Verliere allmählich die Lust an meinem Hobby - und weiß nicht mal, warum
Vorweg, ich bin mit 37 schon etwas älter und spiele seit fast 30 Jahren ohne Pause. Erst nach der Schule, dann nach der Uni (teilweise sogar währenddessen), dann nach der Arbeit.
Natürlich haben sich die täglichen Zeiten geändert. Als Student waren es manchmal auch 6 Stunden plus täglich. Heute selten mehr als 1,5.
Ein Punkt ist, dass neben Kindern, Frau, Arbeit, Haushalt und anderen Hobbys wie Krafttraining, Schreiben, Lesen und Sprachen lernen eigentlich keine Zeit dafür bleibt. Also habe ich den Drang, die eine Stunde am Tag maximal zu nutzen, vor allem weil der Pile of Shame bzw. Pillow of Joy echt groß geworden ist. Hier beginnt das Problem:
Nichts macht mir lange Spaß. Shooter sind zu eintönig, RPGs zu langatmig, Multiplayer zu toxisch und zu FOMOish, Strategie zu stumpf. Das führt dazu, dass objektic exzellente Spiele wie Baldurs Gate 3, Divinity Original Sin 1 und 2, Pathfinder 2, Pillars of Eternity, Tyranny, die Batman- Spiele von Rocksteady, Wolfenstein, aber auch AA-Spiele wie Greedfall, Tainted Grail Fall of Avalon und noch viel mehr einfach nicht gespielt oder abgebrochen werden. Es "klickt" nicht.
Allenfalls spiele ich 1-2 Runden Fifa oder Ravenfield oder level in WoW einen neuen Char oder klick mich semi-afk durch ein Aufbauspiel.
Am Ende bleibt aber das Gefühl, dass ich meine Zeit nicht genutzt habe. Es ist also schon irgendwie ein Anspruch an mich selbst, mein Hobby zu pflegen.
Ich fühle gleichzeitig auch das Bedürfnis, abends nach einem stressigen Tag am PC relaxen zu wollen. Es ist mein Therapeutikum, um nach einem Tag voller "Funktionieren müssen" wieder zu mir selbst zu finden.
Nur Spaß finde ich dabei irgendwie nicht mehr.