r/Sozialstaat

▲ 650 r/Sozialstaat+4 crossposts

Neo-Broker haben mehr für die soziale Mobilität getan als die politische Linke

Neo-Broker haben in den letzten Jahren mehr konkrete soziale Arbeit geleistet als die politische Linke.

Bevor die Empörung losgeht: Ich meine damit nicht Wohltätigkeit, sondern die tatsächliche Verbesserung von Chancen für normale Menschen.

Jahrzehntelang war der Kapitalmarkt in Deutschland faktisch ein Club für Menschen mit höherem Einkommen, Finanzwissen oder einem Bankberater. Hohe Gebühren, komplizierte Depots und Mindestbeträge haben viele abgeschreckt. Gleichzeitig wurde Vermögensaufbau politisch zwar ständig diskutiert, aber für viele blieb er praktisch unerreichbar.

Dann kamen Neo-Broker. Plötzlich können Studenten mit wenigen Euro im Monat investieren. Eltern legen unkompliziert für ihre Kinder ETFs an. Sparpläne kosten kaum noch etwas, die Einstiegshürden sind minimal und die Bedienung ist einfacher als Online-Banking.

Während Teile der Linken den Kapitalmarkt oft kritisch betrachten oder vor allem über Umverteilung sprechen, haben Neo-Broker Millionen Menschen erstmals Zugang zu Vermögensaufbau ermöglicht. Wer regelmäßig investiert, profitiert langfristig vom Wirtschaftswachstum statt nur zuzusehen, wie Vermögen bei denen entsteht, die bereits Kapital besitzen.

Natürlich lösen Neo-Broker keine Armut. Nicht jeder hat Geld zum Investieren. Aber sie haben eine Hürde beseitigt, die zuvor unnötig hoch war. Wer heute mit 25 Euro im Monat anfangen möchte, kann das innerhalb weniger Minuten tun.

Wenn das Ziel soziale Teilhabe und bessere Aufstiegschancen ist, dann haben Neo-Broker aus meiner Sicht mehr Menschen praktisch geholfen als viele politische Forderungen, die seit Jahren diskutiert werden, ohne dass sich im Alltag viel verändert hat.

reddit.com
u/Cold-Ad-9203 — 9 days ago
▲ 14 r/Sozialstaat+4 crossposts

Wie steht ihr zur Erhöhung der Rentenbeiträge?

Die Rentenbeiträge steigen immer weiter an, obwohl der Grund, das Umlageverfahren und der demografische Wandel, und die Lösung, mehr Kapitaldeckung, schon lange bekannt sind.

Wie steht ihr dazu?

Brauchen wir endlich eine harte Rentenreform, bei der auch die Rentner Kürzungen akzeptieren müssen oder möchtet ihr den wohlverdienten (?) Ruhestand der Rentner finanzieren?

spiegel.de
u/SherbetAggravating68 — 9 days ago
▲ 80 r/Sozialstaat+5 crossposts

Geldanlage: Ich habe 100 Euro im Monat übrig. Wie soll ich sie anlegen?

Ohne Paywall:https://archive.is/2026.05.28-124213/https://www.spiegel.de/wirtschaft/geldanlage-ich-habe-100-euro-im-monat-uebrig-wie-soll-ich-sie-anlegen-a-f41fead5-422d-42d4-9cd5-31fbce5a6b2f

Der Artikel zeigt wieder einmal, wie sehr die Deutschen sich mit ihrer Aktienphobie schaden. Dass diese "Zockerei" in vielen Ländern sehr erfolgreich ein Kernbestandteil der Altersvorsorge ist, will man hier immer noch nicht wahrhaben.

spiegel.de
u/SherbetAggravating68 — 10 days ago
▲ 40 r/Sozialstaat+6 crossposts

Beamte in die gesetzliche Pflegeversicherung?

Oft wird auch hier auf Reddit gefordert, dass Beamte stärker in die bestehenden Sozialversicherungen eingebunden werden sollen. Das sorgt einerseits für mehr Einzahler, aber hinterlässt andererseits einen faulen Beigeschmack. Denn durch mehr Einzahler werden die strukturellen Probleme unseres Sozialstaats nicht angegangen, sondern nur wie so oft verschoben.

Wie seht ihr das? Brauchen wir Beamte als Einzahler oder sollten wir erst zum Beispiel auf mehr Kapitaldeckung setzen, um das grundlegende Finanzierungsproblem anzugehen?

zeit.de
u/SherbetAggravating68 — 10 days ago
▲ 246 r/Sozialstaat+1 crossposts

Albert Stegemann (CDU): »Wer vorsorgt – mit privater Pflegezusatzversicherung, Aktiensparen oder Wohneigentum –, übernimmt Verantwortung für den Pflegefall.«

Perfekt, gut zu wissen.

Also sorge ich nicht vor.

reddit.com
u/Frequent-Eye9041 — 12 days ago
▲ 3 r/Sozialstaat+3 crossposts

Zu reich für BAföG, zu arm für Unterhalt? – Warum ich das für eine Ausrede halte

Hallo,

ich weiß kontroverse Aussage und ich will hier niemandem auf den Schlipps treten. Aber lasst mich das mal erläutern und dann kann man das ja sachlich ausdiskutieren, weil ich versuche es wirklich zu verstehen 😄

Vorab will ich erwähnen dass Eltern sowohl gesetzlich als auch Moralisch dazu verpflichtet sind, das Existenzminimum des Kindes sicherzustellen, bis dieses eben nicht mehr Unterhaltspflichtig ist (Meistens wenn es ausgelernt ist bzw. noch bei Weiterbildung). Schließlich haben Sie entschieden, dass das Kind lebt und stehen dem gegenüber auch in der Verantwortung und sollten es höher priorisieren, bis es auf eigenen Beinen stehen kann (ausgelernt ist). Alles andere sind in meinen Augen keine Eltern sondern lediglich Erzeuger. (Außer sie verdienen wirklich wenig, dann würde ja der Staat mit Bafög unterstützen).

Es gibt nämlich keine harten Grenzen beim Bafög direkt. Es gibt einen Betrag X. Haben die Eltern mehr als dieses, zahlen sie 50% von dem was sie mehr haben an das Kind. Verheiratete Eltern dürfen mindestens 2540€ behalten. Nehmen wir mal an, die Eltern liegen da knapp drüber bei 2600€. Dann müssen sie genau 30€ an das Kind abdrücken und liegen dann bei 2570€ für sich selbst. Sie liegen da mehr drüber mit 3200€? Dann müssen sie 330€ abgeben und liegen bei 2870€.

Die Idee, dass jemand der knapp drüber liegt also irgendwie besonders Probleme kriegt ist quatsch.

Die Freibeträge wurden vor 2 Jahren ca. stark angepasst. Eltern dürfen 2540€ zu zweit und Kindergeld behalten und 50% von dem was da drüber liegt. Also mindestens 2800€. Wenn die damit nicht auskommen können sie halt nicht wirtschaften.

Bei getrennt lebenden Eltern, weiteren Kindern, Schwerbehinderung usw. gibt es weitere Freibeträge wohlgemerkt.

Mal zum Vergleich: Mit Bürgergeld hätte ein Paar in Deutschland rund 1600€. Selbst in München wären es nur rund 2200€. Und dann will man hier erzählen, Eltern würden dann finanzielle Probleme kriegen.

Sprich aus meiner objektiven Sicht, gibt es nur drei Optionen wie "zu reich für Bafög, zu arm für Unterhalt" zu Stande kommen kann.

  1. Eltern leben völlig über ihre Verhältnisse

  2. Eltern haben in der Vergangenheit finanzielle Fehlentscheidungen getroffen

  3. Eltern sind einfach nur geizig bei der Bildung des Kindes

Bei Option 1. und 3. würde ich einfach mal hinterfragen ob die Eltern das Kind wirklich bedingungslos lieben, wenn Sie Ihre eigenen Bedürfnisse über die Bildung des Kindes stellen. Hier ist die Beziehung bereits durch die Eltern ruiniert und man hat kein Grund auf Bafög Formblatt 8 zu verzichten.

Bei Option 2. habe ich etwas Verständnis, kein Mensch ist perfekt und Fehler sind menschlich. ABER doch nicht auf kosten des Kindes, man darf natürlich Fehler machen. Aber dann muss man diese als Erwachsene Eltern ausbaden. Es kann doch nicht sein, dass das Kind dann gezwungen ist neben dem Vollzeitstudium noch Teilzeit zu arbeiten oder einen Bildungs-Kredit aufzunehmen. Aus meiner Sicht sollten die Eltern ihre Fehler ausbaden und Verantwortung übernehmen, in dem Sie den Kredit für die Kinder übernehmen oder noch einem Minijob nachgehen um mehr an die Kinder zahlen zu können.

Genauso ist die Gesellschaft (der Steuerzahler) ebenfalls nicht dafür verantwortlich diesen übermäßigen Lebensstil und die Fehlentscheidungen der Eltern zu kompensieren.

Mich stört halt auch diese Doppelmoral. Der Staat soll jedem Bafög zahlen und auch noch mehr weil es nicht reicht. Aber bei den Eltern sagt dann auf einmal jeder, Ach man kann ja auch arbeiten neben dem Studium und sich das selbst bezahlen und man muss ja nicht unbedingt ausziehen. Haben die Eltern oder der Staat die Kinder gezeugt?

P.S. Ich selber erhalte rund 400€ Bafög und bekomme von meinen Eltern PROBLEMLOS 600€ Unterhalt sowie das Kindergeld. Also es ist definitiv möglich.

EDIT: Ich bin im übrigen politisch links, also bin auch Mitglied bei den Linken, aber will demnächst austreten weil ich mit paar Punkten nicht mehr einverstanden bin (Ukraine Krieg)

reddit.com
u/Additional_Use_9391 — 9 days ago
▲ 1 r/Sozialstaat+2 crossposts

Zu reich für BAföG, zu arm für Unterhalt? – Warum ich das für eine Ausrede halte

Hallo,

ich weiß kontroverse Aussage und ich will hier niemandem auf den Schlipps treten. Aber lasst mich das mal erläutern und dann kann man das ja sachlich ausdiskutieren, weil ich versuche es wirklich zu verstehen 😄

Vorab will ich erwähnen dass Eltern sowohl gesetzlich als auch Moralisch dazu verpflichtet sind, das Existenzminimum des Kindes sicherzustellen, bis dieses eben nicht mehr Unterhaltspflichtig ist (Meistens wenn es ausgelernt ist bzw. noch bei Weiterbildung). Schließlich haben Sie entschieden, dass das Kind lebt und stehen dem gegenüber auch in der Verantwortung und sollten es höher priorisieren, bis es auf eigenen Beinen stehen kann (ausgelernt ist). Alles andere sind in meinen Augen keine Eltern sondern lediglich Erzeuger. (Außer sie verdienen wirklich wenig, dann würde ja der Staat mit Bafög unterstützen).

Es gibt nämlich keine harten Grenzen beim Bafög direkt. Es gibt einen Betrag X. Haben die Eltern mehr als dieses, zahlen sie 50% von dem was sie mehr haben an das Kind. Verheiratete Eltern dürfen mindestens 2540€ behalten. Nehmen wir mal an, die Eltern liegen da knapp drüber bei 2600€. Dann müssen sie genau 30€ an das Kind abdrücken und liegen dann bei 2570€ für sich selbst. Sie liegen da mehr drüber mit 3200€? Dann müssen sie 330€ abgeben und liegen bei 2870€.

Die Idee, dass jemand der knapp drüber liegt also irgendwie besonders Probleme kriegt ist quatsch.

Die Freibeträge wurden vor 2 Jahren ca. stark angepasst. Eltern dürfen 2540€ zu zweit und Kindergeld behalten und 50% von dem was da drüber liegt. Also mindestens 2800€. Wenn die damit nicht auskommen können sie halt nicht wirtschaften.

Bei getrennt lebenden Eltern, weiteren Kindern, Schwerbehinderung usw. gibt es weitere Freibeträge wohlgemerkt.

Mal zum Vergleich: Mit Bürgergeld hätte ein Paar in Deutschland rund 1600€. Selbst in München wären es nur rund 2200€. Und dann will man hier erzählen, Eltern würden dann finanzielle Probleme kriegen.

Sprich aus meiner objektiven Sicht, gibt es nur drei Optionen wie "zu reich für Bafög, zu arm für Unterhalt" zu Stande kommen kann.

  1. Eltern leben völlig über ihre Verhältnisse
  2. Eltern haben in der Vergangenheit finanzielle Fehlentscheidungen getroffen
  3. Eltern sind einfach nur geizig bei der Bildung des Kindes

Bei Option 1. und 3. würde ich einfach mal hinterfragen ob die Eltern das Kind wirklich bedingungslos lieben, wenn Sie Ihre eigenen Bedürfnisse über die Bildung des Kindes stellen. Hier ist die Beziehung bereits durch die Eltern ruiniert und man hat kein Grund auf Bafög Formblatt 8 zu verzichten.

Bei Option 2. habe ich etwas Verständnis, kein Mensch ist perfekt und Fehler sind menschlich. ABER doch nicht auf kosten des Kindes, man darf natürlich Fehler machen. Aber dann muss man diese als Erwachsene Eltern ausbaden. Es kann doch nicht sein, dass das Kind dann gezwungen ist neben dem Vollzeitstudium noch Teilzeit zu arbeiten oder einen Bildungs-Kredit aufzunehmen. Aus meiner Sicht sollten die Eltern ihre Fehler ausbaden und Verantwortung übernehmen, in dem Sie den Kredit für die Kinder übernehmen oder noch einem Minijob nachgehen um mehr an die Kinder zahlen zu können.

Genauso ist die Gesellschaft (der Steuerzahler) ebenfalls nicht dafür verantwortlich diesen übermäßigen Lebensstil und die Fehlentscheidungen der Eltern zu kompensieren.

Mich stört halt auch diese Doppelmoral. Der Staat soll jedem Bafög zahlen und auch noch mehr weil es nicht reicht. Aber bei den Eltern sagt dann auf einmal jeder, Ach man kann ja auch arbeiten neben dem Studium und sich das selbst bezahlen und man muss ja nicht unbedingt ausziehen. Haben die Eltern oder der Staat die Kinder gezeugt?

P.S. Ich selber erhalte rund 400€ Bafög und bekomme von meinen Eltern PROBLEMLOS 600€ Unterhalt sowie das Kindergeld. Also es ist definitiv möglich.

reddit.com
u/Additional_Use_9391 — 7 days ago
▲ 17 r/Sozialstaat+2 crossposts

Pflegereform: Union schlägt Finanzierung der Pflege auch mit Privatvermögen vor

Bund und Wirtschaftsweisen fordern harte Einschnitte bei Pflege, Gesundheit und Rente. Geplant: Pflegebedürftige sollen zuerst ihr Vermögen einsetzen, z.B. das Eigenheim, bevor die Pflegekasse zahlt. CDU-Politiker Albert Stegemann befürwortet das und spricht sich für stärkere private Vorsorge aus, denn Gesundheitsministerin Nina Warken erwartet ein Defizit von 22,5 Mrd. € bei der Pflegeversicherung.

Was haltet ihr davon? Ist das Einbeziehen von Eigenheimen und stärkere Eigenverantwortung fair, oder ist das soziale ungerecht?

zeit.de
u/SherbetAggravating68 — 13 days ago
▲ 52 r/Sozialstaat+3 crossposts

Geplante Änderung zur Pflegefinanzierung durch Eigenheim - Was genau soll sich ändern? Versteht das jemand?

Pflegekosten: Union will Eigenheim stärker für Pflegefinanzierung nutzen - DER SPIEGEL

Ist völlig Wertungsfrei, versuche es nur zu verstehen

Aktuell ist es doch so:

Beispiel: Familie mit abbezahltem Eigenheim, Vater hat schweren Unfall und muss in ein Pflegeheim. Den Eigenanteil für das Pflegeheim, der nicht durch Einkommen/Liquide mittel bezahlt werden kann, zahlt erst einmal der Staat, jedoch wird das Eigenheim "belastet", sobald dieses dann verkauft/vererbt wird, fordert das Amt das Geld ein. Die Frau und Kinder können aber bis dahin problemlos im Eigenheim bleiben.

Was genau wollen die den ändern? Das Eigenheim wird ja für die Pflege verwendet, nur eben erst im "Nachhinein".

Oder soll dann die Familie, zukünftig sofort gezwungen sein, das Eigenheim zu verkaufen? Sodass Frau mit Kinder in eine Mietwohnung ziehen muss, damit der Staat möglichst gar nicht erst einspringen muss?

Ich frage, weil wir uns gerade in genau der Situation leider befinden. Bin 17 Jahre alt, mein Bruder 14, das Haus wurde genau paar Monate vor dem Unfall fertig abbezahlt, dafür haben unsere Eltern auf vieles verzichtet. Unsere Mutter hat unseren Vater zwei Jahre gepflegt aber sie schafft es verständlicherweise Mental nicht mehr. Das ist zwar meckern auf sehr hohem Nivea, aber ich habe momentan Riesen Angst, nicht mehr in diesem Haus wohnen zu können in dem ich groß geworden bin.

u/Additional_Use_9391 — 12 days ago