u/Subject-Armadillo-12

37 / Cloud-Consultant (Cloud/Azure/AWS/Google) / NÖ / 38,5h / ca 11 Jahre YOE – Wie seht ihr die langfristigen Jobchancen bei höherem Gehalt?

37 / Cloud-Consultant (Cloud/Azure/AWS/Google) / NÖ / 38,5h / ca 11 Jahre YOE – Wie seht ihr die langfristigen Jobchancen bei höherem Gehalt?

Servus zusammen,

ich teile auch einmal meine Gehaltsinfos

  • 37 Jahre
  • Niederösterreichische IT-Firma
  • Cloud-Consultant (Cloud / Azure / AWS)
  • 38,5 Stunden bis 45h pro Woche
  • ca. 11 Jahre Berufserfahrung
  • Studium

Seit 1. Juli habe ich zusätzlich noch eine Gehaltserhöhung von 4,2 % erhalten. Außerdem wurde meine bisherige Jahresprämie in das Fixgehalt übernommen, wodurch ich jetzt bei rund 6.300 € brutto Fixgehalt liege. Die Rufbereitschaft kommt noch zusätzlich dazu (je nach Monat ungefähr 800–1.000 € brutto). Bereitschaft ist auch so gedeckelt, dass man zum Kunden fahren muss in den Bürozeiten, aber im Grunde passiert das selten. Home Office können wir nutzen so oft wir wollen.

Ich bin ehrlich gesagt sehr zufrieden und weiß, dass das in Österreich ein gutes Gehalt ist.

Was mich aber beschäftigt, ist ein anderer Punkt:

Je länger man in einer Firma ist und je höher das Gehalt wird, desto schwieriger stelle ich mir einen Jobwechsel vor.

Ich bin mittlerweile viele Jahre im Unternehmen, kenne die Systeme sehr gut und verdiene entsprechend. Gleichzeitig frage ich mich, ob ich bei einem Wechsel überhaupt noch ein ähnliches Gehalt bekommen würde oder ob man zwangsläufig finanzielle Abstriche machen müsste.

Wie seht ihr das?

  • Ist man mit so einem Gehalt irgendwann "goldene Handschellen"-mäßig an den Arbeitgeber gebunden?
  • Habt ihr selbst schon einmal mit einem ähnlichen Gehaltsniveau den Arbeitgeber gewechselt?
  • Würdet ihr eher bleiben, wenn das Gesamtpaket passt, oder trotzdem regelmäßig den Markt testen?

Bin gespannt auf eure Meinungen. Prämie ist leider bis dahin immer quartalsweise ausbezahlt worden, die folgt jetzt mit Ende Juli für letzes Quartal bzw dann monatlich.

u/Subject-Armadillo-12 — 5 days ago

Familienhaus übernehmen oder verkaufen und neu anfangen?

Ich bin komplett hin- und hergerissen
Ich stehe gerade an einem größeren Wendepunkt im Leben und würde gerne ehrliche Meinungen hören, vor allem von Leuten, die ähnliche Situationen erlebt haben.
In meiner Familie läuft seit längerer Zeit eine rechtliche Auseinandersetzung rund um ein älteres Haus. Aktuell warten wir im Grunde darauf, wie der Marktwert eingeschätzt wird und wie sich die gesamte Situation entwickelt. Es ist also noch nichts endgültig entschieden.
Für mich stellt sich aber schon jetzt die Frage, wie mein Leben danach aussehen soll.
Grundsätzlich gäbe es mehrere Möglichkeiten:
Ich könnte meinen Anteil auszahlen lassen bzw. verkaufen und komplett neu anfangen.
Oder ich könnte versuchen, das Haus zu übernehmen und weiterzuführen.
Das Haus selbst hat Potenzial. Teile davon könnte man vermutlich gut vermieten und dadurch laufende Einnahmen generieren. Gleichzeitig muss man aber realistisch sagen:
Ein älteres Haus bedeutet laufend Arbeit, Organisation, Sanierungen und Verantwortung. Nicht alles ist akut, aber es gibt immer wieder etwas zu tun.
Dazu kommt:
Wenn ich das Ganze übernehme, müsste ich wahrscheinlich beruflich etwas kürzertreten, weil sich das alles nicht „nebenbei“ organisiert. Familiär würde viel organisatorisch und wirtschaftlich an mir hängen bleiben.
Und genau da bin ich mittlerweile extrem hin- und hergerissen.
Am Anfang wollte ich das Haus unbedingt behalten. Mittlerweile hat sich meine Sichtweise aber verändert. Nicht weil ich es mir finanziell nicht leisten könnte — sondern weil ich verstanden habe, was das langfristig wirklich bedeutet.
Ich müsste einen höheren Kredit aufnehmen. Der wäre grundsätzlich finanzierbar. Trotzdem wurde mir auch von finanzieller Seite geraten, nicht nur auf die reine Machbarkeit zu schauen, sondern auf die Verantwortung dahinter.
Und ehrlich gesagt ist für mich mittlerweile das Thema Gesundheit fast wichtiger geworden als das Finanzielle.
Ich habe in den letzten Jahren sehr viel daran gearbeitet, psychisch stabil zu bleiben und mich von familiären Konflikten nicht komplett auffressen zu lassen. Das gelingt mir mittlerweile deutlich besser als früher. Aber trotzdem beeinflusst dieses Thema meinen Alltag, meine Gedanken und indirekt natürlich auch meine Familie.
Das ist nichts, was man einfach „wegschiebt“ und vergisst. Es ist dauerhaft präsent.
Aktuell bin ich Anfang/Mitte 30 und habe noch die Energie, vieles abzufedern. Aber ich frage mich halt:
Was ist in 5, 10 oder 15 Jahren?
Wenn ich das Haus übernehme, habe ich nicht nur Verantwortung für ein älteres Objekt, sondern zusätzlich einen großen Kredit, laufende Themen, Vermietung, Organisation und wahrscheinlich dauerhaft irgendeine Form von Stress darum.
Auf der anderen Seite könnte ich auch verkaufen, mir ein normales Einfamilienhaus kaufen, hätte wahrscheinlich sogar noch Kapital übrig und insgesamt ein viel ruhigeres Leben.
Das Schwierige ist:
Beide Wege wirken irgendwo logisch.
Und vielleicht ist genau das der Punkt:
Es gibt hier wahrscheinlich kein objektiv richtig oder falsch.
Langfristig bin ich finanziell grundsätzlich abgesichert und dafür bin ich auch dankbar. Aber genau deshalb versuche ich mittlerweile nicht mehr nur in „mehr Besitz“ zu denken, sondern auch in Lebensqualität, Ruhe, Gesundheit und Freiheit.
Aktuell fühlt es sich wirklich wie eine Weggabelung im Leben an, bei der ich selbst noch nicht weiß, welcher Weg langfristig der richtige für mich ist.
Mich würden ehrliche Meinungen interessieren:
Würdet ihr so ein Haus übernehmen?
Oder lieber einen klaren Neustart machen?
Bereut man eher, Familienbesitz verkauft zu haben?
Oder bereut man eher, sich emotional und finanziell an so etwas gebunden zu haben?
Wenn Fragen sind, gerne stellen. Ich werde aber nicht auf jedes Detail eingehen können, weil ich das Ganze bewusst anonymisiert halten möchte.

reddit.com
u/Subject-Armadillo-12 — 1 month ago