang 30 habe ich eine Umschulung zum Verwaltungsfachangestellten begonnen. Dabei habe ich im sechsmonatigen Pflichtpraktikum zum ersten Mal gearbeitet und ein sehr gutes Praktikumszeugnis erhalten. Mein Abschlusszeugnis ist eher im Mittelfeld, aber trotzdem ordentlich.

Ich möchte ungern in den Lebenslauf schreiben, dass ich über viele Jahre depressiv und agoraphobisch war und von meinen Eltern durchgefüttert wurde. Aktuell bewerbe ich mich bei Behörden in einer Großstadt mit einem Lebenslauf, in dem nur meine Schulabschlüsse und die Umschulung stehen. Deshalb traue ich mich nicht, mich auf Stellen zu bewerben, bei denen ausdrücklich ein „lückenloser Lebenslauf“ verlangt wird, obwohl mich einige davon interessieren.

Was meint ihr: Sollte ich im Lebenslauf lügen? Das wären bei mir aber sehr viele erfundene Angaben, und das fühlt sich falsch an. Oder sollte ich mich lieber nur auf Stellen bewerben, bei denen kein lückenloser Lebenslauf verlangt wird?

Mir ist es wirklich wichtig, endlich im Berufsleben anzukommen.

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u/Putrid_Tax3466 — 2 months ago