the voice heut abend so ein banger wirklich
Kontext: Ich (20, MtF) bin schon seit längerem auf einer Warteliste eines Therapeuten für ein Indikationsschreiben für HRT, aber sobald ich zu dem hingehe, hätte mein Vater über die Versicherung sofort Wind davon bekommen. Der Rest meiner Familie (Mutter, Schwester, Hund) weiß davon mittlerweile schon, aber mein Vater wäre da halt ein Knackpunkt gewesen, weil er mir u.a. das Studium mitfinanziert und es die Stimmung im Haus halt auch echt beeinträchtigen würde, wäre er nicht supportive.
Die eigentliche Story: Heute Abend haben wir zusammen The Voice geschaut und es ist eine trans Frau aufgetreten, die vor Jahren als male presenting schonmal da war und sogar ins Halbfinale gekommen ist. Sie ist mit "neuer" Stimme aufgetreten und hat wieder komplett abgerissen.
Nach der Performance hab ich dann ne Chance gewittert, das Thema ansprechen zu können, meinen Mut zusammengerafft und quasi beiläufig meinen Vater gefragt, was er von dem Konzept von Trans-Menschen so hält.
Seine Antwort? "Ach, die Leute müssen tuen, was sie glücklich macht. Ich bin glücklich mit meinem Leben, und jeder soll machen, was ihn glücklich macht." Und dann nach einer kurzen Pause: "Manchmal ärgere ich mich über den Aufwand, der dann dabei entsteht (er ist Netzwerkadmin an einer Schule und muss sich u.a. um Namensänderungen und Formalien im System kümmern), das ist nicht immer ganz einfach, aber weißt du, manche Dinge müssen nicht einfach sein."
Für sein Verhältnis war das wirklich sehr positiv. Es macht mich grad so unnormal happy, ich kann wahrscheinlich meine Transition anfangen!! In den nächsten Tagen werde ich mich hoffentlich rumkriegen, mich ihm gegenüber zu outen, dann können wir das Thema auch endlich offen bereden. Da hat sich die Repräsentation von queeren Leuten in den Medien mal indirekt richtig bezahlt gemacht!