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Wie stark tragen Bäume in Städten eigentlich zum Klimaschutz bei?
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Wie stark tragen Bäume in Städten eigentlich zum Klimaschutz bei?

Diese Frage lässt sich inzwischen deutlich genauer beantworten. Forschende der Technische Universität München entwickelten ein hochauflösendes Modell, das erstmals berechnet, wie viel CO₂ einzelne Vegetationsflächen in Städten aufnehmen oder freisetzen.

Das Ergebnis für München:
Im Jahresdurchschnitt gleicht die städtische Vegetation etwa zwei Prozent der gesamten CO₂-Emissionen aus.
Deutliche Unterschiede zeigen sich zwischen verschiedenen Vegetationstypen.
Stadtbäume wirken als klare CO₂-Senken.
An einzelnen Sommertagen erreicht ihre Aufnahmeleistung Werte, die den Ausstoß des Münchner Straßenverkehrs ausgleichen oder kurzzeitig übertreffen.

Grasflächen schneiden deutlich schwächer ab.
Durch die sogenannte Bodenatmung geben sie im Jahresmittel mehr CO₂ ab, als sie aufnehmen. Unter dem Strich entstehen damit zusätzliche Emissionen.
Die Analyse basiert auf einem Modell mit einer räumlichen Auflösung von zehn Metern. Frühere Berechnungen arbeiteten meist mit Satellitendaten in einer Auflösung von rund 500 Metern. Einzelne Bäume oder kleinere Grünflächen blieben dadurch oft unsichtbar.

Für die Stadtplanung ergibt sich daraus eine klare Erkenntnis:
Die Wirkung von Grünflächen unterscheidet sich erheblich.
Bäume übernehmen dabei eine besondere Funktion. Sie binden CO₂, kühlen Städte, verbessern die Wasserversickerung und erhöhen die Lebensqualität im urbanen Raum.

Damit verschiebt sich auch der Blick auf Stadtgrün und neben der Fläche rückt zunehmend die Art der Vegetation in den Mittelpunkt. 🌳

Quelle:
https://www.tum.de/aktuelles/alle-meldungen/pressemitteilungen/details/stadtbaeume-koennen-im-sommer-mehr-co2-aufnehmen-als-autos-ausstossen

u/EEAktuell_Team — 1 day ago
▲ 97 r/umwelt_de+3 crossposts

Am 30. Oktober 2025 überraschte das Studierendenwerk AKAFÖ 101 Mieter mit einer unklaren E-Mail:

>„Bei den aktuell durchgeführten Sanierungsarbeiten in der Wohnanlage Laerholz 17 durch eine externe Fachfirma sind leider Mängel im Brandschutz entstanden. Unsere Kontrolle hat gezeigt, dass das Bewohnen der Anlage aus Sicherheitsgründen derzeit nicht mehr gestattet ist. Um die Sicherheit aller Mieter:innen zu gewährleisten und unserer Fürsorgepflicht nachzukommen, räumen wir das Gebäude daher präventiv.“

Für die Räumung wurden keine klaren Fristen genannt. Es wurde nur mündlich mitgeteilt, dass die Bewohner vielleicht nur noch diesen Tag hätten und möglicherweise den nächsten. Wer die Umstände des chaotischen Umzugs genauer nachlesen will, kann es gerne hier tun.

 

Kurzfassung: Jahre lang waren im Wohnheim Laerholzstraße 17/19 große Löcher in den Wänden, obwohl dort asbesthaltiges Material verbaut ist. Das AKAFÖ hat das geleugnet und wollte die Löcher, trotz Bitten der Bewohner mit Verweis auf gesundheitliche Risiken, nicht schließen. Als eine vom AKAFÖ beauftragte Fachfirma im Oktober 2025 in der Haushälfte 17 unsachgerecht Arbeiten durchführte, wurden einige Bewohner darauf aufmerksam und meldeten es dem AKAFÖ und den Behörden. Die Arbeiter hatten unter anderem ohne Abschottungen bei geschlossenen Fenstern Eternitrohre zerstückelt. Das AKAFÖ beauftrage einen Gutachter, dessen Gutachten spätestens am 24.10.2025 vorlag. Allerdings wurde es verschwiegen und ein zweiter Gutachter beauftragt. Dieser äußerte am 30.10.2025 mündlich einen Verdacht. Wenige Stunden später wurde die Haushälfte 17 wegen „Brandschutz“ geräumt. Die (mögliche) Asbest-Belastung wurde wissentlich verheimlicht und erst nach der Räumung mitgeteilt, so dass wir den Staub aufwirbelten und ohne Masken einatmeten. Das AKAFÖ wollte vertuschen, dass es schon vorher ein Gutachten gab, aber scheiterte. In der widersprüchlichen Stellungnahme dazu behauptete das AKAFÖ erneut, dass Brandschutz kein Vorwand, sondern der Grund für die Räumung gewesen sei. Nach dem Umzug hat es die Betroffenen gezielt unter Druck gesetzt, um ihnen mit schmutzigen Methoden neue Verträge für meist teurere und/oder schlechtere Unterkünfte anzudrehen.

 

Die Brandschutzmängel existierten wirklich, aber ein Vermieter (auch ein Studierendenwerk) darf grundsätzlich nicht eigenmächtig die Räumung eines Wohngebäudes anordnen. Dafür müsste eigentlich eine Gefahr im Verzug bestehen, wie ein Hausbrand oder vielleicht eine Schadstoffbelastung mit krebserregenden Stoffen. Selbst wenn trotzdem bei schwerwiegenden Brandschutzmängeln eine eigenmächtige Räumung durch das AKAFÖ erlaubt sein sollte, müsste es zuvor eine Beseitigung der Mängel prüfen. Sollte dies im bewohnten Gebäude in kurzer Zeit nicht möglich sein, kann eine Räumung nach § 555a BGB rechtens sein. Aber in der bewohnten Haushälfte 19 hat es die Löcher, welche die Brandschutzmängel ermöglichten, innerhalb von zwei Tagen geschlossen.

Alternativ müsste eigentlich eine zuständige und befugte Behörde eine Räumung anordnen oder erlauben. Beim Brandschutz wäre dies grundsätzlich das Bauordnungsamt. Deswegen hat ein Betroffener unter Berufung auf das Informationsfreiheitsgesetz NRW und Umweltinformationsgesetz NRW nachgefragt. Das Bauordnungsamt Bochum antwortete, dass keine Vorgänge bzw. Akten zu der Laerholzstraße 17/19 vorliegen würden, wobei sich möglicherweise ältere Genehmigungsunterlagen im Archiv befinden könnten. Das bedeutet: Es gab auch keine brandschutzrechtlichen Maßnahmen wie eine Räumung! Ähnlich antwortete auch die Bezirksregierung Arnsberg in Bezug auf die Brandschutzmängel und Räumung. Das Gesundheitsamt Bochum wurde vom AKAFÖ erst nach der Räumung mit dem „zweiten Gutachten“ informiert, so dass es die Laerholzstraße 17 ab dem 04.11.2025 sperrte. (Es war eine mündliche Auskunft. Eine schriftliche steht noch aus.) Auch hier verschwieg das AKAFÖ das „erste Gutachten“. Eine Anfrage an das AKAFÖ wurde noch nicht verschickt, da es voraussichtlich eine Ablehnung geben wird und die Wartezeiten für die Verwaltungsgerichte Jahre betragen.

Zusatz: Das Oberverwaltungsgericht NRW urteilte am 12.11.2025 (7 A 2985/21), dass die Entscheidungen der Stadt Dortmund, ein Gebäude sofort zu räumen und der Eigentümerin mit sofortiger Wirkung die Nutzung zu untersagen, ermessensfehlerhaft war. Laut dem vom Senat beauftragten Sachverständigen, begründeten die angeführten Brandschutzmängel in erheblichem Umfang keine gegenwärtige Gefahr für die Bewohner.

 

Nach unserem Verständnis bleiben also folgende Möglichkeiten:

  1. Die Räumung war rechtswidrig bzw. das AKAFÖ hat gegen geltendes Recht verstoßen.
  2. Eine andere zuständige und befugte Behörde erteilte eine Erlaubnis oder Anordnung.
  3. Das Bauordnungsamt Bochum und/oder die Bezirksregierung Arnsberg haben eine falsche Auskunft erteilt.
  4. Das AKAFÖ führte die Räumung wegen Gefahr im Verzug durch. Eine Schadstoffbelastung könnte eine Gefahr im Verzug sein, aber das AKAFÖ nennt die Brandschutzmängel als wahren Grund und behauptet erst nach der Räumung von der Asbest-Belastung gewusst zu haben.
u/MyIndividualUsername — 3 days ago
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Klimaschützer Trump

Donald #Trump ist gut für den #Klimaschutz! Glaubt ihr nicht? Stimmt aber.

Klar: Trump versucht, erneuerbare Energien zu verhindern. Klappt aber nicht. In den USA wächst Solar- und #Windkraft weiter, weil erneuerbare Energien billiger sind als fossile. Und der Krieg mit dem Iran zeigt Millionen Menschen: Abhängigkeit von Fossilen macht verletzlich. Deshalb boomen weltweit #Wärmepumpen, #Solaranlagen und .

Nutzen wir jetzt die Chance und machen wir uns unabhängig!

u/vquaschning — 6 days ago

Ehrenamt NABU

Möchte jemand über sein Ehrenamt berichten ? Wie war der Einstieg ? Wie sahen die Aufgaben aus ?

Gibt es vielleicht Alternativen, wie ich mich am besten beim Umweltschutz einbringen kann ?

reddit.com
u/Hot_Phone6870 — 6 days ago
▲ 935 r/umwelt_de+1 crossposts

Während in Berlin über neue Regeln für die Energiewende diskutiert wird, läuft im Norden längst ein anderes Modell.

In Ellhöft, einem kleinen Dorf an der dänischen Grenze, hat man früh begonnen, auf Wind- und Solarenergie zu setzen. Über die Jahre entstand so eine Versorgung, die einen großen Teil des Bedarfs selbst abdeckt.

Der lokale Wind- und Solarpark produziert bereits seit den 90er Jahren Strom für mehrere Tausend Haushalte. Heute stehen in der Region rund 45 Windräder, weitere sind geplant. Auffällig ist vor allem, wie das Projekt organisiert ist.

Der Park wird genossenschaftlich betrieben. Viele Menschen vor Ort sind beteiligt, investieren selbst und profitieren direkt.

Energiewende wird hier im Alltag getragen.

Im Alltag zeigt sich, wie sehr das Projekt Teil des Dorfes geworden ist. So sehr, dass es inzwischen sogar ein eigenes „Wind-Erntedankfest“ gibt.

Parallel verändern sich die politischen Rahmenbedingungen. Diskutiert wird unter anderem, Ausgleichszahlungen für Windparks zu streichen, wenn Strom nicht abgenommen wird. In Ellhöft richtet sich der Blick stärker auf das, was vor Ort funktioniert.

Quelle:

https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/neue-regeln-fuer-die-energiewende-ellhoeft-macht-sich-unabhaengig,windparkellhoeft-102.html

u/EEAktuell_Team — 10 days ago
▲ 0 r/umwelt_de+1 crossposts

Strom aus dem All?

Seit Jahrzehnten taucht diese Idee immer wieder auf, meist in Visionen von Ingenieuren oder in Zukunftsstudien. Lange galt sie als technisch faszinierend, aber kaum realistisch.

Die Rede ist von Weltraumgestützten Solaranlagen.

Doch laut einem aktuellen Bericht von Euronews arbeiten mehrere Staaten und Raumfahrtagenturen inzwischen konkret an Konzepten für „Space-Based Solar“.

Die Idee:
Solarmodule werden im Orbit platziert, wo sie nahezu permanent Sonnenlicht empfangen, ohne Nacht oder Wolken und ohne atmosphärische Verluste. Der erzeugte Strom würde zur Erde übertragen und dort wieder in nutzbare Energie umgewandelt.

Der Vorteil liegt auf der Hand: konstante, wetterunabhängige Energieerzeugung mit potenziell sehr hohen Volllaststunden. Anders als Wind- oder Bodensolar könnte diese Technologie rund um die Uhr Strom liefern.

Gleichzeitig sind die Herausforderungen enorm:

Startkosten, Materialbedarf, Sicherheit der Energieübertragung, Wirkungsgrade und internationale Regulierung sind noch nicht abschließend geklärt. Die Technik befindet sich weiterhin im Entwicklungsstadium.

Warum wird trotzdem intensiv daran geforscht?

Weil klassische erneuerbare Energien zwar wachsen, aber Netze, Speicher und Flächen begrenzt sind. Space Solar könnte, zumindest theoretisch, einen zusätzlichen, kontinuierlichen Baustein liefern und langfristig sogar über Netto-Null hinausgehende Klimaziele unterstützen.

Quelle:

https://www.euronews.com/2026/02/21/clean-power-everywhere-how-space-based-solar-could-help-us-go-beyond-net-zero-targets

u/EEAktuell_Team — 8 days ago
▲ 358 r/umwelt_de

Unser Geld für Katar

Wieder mal hauen wir Geld für Tankrabatte raus ⛽, subventionieren #Erdöl und überweisen dieses Jahr über 100 Mrd. € an Öl- und Gasförderländer wie #Katar oder Trumps #USA, um unsere Öl- und #Gasimporte zu bezahlen 💸.

Und kaum jemanden stört’s.

Wäre es nicht besser, unser Geld in Deutschland in die Energiewende – also in Solar- und #Windkraftanlagen ☀️💨, #Elektroautos 🚗⚡und #Wärmepumpen – zu investieren, um uns unabhängig zu machen?

u/vquaschning — 13 days ago