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Für Österreich waren Gasimporte aus Russland 2021 - 2024 sogar deutlich teurer. https://lab.neos.eu/blog/der-mythos-vom-billigen-russischen-gas

Man hätte stattdessen alternative Versorgungslinien oder die erneuerbaren Energiequellen ausbauen können.

Schuld an den hohen Energiepreisen waren seit 2024 unter anderem die Energiesteuern wie die CO2-Steuer: https://destatis.de/DE/Themen/Wirtschaft/Preise/Verbraucherpreisindex/aktuell-energie.html

u/Der-InfoKanal — 5 days ago

Bitcoin: Warum du komplett falsch liegst! - #Chartanalyse

Der Bitcoin ist weder tot noch steht er kurz davor! Eines zeigt der Bitcoin-Chart aber tatsächlich, einen völlig langweilig normalen Kursverlauf!

Bild 1 - Normalität schlägt Krypto-Trillionöre

Richtig gelesen, die ganzen Internet-Krypto-Internet-Trillionäre erzählen dir Blödsinn!

Schau dir einfach den Chart von Bitcoin auf Wochenbasis an seit es ihn gibt (die ersten 3 Jahre sind abgeschnitten weil es eine gerade Linie ist die keine Sau interessiert).

Was siehst du, egal ob Profi oder Anfänger?

Es gibt, wie in jedem anderen Chart, völlig normale Aufs und Abs. Wobei die Aufs deutlich mehr Kursentwiclung erzeugen als die anschließenden Abs wegkorrigieren. Dadurch steigt der Kurs in seiner gesamten Entwicklung stetig an. Nichts unnormales ist zu sehen, kein baldiger Tod und selbst einem Anfänger dürfte das schlichte Chartbild des Bitcoins auffällig unauffällig erscheinen! Vergleichbar mit Aktie X aus dem Land Y.

Und wie normal der Kursverlauf ist zeige ich dir im nächsten Bild!

Bild 2 - 5 Wellen Rauf 3 Wellen Runter

Da das menschliche Auge/Gehirn nur sehr schlecht Muster erkennen kann die es nicht regelmäßig erkennen muss habe ich euch den Verlauf mal optisch aufbereitet.

Wie ihr nun sehr gut sehen könnt verläuft die bisherige Bitcoin-Entwicklung in 2 Phasen oder 2 Zyklen ab.

5 impuslive Wellen im Auf die anschließend von 3 korrektiven Wellen im Ab den jeweiligen Zyklus bilden. Von diesen Zyklen gibt es bisher 2! Dabei befinden wir uns gerade im 2. Zyklus, ganz am Ende der finalen Welle 3 die den Zyklus beenden wird. Der Boden dieser finalen Korrekturwelle muss noch gefunden werden!

Die Frage die sich hier jeder stellt lautet sicher, wann endet sie denn, wann ist also der Boden gefunden?

Bild 3 - Ende des 2. Zyklus und Beginn des 3.

Um die Frage zu beantworten gebe ich dir auch hier ein aufbereitetes Chartbild vor, denn dieses hat 2 sehr bullische Musterr auf Tagesbasis gebildet!

Die gesamte Korrektur des Bitcoin hat zur Bildung zweier sehr bullischer Muster geführt.

  1. Einen fallenden Keil - roter Bereich -
  2. Einen Doppelboden oder W-Formation - türkiser Bereich -

Die Bildung dieser Chartmuster innerhalb der Korrektur ist sowas wie ein Ausblick was passieren könnte, wenn die Korrektur beendet wird! Ein möglicher Blick in die Zukunft, der niemals sicher ist aber eine nicht geringe Wahrscheinlichkeit darstellt wie der Trend des Kurses sein wird.

Beide bullischen Chartmuster laufen in ihrer Bildung ziemlich genau im Bereich des 50er bis 786er Fibonacci zusammen (typische Trendwendebereich innerhalb einer Korrektur) also zwischen 63.000$ und 27.000$.

Auch für den ungeübten Investor eine enorme Preisspanne! Das ist richtig. Aber die Charttechnik ist auch nicht dafür da exakte Preise vorausszusagen, sondern Trends. Wie verhält sich der Kurs in einem bestimmten PreisBEREICH und nicht ob der Boden an einem bestimmten Tag bei einem bestimmten Preis gefunden ist. An welchem Preis der Kurs in dem Bereich dann möglicherweies drehen könnte ist eine rein subjektive Entscheidung die jeder Investor, also DU, selbst treffen muss.

ich für meinen Teil erkenne erste Anzeichen eine Bodenbildung und ich möchte dir noch einen Grund nennen warum!

Bild 4 - Indikatoren als Fundament der Trendwende

Die von mir standartmäßig verwendeten 3 Indikatoren geben für die Theorie der Bodenbildung eine solide Unterstützung!

  1. Die Stochastik als Frühindikator in der Mitte der Indikatoren zu sehen hat am 1. August 2026 (weiße gestrichelte vertikale Linie) seine Signalline von unten nach oben durchkreuzt und hat damit ein bullisches Signal gegeben.
  2. Der MACD ganz unten ist diesem Signal zeitlich versetzt gefolgt. Er hat vorgestern seine Signallinie von unten nach oben durchkreuzt. Gleichzeitig gab es eine Trendwechselanzeige in den Trendbalken, die nun leicht positiv grün sind.
  3. Der RSI ganz oben steigt und unterstützt den Trend!

Meine Meinung

Heißt das nun, der Boden ist da und es geht nun steil aufwärts?

Keine Ahnung! Wie ich immer wieder schreibe, es geht um die Interpretation von Trends und nicht um absolute Voraussagen! Zum Bitcoin habe ich bereits viele Beiträge gepostet wie ich die ganze Sache sehe, einfach die Suche benutzen.

Auffällig ist der Zusammenlauf der bullischen Chartbilder im Trendwendebereich des Fibonacci und der gleichzeitigen Unterstützung durch die Indikatoren! Mein subjektives Verständnis der Situation ist, dass der Bitcoin am Ende des 2. Zyklus angekommen ist. Die finale Welle C findet ihren Boden meiner Meinung nach in diesem Bereich.

Meine Spekulation für mein privates Depot ist, dass der Bitcoin ggf. nochmals leicht fallen kann, den Bereich zwischen dem 50er und 786er Fibonacci aber nicht mehr nach unten verlassen wird!

Die Ziele der von mir gezeigten Chartformationen liegen jeweils jenseits der 100.000$ und hierfür bedarf es nicht nur einer bloßen Gegenbewegung innerhalb der aktuellen Korrektur, sondern eine völlig neue Chartsituation, die es nur mit einer echten Trendwende und dem Beginn eines neuen Zyklus gibt!

Was den Grund für diesen Beitrag angeht:

NEIN DER BITCOIN IST NICHT TOT! Auch nicht kurz davor oder in der Nähe! Es ist ein völlig normaler, völlig langweiliger, völlig vergleichbarer Chartverlauf und eine Korrektur gehört nunmal dazu!

u/Aktientrend — 12 days ago

SpaceX nach Q2 2026: Starkes Wachstum – aber rechtfertigt das die extreme Bewertung?

Starlink wächst rasant, das AI-Geschäft explodiert und die operative Profitabilität verbessert sich deutlich. Gleichzeitig investiert SpaceX Milliarden in einem Tempo, das selbst für ein Technologieunternehmen außergewöhnlich ist. Für Anleger stellt sich deshalb eine entscheidende Frage: Wie viel Zukunft ist im Aktienkurs bereits eingepreist?

Stand: 8. August 2026
SpaceX gehört derzeit zu den außergewöhnlichsten Unternehmen am Kapitalmarkt. Kaum ein anderer Konzern verbindet Raumfahrt, Satelliteninternet, Verteidigungstechnologie und inzwischen auch AI-Infrastruktur in dieser Größenordnung.

Die Zahlen zum zweiten Quartal 2026 zeigen eindrucksvoll, warum Investoren dem Unternehmen enorme Wachstumschancen zutrauen.
Der Umsatz wächst beinahe dreistellig. Starlink entwickelt sich zunehmend zur Cash-Maschine. Das AI-Geschäft expandiert mit mehreren hundert Prozent.

Gleichzeitig gibt es allerdings eine Zahl, die Anleger nicht ignorieren sollten:
18,4 Milliarden Dollar Investitionen in nur drei Monaten.
SpaceX wächst momentan extrem schnell.

Aber das Unternehmen verbraucht dabei ebenfalls extrem viel Kapital.
Genau dieser Gegensatz dürfte darüber entscheiden, ob die Aktie langfristig ein außergewöhnliches Investment wird – oder ob Anleger bereits zu viel Zukunft bezahlen.

Die wichtigsten Q2-Zahlen

SpaceX erzielte im zweiten Quartal 2026 einen Umsatz von:
7,814 Milliarden Dollar gegenüber 4,071 Milliarden Dollar im Vorjahr.

Das entspricht einem Wachstum von:
+92 %

Noch beeindruckender fällt die Entwicklung beim bereinigten EBITDA aus.
Dieses stieg von 1,214 Milliarden Dollar auf:
3,538 Milliarden Dollar

Das entspricht einem Wachstum von rund:
+191 %

Auch der operative Verlust wurde drastisch reduziert.
Operatives Ergebnis
–143 Mio. $ vorher –970 Mio. $

Nettoergebnis
–541 Mio. $ vorher –1,008 Mrd. $

Adjusted EBITDA 3,538 Mrd. $ vorher 1,214 Mrd. $

CapEx
18,369 Mrd. $ vorher 2,825 Mrd. $

Auf den ersten Blick sind das außergewöhnliche Wachstumszahlen.
SpaceX hat seinen operativen Verlust innerhalb eines Jahres von fast einer Milliarde Dollar auf nur noch 143 Millionen Dollar reduziert.
Und das, obwohl gleichzeitig massiv investiert wird.
Für mich ist genau diese Verbesserung eines der stärksten Signale des Quartals.

SpaceX ist längst mehr als ein Raketenunternehmen

Besonders interessant wird die Analyse, wenn man sich die einzelnen Geschäftsbereiche ansieht.

Space 962 Mio. $ +29 %

Connectivity / Starlink 4,291 Mrd. $ +66 %

AI 2,561 Mrd. $ +247 %

Diese Zahlen zeigen, wie stark sich das Geschäftsmodell verändert.
Das klassische Raumfahrtgeschäft ist strategisch weiterhin extrem wichtig.
Finanziell wird SpaceX aber zunehmend von zwei anderen Bereichen geprägt:
Starlink und AI.

Starlink wird zur Cash-Maschine
Starlink ist für mich momentan der qualitativ stärkste Geschäftsbereich von SpaceX.
Der Umsatz stieg um 66 % auf 4,29 Milliarden Dollar.
Noch wichtiger ist jedoch das operative Ergebnis.
Starlink beziehungsweise das Connectivity-Segment erwirtschaftete:
1,656 Milliarden Dollar operativen Gewinn.
Das entspricht einer sehr hohen operativen Profitabilität.
Damit entwickelt sich Starlink zunehmend zu dem Geschäftsbereich, der andere langfristige Projekte finanzieren kann.
Das ist strategisch enorm wichtig.
SpaceX muss Starship, AI-Infrastruktur und neue Satellitengenerationen nicht ausschließlich über neues Fremd- oder Eigenkapital finanzieren.
Starlink beginnt zunehmend selbst Geld zu erwirtschaften.

12 Millionen Starlink-Kunden
Auch das Kundenwachstum bleibt beeindruckend.
Innerhalb eines Jahres stieg die Zahl der Starlink-Kunden von ungefähr:
6 Millionen
auf:
12 Millionen.
Allein gegenüber dem vorherigen Quartal kamen rund 1,7 Millionen weitere Kunden hinzu.
Das zeigt, wie stark Starlink weltweit expandiert.
Allerdings gibt es gleichzeitig eine Kennzahl, die Anleger beobachten sollten.

Der durchschnittliche Umsatz pro Kunde fällt
Der monatliche durchschnittliche Umsatz pro Starlink-Kunde sank von ungefähr:
85 Dollar
auf:
66 Dollar.
Das entspricht einem Rückgang von mehr als 20 %.
Auf den ersten Blick ist das negativ.
Allerdings expandiert Starlink zunehmend in Länder mit geringerer Kaufkraft.
Dort muss SpaceX niedrigere Preise verlangen, um große Kundengruppen erschließen zu können.
Das sinkende ARPU muss deshalb nicht zwangsläufig bedeuten, dass sich die Qualität des Geschäfts verschlechtert.
Interessanter wird vielmehr das Geschäft mit Unternehmen und Regierungen.

Regierungsgeschäft wird immer wichtiger
Das Geschäft mit Unternehmen und staatlichen Kunden wächst deutlich schneller.
Der Umsatz dieses Bereichs stieg im Q2 um:
+108 %
auf rund:
1,806 Milliarden Dollar.
Dazu kommen mehrjährige Aufträge der US-Regierung im Zusammenhang mit Starshield.
Gerade dieses Geschäft könnte langfristig besonders attraktiv werden.
Staatliche Verträge können:
langfristige Umsatzvisibility schaffen,
hohe Margen ermöglichen,
SpaceX strategisch noch stärker mit US-Verteidigungs- und Sicherheitsinteressen verbinden.

Für Anleger ist Starlink deshalb längst nicht mehr nur ein privates Satelliteninternet.
Es entwickelt sich zunehmend auch zu einer globalen Kommunikationsinfrastruktur.

Der vielleicht größte Wachstumstreiber: AI
Noch stärker als Starlink wächst inzwischen das AI-Geschäft.
Der Umsatz stieg innerhalb eines Jahres von rund:
737 Millionen Dollar
auf:
2,561 Milliarden Dollar.
Das entspricht:
+247 %.

Damit ist AI inzwischen einer der größten Wachstumstreiber des gesamten Konzerns.
SpaceX meldete neue Cloud- und Infrastrukturverträge mit erheblichem Vertragsvolumen.
Das Unternehmen scheint AI damit zunehmend nicht nur als internen Technologiebaustein zu betrachten, sondern als eigenständiges kommerzielles Geschäft.

AI ist noch nicht profitabel – aber es gibt Fortschritte
Auf operativer Ebene schreibt der AI-Bereich weiterhin erhebliche Verluste.
Das operative Ergebnis lag bei ungefähr:
–1,257 Milliarden Dollar.
Beim Adjusted EBITDA sieht die Entwicklung allerdings deutlich besser aus.
Dieses verbesserte sich von einem negativen Wert im Vorjahr auf:
+1,146 Milliarden Dollar.
Sollte sich dieser Trend fortsetzen, könnte der AI-Bereich wesentlich schneller profitabel werden als bisher angenommen.
Und genau das wäre für die Bewertung von SpaceX enorm wichtig.

Dann kommt die Zahl, die mich am meisten beschäftigt
So beeindruckend das Wachstum ist:
SpaceX investierte im zweiten Quartal rund:
18,37 Milliarden Dollar.

Zum Vergleich:
Im Vorjahresquartal waren es lediglich rund:
2,83 Milliarden Dollar.
Damit haben sich die Investitionen innerhalb eines Jahres mehr als versechsfacht.
Besonders auffällig ist die Verteilung.
Investitionen Q2 2026
Space: rund 1,17 Mrd. $
Starlink: rund 1,37 Mrd. $
AI: rund 15,83 Mrd. $

Damit fließt momentan der überwiegende Teil der Investitionen in die AI-Infrastruktur.

SpaceX investiert mehr als doppelt so viel wie es Quartalsumsatz erzielt
Das ist aus meiner Sicht die entscheidende Kennzahl für Anleger.
SpaceX erwirtschaftete:
7,8 Milliarden Dollar Umsatz
und investierte gleichzeitig:
18,4 Milliarden Dollar.
Das zeigt, wie aggressiv das Unternehmen seine zukünftige Infrastruktur ausbaut.
Wenn diese Investitionen später hohe Renditen erwirtschaften, könnte sich das als außergewöhnlich gute Kapitalallokation herausstellen.
Wenn allerdings die erwarteten Umsätze oder Margen nicht erreicht werden, könnte genau dieser Kapitalbedarf zum größten Risiko werden.

EBITDA ist deshalb nicht gleich Cashflow
Das starke Adjusted EBITDA von 3,5 Milliarden Dollar sieht hervorragend aus.
Doch Anleger sollten nicht den Fehler machen, daraus unmittelbar auf einen starken Free Cashflow zu schließen.
Im ersten Halbjahr erzielte SpaceX rund:
3,466 Milliarden Dollar operativen Cashflow.
Gleichzeitig lagen die Investitionen bereits bei:
28,476 Milliarden Dollar.
Damit bleibt der Free Cashflow aufgrund des aggressiven Investitionsprogramms stark belastet.
SpaceX befindet sich deshalb momentan in einer ungewöhnlichen Situation:
Operativ verbessert sich das Unternehmen rasant – gleichzeitig explodiert der Kapitalbedarf.

Die Bilanz gibt SpaceX allerdings enormen Spielraum
Hier unterscheidet sich SpaceX von vielen anderen Wachstumsunternehmen.
Das Unternehmen verfügt über enorme Liquiditätsreserven.
Zum Quartalsende standen ungefähr:
93,5 Milliarden Dollar Cash
und zusätzlich:
6,5 Milliarden Dollar Wertpapiere
zur Verfügung.
Zusammen also ungefähr:
100 Milliarden Dollar Liquidität.
Damit kann SpaceX sein aggressives Investitionsprogramm zunächst problemlos finanzieren.
Das bedeutet:
Das kurzfristige Risiko liegt weniger darin, dass SpaceX das Geld ausgeht.
Die wichtigere Frage lautet:
Welche Rendite wird auf diese Milliardeninvestitionen erzielt?

Starship bleibt der größte technologische Hebel
Das klassische Space-Geschäft erzielte im Quartal ungefähr:
962 Millionen Dollar Umsatz
und damit rund 29 % mehr als im Vorjahr.
Operativ blieb das Segment allerdings deutlich defizitär.
Der Grund dafür liegt vor allem in den massiven Entwicklungsaufwendungen für:
Starship.
Starship ist momentan ein Kostenfaktor.
Langfristig könnte es allerdings der vielleicht wichtigste Vermögenswert des gesamten Unternehmens werden.

Warum Starship so wichtig ist
Sollte es SpaceX tatsächlich gelingen, Starship vollständig und schnell wiederverwendbar zu machen, könnten die Kosten pro transportiertem Kilogramm in den Weltraum drastisch sinken.
Das hätte Auswirkungen auf nahezu alle wichtigen Geschäftsbereiche:
Starlink
Starshield
Mondprogramme
Marsmissionen
Satellitenstarts
und langfristig möglicherweise sogar:
orbitale Rechenzentren.
Starship ist damit weniger ein einzelnes Produkt als vielmehr eine Infrastrukturplattform.
Genau deshalb akzeptiert SpaceX momentan sehr hohe Entwicklungskosten.

Die Prognosen sind extrem ambitioniert
Besonders aggressiv fällt die erwartete Umsatzentwicklung aus.
SpaceX strebt offenbar gegen Jahresende einen Umsatz-Run-Rate in Richtung:
100 Milliarden Dollar jährlich
an.
Wichtig:
Das bedeutet nicht zwangsläufig, dass SpaceX 2026 bereits 100 Milliarden Dollar Umsatz erzielt.
Gemeint ist vielmehr, dass der Umsatz gegen Jahresende auf ein Niveau steigen könnte, das auf zwölf Monate hochgerechnet ungefähr 100 Milliarden Dollar entspricht.
Das wären etwa:
8,3 Milliarden Dollar Umsatz pro Monat.
Zum Vergleich:
Im gesamten zweiten Quartal waren es 7,8 Milliarden Dollar.
Das zeigt, wie aggressiv die Wachstumsplanung ausfällt.

Die Erwartungen für 2027 und 2028 sind gigantisch
Auch die Markterwartungen sind extrem hoch.

Grob werden folgende Größenordnungen diskutiert:

2026e
43,9 Mrd. $
21,2 Mrd. $

2027e
88,4 Mrd. $
52,8 Mrd. $

2028e
154,8 Mrd. $
108,8 Mrd. $

Das bedeutet:
SpaceX müsste seinen Umsatz 2027 ungefähr verdoppeln und anschließend erneut um deutlich mehr als 50 % wachsen.
Für ein Unternehmen dieser Größenordnung wäre das außergewöhnlich.
Aber genau dieses Wachstum ist notwendig, um die heutige Bewertung zu rechtfertigen.

Und damit kommen wir zum größten Problem der Aktie
SpaceX ist kein günstiges Unternehmen.
Der Markt bewertet nicht das heutige SpaceX.
Er bewertet bereits ein mögliches SpaceX der Jahre:
2030 bis 2040.
Das ist der entscheidende Unterschied.
Ein Unternehmen kann hervorragend sein – und seine Aktie trotzdem zu teuer.

Die Bewertung bleibt extrem
Auf Basis der erwarteten Zahlen liegt die Bewertung weiterhin auf außergewöhnlich hohen Multiplikatoren.
Grob ergibt sich:
EV/Umsatz 2026: rund 38×
EV/Umsatz 2027: rund 20×
Auch das erwartete KGV bleibt selbst auf Basis zukünftiger Gewinne sehr hoch.
Damit reicht es nicht, wenn SpaceX lediglich ein erfolgreiches Unternehmen wird.
SpaceX muss außergewöhnlich erfolgreich werden.
Viele positive Entwicklungen sind bereits im Kurs eingepreist.

Warum die Aktie nach den Zahlen zunächst fiel
Die Reaktion des Marktes war aus meiner Sicht nachvollziehbar.
Die Anleger sahen gleichzeitig:
Positiv
+92 % Umsatz
+191 % Adjusted EBITDA
deutlich geringere operative Verluste
starkes Starlink-Wachstum
explodierendes AI-Geschäft

Negativ
18,4 Milliarden Dollar CapEx
hoher Cashverbrauch
extrem ambitionierte Erwartungen
sehr hohe Bewertung
Damit entsteht ein interessantes Spannungsfeld.
Fundamental entwickelt sich das Unternehmen hervorragend.
Die Frage ist lediglich:
Ist es hervorragend genug für die aktuelle Bewertung?

Mein kurzfristiger Ausblick
Kurzfristig rechne ich weiterhin mit hoher Volatilität.
SpaceX ist eine Aktie, bei der bereits kleine Veränderungen der langfristigen Wachstumsannahmen enorme Auswirkungen auf den fairen Wert haben können.
Wenn ein Unternehmen mit dem 20-, 30- oder 40-Fachen des zukünftigen Umsatzes bewertet wird, reagieren Anleger besonders empfindlich auf:
Wachstum,
Margen,
CapEx,
Starship-Fortschritte,
AI-Verträge,
Starlink-Kundenzahlen.
Deshalb würde mich kurzfristig eine sehr breite Handelsspanne nicht überraschen.

Mein Base Case
Wenn Starlink weiterhin stark wächst, das AI-Geschäft zunehmend profitabel wird und SpaceX 2027 tatsächlich in Richtung 80 bis 100 Milliarden Dollar Umsatz kommt, könnte die heutige Bewertung deutlich plausibler werden.
In diesem Szenario wäre für mich mittelfristig eine Neubewertung denkbar.
Entscheidend ist jedoch:
SpaceX muss die heutigen Erwartungen erfüllen.
Nicht nur teilweise.

Mein Bull Case
Das wirklich außergewöhnliche Szenario entsteht dann, wenn mehrere Technologien gleichzeitig erfolgreich skalieren:
Starlink wächst weiter global
Starshield gewinnt zusätzliche Regierungsaufträge
AI wird hochprofitabel
Starship erreicht hohe Wiederverwendbarkeit
Starlink V3 erhöht die Netzwerkkapazität deutlich
und vielleicht entsteht langfristig sogar ein Markt für:
Computing im Weltraum.
Dann könnte SpaceX tatsächlich zu einem der wertvollsten Unternehmen der Welt werden.
Dieses Szenario ist nicht unmöglich.
Aber genau deshalb ist die Aktie bereits heute außergewöhnlich teuer.

Mein Bear Case
Der Bear Case ist ebenfalls relativ einfach.
Starship verzögert sich stärker.
AI benötigt dauerhaft enorme Investitionen.
Die Margen verbessern sich langsamer als erwartet.
Starlink wächst zwar weiter, kann aber den Kapitalbedarf anderer Geschäftsbereiche nicht kompensieren.
In diesem Fall könnte die Bewertung erheblich korrigieren – selbst wenn SpaceX weiterhin ein technologisch hervorragendes Unternehmen bleibt.

Meine drei Szenarien für die Aktie
🔴 Bear Case
hohe Investitionen, schwächere Margen, Starship-Verzögerungen
80–110 $

🟡 Base Case
starkes Starlink-Wachstum, AI wird profitabler
140–200 $

🟢 Bull Case
AI + Starlink + Starship skalieren gleichzeitig
220–300 $+
Diese Kursbereiche sind meine persönlichen Szenarien und keine Analystenkursziele.

Was ich nach Q2 besonders beobachten würde
Für mich sind künftig fünf Kennzahlen entscheidend:

1. Starlink-Kundenwachstum
12 Millionen Kunden sind bereits enorm.
Die Frage ist, wie weit SpaceX wachsen kann, ohne dass der durchschnittliche Umsatz pro Kunde zu stark sinkt.
2. Starlink-Margen
Starlink entwickelt sich zunehmend zum finanziellen Fundament des Unternehmens.
Steigende Margen würden die Investmentthese erheblich stärken.
3. AI-Umsatz
Das Wachstum von +247 % ist außergewöhnlich.
Jetzt muss SpaceX zeigen, dass daraus nachhaltig hohe Gewinne entstehen.
4. CapEx
Vielleicht die wichtigste Kennzahl überhaupt.
Wenn SpaceX zukünftig 15 bis 20 Milliarden Dollar pro Quartal investieren muss, bleibt der Free Cashflow massiv belastet.
5. Starship
Jeder technische Fortschritt kann langfristig enorme Auswirkungen auf die Kostenstruktur des gesamten Konzerns haben.

Mein Gesamturteil
Ich würde SpaceX nach Q2 2026 folgendermaßen einschätzen:

Umsatzwachstum 🟢 **9,5/**10
Starlink 🟢 **9/**10
AI-Wachstum 🟢 **10/**10
operative Ergebnisentwicklung 🟢 **8/**10
Free Cashflow 🔴 **3/**10
Bilanz 🟢 **9/**10
Starship-Potenzial 🟢 **10/**10
Bewertung 🔴 **2/**10
langfristiges Potenzial 🟢 **10/**10
kurzfristiges Kursrisiko 🔴** **hoch

Fazit: Fantastisches Unternehmen – aber ist die Aktie fantastisch bewertet?

SpaceX entwickelt sich operativ außergewöhnlich stark.

Besonders drei Punkte überzeugen mich:
Starlink entwickelt sich zu einem hochprofitablen Geschäftsbereich.
Das AI-Geschäft wächst extrem schnell.
Die operativen Verluste sinken trotz gewaltiger Investitionen deutlich.

Aber die Gegenseite der Investmentthese darf nicht ignoriert werden. SpaceX investiert derzeit in einer Größenordnung, die selbst das enorme Umsatzwachstum deutlich übertrifft.
Genau deshalb ist für mich nicht der Umsatz die spannendste Kennzahl der kommenden Quartale.

Ich werde vor allem auf drei Dinge achten:
AI-Umsatzwachstum + operative Marge + CapEx

Wenn der Umsatz weiterhin schnell steigt, die Margen gleichzeitig expandieren und die Investitionen irgendwann relativ zum Umsatz zurückgehen, könnte sich die heutige Bewertung überraschend schnell relativieren. Wenn SpaceX dagegen dauerhaft zweistellige Milliardenbeträge pro Quartal investieren muss, ohne entsprechende Cashflows zu generieren, bleibt die Bewertung das größte Risiko.

SpaceX muss nicht beweisen, dass es ein hervorragendes Unternehmen ist – das ist bereits offensichtlich. SpaceX muss beweisen, dass es hervorragend genug ist, um eine außergewöhnlich hohe Bewertung zu rechtfertigen.

SpaceX könnte sich meiner Meinung nach in der Zukunft schneller und besser entwickeln als so mancher Investor erwartet!

u/Aktientrend — 12 days ago