u/ThatWeirdPinkOne

Katze wird plötzlich zum nächtlichen Schreihals

Guten Morgen!

Bevor ich los lege habe ich ein paar Punkte vorab, bevor unangebrachte Kommentare in die Richtung kommen:

-Ja, ich weiß, dass Katzen Dämmerungs/Nachtaktiv sind. Ich habe Katzen seit 30 Jahren...

-Unsere Katze ist allerdings normalerweise tagsüber aktiv und nachts sehr ruhig. Wenn sie wach ist, beschäftigt sie sich normalerweise ganz brav.

-Ja, Katzen sind Gesellschaftstiere. Das längste alleine ist sie vielleicht mal für drei, vier Stunden in Ausnahmefällen. Ansonsten tatsächlich gar nicht.

-Ja, wir schauen uns gerade nach nem geeigneten Spielgefährten für sie um, ABER*:

Sie ist ein Napoleon. Sie sieht andere Katzen als Beute. Sie jagt und beißt. Und zwar sehr und gnadenlos.

Nun zum Problem:

Wir sind umgezogen. Mit unserer drei jährigen, kastrieren Hauskatze. Davor haben wir uns ein Haus mit meiner Mutter geteilt, da ich allerdings jetzt externe Hilfe für sie besorgt hat, haben mein Mann und ich beschlossen, dass wir uns eine eigene Wohnung suchen. In der Nähe.

Meine 14 jährige, dementen Seniorenkatze habe ich bei Muttern gelassen, da diese dort seit Babyzeit lebt und nichts anderes kennt. In ihrem derzeitigen Zustand wäre es mehr als verantwortungslos sie in ein neues Umfeld zu stecken. Aber um sie geht's ja nicht. Der geht's btw Klasse.

Seit ungefähr zwei Wochen, also nur wenige Tage nachdem wir sie her gebracht haben, fängt unsere Katze an nachts zu schreien.

Sobald die Sonne unter geht, geht es los.

Sie wartet nicht mal, bis wir im Bett sind.

Ignorieren bringt nichts. Da hat sie trotzdem über 7 Stunden geschrien. Wir haben das ein paar Tage probiert. Sie fängt so zwischen 21/22 Uhr an und das geht bis ca 5/6 Uhr morgens durchweg.

Seit ner Woche ca bin ich jetzt also nachts wach, damit mein Mann schlafen kann. Der muss früh raus. Ich bin flexibel (selbstständig).

Ich dachte erst, dass es rein an der Eingewöhnungsphase liegt. Aber die Situation ist, wie ich sie noch nie mit irgendeiner Katze nach einem Umzug erlebt habe.

Denn die Katze fand die Wohnung schon am zweiten Tag mega toll. Komplette Fensterwand vom Balkon, langer Flur zum Flitzen, etc. Tagsüber ist sie auch ganz normal. Sobald die Nacht vorbei ist, ist der Schalter komplett umgelegt..

Nun... Mein Problem ist:

Sie schreit auch mit mir anwesend. Etwas weniger, weil ich sie halt leise ermahne, aber sie kann es trotzdem nicht lassen.

Es ist aber kein ängstliches oder sogar schmerzhaftes Schreien. Ich habe Sorge, dass es eine Zwangsneurose sein könnte...

Denn:

Unsere Katze hat ADHS.

Ja, haha. Klingt lustig........ Ist es aber nicht. Für die Katze ist es stressig und sie bekommt von uns entsprechend adäquate Unterhaltung, etc.

Eine ihrer Neurosen hatten wir fast im Griff. Wenn sie anfängt zu scharren, kann sie nicht mehr aufhören. (Äquivalent zum zwangshaften Händewaschen beim Menschen, wurde mir erklärt. Für die, die's interessiert)

Das hatte mit dem schreien auch wieder zugenommen, baut allerdings langsam wieder ab. Also wird besser.

Warum ich euch das überhaupt alles gerade erzähle ist einfach, weil ich gerne wissen würde, ob jemand von euch gleiche/ähnliche Erfahrungen gemacht hat und mir vielleicht ein paar Tips geben könnte, damit ich nachts wieder in meinem Bett schlafen kann...?

Wir überlegen und schauen gerade, ob wir eine Zweitkatze für sie bekommen. Auch, wenn sie andere Katzen überhaupt nicht mag. Unsere Seniorin hat sie leider übel traktiert und ich möchte ungerne eine arme Seele zu unserem Flegel stecken, nur damit diese dann gemobbt wird und zum Eigenschutz wieder ausziehen muss.

Ich entschuldige mich, falls ich etwas wirr, abschweifend oder durcheinander schreibe. Mich holt lamgsam der Schlafmangel ein.

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u/ThatWeirdPinkOne — 23 hours ago

Moin

Es klingt total banal, aber ich muss das mal los werden.

Ich bin trans-masc, seit ca 6+ Jahren 'geouted' und habe verdammt viel Glück. Mein Mann unterstützt mich, meine Brüder sind auch echt Klasse und meine Freunde habens auch so langsam auf der Reihe.

Mein Problem: Ich bin nicht auf T und ich binde noch. Ich passe, halbwegs, solange ich den Mund nicht aufmache.

In der Stadt, in der wir wohnen, kommt es des öfteren dazu, dass man halt gut erkannt wird, so als Stammkunde und so.

Früher habe ich mir die Mühe gemacht, das mit dem Trans sein noch zu erklären, wenn ich (unbeabsichtigt) misgendert wurde. Kurz und knackig, aber dass ich mich jedes Mal als trans damit outen musste, damit es die Leute in Zukunft einfacher haben mich korrekt zu gendern, wurde mir zu doof und war mega unangenehm.

Seit ein paar Monaten 'gaslighte' ich Leute. Wenn ich misgendert werde, weise ich freundlich drauf hin, dass ich keine Frau bin aber mir das mit der Stimme öfter passiert. Auf Nachfrage, sag ich dann, dass ich halt nie in den Stimmbruch gekommen bin.

Alles nicht gelogen. Dennoch macht mein Hirn Kirmes und ich hab ein schlechtes Gewissen. Mein Mann sagt, dass ich da nichts falsch mache, niemandem was schulde und ich ja nicht lüge (Ich kann nicht lügen. Also, wenn ich mir Mühe gebe, dann bestimmt schon, aber mir wird zB übel davon). Mein Mann geht davon aus, dass mein OCD einfach Bock auf Party hat und ich das bei der nächsten Therapiestunde ansprechen soll.

Mein Fazit von der ganzen Sache:

Tatsächlich ist es soooo viel einfacher, wenn ich so an die Sache ran gehe. Durch die Bank waren die Leute sehr freundlich. Kurz entschuldigt, dann nie mehr misgendert. Total krasse Erfahrung für mich.

Zum Ort: ich komme aus ner Stadt in Oberfranken. Sehr christliche Gegend.

EDIT: Danke an euch alle, ihr seid mega nett und ich denke, meine Gedanken beruhigen sich etwas. Sorry, wenn ich euch nicht allen antworte - im Endeffekt würde ich euch allen im Sinne das Gleiche sagen xD vielen, vielen Dank für die netten Worte ❤️

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u/ThatWeirdPinkOne — 15 days ago