Revenue Hub oder separate Billing-Tools, meine Erfahrung nach einem Jahr mit drei verschiedenen Lösungen
Vor einem Jahr hab ich mich als Berater selbstständig gemacht und wie wahrscheinlich viele hier erstmal einfach Tools genommen die günstig waren und funktioniert haben. Ein Tool für Angebote, eins für Rechnungen, und offene Zahlungen hab ich in einer Tabelle nachverfolgt. Am Anfang war das ok weil ich vielleicht 5 Kunden hatte. Aber ab Kunde Nummer 15 wurde es ein echtes Problem. Daten doppelt eintippen, CSV Dateien zwischen Tools hin und her schieben, am Monatsende ewig alles manuell abgleichen. Den Tiefpunkt hatte ich als ich eine Rechnung über 3.200 Euro komplett vergessen hab weil sie im falschen Tool gelandet ist. Der Kunde hat erst nach meiner peinlichen Erinnerungsmail sechs Wochen später gezahlt. Das war der Moment wo ich wusste so geht das nicht weiter.
Also hab ich mich hingesetzt und durchgerechnet was mich das Chaos eigentlich kostet. Nicht nur die Tool-Kosten sondern auch die Zeit. Ich hab geschätzt dass ich pro Woche mindestens 3 Stunden nur damit verbracht hab Daten zwischen Systemen zu übertragen und Fehler zu korrigieren. Bei meinem Stundensatz war das teurer als jede All-in-One Lösung auf dem Markt. Dann hab ich mir ein paar Revenue Hub Plattformen angeschaut die Angebot, Vertrag, Rechnung und Zahlung in einer Oberfläche zusammenfassen. War skeptisch weil ich das "kann alles ein bisschen aber nichts richtig" Ding von anderen All-in-One Tools kenne. Aber nach zwei Monaten muss ich sagen der Zeitgewinn ist real. Angebot wird zum Vertrag, wird zur Rechnung, Zahlung kommt rein, alles an einem Ort. Keine doppelten Daten mehr, keine vergessenen Rechnungen. Ist nicht perfekt und die Abhängigkeit von einem Anbieter macht mich immer noch etwas nervös, aber unterm Strich hat es sich gelohnt. Falls jemand gerade vor der gleichen Entscheidung steht, rechnet erstmal aus was euch das aktuelle Chaos tatsächlich an Zeit kostet. Das hat bei mir die Entscheidung ziemlich einfach gemacht.