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Online-Voting zur neuen Carolabrücke freigeschaltet

https://carolavote.urbanista.de/

Ab heute, dem 13.06.2026 bis einschließlich 19.07.2026 läuft carolaVOTE, wo die Öffentlichkeit über die vier aktuell diskutierten Entwürfe und deren Detaillösungen im Einzelnen abstimmen können.

Auch mal spannend, dort die Details der Planung sehen zu können, einige der Entwürfe können beispielsweise auch im Nachhinein noch auf andere Verteilungen der verschiedenen VErkehrsarten umgebaut werden.

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u/The3levated1 — 24 days ago

Was genau hat Smartphonepflicht beim Onlinebanking sicherer gemacht als vorher mit TAN-Generator?

Die DKB hat Anfang des Jahres chipTAN komplett abgeschafft und stattdessen die Lösung mittels App als Zweifaktor-Authentifizierung eingeführt. Die deutlich gesteigerte Sicherheit war dabei nur eines der Werbemerkmale.

Was mir aber gerade nicht so wirklich einleuchten will. Auf dem COmputer brauchte ich miene Anmeldedaten samt (langem) Passwort. Und den TAN-Generator. Und nur dann hat das funktioniert.

MIt dem Handy brauche ich nur noch das Handy, weil alles über die App läuft. Inklusive 5-stelligem Pincode und Fingerabdruck, wobei Letzterer ja ohnehin auf dem Gerät außen dran zu finden ist.

Irgendwie wirkt das auf mich wie ein gewaltig großer Rückschritt bei der Sicherheit, Zweifaktor funktioniert plötzlich nur noch mit einem Gerät, das erheblich schlechter abgesichert ist und, anders als der TAN-Generator, auch nicht praktikabel irgendwo im Haus versteckt werden kann.

Ist das wirklich ein Sicherheitsgewinn und wie hoch ist das Risiko im Falle eines Handyverlustes?

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u/The3levated1 — 1 month ago

Recherche von Dingen mit generischen Namen oder Namen von beliebteren Dingen...

Zum Kotzen. Du interessierst dich für Bilder vom Laderaum des Renault Rapid? Tja, die Genies bei Renault haben leider die Kastenversion vom Nachfolger Kangoo ebenfalls Rapid genannt, und weil der Kangoo im Gegensatz zum originalen Rapid mitten im Internet-Zeitalter rauskam, ist die Bildersuche eben voll von dem.

Naja, packt man halt ein "-Kangoo" in die Suche. Ecosia ignoriert das komplett und ändert nichts am Suchergebnis. Also seufzend zu Google rüber, und was sehe ich da?

DER SCHEIß SKODA RAPID.

Umgeben von Millionen Kofferraummatten, die für 800.000 verschiedene Autos passen, von A wie Allgeier bis Z wie Zastava.

Echt zum Kotzen.

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u/The3levated1 — 1 month ago

Japanisches Kaiserreich 1914 sein wie:

Kontext: Der Sommer 1914 war recht ereignisreich, wie hier in diesem Unter wohl allseits bekannt. Doch nicht nur in Europa vollzog sich ein gewisser "Wandel", auch in Übersee wurde es spannend. Japan zum Beispiel erkannte mit dem beginnenden Krieg in Europa seine Chance auf weiteren Einfluss in Asien und erklärte im August 1914 umgehend dem deutschen Kaiserreich den Krieg, nachdem es sich zuvor weigerte, Kiautschou in China an Japan abzutreten.

Nahezu sofort began man daraufhin, sich nahezu alle deutschen Überseegebiete im Pazifik unter den Nagel zu reißen, die kaum geschützt waren. Zwischen Spetember und November 1914 wurden so uA. auch die Marshallinseln besetzt und die deutschen Kolonisten vertrieben.

Was folgte, war der sofortige Aufbau von Militärbasen und die Unterdrückung der Zivilbevölkerung. Die Inseln wurden systematisch von der Außenwelt abgeschnitten, mit Japanern besiedelt und ausgebeutet.

Der Völkerbund sah das als nicht besonders problematisch nach dem Ende des Krieges. Die deutschen Überseegebiete sollten ohnehin dem deutschen Einflussbereich entzogen werden, und Japan hatte Deutschland immerhin den Krieg erklärt und war somit mehr oder weniger auch ein Siegerstaat (auch, wenn man in Europa wenig bis gar nichts zum Kriegsgeschehen beitrug). Die eroberten Gebiete durfte Japan somit rechtmäßig behalten.

Die Marshallinseln waren auch im zweiten Weltkrieg ein mächtiger Stützpunkt für die japanischen Streitkräfte, wurden aber im Frühjahr 1944 von den USA praktisch überrannt und zurückerobert.

u/The3levated1 — 1 month ago

Wie erfolgte denn nun die Besiedelung?

Kontext: Der Norweger Thor Heyerdahl war ein Urgestein der experimentellen Archäologie und wurde weltweit durch seine Kon-Tiki-Expedition von 1947 bekannt.

Zu jenem Zeitpunkt stellte er die gängige Theorie der Besiedelung Polynesiens von Südostasien aus in Frage, wobei seine Hauptkritikpunkte waren, dass Wind- und Meeresströmungen den Siedlern entgegengekommen wären (was ein Vorankommen erheblich erschwert hätte) und, dass die vorher etalierten Kulturen auf Mikronesien mit denen von Polynesien kulturell kaum Gemeinsamkeiten hatten, dafür jedoch Parallelen zu südamerikanischen Kulturen zu jener Zeit.

Wärend er zwar nicht ganz allein mit der Ansicht war, dass die Besiedelung der Inselgruppe von West nach Ost schwierig gewesen wäre, stand er mit seiner Theorie, sie wäre von Südamerika aus erfolgt, völlig allein da. Derartiges wurde seinerzeit nicht einmal in Erwägung gezogen, allen vorran, weil dieser Weg erheblich weiter gewesen wäre (die Route der südamerikanischen Westküste zu den Osterinseln umfasste beinahe 7.000km) und man davon ausging, dass der Schiffbau zu jener Zeit (je nach Ansicht grob 1200 Jahre vor oder nach Christus) in der Gegend ein solches Unterfangen völlig verunmöglicht hätte.

Heyerdahl jedoch war von seiner Theorie so überzeugt, dass er sich schließlich aufmachte nach Südamerika und streng nach historischen Vorbildern und technischen Möglichkeiten der Ureinwohner ein Floß aus Balsaholz baute, welches er "Kon Tiki" taufte. Bestehend nur aus primitiven Naturmaterialien wollte Heyerdahl von der Küste Perus aus aufbrechen und dabei die Schwimm- und Steuerfähigkeit, Navigationsmöglichkeiten und Verpflegung untersuchen.

Am 28. Mai 1947 brach Heyerdahl schließlich mit einer kleinen Mannschaft vom peruanischen Callao auf eine fast 7000km lange Reise auf, Getrieben von den Meeres- und Windströmungen.

Obwohl die Expedition mit einigen Problemen zu kämpfen hatte, kamen auch überraschende Erkenntnisse zu Tage: Auf der monatelangen Reise konnte die Besatzung so ausschließlich vom Fischfang überleben. Die Balsastämme, auf denen das Floß gründete, überlebten die gesamte Reise wie auch die spätere Bergung des Floßes. Nach einiger Zeit auf See lernte die Besatzung auch, die Kon Tiki ganz passabel zu steuern.

Mit durchschnittlich nicht einmal 3km Reisegeschwindigkeit dauerte es bis zum 7. August 1947, bis die Kon Tiki und ihre Besatzung wohlbehütet Raroia im Tuamotu-Archipel erreichte. In 101 Tagen erbrachte Heyerdahl somit den praktischen Beweis, dass eine Besiedlung Polynesiens von Südamerika aus technisch möglich war für die damalige Zeit.

Der wissenschaftliche Wert dieser Erkenntnis wird jedoch bis heute kritisch betrachtet, Heyerdahl verzichtete auf antropologische Untersuchungen, die bereits recht früh darauf hindeuteten, dass die Besiedlung eben doch von Westen her erfolgte. Im 21. Jahrhundert und einige Jahre nach Heyerdahls Tod konnten DNA-Untersuchungen in der Bevölkerung einen sehr geringen südamerikanischen Einfluss feststellen, der definitiv aus einer Zeit vor der europäischen Besiedlung stammt, aber wohl nicht die Erstbesiedlung darstellt.

Die Kon Tiki wurde nach dem Ende der Expedition einmal um die halbe Welt bis nach Norwegen geschleppt, wo sie 1949 nach 2 Jahren im Wasser ihren Weg ins eigens errichtete Kon Tiki Museum in Oslo fand, später auch ergänzt durch einen Nachbau der Ra II, mit der HEyerdahl einige Jahre später bewies, dass die Ägypter in der Lage gewesen wären, den Atlantik zu überqueren.

u/The3levated1 — 1 month ago