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Berliner Hinterhof ... und ich ein Neuling! Mulchen? Kastanienblätter?

Hallo liebe Community,

ich weiß nicht, ob ich hierhin gehöre, aber ihr werdet's mir schon sagen!

Ich bin ganz neue Gärtnerin und durch Zufall dazu gekommen, weil ich als Seelenkur angefangen habe, mich um unseren gammeligen Berliner Hinterhof in der Mietskaserne zu kümmern.

Der Boden ist sandig und trocken, teilweise sogar noch voller Schutt. 🫣
Ich habe in ein bestehendes, aber vernachlässigtes Beet zahlreiche Stauden gepflanzt (Verbena, Mutterkraut, Sedum, Salvia, Sonnenhut). Bislang läuft es ganz gut, aber ich gieße noch recht viel, weil ich nicht weiß, wie tief die Pflanzen wurzeln können (again: Schutt etc.) und weil es das erste Jahr ist.

Die Hitze lässt mich gerade über Bodenqualität nachdenke. Ich habe anfangs mal blindlings normale Erde, etwas Kompost und etwas Dünger draufgekippt aufs Beet und mit dem Grubber etwas eingearbeitet. Aber es ist immer noch furztrocken!

Mulchen mit Rasenschnitt wird schwierig, da die Hausverwaltung das immer gleich entsorgt. ABER: Es gibt in rauen Mengen Kastanienblätter. Kann man die auch zum Mulchen verwende? Oder zerfasern die so langsam, dass man sie nur im Winter zum Wärmeschutz auf dem lassen sollte? Und kann ich das, was ich sonst so abschnibble (wir haben sehr aktive Kletterpflanzen am Zaun) auch einfach als Mulch nehmen?

Und wie oft sollte ich die Oberfläche "aufrauen"? Eine Hacke habe ich nicht, nur den Grubber, einen Spaten und so ein Laubfegeding (metallene Speichen, keine Ahnung, wie es heißt ...).

Danke für eure Tipps! Ob der Berliner Hinterhof jemals ein Natur"garten" wird, weiß ich nicht, aber ich will gerne von Anfang an so viel richtig machen wie möglich. Ich habe keine Vorerfahrung und nur Youtube als Schule. 🙃

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u/SiouxsieSiouxsIsLost — 7 days ago

Ich erlebe es grade selbst am eigenen Leib und beobachte es bei ALLEN Kolleginnen und Freundinnen: Alte Eltern und Großeltern benehmen sich im Fall von Pflegebedürftigkeit und hinsichtlich der Vorsorge bezüglich des eigenen Ablebens wie die Axt im Walde und hinterlassen ihre Nachkommen mit Traumata und oft sogar Schulden.

Meine Meinung: Wer mit spätestens 75 noch kein Testament, keine Patientenverfügung, keine Besichtigung in irgendeinem Pflegewohnkonzept und keine Vorsorge- und Kontovollmacht gemacht hat, obwohl er/sie Kinder und finanzielle Mittel hat (auch, wenn sie bescheiden sind), ist ein störrisches Arschloch, das in Kauf nimmt, dass sich die Familie zerstreitet und zerfleischt und sich eben nicht gut um einen kümmern kann.

Ich werde nach anderthalb Jahren Psychoterror im Zusammenhang mit der Erkrankung und dem Tod meiner Oma demnächst mit 43 Jahren mein Testament machen und eine Sterbegeldversicherung anlegen, weil ich meine Angehörigen schützen will. Je mehr ich versucht habe, alles richtig zu machen, desto schlimmer wurde es, und mittlerweile denke ich mir: No good deed stays unpunished. Wenn diese Generation (80+) es so will, dann sollen sie es so habe: Gerichtliche Betreuung, anonyme Bestattung, Punkt.

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u/SiouxsieSiouxsIsLost — 2 months ago