Frage an die Feuerwehr-Leitstellen zur Notruf-Ortung
Moin,
ich sitze in der Technik eines kleineren Telefonieanbieters für Glasfaser/Festnetz.
Wenn Kunden über uns die 112 wählen, übermitteln wir natürlich die Standortdaten des Anschlusses (Straße, Hausnummer, PLZ ...) zusammen mit dem Anruf.
Das funktioniert seit Jahren problemlos, bzw. gingen wir davon aus, weil bei Tests immer alles gepasst hat.
Gestern hatte ich eine Unterhaltung mit einer Feuerwehrleitstelle in Niedersachsen die ein Problem damit hatte, wie wir den Straßennamen übermitteln — in sehr bestimmten Konstellationen nämlich mit transliterierten Umlauten, also "ae" statt "ä".
Das ist laut technischer Spezifikation explizit so erlaubt, aber diese Leitstelle stand jetzt vor dem Problem, dass deren System zwar eine "Bärenstr.", aber keine "Baerenstr." kannte und der Anrufer so nicht automatisch einem Kartenpunkt zugeordnet werden konnte.
Das Problem mit den transliterierten Umlauten wird bei uns absehbar verschwinden (obwohl es, ich wiederhole mich, laut Spezifikation kein Fehler ist), aber ich frage mich jetzt, ob das ein generelles, weit verbreitetes Problem ist, welches einfach nur bisher nicht an uns herangetragen wurde.
Bei dem alten Standort-Kram über ISDN-Technik gab es auch keine Umlaute, deshalb wundert es mich dass die Software der Leitstelle jetzt plötzlich daran zerschellt.
Ist das für euch in der Leitstelle tatsächlich problematisch, wenn die Umlaute in Straßennamen ersetzt sind oder ist das eher ein isoliertes Problem dieser einen Leitstelle in Niedersachsen?