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Immobilie um 250.000 € sanieren oder 50.000 € mehr für ein bezugsfertiges Haus zahlen?

Hallo zusammen,
ich überlege aktuell, eine Immobilie in Niederösterreich zu kaufen, und schwanke zwischen zwei sehr unterschiedlichen Objekten. Mich würde vor allem eure Einschätzung zur finanziellen Sinnhaftigkeit und zum Sanierungsrisiko interessieren.
Ich habe ungefähr 150.000 € Eigenkapital zur Verfügung und stehe vor folgender Entscheidung:
Option 1: Größeres, stark sanierungsbedürftiges Haus – ca. 250.000 €
Knapp 400 m² Wohnfläche auf zwei Etagen
Sehr großes Grundstück (0,5 Hektar)
Stark sanierungsbedürftig, umfangreiche Investitionen wären notwendig
Von der Lage und den Möglichkeiten her eigentlich genau das, was ich langfristig suche
Insbesondere wäre hier auch eine Tierhaltung in größerem bzw. landwirtschaftlichem Ausmaß möglich
Der große Vorteil ist, dass die Immobilie grundsätzlich meinen langfristigen Vorstellungen entspricht. Allerdings habe ich Bedenken, wie teuer eine umfassende Sanierung tatsächlich wird und ob ich mich damit finanziell übernehmen könnte.
Option 2: Gepflegteres Haus – ca. 300.000 €
Baujahr 1970
Deutlich kleineres Grundstück
Teilweise veraltet, aber laufend instand gehalten
Ohne größere Sanierung grundsätzlich sofort beziehbar
Solaranlage vorhanden
Mehrere Nebengebäude
Dieses Haus wäre deutlich unkomplizierter, was den Einzug betrifft. Allerdings wäre es teurer und würde meine Vorstellungen hinsichtlich einer größeren landwirtschaftlichen Tierhaltung nicht vollständig erfüllen.
Meine Ausgangslage:
Ich verfüge über o.g. Eigenkapital. Davon müsste ich neben dem Kaufpreis natürlich auch die Kaufnebenkosten bezahlen. Bei Option 1 kämen anschließend erhebliche Sanierungskosten dazu. Bei Option 2 könnte ich hingegen zunächst einziehen und notwendige Modernisierungen nach und nach erledigen.
Bei der günstigeren Immobilie wird die Sanierung am Ende so teuer werden, dass ich insgesamt deutlich mehr ausgebe als für das zweite Haus. Andererseits wäre es schade, viel Geld in ein Haus zu investieren, das zwar sofort bewohnbar ist, aber langfristig nicht ganz meinen Vorstellungen entspricht.
Wie würdet ihr diese Entscheidung angehen?
Würdet ihr eher das günstigere Haus kaufen und schrittweise sanieren?
Oder lieber mehr für ein gepflegtes, sofort bewohnbares Haus bezahlen?
Wie viel finanziellen Puffer sollte ich bei einem derart sanierungsbedürftigen Objekt unbedingt einplanen?
Ist eine umfassende Sanierung bei einem Haus dieser Größe aus finanzieller Sicht überhaupt sinnvoll, wenn ich nicht alles sofort machen muss?
Mich interessieren vor allem Erfahrungen von Leuten, die selbst eine ältere Immobilie saniert haben oder vor einer ähnlichen Entscheidung standen.
Danke euch!

reddit.com
u/Safe-Height-7023 — 4 days ago
▲ 2 r/recht

Jus in Österreich - wie soll ich meine Karriere strategisch angehen?

Ich studiere Jus in Österreich und bin mittlerweile im Masterstudiums. Meinen Bachelor habe ich erfolgreich abgeschlossen. Gegen Ende meines Bachelors habe ich angefangen, in einer Kanzlei zu arbeiten, und genau diese berufliche Situation bringt mich mittlerweile ziemlich ins Grübeln.
In der Kanzlei gibt es grundsätzlich zwei Arten von studentischen Mitarbeitern: Support-Studenten und Fachstudenten. Der übliche Weg ist, zunächst im Support einzusteigen und sich dann zum Fachstudenten weiterzuentwickeln. Bei mir war es etwas anders: Ich bin erst relativ spät im Bachelor eingestiegen und wurde direkt als Fachstudentin aufgenommen.
Am Anfang haben wir Einsteiger unter 10 € pro Stunde als freie Dienstnehmer verdient. Für mich war das damals völlig normal, weil ich vorher überhaupt keine Erfahrung in der Branche hatte und auch niemanden in meiner Familie habe, der in der Rechtsbranche arbeitet. Mir wurde gesagt, dass das dort eben üblich sei, und ich habe mir darüber ehrlich gesagt keine großen Gedanken gemacht. Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld etc. gab es natürlich nicht und bezahlt wurden nur die tatsächlich geleisteten Stunden.
Mit der Zeit wurde mein Stundenlohn zunächst auf 12 € erhöht. Gleichzeitig habe ich mich fachlich immer stärker eingebracht. Unsere Hauptaufgaben bestehen vor allem aus juristischen Recherchen, insbesondere für Publikationen, aber teilweise auch für laufende Verfahren. Weil ich mich sehr stark engagiert habe, wurde mir irgendwann faktisch die fachliche Leitung der Gruppe der Fachstudenten übertragen.
Vor ungefähr zwei Monaten habe ich dann über die Universität ein Jobangebot von einer anderen Kanzlei bekommen. Dort werden Support- und Facharbeit nicht getrennt, sondern die Studenten machen beides. Der angebotene Stundenlohn lag bei 18 € brutto und damit deutlich über meinem damaligen Gehalt. Gleichzeitig wären dort allerdings deutlich mehr Stunden vorgesehen gewesen, was mich zunächst abgeschreckt hat, weil ich mein Studium sehr ambitioniert betreibe und nicht möchte, dass mein Job darunter leidet.
Ich habe das Angebot schließlich bei einem Kollegen angesprochen, der nicht in dieser klassischen Support-/Studentenstruktur arbeitet. Er meinte, dass ich angesichts meiner Tätigkeit und weil einer der beiden Kanzleichefs mich unbedingt halten wollte, einfach eine Gehaltserhöhung verlangen sollte.
Das habe ich dann gemacht. Herausgekommen ist schließlich eine Vereinbarung über 14 € pro Stunde für interne Tätigkeiten und Publikationen und 20 € für Tätigkeiten mit direktem Klientenkontakt. Freier Dienstnehmer bin ich weiterhin.
Zusätzlich wurde mir versprochen, dass ich künftig tatsächlich Verfahren mitbetreuen bzw. unter Aufsicht eines Rechtsanwalts auch selbstständig daran arbeiten darf. Genau das war für mich eigentlich der entscheidende Punkt. Mir ging es nicht nur ums Geld, sondern vor allem darum, fachlich weiterzukommen und mehr Verantwortung zu bekommen.
Das Problem: Diese versprochenen Tätigkeiten sind bis heute nicht wirklich eingetreten. Im Gegenteil habe ich seit dieser Vereinbarung eher das Gefühl, dass die Tätigkeiten mit tatsächlichem Klientenbezug sogar weniger geworden sind. Dadurch habe ich am Ende zwar ungefähr 2 € mehr pro Stunde als vorher, aber genau der Teil der Arbeit, wegen dem ich eigentlich geblieben bin, entwickelt sich nicht so, wie ich gehofft hatte.
Und genau hier beginnt mein eigentliches Problem.
Ich bin ein sehr wissbegieriger und ehrgeiziger Mensch und möchte während des Studiums möglichst viel lernen. Ich habe unter anderem auch Diagnosen im Bereich ADHS und Autismus sowie eine Hochbegabungsdiagnose (IQ >135). Das erwähne ich nicht, um mich irgendwie über andere Studenten zu stellen, sondern weil ich glaube, dass mein eigenes Bedürfnis nach Herausforderung und Weiterentwicklung möglicherweise etwas stärker ausgeprägt ist als bei vielen anderen.
Ich hatte eigentlich erwartet, dass eine Kanzlei gute und motivierte Studenten irgendwann gezielt fördert: mehr Verantwortung, schwierigere Aufgaben, Einblick in Verfahren, vielleicht irgendwann auch Mandantenkontakt und eine klare Perspektive, wie man sich fachlich weiterentwickeln kann.
Stattdessen habe ich momentan zunehmend das Gefühl, dass studentische Mitarbeiter hauptsächlich dafür da sind, Arbeit abzunehmen, die sonst jemand anderes erledigen müsste - insbesondere Recherche und andere eher repetitive Tätigkeiten. Ich lerne zwar durchaus etwas, aber ich habe nicht das Gefühl, dass wirklich in meine Entwicklung investiert wird.
Deshalb habe ich jetzt wieder angefangen, mich zu bewerben. Gleichzeitig bin ich ziemlich frustriert, weil ich mir aufgrund der aktuellen Situation am Arbeitsmarkt keine besonders großen Chancen ausrechne.
Und langsam frage ich mich ehrlich gesagt: Ist das einfach der normale Einstieg in die juristische Berufswelt?
Vielleicht habe ich auch einfach völlig falsche Vorstellungen davon, was man als Jusstudentin während des Studiums erwarten kann. Vielleicht ist es normal, jahrelang hauptsächlich Recherche und Zuarbeit zu machen und erst nach dem Studium wirklich interessante Aufgaben zu bekommen.
Oder habe ich einfach Pech mit meiner aktuellen Kanzlei und sollte viel konsequenter nach einer Stelle suchen, bei der ich tatsächlich gefordert und gefördert werde?
Mich würde deshalb besonders interessieren, wie andere Jusstudenten bzw. junge Juristen in Österreich das erlebt haben. Wie waren eure ersten studentischen Jobs? Ab wann habt ihr tatsächlich an Verfahren mitgearbeitet oder Mandantenkontakt bekommen? Wie viel Verantwortung ist als Student realistisch? Und woran erkennt man eine Kanzlei, bei der man sich tatsächlich entwickeln kann, statt nur möglichst günstig Arbeitskraft zu sein?
Ich bin mittlerweile einfach etwas verunsichert, weil ich eigentlich sehr gerne Jus mache und mir eine anspruchsvolle juristische Karriere wünsche – aber gerade zum ersten Mal das Gefühl bekomme, dass mein restliches Arbeitsleben vielleicht genau so aussehen könnte.

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u/Safe-Height-7023 — 13 days ago