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Irgendwer spekuliert darauf, dass bei der HV morgen gute News kommen

Irgendwer spekuliert darauf, dass bei der HV morgen gute News kommen
Habe dem Kochroboter nach 3 Monaten mal wieder eine Chance gegeben. Bei uns steht er eigentlich nur rum, und wird kaum benutzt, Personal ist trotzdem während den Öffnungszeiten immer vor Ort. Vorher gab es 8 Gerichte, jetzt nur noch 3.
7,90€ für eine lächerlich kleine Portion, geschmeckt hat es ebenfalls nicht. Essen war teils angebrannt. Ich gehe fest davon aus, dass der Automat bei uns keine Zukunft haben wird, da es viel bessere Alternativen gibt.
Nanu. Heute großer Anstieg wieder über die 2 €
Diese Stellungnahme habe ich heute an Circus geschickt und sie wurde an den Verwaltungsrat weitergeleitet. Ich habe versucht, die Diskussionen hier aufzugreifen.
Allerdings ist sie kein Bestandteil der HV. Auf die Fragen muss dort nicht zwingend eingegangen werden. Wer an der HV teilnimmt kann gerne einige Bestandteile als Fragestellung nutzen:
Stellungnahme eines Aktionärs zur Hauptversammlung der Circus SE am 20. August 2026
Betreff: Transparenz, Finanzierung, CA-1-Geschäftsmodell und operative Entwicklung
Sehr geehrte Damen und Herren,
als Aktionär der Circus SE verfolge ich die Entwicklung des Unternehmens seit längerer Zeit aufmerksam. Die Technologie und die adressierten Märkte für autonome Lebensmittelversorgung halte ich weiterhin für interessant.
Gleichzeitig hat mein Vertrauen in die bisherige Kapitalmarktkommunikation erheblich gelitten. Entscheidend ist für mich inzwischen weniger, welche Partnerschaften, Aufträge, Märkte oder technologischen Möglichkeiten angekündigt werden, sondern in welchem Umfang daraus tatsächlich verbindliche Kundenverträge, kommerziell betriebene Systeme, Umsätze und wiederkehrende Erträge entstehen.
Insbesondere die Entwicklung der Prognose für 2026 sowie inzwischen erkennbare Zusammenhänge zwischen CA-1-Umsätzen, Leasingverpflichtungen und Sale-and-Lease-Back-Finanzierungen werfen Fragen auf, die aus meiner Sicht konkret und möglichst zahlenbasiert beantwortet werden sollten.
1. Prognose 2026 und Zeitpunkt der Kenntnis
Am 24. November 2025 stellte Circus für das Geschäftsjahr 2026 Umsätze von 44 bis 55 Mio. Euro in Aussicht und erklärte, diese Prognose basiere auf bestehenden Kunden. Am 16. Juli 2026 wurde die Umsatzprognose auf lediglich 5,2 Mio. Euro reduziert und gleichzeitig die EBITDA-Erwartung erheblich verschlechtert.
Zu welchem Zeitpunkt erkannte die Geschäftsleitung erstmals, dass die ursprüngliche Umsatzprognose nicht mehr erreichbar sein würde?
Welche Umsatz-, Auftrags- und Auslieferungsplanung lag dem Verwaltungsrat und dem Abschlussprüfer bei Aufstellung und Prüfung des Jahresabschlusses 2025 zugrunde?
Waren die später genannten Probleme hinsichtlich Onboarding, Integration, Service, Wirtschaftlichkeit je System sowie die Verschiebung wesentlicher Systemeinführungen von 2026 auf 2027 zu diesem Zeitpunkt bereits bekannt?
Falls ja: Warum wurde die Prognose nicht früher angepasst?
Falls nein: Welche konkreten neuen Ereignisse oder Erkenntnisse führten innerhalb weniger Wochen zu einer Reduzierung der Umsatzprognose um rund 90 Prozent?
Welche Konsequenzen hat der Verwaltungsrat daraus für Planung, Risikocontrolling und Kapitalmarktkommunikation gezogen?
2. Kapitalerhöhung Ende 2025 und tatsächlicher Finanzierungsbedarf
Nur wenige Wochen nach Veröffentlichung der ursprünglichen Prognose nahm Circus durch eine Kapitalerhöhung rund 30 Mio. Euro brutto ein.
Gleichzeitig war kommuniziert worden, dass die Umsatzprognose von 44 bis 55 Mio. Euro bereits auf bestehenden Kunden basiere und zusätzliches Wachstumskapital potenziell noch höhere Umsatz- und Ergebnisziele ermöglichen sollte.
Wie wurden die Mittel aus dieser Kapitalerhöhung tatsächlich verwendet?
Welcher Anteil floss insbesondere in Produktionshochlauf und CA-1-Auslieferungen, Forschung und Entwicklung, Akquisitionen sowie den laufenden Geschäftsbetrieb?
Welcher Liquiditätsbestand wäre zum 31. Dezember 2025 ohne diese Kapitalerhöhung vorhanden gewesen?
War die Kapitalerhöhung tatsächlich zusätzliches Wachstumskapital oder zumindest teilweise bereits erforderlich, um den laufenden Finanzierungsbedarf des Unternehmens abzudecken?
3. Die ersten CA-1-Umsätze 2025 – wer waren die Käufer?
Im Geschäftsjahr 2025 weist Circus erstmals 1,325 Mio. Euro Umsatzerlöse aus dem Verkauf von CA-1-Systemen aus.
Wie viele CA-1 wurden damit tatsächlich umsatzwirksam verkauft und wer waren die wirtschaftlichen Käufer beziehungsweise Eigentümer dieser Systeme?
Handelte es sich um die jeweiligen operativen Endkunden oder ganz beziehungsweise teilweise um Leasinggesellschaften, Finanzierungspartner oder Zweckgesellschaften?
Diese Unterscheidung halte ich für wesentlich. Ein CA-1 kann beispielsweise bei einem bekannten Kunden eingesetzt werden, während wirtschaftlicher Käufer der Hardware eine Finanzierungsgesellschaft ist. Beides kann Bestandteil eines legitimen Geschäftsmodells sein, besitzt hinsichtlich der Validierung tatsächlicher Endkundennachfrage jedoch eine unterschiedliche Aussagekraft.
4. Offene Forderungen und CA-1-Umsätze
Zum 31. Dezember 2025 bestanden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von rund 1,6 Mio. Euro.
In welchem Umfang standen diese Forderungen mit den erstmals ausgewiesenen CA-1-Umsätzen in Zusammenhang?
Waren zum Bilanzstichtag Kaufpreise für bereits umsatzwirksam verbuchte CA-1-Systeme noch nicht bezahlt?
Falls ja: Handelte es sich bei den Schuldnern um operative Endkunden oder um Leasinggesellschaften, Finanzierungspartner beziehungsweise Zweckgesellschaften?
5. Leasingverpflichtungen zum 31. Dezember 2025
Für 2026 werden 588 T€ und für die Jahre 2027 bis 2030 weitere 2,352 Mio. Euro ausgewiesen. Damit werden in der betreffenden Fälligkeitstabelle insgesamt 2,94 Mio. Euro an Leasingverpflichtungen dargestellt.
Für 2026 entspricht dies:
588.000 Euro ÷ 12 Monate = 49.000 Euro monatlich.
Auffällig ist:
49.000 Euro = exakt 7 × 7.000 Euro.
Die später veröffentlichte Robotics-Holding-I-Struktur nennt wiederum eine von Circus zu zahlende Leasingrate von 7.000 Euro pro Monat und CA-1.
Diese Übereinstimmung beweist ausdrücklich nicht, dass den Leasingverpflichtungen zum 31. Dezember 2025 tatsächlich sieben CA-1 zugrunde lagen. Sie ist jedoch auffällig genug, um eine konkrete Erklärung zu rechtfertigen.
Wie viele CA-1-Systeme standen tatsächlich hinter den zum 31. Dezember 2025 bestehenden Leasingverpflichtungen?
Mit welchen Finanzierungspartnern wurden diese Verträge abgeschlossen und welche monatliche Leasingrate wurde je System vereinbart?
6. Laufzeit der bereits 2025 bestehenden Leasingverträge
Die Fälligkeitstabelle weist 588 T€ für 2026 und weitere 2,352 Mio. Euro für 2027 bis 2030 aus.
Daraus lässt sich jedoch nicht ohne Weiteres ableiten, dass die zugrunde liegenden Leasingverträge Ende 2030 auslaufen.
Sollten die Verträge – entsprechend der später bekannt gewordenen Robotics-Holding-I-Struktur – beispielsweise sieben Jahre laufen und die jährliche Verpflichtung von 588 T€ fortbestehen, könnten weitere Verpflichtungen nach 2030 bestehen. Diese Fortschreibung ist aus der Tabelle allein jedoch nicht bewiesen.
Welche Laufzeiten besitzen die zum 31. Dezember 2025 bestehenden Leasingverträge?
Bestehen daraus Verpflichtungen über das Jahr 2030 hinaus? Falls ja: Wie hoch sind diese?
Handelt es sich um dieselbe oder eine wirtschaftlich vergleichbare Struktur wie bei der später kommunizierten Robotics Holding I?
7. Warum Leasing trotz vorhandener Liquidität?
Zum 31. Dezember 2025 verfügte Circus über ein Bankguthaben von rund 21,5 Mio. Euro. Gleichzeitig bestanden bereits erhebliche langfristige Leasingverpflichtungen.
Warum entschied sich Circus bereits in dieser frühen Phase des CA-1-Markteintritts dafür, Systeme über langfristige Sale-and-Lease-Back- beziehungsweise Leasingstrukturen zu finanzieren, statt zumindest einen Teil der ersten Geräte selbst zu finanzieren?
War dies Bestandteil einer von Anfang an geplanten Asset-light-/RaaS-Strategie?
Sollte damit Liquidität für den geplanten Produktionshochlauf geschont werden?
Oder war der vorhandene Liquiditätsbestand bereits so weit für den laufenden Geschäftsbetrieb, Investitionen und andere Verpflichtungen verplant, dass eine Eigenfinanzierung der ersten CA-1 wirtschaftlich nicht sinnvoll möglich war?
Wie hoch war zum 31. Dezember 2025 die tatsächlich frei verfügbare, nicht bereits durch operative Verpflichtungen und geplante Ausgaben gebundene Liquidität?
Gerade angesichts der kurz zuvor durchgeführten Kapitalerhöhung halte ich diese Frage für wesentlich, um den damaligen tatsächlichen Finanzierungsbedarf des Unternehmens beurteilen zu können.
8. Sale-and-Lease-Back – wer trägt das wirtschaftliche Risiko?
Sale-and-Lease-Back kann grundsätzlich ein sinnvolles Instrument sein, um einen kapitalintensiven Roll-out zu finanzieren.
Entscheidend ist aus meiner Sicht deshalb nicht die Konstruktion als solche, sondern die Frage, welche langfristigen Verpflichtungen Circus eingeht und welche gesicherten Endkundenerlöse diesen gegenüberstehen.
Wie viele der über Leasing- beziehungsweise Sale-and-Lease-Back-Strukturen finanzierten CA-1 befinden sich inzwischen in einem längerfristigen kommerziellen Betrieb bei zahlenden Endkunden und wie viele lediglich in Pilot-, Test- oder Evaluierungsprojekten?
Welcher Anteil der langfristigen Leasingverpflichtungen ist bereits durch vertraglich gesicherte Endkundenerlöse mit vergleichbarer Laufzeit gedeckt?
Was geschieht, wenn ein Pilotkunde das System nach einigen Monaten nicht weiter nutzt?
Verbleibt die langfristige Leasingverpflichtung vollständig bei Circus und muss Circus das System anschließend bei einem anderen Kunden platzieren?
Wer trägt damit wirtschaftlich das Auslastungs-, Wiedervermarktungs- und Restwertrisiko?
9. FINEXITY / Robotics Holding I
Die später kommunizierte Robotics-Holding-I-Struktur sieht einen Kaufpreis von 265.000 Euro je CA-1 und eine von Circus zu zahlende Leasingrate von 7.000 Euro monatlich vor.
Wie viele CA-1 wurden inzwischen tatsächlich über Robotics Holding I finanziert?
Wie hoch ist das bereits tatsächlich finanzierte Volumen und welcher Betrag aus dem angekündigten zusätzlichen Finanzierungsrahmen von bis zu 50 Mio. Euro ist verbindlich zugesagt?
Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit weitere CA-1 finanziert werden?
Wie unterscheidet sich diese Struktur von den bereits zum Jahresende 2025 bestehenden Leasingverträgen?
10. Unit Economics des CA-1
Das Dealsheet nennt für Endkunden eine Leasingrate von etwa 9.000+ Euro monatlich zuzüglich SaaS Subscription.
Circus hatte zuvor für die obligatorische Software-/Servicekomponente Größenordnungen von etwa 8.000 bis 12.000 Euro monatlich kommuniziert.
Sofern diese Größenordnung weiterhin gilt, ergäbe sich für einen Endkunden eine monatliche Gesamtbelastung von ungefähr 17.000 bis 21.000+ Euro beziehungsweise mehr als 200.000 Euro jährlich.
Ist diese Größenordnung für das aktuelle RaaS-Modell weiterhin zutreffend?
Falls nicht: In welcher Größenordnung bewegt sich heute die gesamte monatliche Belastung eines typischen kommerziellen Kunden?
Welche Auslastung beziehungsweise Anzahl verkaufter Mahlzeiten ist erforderlich, damit ein CA-1 für einen typischen Kunden gegenüber einer konventionellen Lösung wirtschaftlich attraktiv ist?
Haben die bisherigen Pilotprojekte die ursprünglich angenommenen Unit Economics bestätigt oder mussten Annahmen hinsichtlich Pricing, Auslastung, Servicekosten oder Wirtschaftlichkeit angepasst werden?
Sind die wiederkehrenden Erlöse eines kommerziell betriebenen CA-1 ausreichend, um Leasingrate, Service, Wartung, Logistik und sonstige direkt zurechenbare Kosten zu decken und einen positiven Deckungsbeitrag zu erzielen?
Bei einer ausreichend großen installierten Basis sollten aus meiner Sicht künftig anonymisierte Kennzahlen zu RaaS-/SaaS-Erlösen, Vertragslaufzeiten, Auslastung und Deckungsbeiträgen veröffentlicht werden.
11. Tatsächlicher CA-1-Roll-out – REWE und Mercedes
Wie viele CA-1 befinden sich derzeit tatsächlich bei externen Kunden?
Wie viele davon befinden sich im kommerziellen Regelbetrieb und wie viele noch in Pilot-, Test- oder Evaluierungsphasen?
Wie viele weitere CA-1 sollen bis zum 31. Dezember 2026 kommerziell in Betrieb genommen werden?
Wie viele ursprünglich für 2026 geplante Systeme wurden auf 2027 verschoben?
Beim Mercedes-Projekt wurde ein zeitlich begrenzter Test kommuniziert. Bei REWE wurde bislang kein größerer kommerzieller Roll-out bekannt gegeben.
Daraus soll ausdrücklich nicht geschlossen werden, dass die Projekte negativ verlaufen. Für außenstehende Aktionäre ist der wirtschaftliche Status jedoch nicht erkennbar.
Gibt es bei REWE bereits eine Entscheidung oder einen konkreten Zeitplan hinsichtlich eines weiteren Roll-outs?
Bestehen bei REWE oder Mercedes bereits über die Pilotphase hinausgehende verbindliche Nutzungs- oder Abnahmeverpflichtungen?
12. Kapitalmarktkommunikation
Nach den Erfahrungen der vergangenen Monate halte ich eine deutlich präzisere Unterscheidung verschiedener Arten von Geschäftsbeziehungen für erforderlich.
Circus sollte aus meiner Sicht künftig eindeutig zwischen verbindlichen Bestellungen, Rahmenverträgen, Pilot- und Testprojekten, LOIs und Vorbestellungen, über Finanzierungspartner verkauften Systemen sowie tatsächlich kommerziell von Endkunden betriebenen Systemen unterscheiden.
Ist der Verwaltungsrat bereit, die Kapitalmarktkommunikation künftig stärker an überprüfbaren operativen Kennzahlen auszurichten?
Dazu sollten insbesondere die Anzahl ausgelieferter Systeme, die Anzahl kommerziell betriebener Systeme, der verbindliche Auftragsbestand, Hardwareumsätze sowie wiederkehrende Software-, Service- und RaaS-Erlöse gehören.
13. Finanzierung und Liquidität 2026/2027
Nach der Reduzierung der Umsatzprognose auf 5,2 Mio. Euro und der Verschlechterung der EBITDA-Prognose auf rund minus 17 Mio. Euro ist die weitere Finanzierung für mich eine zentrale Frage.
Wie hoch ist der aktuell verfügbare Liquiditätsbestand?
Wie hoch ist der erwartete Cash-Burn bis Ende 2026 und bis zu welchem Zeitpunkt ist die Finanzierung des Unternehmens auf Basis der aktuellen Planung gesichert?
Wie hoch sind inzwischen sämtliche langfristigen Leasing- und sonstigen Finanzierungsverpflichtungen aus dem CA-1-Roll-out?
Ist für 2026 oder 2027 mit einer weiteren Eigenkapitalaufnahme zu rechnen?
Beim Wandlungsdarlehen über 9 Mio. Euro bitte ich außerdem um Angaben zu Wandlungspreis, Laufzeit, Verzinsung und wesentlichen Bedingungen sowie zur maximal möglichen Verwässerung bestehender Aktionäre.
14. Defence und CA-M
Wie ist der aktuelle Stand der Aktivitäten mit Bundeswehr, Litauen und der Ukraine?
Welche Projekte befinden sich lediglich in Erprobung und für welche bestehen bereits verbindliche Aufträge?
Wie hoch sind die für 2026 bereits vertraglich abgesicherten Umsätze aus Defence?
Welchen Umsatzbeitrag erwartet Circus aus diesem Bereich für 2027?
15. VAE und internationaler Roll-out
Circus hat den regulatorischen Marktzugang in den Vereinigten Arabischen Emiraten und einen kommerziellen Roll-out in Abu Dhabi kommuniziert.
Wie weit ist dieser Roll-out tatsächlich fortgeschritten?
Gibt es bereits verbindliche Kundenverträge und Bestellungen?
Wie viele Systeme sollen dort 2026 und 2027 kommerziell installiert werden?
Wann erwartet Circus daraus erstmals nennenswerte Umsätze?
16. Alberts und CA-A
Wie hoch war der vollständige wirtschaftliche Kaufpreis der Alberts-Übernahme einschließlich etwaiger Earn-outs oder sonstiger Verpflichtungen und wie wurde die Transaktion finanziert?
Wie viele CA-A befinden sich derzeit tatsächlich im kommerziellen Betrieb?
Welche Umsatz- und Ergebnisbeiträge erwartet Circus aus Alberts beziehungsweise dem CA-A für 2026 und 2027?
Welche wiederkehrenden Erlöse werden mit einem kommerziell betriebenen CA-A aus Software, Service und gegebenenfalls Zutaten erzielt?
Welcher zusätzliche Liquiditätsbedarf entsteht durch die Integration von Alberts?
17. Verwaltungsrat und Herr Thamm
Bestehen oder bestanden zwischen Herrn Thamm und der BlackMars Capital GmbH beziehungsweise deren Gesellschaftern geschäftliche, gesellschaftsrechtliche oder sonstige wirtschaftliche Beziehungen?
Falls ja: Welcher Art sind beziehungsweise waren diese Beziehungen und wie wird sichergestellt, dass daraus keine Interessenkonflikte entstehen?
Welche konkreten Ziele setzt sich Herr Thamm für seine Tätigkeit im Verwaltungsrat?
Wird er sich insbesondere für transparentere Kapitalmarktkommunikation, stärkere Kontrolle der Geschäftsleitung sowie eine nachvollziehbare Finanzierungs- und Kapitalallokationsstrategie einsetzen?
18. Messbare Ziele bis zur Hauptversammlung 2027
Welche konkreten Ziele sollen bis zur nächsten ordentlichen Hauptversammlung hinsichtlich kommerziell betriebener CA-1, zahlender Endkunden, wiederkehrender Erlöse, Umsatz, EBITDA beziehungsweise Cashflow, Defence, internationalem Roll-out und Finanzierung erreicht werden?
Schlussbemerkung
Ich halte die Technologie und die adressierten Märkte der Circus SE weiterhin für interessant. Das Vertrauen in die Kapitalmarktkommunikation hat durch die Entwicklung der Prognose 2026 jedoch erheblich gelitten.
Dieses Vertrauen lässt sich aus meiner Sicht nicht durch weitere Ankündigungen allein zurückgewinnen. Entscheidend sind überprüfbare operative Ergebnisse und eine transparente Darstellung dessen, was tatsächlich verkauft, finanziert, ausgeliefert und von Endkunden kommerziell genutzt wird.
Das Sale-and-Lease-Back-Modell kann ein sinnvoller Weg sein, einen kapitalintensiven Roll-out zu finanzieren. Gerade deshalb sollte transparent werden, welche langfristigen Verpflichtungen Circus übernimmt und welche vertraglich gesicherten Endkundenerlöse diesen gegenüberstehen.
Besonders aufklärungsbedürftig erscheinen mir die bereits zum 31. Dezember 2025 bestehenden Leasingverpflichtungen. Dass die Belastung für 2026 von 588.000 Euro jährlich beziehungsweise 49.000 Euro monatlich rechnerisch exakt sieben Monatsraten zu jeweils 7.000 Euro entspricht, ist bemerkenswert.
Daraus folgt noch nicht, dass tatsächlich sieben CA-1 dahinterstehen. Es rechtfertigt aber aus meiner Sicht die Frage, welche Assets, Laufzeiten und Finanzierungspartner hinter diesen Verpflichtungen stehen.
Ebenso erklärungsbedürftig ist, warum Circus bereits in dieser frühen Phase langfristige Leasingverpflichtungen einging, obwohl zum Jahresende ein Bankguthaben von rund 21,5 Mio. Euro vorhanden war. Hier wäre wichtig zu erfahren, ob dies Teil einer strategischen Asset-light-Finanzierung war oder in welchem Umfang die vorhandene Liquidität bereits für den laufenden Geschäftsbetrieb und andere Verpflichtungen benötigt wurde.
Nicht unterstellt werden soll dagegen ohne weitere Belege, die Sale-and-Lease-Back-Struktur sei gezielt gewählt worden, um Umsätze darzustellen und dadurch Nachfrage zu suggerieren. Die öffentlich verfügbaren Zahlen werfen genügend konkrete Fragen auf; eine Motivation muss nicht unterstellt werden.
Ich bitte den Verwaltungsrat daher, die genannten Fragen möglichst konkret und zahlenbasiert zu beantworten.
Mit freundlichen Grüßen
Aktionär der Circus SE
Erneut der Disclaimer: Der nachfolgende Text beinhaltet meine persönliche Vermutung über eine mögliche Herkunft des Umsatzes und die entsprechenden Gegenpositionen in Bilanz und Anhang.
Bisher bekannte und bestätigte Roboter
In dem Bild aufgeführt sind die bisher sieben öffentlich bekannten CA-1. Die Berichterstattung rund um den Roboter bei Dalwigk hat m.M.n. durchaus Spielraum für die Annahme gelassen, der CA-1 sei von ihnen gekauft worden. Zeitungsartikel und Pressemitteilungen rund um das Deployment wurden in der Gruppe vielfach geteilt. Geht man aber davon aus, dass dieser Roboter nicht gekauft wurde, würde sich das Bild auffällig gut ergänzen.
Leasingverpflichtungen
Ebenfalls zu sehen sind die Leasingverpflichtungen von Circus. Nimmt man für die Zelle 2031 ff. an, dass ff. für 2032 steht, ergibt sich eine Gesamtlaufzeit von sieben Jahren. (dieselbe, wie die im Dealsheet des SPVs angegebene Laufzeit). Die jährlichen Verbindlichkeiten ließen sich danach auf 588.000 € beziffern. Daraus ergeben sich 49.000 € monatliche Verpflichtungen, die geteilt durch die sieben Roboter 7000 € pro Monat je Gerät ergeben. 7000 € ist wiederum genau der Betrag, den Circus laut Dealsheet monatlich pro Roboter an das SPV zahlen wird. Die Zahlen würden also exakt aufgehen, wenn man von den Konditionen im Dealsheet ausgeht.
Sollte diese Vermutung wahr sein, könnten alle bisher bekannten Geräte über dieses Konstrukt finanziert worden sein. Davon lediglich sechs aus der Anleiheemission und ein weiteres zu denselben Konditionen auf anderem Wege. Beweisen lässt sich das von außen aber ausdrücklich nicht. Es kann auch andere Erklärungen geben!
Vorweg: Bei dem nachfolgenden Text handelt es sich ausdrücklich um eine Vermutung, die sich auf das Zusammenfügen verschiedener, offenzugänglicher Informationen und Zahlen stützt.
Wer hat gekauft?
Im Jahresabschluss 2025 verkündet die Circus SE erstmals Umsätze durch ihr Kernprodukt, den CA-1. Nach langer Entwicklungsphase nun also die ersten Verkäufe. Wer jedoch nach den Namen der Käufer sucht, muss geduldig sein – in den Geschäftsberichten finden sie sich jedenfalls nicht. Lassen sich die Käufer dennoch durch eine Analyse des Jahresabschlusses ermitteln?
Selbstdarstellung
Circus spricht im Abschlussbericht 2025 von REWE und Meta als Ankerkunden und schlüsselt die sonstigen Umsätze namentlich auf, bleibt aber an der einzig relevanten Stelle vage: Wer hat die Roboter gekauft? Nicht nur die Suche nach den Namen ist vergebens – die nach Software-Umsätzen ebenso. Dabei bezeichnet Circus sich selbst als SaaS-Company mit Hardwaregeschäft und betont das attraktive Margenprofil dieses Modells, was sich zumindest bisher lediglich auf Worte stützt.
Offene Forderungen
Der Geschäftsbericht offenbart eine weitere Tatsache, die isoliert betrachtet unauffällig wirkt: offene Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1.596.430,13 €. So weit, so ungewöhnlich, aber eine Zahl, die im Laufe des Textes noch relevant werden wird. Die Auslieferungen der Roboter fanden außerdem laut Jahresabschluss ab Herbst 2025 statt.
Der Preis
Wenn es darum geht, wie viel der CA-1 kosten soll, hört man meistens 250.000 €, so wurde es vielfach kommuniziert. Es gibt jedoch ein Dokument, in dem eine andere Zahl steht: das Dealsheet für die Finexity-Anleihe. Dort ist von einem Kaufpreis in Höhe von 265.000 € die Rede. Betrachtet man diese Zahl im Bezug auf den Umsatz, fällt auf, dass sich 1.325.000 € exakt fünfmal durch 265.000 € teilen lassen.
Das SPV
Das Dealsheet bezieht sich auf eine Anleihe, die von einer Zweckgesellschaft in den Vereinigten Arabischen Emiraten begeben wurde. Vertrieben wird die Anleihe über eine Plattform namens Finexity. Geschäftsführer des SPV ist gleichzeitig Vorstandsmitglied der Finexity AG und stellt somit eine dritte Partei dar. Diese Gesellschaft kauft sechs CA-1 zum Stückpreis von besagten 265.000 € von Circus und least sie anschließend zurück. In der Theorie also ein Sale-and-Lease-back. Das SPV emittierte die Anleihe Anfang bis Mitte 2026. Gegründet wurde die Zweckgesellschaft bereits 2024.
Eine mögliche Erklärung
Wer sich jetzt fragt, wie ein SPV im Jahr 2025 Käufer eines Roboters gewesen sein kann, obwohl es erst 2026 Geld einsammelte, der fragt genau richtig. Hier wird der Kaufpreis aus dem Dealsheet erneut relevant: Nicht nur der Umsatz, auch die Forderungen lassen sich durch 265.000 € teilen. 1.596.430,13 € ergeben, bis auf eine Differenz von 6.430 €, eine Anzahl von sechs Geräten. Geht man davon aus, dass die Forderungen brutto bilanziert und USt-pflichtig sind, kommt man bei fünf Geräten auf eine Differenz von 19.680 €. Dass Umsatz, Forderungen und Stückzahl jeweils mit den Zahlen aus dem SPV-Prospekt übereinstimmen, ist bemerkenswert. Es würde auch erklären, weshalb man keine Software-Umsätze generiert hat und weder Garantien oder Sicherheiten ausgewiesen wurden.
Gleichzeitig hatte das SPV zu diesem Zeitpunkt noch kein Geld, denn das sammelte es erst Monate später ein. Die Lösung dafür könnte der Verkauf auf Ziel sein, der im Anhang nicht näher erläutert wird.
Was jedoch im Jahresabschluss steht, ist Folgendes:
Seite 24: "[...] mit der Überführung eines Großteils der Kundenverträge in die neu geschaffene Leasing-Struktur. [...]"
Seite 25: "[...] Ergänzend hat die Gesellschaft im Berichtsjahr Sale-and-Lease-Back-Strukturen als assetbasierte Finanzierungsinstrumente eingesetzt [...]"
Man hat also definitiv im Jahr 2025 auf solche Konstrukte zurückgegriffen, welche genau, lässt man aber erneut offen. Das Wort "assetbasiert" taucht ebenfalls in den Pressemitteilungen rund um die Finexity-Anleihe auf.
Ein weiterer bemerkenswerter Zufall, ist die Umsatzprognosekürzung um knapp 50 Mio. €, wollte man doch gemeinsam mit Finexity in Zukunft genau diesen Betrag einsammeln. Sollte sich das Geschäftsverhältnis zwischen Circus und dem SPV nicht wie erwartet entwickelt haben, wäre das auch eine mögliche Erklärung, weshalb man die Umsatzprognose auf einen Schlag um 90% gesenkt hat.
An dieser Stelle ein eindeutiger Hinweis: Der Jahresabschluss nennt nicht, gegenüber wem die Forderungen bestehen. Dass es sich um das SPV handelt, ist meine persönliche Vermutung und eine Schlussfolgerung aus der Übereinstimmung der Zahlen, kein im Abschluss ausgewiesener Fakt. Es fehlt eine Angabe dazu, wer die fünf ausgelieferten Geräte erworben hat. Auffällig ist, dass an genau den Stellen, an denen die Gegenparteien benannt werden könnten, keine Namen stehen. Das Ganze wäre meiner Meinung nach auch ausdrücklich nicht illegal (ich bin kein Anwalt), sondern lediglich nicht die Validierung, die es hätte sein können. Dass dieser Deal geplant war, war durch die Prospekte und Pressemittelungen sowieso allseits bekannt.
Disclaimer: Ich bin weder Wirtschaftsprüfer noch Bilanzbuchhalter. Die verwendeten Zahlen stammen aus öffentlich zugänglichen Quellen (Jahresabschluss, Anleiheprospekt/Dealsheet, lei.Bloomberg) und sind dort nachprüfbar. Die hier vertretene Meinung und die daraus gezogenen Schlussfolgerungen sind ausdrücklich Vermutungen und als solche gekennzeichnet und geben meine persönliche Einschätzung wieder. Darüberhinaus verfolge ich keinerlei wirtschaftliches Interesse im Bezug auf Circus, weder in Form einer Long- oder Shortposition. Es kann auch definitiv eine andere Erklärung geben. Anmerkungen und alternative Erklärungen sind ausdrücklich erwünscht!
Quellen:
Einzelabschluss Circus SE: https://cdn.prod.website-files.com/69488513498b20ea4f33e2c7/6a574100b5ccf02d2d0d9a31\_Circus%20SE%20JA%20%2B%20LB%2031.12.25%20(1).pdf
Finexity-Anleihe-Prospekte: https://finexity.com/roboticsholding-1
Bloomberg Link zum SPV: https://lei.bloomberg.com/leis/view/984500B2A40AA7DFA333
Pressemitteilung zu geplanten 50 Mio. €: https://www.circus-group.com/de/articles/circus-successfully-places-first-bond-with-finexity-signed-additional-agreement-for-ai-robotics-financing-up-to-50-million
Hallo zusammen, der CA-A ist jetzt auf der Homepage von Circus als Produkt aufgeführt. Kaufoptionen und Preise sind auch ersichtlich.
https://www.circus-group.com/ca-a
Auf den ersten Blick scheint Preis/Leistung, gerade für Unternehmen zur Mitarbeiterversorgung, in Ordnung zu sein.
Aufgrund der aus meiner Sicht über Jahre hinweg unzureichenden Transparenz der Circus SE sind von dem bisherigen Management und Verwaltungsrat kaum über die bereits bekannten Aussagen hinausgehende Antworten zu erwarten. Daher möchte ich die folgenden Fragen direkt an Herrn Thamm richten – in der Hoffnung, dass mit seinem Eintritt in den Verwaltungsrat künftig eine neue, transparentere Qualität in die Unternehmens- und Kapitalmarktkommunikation der Circus SE Einzug hält.
Da ich selbst nicht an der Hauptversammlung teilnehmen kann, wäre es wünschenswert, wenn beispielsweise die SdK, DSW oder ein anderer Aktionär diese Fragen stellvertretend einbringen bzw. an Herrn Thamm weiterleiten könnte.
Hat jemand von euch schon Zugangsdaten erhalten
?
Punkt 1: Lief alles blöd sind die Leute zurecht angepisst? jo.
Punkt 2: Wenn man drin bleiben will > nach vorne schauen.
Worauf können wir uns beziehen?
Keine Statements der Firma aktuell?
Wird gewertet als: "Sagt das nicht schon alles?"
Ich sage: Wer sich verteidigt klagt sich an.
Es wurde alles gesagt, da musst halt warten..
Taugt Bullwinkel als CEO was? Naja, er ist nen Träumer und Visionär, der neue CO-Ceo ist besser als gedacht. Manche sagen er konnte diese Voltocopter Firma oder wie die hieß auch nicht retten, aber er hat verdammt gut dabei gearbeitet...
Ich denke das Modell hinter dem was Circus bieten will, ist näher an dem was wir in der Realität brauchen als die Firma davor.
Wahrscheinlichkeit dass die Firma Pleite geht 5%
Chance auf Bärenmarkt für 8 Monate 50%
Chance auf steigende Umsätze bis 2028 100%
Also bis dann... Grüße an alle mit Diamantenhände