Hausaufgaben gehören abgeschafft
Vorweg, ich bin 31, studierter Maschinenbauingenieur, habe keine Kinder, also eigentlich gar nichts zu tun mit der Thematik, bin aber zufällig wieder über das Thema gestolpert.
Ich habe mich seit jeher gefragt, welchen Sinn Hausaufgaben erfüllen sollen, außer die Kinder auf Linie bringen. Klar, ein wichtiger Punkt wäre Disziplin. Die Fähigkeit sich auch zu Hause hinzusetzen und zu Arbeiten. Aber wann braucht man diese Fähigkeit im späteren Berufsleben? Keiner von uns Angestellten "muss" nach Feierabend zu Hause noch Aufgaben erledigen. Und wenn doch, dann läuft im Betrieb etwas falsch.
Klar im Studium, ist die Fähigkeit zu Hause Dinge nachzuarbeiten sicherlich hilfreich, aber da gibt es (mal abseits der Klausur) keine Lernkontrolle und nicht den Druck am nächsten Tag mit den gemachten Hausaufgaben wieder anzutreten.
Wenn ich auf meine Schulzeit zurückblicke waren Hausaufgaben für mich sehr schädlich. Dadurch, dass ich stark mit Prokrastination (sowie Depressionen und Ängsten) zu tun hatte, konnte ich nie wirklich durchatmen, weil ich immer im Hinterkopf hatte, dass die Hausaufgaben noch gemacht werden mussten. Zum Glück konnte ich den Großteil dieser Probleme im frühen Erwachsenenleben aufarbeiten, aber Hausaufgaben waren mit ein Grund, warum ich mich damals ständig überlastet gefühlt habe. Anders als im Berufsleben, wo man nach Feierabend tatsächlich Ruhe hat und Zeit runterzukommen.
Im allgemeinen empfinde ich Schule als Institution eher als Hindernis für ein glückliches heranwachsen.