u/sogidirned

Mieter zwei Jahre im Voraus über geplanten Verkauf/Eigenbedarf informieren – sinnvoll oder Eigentor?

TL;DR: Meine Schwester und ich besitzen gemeinsam ein vermietetes Haus. In etwa zwei Jahren wollen wir uns trennen: Sie möchte ihren Anteil verkaufen, ich möchte eigentlich ebenfalls kein Vermieter mehr sein. Daher stehen Verkauf oder Übernahme durch mich mit anschließender Eigennutzung/Sanierung im Raum. Ich überlege, die Mieter bereits jetzt über unsere Pläne zu informieren. Vorteil: Sie hätten zwei Jahre Zeit, sich etwas Neues zu suchen oder eventuell selbst über einen Kauf nachzudenken. Nachteil: Könnten sie sich dadurch frühzeitig auf eine mögliche Kündigung einstellen und sich entsprechend dagegen wehren? Wie würdet ihr vorgehen?

Meine Schwester und ich haben gemeinsam ein Haus, das wir vermieten. Wir haben es vor acht Jahren geerbt und damals unseren Onkel ausbezahlt. Die Finanzierung dafür läuft noch bis 2038.

Ich wohne selbst in der Nähe des Hauses, meine Schwester etwa 2,5 Stunden entfernt. Die aktuellen Mieter wohnen bereits seit elf Jahren dort. Es handelt sich um drei Generationen mit insgesamt sechs Personen.

Meine Schwester und ihr Mann haben sich inzwischen ein eigenes Haus gekauft. Sie möchte deshalb in etwa zwei Jahren das gemeinsame Haus verkaufen, unter anderem auch, weil es dann aus steuerlicher Sicht zehn Jahre im Besitz wäre und damit die Spekulationsfrist abgelaufen ist.

Ich habe für mich inzwischen ebenfalls entschieden, dass ich in zwei Jahren eigentlich kein Vermieter mehr sein möchte. Der ganze Ärger und Aufwand sind mir die Sache inzwischen nicht mehr wert.

Damit bleiben für mich im Grunde zwei Möglichkeiten:

Wir verkaufen das Haus gemeinsam. Ich stelle eine Finanzierung auf die Beine, zahle meine Schwester aus, saniere das Haus und ziehe anschließend selbst dort ein.

Nun frage ich mich, wie wir mit den Mietern umgehen sollten.

Ich würde sie grundsätzlich gerne schon jetzt über unsere Pläne und die möglichen Szenarien informieren. Mein Gedanke dahinter: Wenn ohnehin absehbar ist, dass sich in ungefähr zwei Jahren etwas ändern wird, könnten sie sich frühzeitig nach einer neuen Wohnung umsehen. Für mich hätte das den Vorteil, dass ich mir – je nach Szenario – eine Kündigung wegen Eigenbedarfs bzw. wegen Sanierung sparen könnte. Außerdem lässt sich ein leerstehendes Haus vermutlich einfacher verkaufen.

Und falls die Mieter grundsätzlich Interesse daran hätten, das Haus selbst zu kaufen, hätten sie ebenfalls zwei Jahre Zeit, sich Gedanken zu machen und gegebenenfalls eine Finanzierung auf die Beine zu stellen.

Natürlich sehe ich auch einen möglichen Nachteil: Wenn ich ihnen jetzt schon von meinen Plänen erzähle, könnten sie sich frühzeitig darauf einstellen, dass irgendwann eine Kündigung kommen könnte, und sich entsprechend rechtlich darauf vorbereiten bzw. gegen eine spätere Kündigung vorgehen.

Deshalb meine Frage an euch: Würdet ihr die Mieter bereits jetzt über die Situation und unsere möglichen Pläne informieren oder erst einmal abwarten, bis tatsächlich feststeht, was mit dem Haus passiert?

Wie würdet ihr in dieser Situation vorgehen?

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u/sogidirned — 7 days ago

Könnte man mit einem Bonussystem die meisten Mängel beim Hausbau vermeiden oder frühzeitig beseitigen? Jeder Handwerker auf dem Bau bekommt eine Summe X als Bonus für den Tag. Beispielsweise 5€. Wenn jemand pfuscht und ein anderer meldet es, verliert der Pfuscher den Bonus für den Tag und der, der es meldet, bekommt ihn. Da immer mal Fehler passieren können, kann man das selbst melden und verliert dabei nichts. In beiden Fällen muss der Bauherr das sowieso mit der Firma regeln, wer für die Nacharbeiten aufkommt. Falls man zusätzlich einen Baubegleiter beauftragt und der was findet, ist der Bonus einfach weg, weil er ja genau dafür bezahlt wird.

Ich weiß, Meldemus**i, Anzeige ist raus, typisch deutsch… :D Und mit der Regel “Rest macht der Maler” könnte der richtig kassieren.

Aber diese 10-20k könnten doch gut investiert sein, oder? Was meint ihr?

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u/sogidirned — 4 months ago