Wie werde ich meine Mitbewohnerin los?

Copy Paste von meinem Post in r/mieten weil reposts nicht möglich sind. Vielleicht könnt ihr mir helfen 🥲

Wilder Titel, ich weiß, aber bear with me, wird noch wilder. Ich versuche mich kurz zu fassen:

Ich wohne seit 2 Jahren in einer Wohnung die meinen Eltern gehört mit Emma (Namen geändert) und Miriam. Am Anfang war alles noch ganz gut, wir haben einen Putzplan aufgestellt, abends mal gemeinsam gegessen und was man sonst noch so als WG mit Leuten die sich gerade kennenlernen tut. Dazu solltet ihr wissen, dass wir alle irgendwie nen leichten Knacks haben: Emma ist/hat Audhd, Miriam ADHS und ich schwimme irgendwo ohne Diagnose zwischen neurodivers und neurotypisch. Wir studieren aktuell alle, Emma arbeitet parallel um den Unterhalt für sich und ihren Hund zu finanzieren.

Seit einem guten 3/4 Jahr fühle ich mich in der WG zunehmend unwohl, sodass ich seit November letzten Jahres eigentlich am liebsten ausgezogen wäre. Wegen des Wohnungsmarktes und viel Stress im Studium kam es aber bisher nicht dazu. Grundproblem ist hierbei, dass Emma und ich scheinbar grundsätzlich aneinander vorbeireden, was ich letztes Jahr aufgrund des vielen Stresses von der Uni und abnehmender mentaler Gesundheit nicht mehr manuell abpuffern konnte. Das klingt erstmal komisch, jedoch redet Emma laut eigener Aussage immer auf 100% rationaler Ebene, interpretiert keine Meta- und Nonverbale Kommunikation und sendet auch keine bewussten Signale über diesen Weg. Sie meint dass sie das auch nicht beeinflussen könnte und dass meine (automatische) Interpretation effektiv mein Problem sei, weil sie das ja nicht absichtlich täte. Ich hingegen agiere in Gesprächen sehr viel auf der Meta- und Nonverbalen Ebene und reagiere schon auf kleinste Nuancen, was ich dann meistens aktiv unterdrücken und weg reden muss. Emma hat zudem die Angewohnheit mir gegenüber sehr passiv-aggressiv aufzutreten, vor allem wenn es um WhatsApp-Nachrichten geht. Auch andere Leute haben mir das bestätigt, ich weiß also dass ich da nichts überinterpretiere. Als ich diese Diskrepanzen zwischen ihr und mir wie gesagt nicht mehr abpuffern konnte, kam es vermehrt zu Problemen, weswegen ich auch sehr häufig das Gespräch mit ihr gesucht habe. Weil es meistens um WG-Anliegen ging, habe ich entsprechend Miriam auch noch dazu gebeten, damit sie in der Besprechung nicht ausgeschlossen wird. Weil sie im Studium zu der Zeit auch viel Stress hatte und ihr die Anliegen sehr häufig relativ egal waren, war sie am Ende ziemlich genervt davon wie viel Zeit diese Gespräche jedes Mal in Anspruch nahmen.

Kurzum: Es gab viele Probleme an denen wahrscheinlich alle gleichermaßen beteiligt waren. Ich habe mir die größte Mühe gegeben alles zu besprechen, damit keine größeren Probleme entstehen. Das hat nicht funktioniert.

Da alles was in den letzten Monaten an Kommunikation versucht wurde nicht funktioniert hat und immer wieder alte Probleme neu diskutiert wurden (bspw. weil teilweise Dinge im Putzplan vorausgesetzt wurden, die so nie besprochen worden waren), habe ich Mitte/Ende Mai eine WG-Besprechung einberufen um ein grundlegendes Fundament an Reinlichkeits-Bedürfnissen der Wohnung und Putzaufgaben in ihrem vollen Umfang zu besprechen, um Diskussionen über immer wieder Einzelpunkte zu beenden. Emma wollte jedes Detail einzeln besprechen, Miriam war genervt, ich wollte eine grundlegende Übereinkunft um nicht jedes Detail einzeln besprechen zu müssen. Wie ihr euch vorstellen könnt, hat nichts funktioniert. Irgendwie haben wir es am Ende dann geschafft die in den Wochen davor kritischsten Punkte zu besprechen (bspw. absolut keine Krümmel im Spülbecken) und ich habe angemerkt, dass wenn diese Regelung wieder nicht funktioniert, man über eine WG-Auflösung nachdenken müsste. Wir haben dafür eine Frist von 4 Wochen gesetzt. Zudem habe ich den Zugang zu meinem Zimmer in meiner Abwesenheit untersagt, wodurch die anderen beiden nicht mehr so einfach auf den geteilten (im Mietvertrag als Teil meines Zimmers festgelegten) Balkons konnten. Sie waren verständlicherweise sehr genervt, haben sich aber zunächst dran gehalten.

Seitdem hat sich Emma mir gegenüber nur noch komisch verhalten, die Tür zugemacht wenn ich nach Hause kam, teilweise auf mich reagiert als hätte sie einen stressigen Tag und mit Miriam geredet als wäre nie was gewesen. Zusätzlich hat sie jede Woche mindestens eine Sache an mir und meinem Verhalten auszusetzen gehabt und ist trotzt Verbot mehrfach durch mein Zimmer auf den Balkon gegangen, was ich ihr allerdings nicht nachweisen kann. Die Lage zwischen uns beiden hat sich also weiter verschärft. Zwischen Miriam und mir hingegen hat sich die Lage wieder deutlich entspannt und wir verstehen uns wieder relativ gut.

Weil ich mich trotzdem weiterhin sehr unwohl gefühlt habe, habe ich meinen Eltern (Vermieter) von denen ich finanziell abhängig bin (Miete ist hier viel zu hoch) gesagt, dass ich eigentlich gerne ausziehen würde. Da ich in unserer Eigentumswohnung wohne wurde dies sehr schnell ausgeschlagen. Die beiden können nicht einfach so herfahren, weswegen ich quasi ihre Vertretung vor Ort bin und ohne mich würden die beiden wahrscheinlich ständig von Emma kontaktiert. Meine Mutter kann Emma übrigens nicht leiden, weil diese scheinbar sehr patzige Mails an sie geschrieben hat sobald es um irgendwelche Reparaturen ging (bei unserem Backofen ist kurz vor Weihnachten die Umluft kaputt gegangen).

TLDR: Ich wohne in einer Wohnung in der ich mich bei Anwesenheit meiner Mitbewohnerin nicht mehr wohl fühlen kann, aber auch nicht ausziehen kann. Und da sie einen separaten Vertrag hat, bis auf die persönlichen Differenzen mit mir aber eine angemessene Mieterin ist, gibt es keinen Grund für eine Kündigung durch die Vermieter. Wie löse ich die Situation, wenn vertragen keine Option mehr ist? (Ich war dumm und habe ihr letzte Woche gesagt, dass ich gerne hätte, dass sie bis zum nächsten Semester auszieht - ja, absolute Arschloch-Aktion, ich war verzweifelt, dazu hab ich mir schon genug anhören müssen - wonach sie mich jetzt nur noch ignoriert und in der Wohnung wenn nur wir beide zuhause sind extrem laut ist).

Ich weiß dass ich in dieser Situation nur dastehen kann wie das allerletzte Arschloch (und so fühle ich mich auch), aber gleichzeitig würde ich mich in meiner Wohnung auch gerne endlich mal wieder wohlfühlen können, was mit Emma vor Ort unmöglich ist. Ich schätze sie als Person eigentlich sehr, vor allem mit den Problemen die sie im alltäglichen Leben bewältigen muss, was nicht leicht sein kann. Aber ich sehe uns nicht langfristig zusammen leben, einfach weil die Kommunikation nicht funktioniert. Kann ich hier noch irgendwas tun?

EDIT: Sie kam übrigens gestern Abend sehr spät nach Hause (23:45) und hat wieder Lärm gemacht (bspw. 2x ihre Zimmetür geknallt), mein Körper hat auf ihr Kommen erstmal mit ner Angstreaktion reagiert (super schnell alle Lichter ausgeschaltet und dann zitternd im Bett gelegen) und auch generell bin ich in der Vergangenheit aus vielen 1-on-1 Konversationen mit ihr raus, nur um erstmal ne Panikattacke zu kriegen, weil das Gespräch so verdreht wurde und ich nicht mehr wusste worum es ursprünglich eigentlich gegangen war.

reddit.com
u/ToneDue7828 — 3 days ago
▲ 1 r/mieten

Wie werde ich meine Mitbewohnerin los?

Wilder Titel, ich weiß, aber bear with me, wird noch wilder. Ich versuche mich kurz zu fassen:

Ich wohne seit 2 Jahren in einer Wohnung die meinen Eltern gehört mit Emma (Namen geändert) und Miriam. Am Anfang war alles noch ganz gut, wir haben einen Putzplan aufgestellt, abends mal gemeinsam gegessen und was man sonst noch so als WG mit Leuten die sich gerade kennenlernen tut. Dazu solltet ihr wissen, dass wir alle irgendwie nen leichten Knacks haben: Emma ist/hat Audhd, Miriam ADHS und ich schwimme irgendwo ohne Diagnose zwischen neurodivers und neurotypisch. Wir studieren aktuell alle, Emma arbeitet parallel um den Unterhalt für sich und ihren Hund zu finanzieren.

Seit einem guten 3/4 Jahr fühle ich mich in der WG zunehmend unwohl, sodass ich seit November letzten Jahres eigentlich am liebsten ausgezogen wäre. Wegen des Wohnungsmarktes und viel Stress im Studium kam es aber bisher nicht dazu. Grundproblem ist hierbei, dass Emma und ich scheinbar grundsätzlich aneinander vorbeireden, was ich letztes Jahr aufgrund des vielen Stresses von der Uni und abnehmender mentaler Gesundheit nicht mehr manuell abpuffern konnte. Das klingt erstmal komisch, jedoch redet Emma laut eigener Aussage immer auf 100% rationaler Ebene, interpretiert keine Meta- und Nonverbale Kommunikation und sendet auch keine bewussten Signale über diesen Weg. Sie meint dass sie das auch nicht beeinflussen könnte und dass meine (automatische) Interpretation effektiv mein Problem sei, weil sie das ja nicht absichtlich täte. Ich hingegen agiere in Gesprächen sehr viel auf der Meta- und Nonverbalen Ebene und reagiere schon auf kleinste Nuancen, was ich dann meistens aktiv unterdrücken und weg reden muss. Emma hat zudem die Angewohnheit mir gegenüber sehr passiv-aggressiv aufzutreten, vor allem wenn es um WhatsApp-Nachrichten geht. Auch andere Leute haben mir das bestätigt, ich weiß also dass ich da nichts überinterpretiere. Als ich diese Diskrepanzen zwischen ihr und mir wie gesagt nicht mehr abpuffern konnte, kam es vermehrt zu Problemen, weswegen ich auch sehr häufig das Gespräch mit ihr gesucht habe. Weil es meistens um WG-Anliegen ging, habe ich entsprechend Miriam auch noch dazu gebeten, damit sie in der Besprechung nicht ausgeschlossen wird. Weil sie im Studium zu der Zeit auch viel Stress hatte und ihr die Anliegen sehr häufig relativ egal waren, war sie am Ende ziemlich genervt davon wie viel Zeit diese Gespräche jedes Mal in Anspruch nahmen.

Kurzum: Es gab viele Probleme an denen wahrscheinlich alle gleichermaßen beteiligt waren. Ich habe mir die größte Mühe gegeben alles zu besprechen, damit keine größeren Probleme entstehen. Das hat nicht funktioniert.

Da alles was in den letzten Monaten an Kommunikation versucht wurde nicht funktioniert hat und immer wieder alte Probleme neu diskutiert wurden (bspw. weil teilweise Dinge im Putzplan vorausgesetzt wurden, die so nie besprochen worden waren), habe ich Mitte/Ende Mai eine WG-Besprechung einberufen um ein grundlegendes Fundament an Reinlichkeits-Bedürfnissen der Wohnung und Putzaufgaben in ihrem vollen Umfang zu besprechen, um Diskussionen über immer wieder Einzelpunkte zu beenden. Emma wollte jedes Detail einzeln besprechen, Miriam war genervt, ich wollte eine grundlegende Übereinkunft um nicht jedes Detail einzeln besprechen zu müssen. Wie ihr euch vorstellen könnt, hat nichts funktioniert. Irgendwie haben wir es am Ende dann geschafft die in den Wochen davor kritischsten Punkte zu besprechen (bspw. absolut keine Krümmel im Spülbecken) und ich habe angemerkt, dass wenn diese Regelung wieder nicht funktioniert, man über eine WG-Auflösung nachdenken müsste. Wir haben dafür eine Frist von 4 Wochen gesetzt. Zudem habe ich den Zugang zu meinem Zimmer in meiner Abwesenheit untersagt, wodurch die anderen beiden nicht mehr so einfach auf den geteilten (im Mietvertrag als Teil meines Zimmers festgelegten) Balkons konnten. Sie waren verständlicherweise sehr genervt, haben sich aber zunächst dran gehalten.

Seitdem hat sich Emma mir gegenüber nur noch komisch verhalten, die Tür zugemacht wenn ich nach Hause kam, teilweise auf mich reagiert als hätte sie einen stressigen Tag und mit Miriam geredet als wäre nie was gewesen. Zusätzlich hat sie jede Woche mindestens eine Sache an mir und meinem Verhalten auszusetzen gehabt und ist trotzt Verbot mehrfach durch mein Zimmer auf den Balkon gegangen, was ich ihr allerdings nicht nachweisen kann. Die Lage zwischen uns beiden hat sich also weiter verschärft. Zwischen Miriam und mir hingegen hat sich die Lage wieder deutlich entspannt und wir verstehen uns wieder relativ gut.

Weil ich mich trotzdem weiterhin sehr unwohl gefühlt habe, habe ich meinen Eltern (Vermieter) von denen ich finanziell abhängig bin (Miete ist hier viel zu hoch) gesagt, dass ich eigentlich gerne ausziehen würde. Da ich in unserer Eigentumswohnung wohne wurde dies sehr schnell ausgeschlagen. Die beiden können nicht einfach so herfahren, weswegen ich quasi ihre Vertretung vor Ort bin und ohne mich würden die beiden wahrscheinlich ständig von Emma kontaktiert. Meine Mutter kann Emma übrigens nicht leiden, weil diese scheinbar sehr patzige Mails an sie geschrieben hat sobald es um irgendwelche Reparaturen ging (bei unserem Backofen ist kurz vor Weihnachten die Umluft kaputt gegangen).

TLDR: Ich wohne in einer Wohnung in der ich mich bei Anwesenheit meiner Mitbewohnerin nicht mehr wohl fühlen kann, aber auch nicht ausziehen kann. Und da sie einen separaten Vertrag hat, bis auf die persönlichen Differenzen mit mir aber eine angemessene Mieterin ist, gibt es keinen Grund für eine Kündigung durch die Vermieter. Wie löse ich die Situation, wenn vertragen keine Option mehr ist? (Ich war dumm und habe ihr letzte Woche gesagt, dass ich gerne hätte, dass sie bis zum nächsten Semester auszieht - ja, absolute Arschloch-Aktion, ich war verzweifelt, dazu hab ich mir schon genug anhören müssen - wonach sie mich jetzt nur noch ignoriert und in der Wohnung wenn nur wir beide zuhause sind extrem laut ist).

Ich weiß dass ich in dieser Situation nur dastehen kann wie das allerletzte Arschloch (und so fühle ich mich auch), aber gleichzeitig würde ich mich in meiner Wohnung auch gerne endlich mal wieder wohlfühlen können, was mit Emma vor Ort unmöglich ist. Ich schätze sie als Person eigentlich sehr, vor allem mit den Problemen die sie im alltäglichen Leben bewältigen muss, was nicht leicht sein kann. Aber ich sehe uns nicht langfristig zusammen leben, einfach weil die Kommunikation nicht funktioniert. Kann ich hier noch irgendwas tun?

EDIT: Sie kam übrigens gestern Abend sehr spät nach Hause (23:45) und hat wieder Lärm gemacht (bspw. 2x ihre Zimmetür geknallt), mein Körper hat auf ihr Kommen erstmal mit ner Angstreaktion reagiert (super schnell alle Lichter ausgeschaltet und dann zitternd im Bett gelegen) und auch generell bin ich in der Vergangenheit aus vielen 1-on-1 Konversationen mit ihr raus, nur um erstmal ne Panikattacke zu kriegen, weil das Gespräch so verdreht wurde und ich nicht mehr wusste worum es ursprünglich eigentlich gegangen war.

reddit.com
u/ToneDue7828 — 3 days ago

Bewerbung Famulatur schreiben?

Wie habt ihr euch auf eure Famus beworben und was wollten die so von/über euch wissen?

Ich bin aktuell im 5. Semester und würde meine erste Famulatur gerne im September in der Nähe von Mainz machen. Am liebsten in einer Kinderarztpraxis, weil ich aktuell überlege später mal in eine pädiatrische Fachrichtung zu gehen und das glaube ich ein guter Start für mich wäre. Frage ist jetzt nur: Was schreibe ich in meine Bewerbung ohne wie ein kompletter Idiot zu klingen? Und bin ich schon zu spät mich zu bewerben? Lese da immer komplett unterschiedliche Zeitangaben 🫠

Vorerfahrungen habe ich nur aus dem Schulsanitätsdienst und weil ich beim Sport meinem Trainer häufiger mal aushelfe, Pflegepraktikum habe ich bspw. komplett in der Cardio gemacht, weil ich das Team da so nett fand. Habe ein bisschen Angst dass das nicht so die optimalen Voraussetzungen sind 👀

reddit.com
u/ToneDue7828 — 1 month ago