u/Thiccsmartie

Damned if you do, damned if you don’t: GLP-1 Nutzer werden systematisch negativer bewertet

Ich fand gerade eine neue Studie spannend, die leider genau das bestätigt, was viele von uns vermutlich schon erlebt haben.

In der Studie wurden Menschen gebeten, fiktive Personen zu bewerten. Dabei zeigte sich, dass Personen, die mit einem GLP 1 Medikament abgenommen hatten, negativer bewertet wurden als Personen, die durch Ernährung und Bewegung abgenommen hatten. Bei einigen Aspekten wurden sie sogar negativer beurteilt als Menschen, die weiterhin adipös waren und gar nicht versucht hatten abzunehmen.

Auch Menschen, die nach dem Absetzen eines GLP 1 wieder zugenommen hatten, wurden stigmatisiert. Interessanterweise machte es nach der Gewichtszunahme keinen Unterschied mehr, ob sie ursprünglich mit einem GLP 1 oder durch Ernährung und Bewegung abgenommen hatten. Beide Gruppen wurden ähnlich negativ bewertet.

Am positivsten wurde ausschließlich die Gruppe bewertet, die abgenommen und ihr Gewicht gehalten hatte.

Die Autoren beschreiben das als ein „damned if you do, damned if you don’t“ Szenario. Bleibst du adipös, wirst du stigmatisiert. Nimmst du mit einem GLP 1 ab, wirst du ebenfalls stigmatisiert. Nimmst du nach dem Absetzen wieder zu, geht die Stigmatisierung weiter.

Besonders interessant ist, dass diese Studie nicht alleine steht. Bereits zwei frühere experimentelle Studien kamen zu sehr ähnlichen Ergebnissen. Auch dort wurden Menschen, die mit GLP 1 Medikamenten abgenommen hatten, negativer bewertet als Menschen, die durch Ernährung und Bewegung Gewicht verloren hatten. Ein wichtiger Grund dafür war die weit verbreitete Vorstellung, GLP 1 sei der „einfache Weg“ oder ein „Shortcut“.

Das zeigt ziemlich deutlich, dass viele Vorurteile gegenüber GLP 1 Nutzern nicht nur Einzelfälle oder subjektive Eindrücke sind, sondern sich inzwischen auch wissenschaftlich nachweisen lassen.

Natürlich misst die Studie gesellschaftliche Einstellungen und keine tatsächliche Diskriminierung im Alltag. Trotzdem macht sie deutlich, dass rund um GLP 1 Medikamente eine ganz eigene Form der Stigmatisierung entstanden ist, zusätzlich zur ohnehin bestehenden Gewichtsstigmatisierung.

Studien:

Standen et al. (2026): https://www.nature.com/articles/s41366-026-02061-y

Post & Persky (2024): https://www.nature.com/articles/s41366-024-01516-4

Post, Stock & Persky (2025): https://link.springer.com/article/10.1007/s12529-025-10353-2

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u/Thiccsmartie — 4 days ago

Anonyme Umfrage: Internalisierte Gewichtsstigmatisierung | Habt ihr bei euch selbst schon einmal solche internalisierten Vorurteile bemerkt?

Mit internalisierter Gewichtsstigmatisierung ist gemeint, dass wir gesellschaftliche Vorurteile über Menschen mit Adipositas mit der Zeit selbst übernehmen und gegen uns richten. Zum Beispiel Gedanken wie: “Ich bin einfach undiszipliniert.”, “Ich müsste mich nur mehr zusammenreißen.” oder “Mein Gewicht ist ausschließlich meine eigene Schuld.”

Viele berichten, dass sie erst durch Mounjaro oder eine bessere Aufklärung über Adipositas gemerkt haben, wie stark biologische Faktoren wie Hungerregulation, Sättigung und Stoffwechsel tatsächlich eine Rolle spielen und dass sie sich jahrelang für etwas verurteilt haben, das deutlich komplexer ist und dass Adipositas tatsächlich eine Erkrankung ist.

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u/Thiccsmartie — 6 days ago

Warum sorgen sich ausgerechnet schlanke Menschen plötzlich um den Nährstoffstatus von Menschen mit Adipositas?

Heute ist es mir mal wieder unter einem Instagram Beitrag aufgefallen. Der Beitrag erklärte, dass GLP 1 Medikamente den Hunger nicht einfach „abschalten“, sondern ihn für viele Menschen erstmals auf ein normales Maß bringen. Eigentlich eine wichtige Botschaft. Trotzdem drehte sich ein Großteil der Kommentare sofort um etwas anderes.

Ein Kommentar blieb mir besonders im Kopf. Sinngemäß: Menschen auf der „Abnehmspritze“ müssten beim Einkaufen begleitet werden. Man müsse neben ihnen sitzen und kontrollieren, was sie essen, weil sie sonst weiterhin Kuchen, Gebäck und Limonade essen würden, nur eben weniger. Dadurch würde sich zwar das Gewicht verändern, die Körperzusammensetzung und Gesundheit aber wahrscheinlich verschlechtern.

Was ich mich dabei frage: Wo sind diese Kommentare bei Menschen, die schon immer schlank waren und sich noch nie Gedanken über ihre Proteinzufuhr oder ihren Nährstoffstatus gemacht haben? Warum wird dort nicht hinterfragt, was auf dem Teller liegt?

Mir fällt immer wieder auf, dass diese Art von Kommentaren häufig von schlanken Menschen kommt. Plötzlich besteht eine riesige Sorge um Eiweiß, Vitamine und Mikronährstoffe, aber eben erst dann, wenn ein Mensch mit Adipositas erfolgreich Gewicht verliert.

Ist euch dieses Muster auch schon aufgefallen? Oder bilde ich mir das nur ein?

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u/Thiccsmartie — 7 days ago

Ghost Fat 👻 Warum sich das Gehirn manchmal langsamer verändert als der Körper

Viele Menschen kennen das nach einer größeren Gewichtsabnahme: Man geht automatisch seitlich durch eine Lücke, obwohl man problemlos gerade hindurchpassen würde. Man rechnet damit, mehr Platz zu brauchen als tatsächlich nötig. Man ist überrascht, wie bequem man plötzlich auf einen Sitz passt oder wie einfach man sich durch Menschenmengen bewegen kann. Das wird oft als Ghost Fat bezeichnet.

Spannend ist, dass etwas Ähnliches auch nach einer schnellen Gewichtszunahme passieren kann. Ich habe beides erlebt. Als ich damals schnell zugenommen habe, bin ich häufiger irgendwo angestoßen oder habe Abstände komplett falsch eingeschätzt. Nach der Gewichtsabnahme ist es dann eher das Gegenteil jetzt. Mein Gehirn scheint noch mit den alten Körpermaßen zu rechnen, obwohl mein Körper längst ein anderer ist und werden wird.

Der Hintergrund ist eigentlich ziemlich faszinierend. Unser Gehirn besitzt eine Art innere Karte des Körpers, das sogenannte Körperschema. Diese Karte wird ständig durch Informationen aus Muskeln, Gelenken, Haut und Gleichgewichtssinn aktualisiert. Wenn sich das Körpergewicht stark verändert, besonders über einen relativ kurzen Zeitraum, braucht das Gehirn Zeit, um diese Karte neu anzupassen. Die Waage kann sich innerhalb von Monaten verändern, das Gehirn braucht oft deutlich länger.

Interessanterweise scheint die Anpassung nicht primär durch den Spiegel oder durch Fotos zu erfolgen, sondern vor allem durch Bewegung. Das Gehirn lernt den Körper durch Erfahrungen. Jedes Mal, wenn wir gehen, trainieren, uns bücken, drehen oder durch unsere Umgebung bewegen, sammelt es neue Informationen darüber, wo unser Körper im Raum beginnt und endet. Deshalb gibt es Hinweise darauf, dass regelmäßige Bewegung, Krafttraining und Aktivitäten, die die Körperwahrnehmung fordern, die Anpassung beschleunigen können. Besonders Sportarten mit viel Koordination, Gleichgewicht und bewusster Körperkontrolle wie Yoga, Tanzen oder Kampfsport fördern die sogenannte Propriozeption, also die Wahrnehmung des eigenen Körpers im Raum.

Deshalb ist es auch nicht ungewöhnlich, dass jemand objektiv 30, 50 oder sogar 100 Kilo verloren hat und sich trotzdem manchmal noch so bewegt, als hätte sich kaum etwas verändert. Das bedeutet nicht, dass die Person ihre Gewichtsabnahme nicht akzeptiert hat oder sich selbst falsch sieht und eine echte psychiatrische Erkrankung hat. Oft ist das Gehirn einfach noch dabei, seine innere Körperkarte an die neue Realität anzupassen.

Habt ihr Ghost Fat erlebt? Woran merkt ihr es am meisten im Alltag?

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u/Thiccsmartie — 12 days ago

🥵☀️Dienstags-Fragerunde: Wie geht’s euch mit der Hitze?

Die Temperaturen ziehen ja gerade ordentlich an…

Wie kommt ihr damit klar?

Habt ihr mehr Hunger oder weniger Hunger als sonst?

Lagert ihr schon mehr Wasser ein?

Müsst ihr eure Trinkmenge bewusst erhöhen?

Wie läuft es mit Sport, Schritten und Alltag bei den Temperaturen?

Hat sich etwas verändert seitdem ihr abgenommen habt?

Und vor allem: Habt ihr Tipps oder Tricks, die euch durch die Hitze helfen? Egal ob gegen Wassereinlagerungen, Kreislaufprobleme, Appetitverlust oder einfach für einen angenehmeren Alltag.

Vielleicht können wir heute ein paar gute Ideen und Erfahrungen sammeln👇

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u/Thiccsmartie — 15 days ago

200x im Gym 🥳

Meine Freude am Sonntag 😄 Hatte eigentlich nicht so viel Lust, heute zu gehen, aber da sieht man, dass es sich am Ende lohnt. Ich hatte eine Extra-Freude: das 200. Mal im Gym! 💪🎉

u/Thiccsmartie — 16 days ago

Hitzewelle: Die Waage könnte in den nächsten Tagen etwas Unsinn erzählen 🥵

Wenn ihr plötzlich 1 bis 3 kg mehr drauf habt, heißt das nicht automatisch, dass ihr Fett zugenommen habt.

Bei Hitze lagern viele Menschen mehr Wasser ein. Der Körper erweitert die Blutgefäße, um Wärme abzugeben, und dadurch sammelt sich leichter Flüssigkeit im Gewebe. Deshalb haben manche auch geschwollene Finger, Knöchel oder ein aufgedunsenes Gesicht.

Ich merke das relativ schnell, war jetzt ne Stunde spazieren und meine Finger sind schon geschwollen. Auch die Waage geht hoch, obwohl sich an Ernährung oder Kalorien eigentlich nichts geändert hat.

Deshalb würde ich während der Hitzewelle einzelne Wiegungen nicht überbewerten. Schaut lieber auf den Trend über mehrere Wochen.

Wer von euch kennt das? Geht euer Gewicht bei Hitze auch hoch oder habt ihr damit gar keine Probleme?

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u/Thiccsmartie — 20 days ago

Shotsy zeigt euch eine Kurve. Das Problem ist, dass sie nicht eure ist.

Wer GLP-1 Medikamente nutzt, hat wahrscheinlich schon einmal auf die Wirkstoffkurven in Apps wie Shotsy, Glapp oder ähnlichen Trackern geschaut. Die Idee dahinter ist verlockend: Die App zeigt an, wie viel Wirkstoff sich angeblich gerade im Körper befindet. Die Kurve steigt nach der Injektion an, erreicht ihren Peak und fällt anschließend langsam wieder ab. Irgendwann beginnt man fast automatisch, die eigene Woche anhand dieser Linie zu interpretieren. Hat man mehr Hunger als sonst, liegt es am niedrigen Wirkstoffspiegel. Hat man starke Appetitunterdrückung, muss die Konzentration gerade besonders hoch sein. Die Kurve vermittelt das Gefühl, einen Blick in den eigenen Körper werfen zu können.

Der klinische Pharmakologe Dr. Joseph Bertino wurde zu diesen Wirkstoffdiagrammen befragt und seine Einschätzung war deutlich. Er sagte: „You may find it fun to plot concentration but it’s fun only and scientifically inaccurate.

Der Grund dafür ist eigentlich ganz einfach. Die Apps wissen nicht, wie viel Tirzepatid sich tatsächlich in eurem Körper befindet. Sie kennen weder eure individuelle Aufnahme des Medikaments noch eure persönliche Abbaugeschwindigkeit. Sie wissen nicht, wann ihr euren tatsächlichen Konzentrationspeak erreicht oder wie empfindlich euer Körper auf den Wirkstoff reagiert. Stattdessen verwenden sie Durchschnittswerte aus Studien und berechnen daraus eine theoretische Kurve für einen durchschnittlichen Patienten. Das klingt zunächst auch vernünftig und man denkt gerne dass es ja doch irgendwie +- so sein wird... Schließlich müssen die Apps auf irgendeiner Grundlage arbeiten. Problematisch wird es dann, wenn wir anfangen, diese Durchschnittswerte als persönliche Messung zu interpretieren.

Tatsächlich zeigen die zugrunde liegenden Studien, dass Menschen selbst bei gleicher Dosis erhebliche Unterschiede in ihrer Pharmakokinetik aufweisen können. Allein die Zeit bis zum Erreichen der maximalen Konzentration kann zwischen etwa 8 und 72 Stunden liegen. Das bedeutet, dass zwei Personen, die am selben Tag dieselbe Dosis injizieren, ihren Peak möglicherweise Tage auseinander erreichen. Eine App kann diese Unterschiede nicht kennen. Sie muss zwangsläufig eine Annahme treffen und zeichnet deshalb die Kurve eines theoretischen Durchschnittsmenschen. Das Problem dabei ist offensichtlich: Niemand von uns ist dieser theoretische Durchschnittsmensch.

Noch spannender wird es, wenn man sich die tatsächlichen Blutspiegel anschaut. Laut Dr. Bertino können Menschen bei derselben Dosis zwei- bis dreifach unterschiedliche Wirkstoffkonzentrationen im Blut erreichen. Intuitiv würde man erwarten, dass Menschen mit höheren Konzentrationen automatisch bessere Ergebnisse erzielen. Genau das scheint jedoch nicht der Fall zu sein. Bis heute konnte keine klare Beziehung zwischen der gemessenen Wirkstoffkonzentration und dem tatsächlichen Gewichtsverlust gezeigt werden.

Das erklärt auch etwas, das wir in der Community ständig beobachten. Manche Menschen verlieren bereits auf 2,5 mg beeindruckend viel Gewicht. Andere benötigen deutlich höhere Dosen, um einen ähnlichen Effekt zu erzielen. Manche berichten von starker Appetitunterdrückung und ausgeprägter Sättigung, während andere selbst auf höheren Dosierungen vergleichsweise wenig spüren. Wenn allein der Wirkstoffspiegel die Wirkung bestimmen würde, dürfte diese enorme Bandbreite eigentlich gar nicht existieren. Also… nein, die Leute die 15mg nehmen spritzen sich in den meisten Fällen nicht den ganzen Hunger weg… sie brauchen oft einfach mehr um einen ähnlichen Effekt zu erreichen wie jemand anderes mit 5mg 😉

Eine mögliche Erklärung dafür ist, dass nicht nur die Menge des Wirkstoffs entscheidend ist, sondern auch die Empfindlichkeit der Rezeptoren, an die er bindet. Vereinfacht gesagt: Es reicht nicht zu wissen, wie viele Schlüssel vorhanden sind. Entscheidend ist auch, wie empfindlich das Schloss auf diese Schlüssel reagiert. Genau deshalb können zwei Menschen mit ähnlichen Konzentrationen völlig unterschiedliche Erfahrungen mit demselben Medikament machen.

Es gibt jedoch noch einen weiteren Punkt, der meiner Meinung nach oft übersehen wird. Die Wirkstoffdiagramme vermitteln den Eindruck, als würde sich das Medikament jede Woche identisch verhalten. Auch das ist wahrscheinlich nicht der Fall. Selbst bei derselben Person kann die Aufnahme eines Medikaments von Woche zu Woche variieren. Faktoren wie die Injektionsstelle, die lokale Durchblutung, kleine Unterschiede im Gewebe, der Hydrationsstatus oder einfach normale biologische Schwankungen können beeinflussen, wie schnell und wie viel Wirkstoff aufgenommen wird. Also selbst wenn wir eine perfekte Kurve für euren Körper in dieser Woche erstellen könnten, wäre nicht garantiert, dass dieselbe Kurve nächste Woche genauso aussehen würde.

Viele haben das vermutlich bereits erlebt. In einer Woche ist die Appetitunterdrückung außergewöhnlich stark. In der nächsten Woche fühlt sich dieselbe Dosis deutlich schwächer an. Eine Woche später scheint alles wieder wie gewohnt zu funktionieren. Oft wird dann sofort vermutet, dass das Medikament nicht mehr wirkt. Die Realität ist wahrscheinlich deutlich weniger dramatisch. Biologie ist nicht so vorhersehbar, wie wir gerne hätten.

Hinzu kommt, dass Hunger und Sättigung von weit mehr beeinflusst werden als nur von Mounjaro. Schlafmangel, Stress, der Menstruationszyklus, körperliche Aktivität, die Ernährung der vergangenen Tage oder andere physiologische Faktoren können das Hungergefühl erheblich verändern. Selbst wenn man den tatsächlichen Wirkstoffspiegel exakt messen könnte, würde man daraus noch nicht zuverlässig vorhersagen können, wie hungrig eine Person an diesem Tag sein wird.

Deshalb glaube ich, dass viele von uns die falsche Frage stellen, wenn wir auf diese Diagramme schauen. Statt zu fragen, wie hoch unser Wirkstoffspiegel laut App heute ist, sollten wir vielleicht eher auf die Dinge achten, die tatsächlich relevant sind: Habe ich gute Sättigung? Denke ich ständig ans Essen? Kann ich mein Kaloriendefizit einhalten? Und verliere ich über mehrere Wochen hinweg Gewicht?

Das sind echte Daten aus dem eigenen Körper. Die Kurve in der App ist dagegen letztlich nur ein mathematisches Modell eines hypothetischen Durchschnittsmenschen. Sie kann interessant sein. Sie kann unterhaltsam sein. Sie kann helfen, ein grobes Gefühl für die Pharmakokinetik des Medikaments zu entwickeln. Was sie aber nicht kann, ist euch sagen, wie viel Mounjaro sich tatsächlich in eurem Körper befindet oder wie stark die Wirkung bei euch heute oder morgen sein wird.

Quelle: Die Aussagen zu den Wirkstoffkurven, der Variabilität der Peak-Zeit, den unterschiedlichen Blutkonzentrationen und der fehlenden klaren Beziehung zwischen Konzentration und Gewichtsverlust basieren auf dem Artikel und den Kommentaren von Dr. Bertino.

https://glp1effect.com/p/are-glp-1-app-medication-charts-reliable

u/Thiccsmartie — 25 days ago

Gleich zwei WOW-Momente heute: Hochseilgarten & Badewanne

Ich bin im Urlaub und es ging heute zum Hochseilgarten. Da liegt das Gewichtslimit bei 120 kg, also hätte ich das vor 1,5 Jahren nicht mal machen dürfen (und wahrscheinlich auch kaum gekonnt!!). Heute mit 91 kg ging alles. Am Ende habe ich sogar die schwarze Route geschafft. Nicht ohne Verzweiflung und mit Ach und Krach, aber es ging! Am Abend gab es dann nochmal ein schönes Erlebnis. Ich habe seit Ewigkeiten kein Bad mehr genommen und habe es jetzt getan und super in die Badewanne reingepasst. 🥳

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u/Thiccsmartie — 1 month ago
▲ 6 r/de_diabetes+1 crossposts

Dienstags-Fragerunde für unsere Typ 2 Diabetiker❓

Wie geht es euch aktuell mit eurem Diabetes?

• Haben sich eure Blutzuckerwerte seit dem Start mit Mounjaro verändert?

• Konntet ihr Medikamente reduzieren oder sogar absetzen?

• Wie sieht euer HbA1c aktuell aus?

• Was war bisher eure größte positive Veränderung?

• Und womit kämpft ihr vielleicht noch?

Oft liest man viel über das Gewicht hier natürlich…. Heute würde mich interessieren, wie es euch mit dem Diabetes selbst geht und welche Erfahrungen ihr bisher gemacht habt 🫶

👉 Austausch auch im Discord: Link zum Discord

Dort gibt’s auch Channels für Studien, Erfahrungen, Ernährung, Nebenwirkungen, Maintenance und allgemeinen Austausch rund um GLP-1 & Mounjaro

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u/Peter_3321 — 14 days ago

🤝 “Remember the human” … Ein kleiner Hinweis zum Thema KI Nutzung in der Community

Einer der ersten Punkte der Redditquette lautet: “Remember the human.” Link zur Reddiquette

Das klingt erstmal simpel, ist aber eigentlich einer der wichtigsten Gedanken hinter Reddit. Hinter jedem Post und jedem Kommentar sitzt ein echter Mensch mit echten Erfahrungen, echten Erfolgen, echten Rückschlägen und einer eigenen Geschichte.

Die meisten von uns sind hier, um zu erfahren, wie andere ihren Weg mit Mounjaro erleben. Was für sie funktioniert hat. Womit sie kämpfen. Was sie überrascht hat usw…. Die meisten lesen wahrscheinlich lieber einen Beitrag mit ein paar Rechtschreibfehlern, einer komischen Formulierung oder etwas Chaos als einen perfekten Text…. Die Abstimmung vor ein paar Wochen hat außerdem gezeigt, dass viele in der Community das ähnlich sehen und sich wünschen, dass der Austausch möglichst menschlich bleibt.

Deshalb wird eine Regel ergänzt, die exzessiv KI generierte Erfahrungsberichte und Kommentare abdeckt. Es geht nicht um “normale KI Nutzung”. Ich glaube wer einen gesunden Menschenverstand hat versteht was ich damit meine. Es geht um Inhalte, bei denen der menschliche Anteil praktisch komplett verloren geht. KI für paar Formulierungen/Verbesserungen, Übersetzungen oder zum Zusammenfassen von Studien, Artikel, Podcasts und Videos ist völlig okay. Gemeint sind wirklich nur die extremen Fälle, wo ganze Erfahrungsberichte oder Kommentare so wirken, als hätte man einfach einen Prompt eingegeben und den Text ungefiltert gepostet.

Falls ihr mehr Gedanken zu dem Thema habt, könnt ihr gerne eine Modmail versenden. Modmail ist nicht nur für Probleme da. Feedback, Ideen, oder Vorschläge zur Community sind jederzeit willkommen und auch erwünscht 🤝

Vielen Danke an jeden der die Community zu dem macht was sie ist 🫶

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u/Thiccsmartie — 1 month ago

„Du musst deinen ganzen Lebensstil verändern, auch mit Mounjaro... sonst nimmst du nicht ab!“ … doch zeigen die Daten das wirklich?

Je mehr ich mich mit der aktuellen Datenlage zu Adipositas beschäftige, desto schwieriger finde ich diese klassische Aussage: „Man muss seinen Lebensstil ändern...sonst nimmt man auch mit Mounjaro nicht ab!"

Wenn man sich beispielsweise die SURMOUNT 1 Studie zu Mounjaro anschaut, dann hatten die Teilnehmer keine extreme Verhaltenstherapie, kein Abnehmcamp und auch keine komplett kontrollierte Ernährung. Die Lifestyleintervention bestand aus relativ grundlegenden Empfehlungen. Trotzdem lag der durchschnittliche Gewichtsverlust nach 72 Wochen bei ungefähr 15% mit 5 mg, 19.5% mit 10 mg und 20.9% mit 15 mg Tirzepatid. Das ist riesig. Vor allem wenn man das mit klassischen Lifestyleinterventionen vergleicht. Dort sieht man langfristig typischerweise ungefähr 5 bis 10% Gewichtsverlust. Und selbst diese Ergebnisse sind oft schwer dauerhaft zu halten. Die Datenlage zu konservativen Lifestyleinterventionen zeigt eben NICHT, dass Menschen ihr reduziertes Gewicht typischerweise langfristig problemlos halten. Nahezu alle langfristigen Daten zeigen partiellen oder vollständigen Regain über die Zeit. Trotzdem wird häufig so gesprochen, als wäre langfristige Gewichtserhaltung durch reine Lebensstilveränderung der normale Verlauf und nur Menschen, die „nicht konsequent genug“ waren, würden wieder zunehmen.

Aber die Daten zeigen eher, dass biologischer Regain nach Gewichtsverlust ziemlich normal ist. SURMOUNT 3 finde ich in dem Zusammenhang auch besonders spannend. Dort gab es zuerst eine intensive Lifestyleintervention mit Ernährung, Bewegung und Verhaltenstherapie und so weiter. Dadurch verloren die Teilnehmer zunächst durchschnittlich etwa 6.9% ihres Körpergewichts. Erst danach wurde Tirzepatid hinzugefügt. Am Ende lag der gesamte Gewichtsverlust bei ungefähr 24.3% (15mg). Die intensive Lifestyleintervention brachte also ungefähr 7%. Die zusätzliche pharmakologische Intervention danach nochmal ungefähr 17 bis 18%.

Wenn Medikamente, die gezielt biologische Signalwege beeinflussen, einen so massiven zusätzlichen Effekt haben, was sagt das eigentlich darüber aus, wie stark Körpergewicht biologisch reguliert wird... und wie wenig "Lebensstile" im klassischem Sinne ausmacht? Wir tun oft so, als wären Verhalten und Biologie getrennte Dinge. Als wäre Verhalten einfach eine freie bewusste Entscheidung im luftleeren Raum. Aber Medikamente wie Mounjaro verändern Hunger, Sättigung, Belohnungsverarbeitung, Magenentleerung, Glukoseregulation und vermutlich auch Dinge wie Food Noise, Impulskontrolle und die permanente gedankliche Beschäftigung mit Essen. Wenn Menschen plötzlich leichter im Defizit bleiben können, weniger obsessiv an Essen denken, weniger Cravings haben oder einfacher aufhören können zu essen, dann verändert sich natürlich Verhalten. Aber warum verändert sich Verhalten? Vielleicht ist das, was wir „Lebensstile“ nennen, oft einfach die Expression der zugrundeliegenden Biologie. Und deshalb tue ich mich ehrlich gesagt auch schwer damit, Mounjaro einfach als „Tool“ zu bezeichnen. Mounjaro behandelt. Es ist eine Therapie. Insulin ist auch nicht einfach nur ein „Tool“ für Menschen mit Diabetes. Schilddrüsenhormone sind nicht einfach nur ein „Tool“ für Menschen mit Hashimoto.

Und ich weiß, dass das ein kontroverses Thema ist. Ich glaube viele Menschen spüren fast automatisch Widerstand gegen diese Idee. Verständlicherweise. Denn wenn man akzeptiert, dass Biologie eine viel größere Rolle spielt als wir lange dachten, dann entstehen ziemlich unangenehme Gedanken.

Zum einen würde das bedeuten, dass Adipositas vielleicht tatsächlich nie einfach nur eine Frage von persönlichen Entscheidungen war (Stichwort hier auch: Wieviel freien Willen haben Menschen tatsächlich?!). Viele Menschen haben ihr ganzes Leben lang vermittelt bekommen, dass ihr Gewicht im Grunde ihre eigene Verantwortung und ihr eigener moralischer Erfolg oder Misserfolg sei. Dass dünne Menschen „es im Griff haben“ und dicke Menschen eben nicht. Natürlich fühlt es sich unangenehm an, dieses Weltbild infrage zu stellen. Für Betroffene aber auch für Nicht-betroffene, weil auf einmal kann man sich nicht einer dicken Person überlegen fühlen.. und man muss tatsächlich auch noch sowas wie Empathie für sie haben?!

Und der zweite unangenehme Gedanke ist wahrscheinlich noch schwerer. Was, wenn manche Menschen biologisch tatsächlich langfristig Unterstützung brauchen? Ich glaube viele klammern sich an die Vorstellung: „Ich muss einfach meinen Lebensstil genug verändern, dann halte ich das Gewicht dauerhaft.“ Weil sich das kontrollierbarer anfühlt als die Vorstellung einer chronischen Erkrankung mit biologischer Gegenregulation.

Um transparent zu sein, ich merke natürlich bei mir selbst einen gewissen Bias. Ich bin Biologin. Ich denke automatisch in biologischen Signalwegen, Hormonen, Neurotransmittern, Homöostase und Regulationsmechanismen. Deshalb schaue ich wahrscheinlich anders auf Adipositas als jemand, der das primär gesellschaftlich oder psychologisch betrachtet. Aber das war nicht immer so, als ehemaliger schlanker und sehr fitter (.. und jung und naiv nicht zu vergessen ;) ) Mensch, vertrat ich mal genau die gegenteilige Position.

Natürlich bleiben Verhalten und Alltag relevant. Ernährung, Bewegung, Schlaf, Stressmanagement und Routinen beeinflussen Gesundheit weiterhin massiv. Aber bei Adipositas wird oft noch immer so gesprochen, als müsste man die Erkrankung primär aus eigener Willenskraft kontrollieren und Medikamente seien nur eine kleine Hilfe nebenbei (und am besten natürlich temporär... bis man eben seinen Lebensstile verändert hat... ihr versteht worauf ich hinaus will ;) ). Die Daten wirken auf mich ehrlich gesagt zunehmend unvereinbar mit dieser Sichtweise. Denn einer der bestreplizierten Befunde der Adipositasforschung ist, dass der Körper auf Gewichtsverlust biologisch reagiert. Der Organismus versucht aktiv, das ursprüngliche Gewicht wiederherzustellen. Deshalb ist langfristige Gewichtserhaltung nach Lifestyleinterventionen so schwierig. Nicht weil Menschen plötzlich ihr Wissen verlieren oder „faul“ werden. Sondern weil der Körper selbst gegen den Gewichtsverlust arbeitet. Ein ähnliches Muster sieht man dann auch beim Absetzen von GLP- 1 basierten Therapien. Oft wird das dann interpretiert als: „Sie haben ihren Lebensstil halt nicht wirklich geändert.“

Aber man könnte dieselben Daten auch komplett anders interpretieren. Denn wenn das Absetzen eines Medikaments wieder Hunger, Food Noise und Gewichtszunahme aktiviert, spricht das für mich eher dafür, dass biologische Regulationsmechanismen DIE zentrale Rolle spielen. Wäre Körpergewicht primär das Ergebnis bewusst erlernter Verhaltensweisen, dürfte die pharmakologische Veränderung einzelner hormoneller Signalwege eigentlich nicht solche massiven Effekte auf Verhalten und Gewicht haben.

Und ich weiß auch, dass ich mich mit solchen Posts teilweise wiederhole. Manche Leute, die schon länger hier sind, denken sich wahrscheinlich: „Ja okay, wir kennen deine Meinung dazu mittlerweile.“ Ich glaube trotzdem, dass es wichtig ist, weiter darüber zu sprechen. Denn für jeden längeren Post zu diesem Thema gibt es wahrscheinlich tausend TikToks, Reels oder Kommentare, die weiterhin das komplette Gegenteil behaupten: „Du musst nur deinen Lebensstil ändern.“ Und für jede neue Person, die das hier liest und vielleicht jahrelang dachte, sie hätte einfach nur versagt, kann diese Perspektive vielleicht wichtig sein. Und versteht mich nicht falsch, Lifestyle bleibt wichtig. Bewegung verbessert metabolische Gesundheit unabhängig vom Gewicht. Protein, Schlaf, Stressmanagement und Ernährungsqualität etc. bleiben relevant.

Ich schreibe das übrigens nicht, um Menschen zu entmutigen oder ihnen zu sagen:
„Du hast eh keine Kontrolle.“ Im Gegenteil, ich glaube, viele Menschen würden ihre Erkrankung realistischer und weniger moralisch betrachten, wenn wir anfangen würden, Adipositas stärker biologisch nicht nur zu verstehen sondern auch so weiter zu KOMMUNIZIEREN. Und ich glaube, viele Betroffene leiden unnötig darunter, dass sie denken, sie müssten das komplett alleine schaffen. Dass sie nur noch disziplinierter, perfekter oder kontrollierter werden müssten.

Quellen:
Surmount-1

Surmount-3

Biological Mechanisms that Promote Weight Regain Following Weight Loss in Obese Humans

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u/Thiccsmartie — 1 month ago

📏 Dienstags Fragerunde: Die Waage erzählt oft nicht die ganze Geschichte 👀 Wie bemerkt ihr das?

Ich hatte heute selbst wieder so einen kleinen „okay wow“ Moment 😅 Da die Waage die letzten 3 Wochen streikt habe ich mich nach langer Zeit mal wieder vermessen. Trotz noch immer BMI 34 habe ich heute eine Taille von 82.5 cm und eine Waist to Hip Ratio von 0.71 gemessen. Der BMI ist noch immer ein hilfreicher Marker für Körpergewicht im Verhältnis zur Größe (und korreliert in der Regel auch sehr gut mit Körperfett Masse!), sagt aber nichts darüber aus, wie sich Fett verteilt. Gerade die Fettverteilung spielt aber metabolisch eine große Rolle. Besonders viszerales Fett, also Fett im Bauchraum rund um die Organe, ist stärker mit Insulinresistenz, Typ 2 Diabetes, Bluthochdruck und Herz Kreislauf Erkrankungen verbunden als Fett an Hüfte und Beinen.

Deshalb nutzt man zusätzlich oft diese Cut Offs:

Taillenumfang:

• Frauen: erhöhtes Risiko ab 80 cm, deutlich erhöht ab 88 cm

• Männer: erhöhtes Risiko ab 94 cm, deutlich erhöht ab 102 cm

Waist to Hip Ratio:

• Frauen: erhöhtes Risiko meist ab >0.85

• Männer: erhöhtes Risiko meist ab >0.90

Heißt natürlich nicht, dass eine einzelne Zahl plötzlich alles über Gesundheit aussagt 😄 Aber es zeigt eben, dass Fortschritt und Gesundheit deutlich komplexer sind als nur „Was sagt die Waage heute?“.

Deshalb mal die Frage an euch:

Woran merkt ihr Fortschritt außer an der Waage oder dem BMI?

• Maßband

• Waist to Hip Ratio

• Kleidung sitzt anders

• weniger Entzündungen/Wassereinlagerungen

• bessere Fitness oder Ausdauer

• bessere Blutwerte

• Progressbilder

• Spiegel/Körpergefühl

• oder etwas ganz anderes? 👀

Und gab es bei euch schon mal einen Moment, wo ihr gemerkt habt: “Okay… die Waage erzählt gerade eigentlich nicht die ganze Geschichte“?

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u/Thiccsmartie — 1 month ago

🚨 BREAKING NEWS: Lilly veröffentlicht Phase 3 Retatrutide Daten mit bis zu 30.3% durchschnittlichem Gewichtsverlust bei Patienten mit BMI >35

Die neuen TRIUMPH-1 Daten könnten ein weiterer Wendepunkt in der Behandlung von Adipositas sein. Retatrutide ist ein investigational Triple Agonist auf GIP, GLP-1 und Glucagon Rezeptoren.

Nach 80 Wochen verloren Teilnehmer durchschnittlich:

• 19.0% auf 4mg

• 25.9% auf 9mg

• 28.3% auf 12mg

Die 12mg Gruppe verlor im Schnitt 70.3 lbs bzw ca. 31.9kg Körpergewicht. Noch bemerkenswerter:

45.3% der Teilnehmer auf 12mg erreichten ≥30% Gewichtsverlust. 27.2% erreichten sogar ≥35%.

In der Extension bis Woche 104 bei Teilnehmern mit BMI ≥35 lag der durchschnittliche Gewichtsverlust bei 30.3% bzw 85 lbs / 38.5kg. Solche Zahlen wurden lange fast ausschließlich mit bariatrischer Chirurgie assoziiert. Lilly selbst verweist in der Pressemitteilung darauf, dass dieses Ausmaß an Gewichtsverlust historisch eng mit bariatrischer Chirurgie verbunden war. 🥳🥳🥳

Das zeigt wie stark sich die Behandlung von Adipositas gerade verändert. Vor wenigen Jahren galten 5 bis 10% Gewichtsverlust medikamentös schon als großer Erfolg!! Jetzt sprechen wir bei modernen Inkretintherapien teilweise über 25 bis 30% durchschnittlichen Gewichtsverlust in Phase 3 Studien.

Die häufigsten Nebenwirkungen waren wie erwartet Übelkeit, Durchfall, Verstopfung und Erbrechen. Höhere Dosen hatten mehr Nebenwirkungen und höhere Abbruchraten.

Weitere Phase 3 Daten sollen dieses Jahr folgen ⏳

Quelle: Press Release

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u/Thiccsmartie — 2 months ago

Dienstags Fragerunde: Was glaubt ihr wird langfristig am schwierigsten an Maintenance? 📉📈

Die neuen SURMOUNT MAINTAIN Daten die gestern diskutiert wurden haben glaube ich vielen noch bewusster gemacht, dass Abnehmen oft nicht das Ende der Reise ist 👀

Deshalb diese Woche mal eine andere Frage:

Was glaubt ihr wird für euch persönlich langfristig die größte Herausforderung an Maintenance?

• Hunger/Food Noise?

• Angst vor Zunahme?

• Die Kosten?

• Nebenwirkungen?

• Sozialer Druck oder Kommentare von anderen?

• Der Gedanke eventuell dauerhaft Medikamente zu brauchen?

• Oder eher die mentale Seite nach der eigentlichen Abnahme?

• Die Balance zwischen Kontrolle und “Loslassen” zu finden?

Und an die Leute die schon länger dabei sind: Hat sich eure Vorstellung von „Maintenance“ inzwischen verändert im Vergleich zum Anfang? ☺️

Jede Erfahrung ist willkommen egal ob ihr gerade angefangen habt, mitten in der Abnahme seid oder schon Richtung Maintenance denkt 😊 Und falls ihr euch noch mehr zu solchen Themen austauschen wollt: Unser Discord ist natürlich auch offen für euch 💬🫶 Link zum Discord

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u/Thiccsmartie — 2 months ago

Community Umfrage: Sollte exzessive und offensichtlich KI generierte Nutzung bei Erfahrungsberichten und Kommentaren hier im Sub begrenzt werden? 🚫

Ich habe in letzter Zeit mehrfach Beschwerden dazu gesehen und Nachrichten erhalten und möchte deshalb mal die Community selbst fragen, wie ihr das Thema seht und ob man etwas dagegen machen sollte. Gemeint sind vor allem Erfahrungen und Kommentare die offensichtlich größtenteils von KI geschrieben/formuliert wurden und kaum noch wie echte persönliche Erfahrungen/normale Diskussion wirken.

Wie seht ihr das aktuell?

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u/Thiccsmartie — 2 months ago

Dosisreduktions Mounjaro Studie zerstört eigentlich die „Microdosing Maintenance“ Hoffnung für viele...

Die neuen SURMOUNT MAINTAIN Daten wurden im Lancet veröffentlicht und sind sie wahrscheinlich mit die wichtigsten Tirzepatide Daten bisher. Warum? Weil die Studie nicht nur fragt: „Wie viel Gewicht verlieren Menschen mit Mounjaro?“ sondern vor allem: „Was passiert DANACH?“ Also genau die Frage, die hier wahrscheinlich fast jeden beschäftigt:

Kann man irgendwann reduzieren ohne wieder zuzunehmen?

Das Studiendesign war dabei ziemlich interessant. Alle Teilnehmer bekamen zuerst 60 Wochen lang Tirzepatide bis zur maximal verträglichen Dosis von 10 oder 15 mg. Erst danach wurden sie randomisiert in drei Gruppen: Weiter maximale Dosis, Reduktion auf 5 mg oder Placebo also faktisch Absetzen. Dadurch untersucht die Studie wirklich Maintenance und nicht primären Gewichtsverlust.

Die Ergebnisse waren ziemlich eindeutig. Nach insgesamt 112 Wochen hielten die Menschen auf voller Dosis im Schnitt −21,9% Gewichtsverlust, die 5 mg Gruppe −16,6% und die Placebo Gruppe nur noch −9,9%.

Praktisch heißt das: Die Placebo Gruppe nahm einen großen Teil des verlorenen Gewichts wieder zu und das obwohl ALLE Gruppen weiterhin Lifestyleberatung bekamen!! Das ist wichtig, weil online oft so getan wird als würden Menschen nach Absetzen nur zunehmen weil sie „nicht diszipliniert genug“ seien. Die Studie spricht eher dafür, dass der Körper biologisch weiterhin stark gegen den niedrigeren Körperfettanteil arbeitet. Wir hatten ja schon vorher Daten, dass Menschen nach dem Absetzen wieder zunehmen, also das ist nicht wirklich neu. Die Reaktion darauf war dann oft: „Ja klar, aber die haben das Medikament abrupt gestoppt und haben ihr Lebenstil nicht verändert“

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Jetzt haben wir aber zunehmend Daten die zeigen, dass selbst eine Reduktion oder ein Wechsel auf niedrigere/intensitätsschwächere Therapieformen oft trotzdem mit Weight Regain verbunden ist. Das sieht man jetzt hier in SURMOUNT MAINTAIN mit der Reduktion auf 5 mg und man hat ähnliche Tendenzen auch in anderen Maintenance Studien gesehen, zum Beispiel wenn Menschen von stärkeren Therapien auf andere schwächere GLP1s wechseln (Attain-Maintain Studie). Das bedeutet nicht, dass jede Reduktion scheitert, aber dass der Traum vom "Microdosing" für viele eher Wunschvorstellung ist.

Ein extrem wichtiger Punkt, der meiner Meinung nach bisher viel zu wenig erwähnt wird:
Die Ergebnisse nach Woche 112 enthalten bereits Menschen, die vorher Rescue Therapy bekommen haben. Das heißt die Zahlen sind nicht einfach „pure“ Outcomes unter 5 mg oder Placebo. Menschen die stark wieder zunahmen konnten wieder auftitriert werden. In der Placebo Gruppe starteten sie wieder bei 5 mg und konnten erneut hochdosiert werden, die 5 mg Gruppe konnte ebenfalls wieder eskalieren Richtung höhere Dosen.

Ohne diese Rescue Interventionen wäre der Weight Regain in der 5 mg und besonders in der Placebo Gruppe wahrscheinlich noch deutlich schlimmer ausgefallen als die finalen Zahlen überhaupt zeigen.

Die Rescue Zahlen selbst waren ziemlich heftig:
• 5 mg: 25%
• Placebo: 67%

Das bedeutet zwei Drittel der Absetzgruppe nahmen genug zu, dass die Studie wieder eingreifen musste. Wichtig zu erwähnen ist auch dass in der maximal tolerierten Dosis Gruppe hatten manche trotz 10 oder 15 mg relevantes Weight Regain (8%). Das zeigt eigentlich ziemlich deutlich wie stark die Biologie bei manchen Menschen gegen den Gewichtsverlust arbeitet.

Was ich persönlich aus der Studie mitnehme:
Ich glaube viele Menschen unterschätzen wie unrealistisch die Vorstellung von „Microdosing Maintenance“ wahrscheinlich für die meisten sein wird. Online sieht man oft die Idee dass man sich zwar jetzt damit anfreundet dass man Mounjaro langfristig nehmen muss... aber nur in Richtung: „Irgendwann nehme ich nur noch mini mini Dosen und halte damit einfach.“

Aber ehrlich gesagt zeigen die Daten bisher eher das Gegenteil. Vor allem wenn jemand überhaupt erst hohe Dosen gebraucht hat um relevant Gewicht zu verlieren, ist es wahrscheinlich nicht besonders realistisch zu erwarten, dass plötzlich 1 mg, 2.5 mg oder irgendwelche Mikrodosen langfristig alles stabil halten. Und selbst in der Gruppe mit maximaler Dosis hatten manche trotz 10 oder 15 mg relevantes Weight Regain. Ich glaube deshalb auch, dass manche Menschen während der Maintenance langfristig oft die gleiche Dosis brauchen, wieder hoch müssen oder zumindest deutlich höher bleiben müssen als viele aktuell erwarten oder sich wünschen. Natürlich wird es immer einzelne Menschen geben die stark reduzieren oder komplett absetzen können. Aber ich glaube nicht, dass das die Mehrheit sein wird, besonders nicht bei Menschen mit schwerer Adipositas oder starkem biologischem Hunger bzw. Weight Regain Drive.

Sorry falls ich hier etwas die schlechte Nachricht überbringe 😅Und auch wenn das für manche vielleicht erstmal etwas entmutigend klingt... Ich glaube eigentlich nicht, dass das unbedingt schlechte Nachrichten sein müssen 😊Früher hatten viele Menschen mit Adipositas oft nur die Optionen: dauerhaft kämpfen, ständig Hunger haben, immer wieder zunehmen und auch noch sich selbst immer die Schuld geben. Jetzt sehen wir immerhin, dass es überhaupt Therapien gibt, mit denen viele Menschen langfristig deutlich mehr Gewicht halten können als früher je möglich war selbst wenn dafür eventuell eine dauerhafte höhere Erhaltungsdosis nötig ist als erwartet/erhofft.

Quelle (Paywall für die ganze Studie, falls jemand das PDF will, gerne mich Privat anschreiben) : LINK ZUR STUDIE

reddit.com
u/Thiccsmartie — 2 months ago

Dienstags Fragerunde 😄 Thema heute: Von wem oder wo habt ihr am meisten über Mounjaro und Adipositas gelernt?

Es gibt mittlerweile Infos überall. Influencer, Ärzte, Wissenschaftler, Studien, Reddit, TikTok, Instagram, YouTube, Blogs oder einfach andere Leute im Leben auf der gleichen Journey.

Deshalb mal ganz konkret 👇

Welche Personen, Accounts, Videos, Communities oder Webseiten haben euch am meisten geholfen, Mounjaro und Adipositas besser zu verstehen? Gab es einen ganz bestimmten Post, ein Video, eine Studie oder eine Aussage, bei der ihr dachtet: „Okay wow, das hat wirklich meine Sicht verändert“?

Zum Beispiel:

Ein Arzt oder Wissenschaftler dem ihr vertraut?

Ein Erfahrungsbericht/account den ihr feiert?

Ein TikTok oder YouTube Video das euch hängen geblieben ist?

Ein Reddit Post oder Erfahrungsbericht?

Eine Studie oder Grafik die euch etwas verständlich gemacht hat?

Ein bestimmter Satz oder Gedanke, der euch geholfen hat?

Oder auch etwas, das ihr früher geglaubt habt und heute komplett anders seht?

Gerne konkrete Namen, Links oder Beispiele teilen 👀

Vielleicht hilft euer Kommentar jemand anderem hier genauso weiter und vielleicht werdet ihr damit irgendwann genau der Reddit Kommentar, den jemand anderes gebraucht hat, um sich verstanden zu fühlen oder endlich etwas besser zu verstehen 🙌

👉 Austausch auch im Discord: Hier geht’s zum Discord

Dort gibt’s auch Channels für Studien, Erfahrungen, Ernährung, Nebenwirkungen, Maintenance und allgemeinen Austausch rund um GLP-1

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u/Thiccsmartie — 2 months ago

Lustiges NSV: Sonnenbrille sieht zu groß aus

Irgendwie ein unerwarteter WOW Moment: Habe heute meine Sonnenbrille zum ersten Mal wieder ausgepackt, weil es dieses Wochenende auf einen Trip geht. Ich putze sie, setze sie auf, checke mich im Spiegel ab und denke sofort: Die sieht riesig aus 🐝😎

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u/Thiccsmartie — 2 months ago