Der Protest der Arbeiterschaft
Die zuletzt veröffentlichten Reformen entpuppen sich, wie erwartet, als eine Klatsche für die arbeitende Bevölkerung. Dennoch gibt es bisher kaum Proteste und Demos gegen die Verarmungspolitik.
Da ich aber vermute, dass "denen da oben" relativ egal ist, selbst wenn wir auf die Straße gehen würden - es gehört schon einiges dazu, als Kanzler mit etwa 13% Zufriedenheitsrating nicht abzudanken - schlage ich eine neue Form von Protest vor:
Anstatt laut zu demonstrieren sollten wir ein Datum wählen ab dem wir versuchen uns alle für 1-2 Wochen krank schreiben zu lassen.
Das hat gleich mehrere wirkungsvolle Aspekte.
- Niemand muss sich für eine Demo freinehmen, es muss nichts angemeldet werden, es gibt keine konzentrierten Menschenmassen,...
- Der Effekt ist deutschlandweit spürbar, nicht nur zentriert auf Stadtzentren, etc.
- Alle teilnehmenden Arbeitnehmer erhalten eine echte Vergütung in Form von freier Zeit bei vollem Lohn.
- Die politische Spaltung der Arbeiter in linke und (leider) rechte Lager spielt hier keine Rolle, alle Arbeiter ziehen an einem Strang.
- Relativ leicht umzusetzen, natürlich wären die Arztpraxen an diesem Tag voll, aufgrund der ärztlichen Schweigepflicht wäre es aber auch sehr schwierig jemandem aufgrund der Teilnahme am Protest zu kündigen.
- Auf einer deutschlandweiten Ebene würde es unfassbar viel Geld kosten wenn so viele Leute wie möglich mal eine Woche krank sind und damit keine Wertschöpfung betreiben.
Ziel des Protestes ist es natürlich zu zeigen, das "wir", die Arbeiter, die sind, die den Laden hier am Laufen halten. Ohne unsere Arbeit gibt es für niemanden Wohlstand. Einen Wohlstand, von dem die, die ihn erarbeiten schon lange nicht mehr profitieren.