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Axel Springer und die Techmilliardäre – Die Lobbyforen eines Medienkonzerns
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Axel Springer und die Techmilliardäre – Die Lobbyforen eines Medienkonzerns

Der Axel Springer Award ist nur eines von einer ganzen Reihe von Netzwerkevents, in denen Springer als Veranstalter von Lobbyforen auftritt. Dabei spielen auch Mathias Döpfners Verbindungen zu US‑Techmilliardären eine Rolle. Das wirft Fragen über die Unabhängigkeit von Berichterstattung und Medienmacht auf.

(...)

Döpfners gute Verbindungen zu US-Tech-Milliardären nutzen wohl auch dem Springer-Konzern. Denn Axel Springer beschränkt sich nicht darauf, mit seinen Medien über Politik und Wirtschaft zu berichten, sondern veranstaltet regelmäßig Events wie Preisverleihungen oder „Gipfel“. Oft dabei: die US-Techmilliardäre.

Besonders auffällig ist das beim Axel Springer Award. Seit 2016 werden jährlich „visionäre Persönlichkeiten aus der Welt von Wirtschaft und Technologie“ damit ausgezeichnet. Der Preis soll laut eines Sprechers des Unternehmens „außergewöhnliche unternehmerische, technologische und gesellschaftliche Wirkung“ würdigen. Zugleich biete er „Raum für journalistische Neugier, kritische Fragen und die öffentliche Auseinandersetzung mit den Ideen und Positionen der Preisträger.“ Gleichzeitig bedeute die Einladung einer Persönlichkeit für Springer aber „keine Zustimmung zu ihren politischen oder gesellschaftlichen Positionen“.  

Unter den Preisträgern finden sich auffällig viele Tech-Unternehmer aus den USA: Nach Meta-CEO Mark Zuckerberg (2016) folgten Amazon-CEO Jeff Bezos (2018), SpaceX- und Tesla-CEO Elon Musk (2020), Microsoft-CEO Satya Nadella, (2023) und OpenAI-CEO Sam Altman (2025). In diesem Jahr erhält Tech-Investor Peter Thiel den Axel Springer Award. Mit diesen Veranstaltungen kann Döpfner seinen Draht zu den Techmilliardären verstärken. Gleichzeitig bieten diese Veranstaltungen den Tech-Milliardären eine Bühne für ihre Positionen – und sowohl ihnen als auch Springer Prestige.

Dass dieses Jahr ausgerechnet Peter Thiel einen Preis erhält, ist geradezu grotesk. Thiel bezeichnet sich zwar selbst noch harmlos als Libertären. Doch wenn dazu gehört, möglichst wenig Staat und viel wirtschaftliche und politische Freiheit zu wollen, meint er das wohl eher nur für sich und eine Tech-Elite, denn wirtschaftlicher Wettbewerb sei etwas für Verlierer. Machtkonzentration beschreibt seine Vorstellung wohl besser. Andere beschreiben ihn als Tech-Oligarchen oder sogar Technofaschisten, der nach autoritärer Macht und technologischer Kontrolle strebt.

Deshalb fällt besonders auf, dass Axel Springer in seiner Begründung für den Preis die Überwachungssoftware Palantir auch noch als Beitrag für resiliente Demokratien erwähnt. Palantir steht wie kein anderes Unternehmen für den Versuch, staatliche Sicherheitsaufgaben und -macht zu privatisieren. Durch Verträge mit Polizei- und Sicherheitsbehörden drohen die sensibelsten Daten von Behörden auf der ganzen Welt in die Hand eines einzigen multinationalen Konzerns zu fließen – und werden so demokratischer Aufsicht entzogen. Auch deshalb wurden Verträge einzelner Landesbehörden mit Palantir zuletzt stark kritisiert.

Meistens fällt das Wort „Demokratie“ im Kontext von Thiel, wenn sein berüchtigtes Zitat angebracht wird: Er schrieb in einem Essay einmal selbst, dass er Freiheit und Demokratie für unvereinbar hält. Er äußerte, keine Hoffnung in demokratische Beteiligung oder Wahlen zu haben, und will staatliche Strukturen am liebsten auflösen. Mit autoritären Vorstellungen von einem CEO als Präsidenten beruft er sich auf Vorbilder wie den rechtsextremen Blogger Curtis Yarvin.

Peter Thiel steht für eine Politik, in der demokratische Gleichheit gegenüber der Macht von Unternehmen, Technologie und Exekutive zurücktritt. Zusammen mit den Problemen mit Palantir birgt das die Gefahr einer hochgerüsteten, profitorientierten Überwachungsinfrastruktur, die sich demokratischer Kontrolle entzieht. Dass eine solche Entwicklung als "Beitrag zur Resilienz von Demokratien" durchgehen soll, wie es in der Springer-Begründung für die Preisverleihung heißt, überzeugt nicht. Deshalb verleihen wir feierlich den Nicht-Peter-Thiel-Preis – an alle, außer Peter Thiel.

Die Preisverleihung an einen demokratiefeindlichen US-Milliardär wie Thiel ist aber noch aus einem anderen Grund problematisch. Denn so umstritten sie sind, Aufmerksamkeit und Interesse für die Veranstaltungen generieren sie allemal. Und der Axel-Springer-Verlag unter Döpfner ist derjenige, der den Zugang zu Ihnen über seinen Konzern vermittelt und gestaltet. Der Preis schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe: Die Tech-CEOs werden umgarnt und aufgewertet. Gleichzeitig profitiert der Springer-Konzern vom Prestige und der Aufmerksamkeit.

Events als Lobbyforum

Die Preisverleihungen sind nur eine Sparte der Events bei Axel Springer. Regelmäßig finden Expertengipfel als Treffen zwischen Wirtschaft und Politik statt. Axel Springer bezeichnet sie auch als „Plattformen für journalistisch geführten Diskurs“. Veranstaltungen wie der „Welt-Wirtschaftsgipfel“ oder „Welt-Sicherheitsgipfel“ werden über die Springer-Vermarktungseinheit Media Impact mit Sprüchen wie „Werden Sie Teil des exklusivsten Entscheider-Umfeld Europas“ oder „exklusiv für CEOs“ beworben.

Sie locken mit einem Gästekreis aus amtierenden Politikern, 55 Top-Level CEOs und 75 Beisitzerinnen und Beisitzern aus der Wirtschaft oder mit „exklusive[m] Zugang zur Politik“. Trotz dieser expliziten Bewerbung in den hauseigenen Vermarktungsmaterialien sagt Axel Springer, dass „zu keiner Zeit konkrete Zugänge verkauft oder versprochen“ würden. Die Finanzierung des WELT-Wirtschaftsgipfels erfolgt laut Axel Springer über „Werbeumfelder“. Wie genau sich diese „Werbeumfelder“ von Sponsoringpaketen oder Tickets für die Veranstaltung unterscheiden, ist nicht klar.

Deutsche Spitzenpolitiker*innen sind regelmäßig Teil solcher Springer-Events. Beim diesjährigen Welt-Wirtschaftsgipfel war mit Friedrich Merz, Lars Klingbeil, Johann Wadephul, Karsten Wildberger, Alexander Dobrindt und Katherina Reiche ein großer Teil des aktuellen Kabinetts vertreten. Beim Gipfel trafen sie auf Unternehmensvertreter von Firmen wie Rheinmetall, Airbus, BMW, Siemens, Schwarz und der Deutschen Bank, um nur einige Beispiele zu nennen. Auch Rahmenprogrammpunkte wie Abendessen oder Gästekreise gehören zu dem Angebot an Unternehmen, und auch crossmediale Berichterstattung durch Springer-Medien wird beworben.

lobbycontrol.de
u/AlexLaCave — 5 days ago
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Zwei Politiker der CDU sitzen im Finanzausschuss und entscheiden über Themen mit, die sie selbst stark betreffen: Olav Gutting meldet 550.342 € aus seiner Kanzlei, Fritz Güntzler 354.000 € aus zwei Kanzleien und einer Steuerberaterkammer.

Der Finanzausschuss des Bundestags ist laut abgeordnetenwatch.de/Finanzausschuss besonders in den Bereichen "Steuerpolitik, Finanzmarktregulierung und des Zollwesens" tätig. Zwei Politiker der CDU sind in dem Ausschusss tätig, verdienen selbst an Steuer- und Rechtsberatung und besetzen zusätzlich Posten bei Banken.

Olav Gutting ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für Erbrecht. In seinen Pflichtangaben zu Nebeneinkünften meldet er einen Gewinnausschüttung von 550.342 € (2026) aus seiner Kanzlei "Gutting Steuerberater und Rechtsanwälte GbR". Zusätzlich dazu ist er Mitglied im Aufsichtsrat der Volksbank Kraichgau (Verdienst: 9.000 € im Jahr) und im Zukunftsrat der Sparda-Banken (2.380 € im Jahr).

Fritz Güntzler ist hingegen Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und zudem auch Präsident der Steuerberaterkammer Niedersachsen. Insgesamt meldet er aus zwei Steuerkanzleien und der Kammer rund 354.000 €. Zusätzlich sitzt er im Verwaltungsrat der Sparkasse Göttingen (Verdienst: 7.500 € im Jahr) und im Beirat von DATEV.

Alle Daten sind ordnungsgemäß gemeldet. Zudem ist eine Expertise als Mitglied des Finanzausschusses definitiv sinnvoll. Sitze in Sparkassen Verwaltungsräten sind zudem bei Politikern nicht unüblich. Gleichzeitig sind beide über Kanzleien und Mitglieder in Räten der Banken stark mit genau den Themen verbunden, über die sie im Ausschuss mitentscheiden. Ob und wie es hier zu einer Beeinflussung kommt, kann ich von außen nicht beurteilen. Ich denke aber, so etwas sollte öffentlich zugänglich sein.

Wenn ihr euch davon selbst ein Bild machen wollt, schaut gerne bei den Einträgen meines Projektes politblick.de nach, bei der ich öffentlich zugängliche Daten zu Bundestagsabgeordneten und Lobbyarbeit aufbereite.

Gutting: https://politblick.de/abgeordnete/79336-olav-gutting/finanzen
Güntzler: https://politblick.de/abgeordnete/79335-fritz-guentzler/finanzen

Quellen:
Gutting: https://www.bundestag.de/abgeordnete/biografien/G/gutting_olav-1048666
Güntzler: https://www.bundestag.de/abgeordnete/biografien/G/guentzler_fritz-1044656

Transparenzhinweis: politblick.de ist mein eigenes Projekt. Die Daten stammen aus den Pflichtangaben vom Bundestag.

u/oleeni — 6 days ago
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Man brauch sich nicht zu wundern warum Rechtsextreme so stark sind...

Irgendwie tut jetzt jeder so überrascht, dass die DE die Rechtsextremen so stark sind und es wird jetzt nach dem Grund gesucht. Ich kann von Vornerein sagen es gibt nicht "Den Grund". Es ist eine Ansammlung an ganz vielen Sachen jedoch spielen Medien eine extrem wichtige Rolle bei den Ganzen.

Ich möchte euch and Trump vs. Hilary 2016 erinnern. In den Amerikanischen Medien wurde sich über T-Boy lustig gemacht und gelacht. Gewählt wurde Trumpf Jr. trotzdem. Warum?

Einen nicht so kleinen Anteil an der Schuld lag an der Medienpräsenz. Während Drumpf Richtung 60% aller Berichterstattungen ausmachte, konnte Hillary nur knapp unter 40% bekommen.

https://shorensteincenter.org/resource/news-coverage-2016-general-election/

"Aber die Medien haben doch hauptsächlich schlecht über ihn berichtet?" Als ob das ein Unterschied machen würde. Es ist wirklich komplett egal ob positiv oder negativ über dich berichtet wird. Solange du nicht im Gefängnis dafür landest und du keine Scham hast reicht die Präsenz aus.

Weiß noch jemand wer Trumps Gegenkandidaten waren? Nein? Jet Bush ist aus den Rennen ausgetreten weil er einen einzigen Patzer hatte. Das war alles.

Jetzt haben wir in DE die erste rechtsextreme Regierung und viele sind auf einmal verwundert wieso. Habt ihr euch schon mal gefragt wie oft wir rechtsextreme fokussiert werden.

"Aber die sind doch unterrepräsentiert." Vielleicht mit der Anzahl der Auftritte aber nicht mit der Anzahl der Stunden wo man über sie berichtet, ihre Clips einspielt, ihre Stellung zu Themen einfach nur wiederholt oder sie einfach vor dem Micro reden lässt ohne Gegenrede.

Genau das Gleiche hat man mit der Orange gemacht. Man hat sie zwar nicht eingeladen aber ständig über sie und ihre Politik geredet.

Jetzt fast ein Jahrzehnt später wundert man sich warum die Rechtsextrem so präsent sind. Bereits 2015 bevor die Rechtsextremen eine große Partei waren hat man über sie berichtet und zwar ständig.

Man braucht sich echt nicht zu wundern warum das so ist und ich habe es langsam Leid das Leute so überrascht tun.

Ein großer Teil der Schuld tragen alle Medien. Private die in der Axel-Springer Blase sind wollen ja die Rechtsextremen an der Macht aber der ÖRR ist einfach Vollkatastrophe. Ihr verhalten kann ich inzwischen nur damit erklären, dass die Leute die dort arbeiten bereits rechtsextrem sind oder verblendete Konservative.

Einfaches Gedankenexperiment:

Nehmen wir an alle Medien fangen ab morgen an nur noch Volt und PdL Mitglieder zu Themen zu befragen und nur die Themen die beide Parteien interessieren und fragen alle anderen Parteien wie die Zusammenarbeit mit Volt oder PdL aussehen würde?

Was glaubt ihr wie das Wahlergebnis bei der nächsten Wahl wäre? Hätten beide Parteien möglicherweise über 20%.

Ihr müsst hier gar nicht spekulieren, denn das ist was mit den Rechtsextremen passiert. Wir reden ständig, dauerhaft, online, offline beim ÖRR oder bei den Privaten nur über eine Partei und nur über ihre Themen.

Vermögenssteuer? Nö, nach einer Talkshow Thema gegessen.

Erbschaftssteuer? Nö, 2 Talkshows und eigentlich sind die Moderatoren dagegen.

Es ist wirklich zum Mäusemelken. Es wiederholt sich einfach was in 2016 passiert ist und die Leute beim ÖRR kapieren es einfach nicht.

u/Super_Bee_3489 — 10 days ago
▲ 829 r/mediasres+1 crossposts

Ich wüsste ja eine Partei, die gesichert rechtsextrem ist. Und eine Gleichsetzung der Linken mit der mit der NSDAP ist dann echt next level.

Quelle.Und nur mal als Erinnerung, wir reden bei der Vergesellschaftung ab 3000 Wohnungen

u/WilliamDyer82 — 10 days ago

"umstritten" - absolutes Unwort

Gerade auf Tagesschau24 im Börseninterview hat die Interviewerin zum dauergrinsenden Gast gesagt, dass der Tankrabatt umstritten sei...

Nein, es ist eindeutig: Eine Seite hat Fakten und die andere lügt. Was ist daran umstritten?

Das wäre so, als würde man die Konsistenz des Mondes als umstritten bezeichnen, ob er aus Käse ist oder nicht. Natürlich ist das ein schlechtes Beispiel, da ja auch umstritten ist, ob wir überhaupt auf dem Mond waren...

reddit.com
u/Miiyamoto — 10 days ago
▲ 758 r/mediasres+1 crossposts

Mathias Döpfner: Der Einfluss des Bild-Chef in ein paar Bildern

Der Springer Verlag gehört zu 95% Mathias Döpfner und Friede Springer. Mathias Döpfner ist ebenfalls der CEO des Springer Verlag.

Zu Springer gehören wiederrum Die Welt, Bild, Business Insider, Politiko, Fakt und Blesk.

Auch der britische Telegraph, gehört seit 2026 zu Springer.

Beispiele für Einflussnahme

Generell hetzen Bild, Welt und andere Springer-Zeitungen gegen Ausländer, sind pro-Zionismus, pro Superreiche, gegen Linke, für Fossile etc.
Es gibt aber ein paar Beispiele für politischen Einfluss und fragwürdige Verbindungen die hervorstechen.

Wahlbeeinflussung für FDP Deutschland 2021 (Bild)

Vor der Bundestagswahl 2021 schickte er folgendes an den damaligen Chef der Bild (Julian Reichelt):

  • "Unsere letzte Hoffnung ist die FDP (…) Können wir für die nicht mehr tun"
  • "Kann man noch mehr für die FDP machen? Die sollten 16 Prozent mindestens kriegen"
  • "Please Stärke die FDP. Wenn die sehr stark sind können sie in Ampel so autoritär auftreten dass die platzt"

Heizungsdebatte und KKR Verbindungen

KKR hat sowohl Anteile an fossilen Firmen und hatte bis 2025 den größten Anteil am Axel-Springer Verlag.

Vor allem die Berichterstattung des Springer-Verlag zum "Habeck-Heiz-Hammer" in Verbindung mit fehlender Skrupel seitens Döpfner legt also Nahe das der Axel-Springer Verlag inklusive Bild und Welt aktiv Stimmung gegen das Heizungsgesetz gemacht hat.

Eventuell sogar in Absprache der FDP, ein früher Gesetzesentwurf wurde nämlich geleakt.

Koordinierung mit FDP beim Bruch der Ampel 2024 (Bild)

Bereits vor der Wahl wollte Mathias Döpfner ja "das die Ampel platzt", während dem Bruch der Ampel macht Döpfner aktiv Werbung für die FDP mit Headlines wie "Sehr gute Vorschläge, Wirtschaft steht hinter Lindner" und "Scholz erklärt Lindner zum Sündenbock"

SPD und Grüne Vermuten das Lindner und Döpfner direkt Kontakt hatten und Dinge aneinander durchgestochen haben.

Elon Musk Kolumne für AFD vor der Wahl 2025 (Welt)

Mathias Döpfner hat vor der Bundestagswahl eine Meinungskolumne mit Elon Musk eingefädelt, "nur die AFD kann Deutschland retten" sagt dieser.

Wegen der aktiven Wahlwerbung für die AFD tritt die Chefin des Meinungsressort der Welt daraufhin zurück.

Gespräche mit Merz zu AFD Zusammenarbeit

  • RND behauptet: Döpfner hat bei einem Gespräch mit dem Kanzler ihn dazu drängen wollen mit der AFD zusammenzuarbeiten, Merz lehte das ab. Döpfner darauf; "Das werden sie bereuen!"
  • Döpfner, Springer u. CDU Sprecher: "totaler Unsinn", "Absurde Gerüchte"

-> Merz Zitat schafft Klarheit:
"Ich werde, auch wenn ich mittlerweile sogar aus einzelnen Verlagshäusern dazu aufgefordert werde, eine andere Mehrheit im Deutschen Bundestag nicht suchen."

Döpfner nimmt also immernoch aktiv auf die Politik Einfluss und will AFD-CDU Zusammenarbeit, vor allem bei Wirtschafts und Steuerfragen erwirken.

Döpfners persönliche Meinungen

Mathias Döpfner nennt sich selbst einen "nichtjüdischen Zionisten" und sagt dahingehend Dinge wie:

  • Umweltaktivisten sollen neben ihrem „wichtigen Kampf gegen eine verantwortungslose Klimapolitik“ auch ein Engagement gegen den aufkommenden Antisemitismus nicht vergessen. (2019 im Kontext von Halle)
  • Man müsse „Woke-Ideologie als trojanisches Pferd des Antisemitismus und des Islamismus entlarven“ (2026)

Generell ist er pro-Trump und mit den amerikanischen Rechten relativ auf einer Wellenlänge, so lobte Döpfner die Rede von J. D. Vance auf der Münchner Sicherheitskonferenz als „inspirierende Botschaft“. Vance hatte dort behauptet, Meinungsfreiheit und demokratische Grundwerte seien in Europa eingeschränkt.

Aus den geleakten Chats gehen außerdem die folgenden Äußerungen hervor:

  • "Die ossis sind entweder Kommunisten oder faschisten. Dazwischen tun sie es nicht. Eklig."
  • "free west, fuck the intolerant muslims und all das andere Gesochs"
  • "Umweltpolitik – ich bin sehr für den Klimawandel. Zivilisationsphasen der Wärme waren immer erfolgreicher als solche der Kälte. Wir sollten den Klimawandel nicht bekämpfen, sondern uns darauf einstellen."
  • wer "die Türen öffnet wird Rassismus ernten"
  • "Mein Vorschlag. Friedensnobelpreis für Trump. Und ibama wieder wegnehmen."
  • Zu Corona-Maßnahmen schrieb er im März 2020 über die "Grippe" Corona: "Das ganze ist so surreal. Kollektiver Verstandes Verlust. Der Coup der Gefühligkeit. Das absolute scheitern der Eliten. Es ist ein Endpunkt." Und Ende März 2020: "Das ist das Ende der Marktwirtschaft. Und der Anfang von 33."

Axel-Springer Awards

Ein weiterer Mikrokosmos für Mathias Döpfners Verbindungen und Meinungen ist der Axel-Springer-Award, Preisträger sind u.a.

  • In 2026 Peter Thiel
  • In 2025 an Sam Altman
  • In 2020 an Elon Musk
  • In 2018 an Jeff Bezos
  • In 2016 an Mark Zuckerberg

Es ist also wahrscheinlich auf zumindest teilweise ein Preis um sich bei den amerikanischen Oligarchen einzuschleimen.

u/Jet_the_fem_bean — 12 days ago

Professor zum hessischen Rechtsgutachten verwendet das revisionistische „Judäa und Samaria“ als Bezeichnung für das Westjordanland bei der BPK

Ab 1:04:40

Hintergrund dazu:
Das ist insofern bemerkenswert, da dieser Kampfbegriff insbesondere unter dem rechten Likud populär wurde und diese Gebiete als israelisch markieren soll. In den USA wird er von Rechten genutzt um eine revisionistische Politik zu betreiben.

Die EU und UN nutzen für das Westjordanland offiziell die Bezeichnung „The Occupied Palestinian territory/territories”. Die USA aktuell noch West Bank. Rechtsaußen Republikaner versuchen dies allerdings gerade zu ändern. Auch das oberste Gericht Israels erkennt die Gebiete grundsätzlich als besetzt an. Die israelische Regierung macht daraus für ihr eigenes narrativ „umstritten“ um das Wort „besetzt“ zu vermeiden und pusht das Judäa und Samaria.

Ähnliche revisionspolitische Dog Whistles benutzen Rechte wenn sie zum Beispiel die aktuellen europäischen Grenzen in Frage stellen und von Schlesien, Ostpreußen, Pommern oder Sudetenland sprechen.

Man kann davon ausgehen dass ein Jurist seine Worte grundsätzlich bewusst wählt.

Hierauf fußt die hessische CDU ihr Gutachten.

youtube.com
u/Akkusativobjekt — 10 days ago
▲ 205 r/mediasres+1 crossposts

Antwort vom ZDF: Man bedauert "die Aussage missverstanden [zu] haben". Es wurde "zusammengezogen übersetzt" und das rausschneiden vom Töten der Kinder durch Steuergelder sollte keinesfalls Verharmlosung sein

Nachtrag zum Post hier:

Eine israelische Gästin im ZDF ist besorgt, dass ihre Aussagen herausgeschnitten werden. Ein paar Sekunden später wird ihr Satz „Your taxes shouldn't be paying for so many children to be killed“ mit „dass in Gaza Kinder verhungern“ übersetzt.

u/trrrrraaa (danke) hat sich beschwert und die Antwort geteilt:

>Sehr geehrt….,
 
vielen Dank für Ihre E-Mail an das ZDF und dem Interesse an unserer Berichterstattung.
 
Das ZDF hat sich mit der Diskussion um unser Interview mit Noam Shuster-Eliassi in der "aspekte"-Sendung vom 18.9.2026 intensiv beschäftigt. Es steht der Vorwurf im Raum, die Übersetzung relativiere die Aussage der Interviewpartnerin.
 
Der englische Original-Ton von Noam Shuster-Eliassi lautet: "Your taxes shouldn't be paying for so many children to be killed for starvation in Gaza".
 
Dies hat die Redaktion als einen Sinnzusammenhang verstanden und zusammengezogen übersetzt mit "Eure Steuergelder sollten nicht dafür ausgegeben werden, dass in Gaza Kinder verhungern.
 
Mit dieser Übersetzung sollte Noam Shuster-Eliassis Aussage keinesfalls verharmlost werden. Wir haben uns bewusst dazu entschieden, sie und andere Protagonisten der Sendung, die die israelische Regierung und ihr Vorgehen in Gaza mit zum Teil deutlichen Worten kritisieren, zu Wort kommen zu lassen - wie z. B. den israelischen Künstler Know Hope, der später im Interview von "Völkermord" spricht.
 
Die Redaktion hat die Diskussion zum Anlass genommen, bei Noam Shuster-Eliassi nachzufragen, wie sie selbst ihre Aussage verstanden wissen will. Sie hat der Redaktion mitgeteilt, dass ihre Aussage eine Aufzählung sei und kein zusammenstehender Begriff.
 
Wir bedauern, dass wir die Aussage missverstanden haben. Das ZDF wird deshalb die deutsche Übersetzung der betreffenden Stelle anpassen: "Eure Steuergelder sollten nicht dafür verwendet werden, dass so viele Kinder getötet werden, dass Gaza ausgehungert wird".
 
Vielen Dank für Ihre aktive Begleitung unseres Programms. Wir würden uns freuen, wenn Sie dem ZDF auch weiterhin als anspruchsvoller Zuschauer erhalten bleiben.
 
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Zuschauerservice

reddit.com
u/yesyesright — 12 days ago
▲ 193 r/mediasres+1 crossposts

Kammergericht gibt CORRECTIV Recht: Dritter Erfolg gegen Ulrich Vosgerau

Damit hat CORRECTIV in der Auseinandersetzung um dieselbe Passage zum dritten Mal vor Gericht Recht bekommen. Zuvor hatten bereits Hamburger Gerichte die angegriffene Passage in zwei Instanzen als zulässig beurteilt. Erst das Landgericht Berlin war in erster Instanz zu einer anderen Einschätzung gekommen. CORRECTIV hatte gegen diese Entscheidung Berufung eingelegt.

Die angegriffene Passage betrifft eine Äußerung Vosgeraus zur Freiheit der Wahlentscheidung junger Wählerinnen türkischer Herkunft.

„Der Kläger hat gegenüber CORRECTIV selbst schriftlich erläutert, was er in Potsdam gesagt hat. Die angegriffene Passage gibt seine Äußerungen sachlich und journalistisch sauber wieder. Dass der Kläger diese Darstellung dennoch dreimal angegriffen hat, ist presserechtlich bemerkenswert. Das Kammergericht hat nun klargestellt, dass die Berichterstattung zulässig ist“, sagt Thorsten Feldmann, Prozessbevollmächtigter von CORRECTIV und Rechtsanwalt bei JBViniol.

Die Auseinandersetzung über eine einzelne Passage über mehrere gerichtliche Instanzen an zwei Gerichtsorten zeigt exemplarisch, wie Klagen gegen einzelne Formulierungen strategisch genutzt werden, um öffentlichen Druck auf journalistische Arbeit auszuüben und Zweifel an einer Recherche zu säen.

„Der Wert der Pressefreiheit zeigt sich gerade dann, wenn Journalismus politisch unbequem wird. Das heutige Urteil ist deshalb trotz der Banalität des eigentlichen Streitgegenstands ein wichtiges Signal“, sagt CORRECTIV-Chefredakteur Justus von Daniels. „Wir lassen uns von taktischen Klagen nicht davon abhalten, weiter kritisch über die Strategien und Netzwerke der Neuen Rechten zu berichten.”

correctiv.org
u/AlexLaCave — 13 days ago
▲ 113 r/mediasres

NDR Kultur lädt Vollidioten ein, um 12-mal das N-Wort unzensiert abzudrucken:

Das ist wohl wirklich der gottlos peinlichste "Artikel", den ich in letzter Zeit lesen musste.

ndr.de
u/Wimperator — 13 days ago

David Ellisons Portfolio nach dem Paramount/Warner Brothers Merger

Die letzten legalen Hürden sind jetzt aus dem Weg:

https://www.businessinsider.com/larry-david-ellison-lawsuit-states-power-trump-money-paramont-wbd-2026-9

Und damit wird dem Trump-hörigen Milliardär David Ellison bald auch noch CNN gehören.

Bei CBS hatte es unter der Führung von David Ellison bereits viel Einmischung in den täglichen Betrieb gegeben.

https://www.democracynow.org/2025/12/24/cbs\_60\_minutes\_censorship\_rings\_another

u/Jet_the_fem_bean — 11 days ago

„Wir reden viel zu viel über ostdeutsche Identität“: Warum die Debatte über den Osten nicht weiterhilft

>Je länger ich auf die ganzen Ost-Formate schaue, desto weniger glaube ich, dass Deutschland an einem Mangel an ostdeutscher Repräsentation leidet. Eher fehlt die Bereitschaft, das immer gleiche Versprechen an seinem Ergebnis zu messen. Noch ein Gespräch, noch ein Film, noch ein Buch über das Unverstandensein: Wie lange soll die Einladung, endlich zuzuhören, ihre eigene Wiederholung überleben? Denn vielleicht hat sie längst einen Preis: Die deutsche radikale Rechte erhält einen besonders gut ausgeleuchteten Schauplatz namens „der Osten“ und eine fertige Geschichte vom missachteten Kollektiv. Ihre westdeutschen Wähler, ihre Organisationen und die gesellschaftlichen Verhältnisse, aus denen sie dort gewinnt, verschwinden leichter im Hintergrund.

>Ich finde daher, die medialen Fürsprecher einer Ostidentität müssen sich die Frage durchaus gefallen lassen, wie diese Wahlergebnisse wohl ohne ihr Engagement aussehen würden. Sollen wir wirklich glauben, ohne die intensive Ost-West-Debatte, die sie immer und immer wieder neu anstoßen und am Laufen halten, hätte die AfD noch mehr Stimmen? Läge sie dann „im Osten“ bei 60 Prozent? Oder ist das Ganze ein riesiger Trugschluss?

uebermedien.de
u/AlexLaCave — 14 days ago

KI-Chatbots verändern die Sprache, die Logik und das wirtschaftliche Fundament der Medien. Mit etwas Pech geht’s gleich in die nächste Abhängigkeit.

mdr.de
u/AlexLaCave — 13 days ago