

Zu Ceuta und Marokko
Tldr: Die Flüchtlingswellen in Ceuta sind ein bekanntes Werkzeug von Marokko, einem Verbündeten der USA und Israel, um die eigene Politik durchzusetzen.
Ich habe das Gefühl, dass vielen Menschen zu diesen Vorgängen einige wichtige Hintergründe fehlen, und lediglich mit Migration=gut argumentiert wird.
Marokko ist nichts weiter als ein Vasall der US-Israel Allianz und auch Teil der Abraham Accords (andere Mitglieder: UAE, Bahrain, Israel). Auch während des Genozids und israelischer Gräueltaten vertieft Marokko seine Zusammenarbeit mit Israel auf allen Ebenen.
Doch warum macht Marokko das? Ganz einfach: weil durch ein Bündnis mit Israel das von Marokko annektierte Gebiet der West-Sahara durch die USA als offiziell marokkanisch anerkannt wurde. Alles übrigens verhandelt von Jared Kushner, Trumps Schwiegersohn.
Was wir jetzt in Ceuta sehen, ist eine Taktik die Marokko bereits 1975 angewandt hatte. Trotz Ablehnung des marokkanischen Anspruches auf West-Sahara durch den ICC, mobilisierte der damalige König etwa 350.000 Zivilisten und ließ sie mit einer Eskorte in West-Sahara einmarschieren. Seitdem besetzt Marokko das Gebiet und geht brutal gegen die einheimischen Widerständler vor.
Eine ähnliche Krise wie jetzt hat Marokko ebenfalls 2021 mit Absicht ausgelöst, weil Spanien es wagte, einen Widerständler in einem seiner Krankenhäuser zu behandeln. Und nun passiert es wieder, weil Spanien sich gegen den Angriff auf den Iran und gegen den Genozid in Palästina stellt.
Diese Flüchtlingsströme sind also keineswegs organisch, sondern werden gezielt angestachelt und gesteuert um Spanien zu schaden und politische Konflikte in der EU auszulösen. Das alles mal als Hintergrund zu diesen Vorgängen.
Meiner Meinung nach ist es verrückt zu sagen, dass man diese mit Gewalt in ein Land eindringenden Menschen ohne wenn und aber aufnehmen sollte. Denn damit erfüllt man genau das, was die Strippenzieher bezwecken wollen:
- Man gibt gewaltsamem Marokkanischen/amerikanischen/israelischen Druck nach
- Man bestätigt das Narrativ, dass Linke die offensichtlich gesteuerten Flüchtlingswellen gut heißen
- Man öffnet wortwörtlich Tür und Tor für weitere solcher Aktionen und macht sich angreifbar
Ich verstehe, dass viele hier dadurch in einem moralischen Zwiespalt stecken, aber gleichzeitig ist es politischer Selbstmord, eine gesteuerte und gewaltsame Flüchtlingswelle einfach zu akzeptieren.