Ist unsere Alltagssprache unbewusst rassistisch?
Mir ist letztens aufgefallen, dass im Deutschen viele negative Dinge mit dem Wort „schwarz“ verbunden sind (z.B. Schwarzarbeit, schwarzfahren, schwarze Liste, Schwarzmarkt, das schwarze Schaf sein, schwarze Magie, …).
Umgekehrt gibt es einige Begriffe mit „weiß“, die eher positiv konnotiert, wie eine weiße Weste abhaben, weiße Magie oder die weiße Fahne als Symbol für Frieden bzw. Kapitulation.
Natürlich weiß ich, dass diese Redewendungen historisch entstanden sind und sich ursprünglich nicht auf die Hautfarbe beziehen. Trotzdem frage ich mich, ob solche ständigen sprachlichen Verknüpfungen (schwarz = schlecht, weiß = gut) unbewusst Assoziationen beeinflussen könnten.
Ich habe das mit ein paar Leuten diskutiert. Die meisten fanden die Idee übertrieben und meinten, man müsse solche Begriffe nicht ändern, weil niemand dabei an schwarze Menschen denkt.
Mich würde interessieren, wie ihr das seht. Glaubt ihr, Sprache kann solche unbewussten Assoziationen fördern, oder ist das in diesem Fall eine Überinterpretation?
EDIT: Leider scheinen viele meine Frage nicht verstanden zu haben. Meine Frage war nicht, ob diese Begriffe etwas mit der Hautfarbe zu tun haben (haben sie nicht), sondern ob sie unbewusste Assoziationen hervorrufen können.