Irrationale Angst vor der Natur oder berechtigte Vorsicht?
Moin! Die Natur boomt als Thema und damit steigt auch das Naturbewusstsein. Das ist eine gute Sache. Allerdings wundere zumindest ich mich oft über - aus meine Sicht - recht seltsame Anwandlungen. Zum Beispiel, wenn kubikmeterweise Erde wegen möglicher Giftpilze ausgetauscht werden anstatt einfach morgens das Kindergartenpersonal die Wiese nach Pilzen absuchen zu lassen und diese zu entfernen. Oder wenn ein Hund an einem Pilz nur geschnuppert hat (nicht drauf rumgekaut und nicht gefressen) und der Halter sich Sorgen macht. Zudem sieht man heutzutage gelegentlich auch Leute, die Nitril- bzw Gummihandschuhe im Wald tragen.
Bin ich da zu sorglos oder sind andere zu ängstlich bzw übervorsichtig? Es gibt keine kontaktgiftigen Pilze in Deutschland. Bei Pflanzen sieht das schon anders aus. Sollten manche vielleicht lieber in der Stadt bleiben und Parks und Gärten meiden? Möglicherweise ihrem Hund beibringen aufs Katzenklo zu gehen, damit der nicht aus Versehen in der fiesen Wildnis an einem Pilz schnuppert?
Natürlich: Es gibt tödlich giftige Pflanzen, Tiere und auch Pilze. Die können selbstverständlich auch für Kinder oder Haustiere gefährlich werden. Aber ist es nicht stark übertrieben und überängstlich, wie manche Menschen reagieren, also wenn z.B. gar kein Verdacht besteht, dass Kind oder Hund einen Pilz gegessen/gefressen hat, sondern nur daran geschnuppert haben?
Sehr gerne können wir (in einem extra Sub) mal die tatsächlichen Gefahren für Hunde diskutieren. Aber wenn es um die Frage geht, ob dran schnuppern den Hund möglicherweise umbringt, dann bin ich raus.
Zu mir: Ich sammle gerne Pilze, erfreue mich an der Natur, bin biologisch und pharmakologisch nicht ganz unbewandert. Aber diese Angst vor der Natur macht mir zunehmend Angst.
Bin ich der Einzige, der das so sieht?