Wieso sind Fahrkarten so teuer geworden?
Hi ho,
ich bin noch zwei Wochen in Elternzeit. Wollte mal was gutes tun und nicht mit dem Auto zur Arbeit fahren. Mein Unternehmen ist eine Straße weiter gezogen, was sehr lange geplant wurde und nun, wären ich abwesend war, vollzogen ist. Parallel dazu wurde eine Parkzone ab den 01.01.2026 errichtet. An der alten Lokation konnte man noch außerhalb der Zone parken ohne einen größeren Fußweg zu haben, also unter 5 Minuten... nun hat sich das geändert. Der Fußweg ist laut Google 12 Minuten, was ich bestimmt in 8 laufen würde. Das Parken mit Parkschein würde mich um die 16€ pro Tag kosten. Die Parkzone wurde Aufgrund der fehlenden Bewohnerparkplätze errichtet, das ist mir schon klar und dagegen habe ich nichts. Die neuen Büroflächen haben kein gesonderten Parkplatz.
Also habe ich nun bisschen gerechnet und bin wirklich sauer:
Mein Auto, ein BMW E46 (1,8l) verbraucht ca. 7,5l-8,5l. Mein Weg zur Arbeit ist 12km in eine Richtung und ich "muss" mindestens 8 mal im Monat im Büro sein (2Tage/Woche). Der Rest ist Home Office. Der Spaß würde mich monatlich 200km, also um die 17 Liter E5 Super Plus kosten. Zur zeit also um die 40€. Und nein ich zähle den Verschleiß nicht mit und die Versicherungskosten auch nicht, weil ich diese so oder so zahlen würde. Parkkosten rechne ich auch nicht ein weil ich, dann das Stück einfach laufen würde, von außerhalb der Parkzone.
Monatskarte wäre 63€ als Deutschlandticket. Lohnt sich nicht.
Einzelfahrausweis 4€ x 16 Fahrten wären 64€.
4-Fahrten-Einzelfahrausweis: 12,40€ x 4 Wochen (weil pro Woche ein "Ladung" dieses Angebots verbraucht wäre) sind wir bei 49,6€
VBB-Umweltkarte... ne, lass mal stecken... ist ja das Doppelte...
Nun kommen wir zum Faktor Zeit:
Auto:
25 Minuten hin + 8 Minuten Laufweg (Arbeitsbeginn ist um 5:45 Uhr)
40 Minuten zurück + 8 Minuten Laufweg (um 14:00 Uhr ist die Verkehrslage noch i.O.)
Öffis:
45-55 Minuten hin
45-55 Minuten zurück
Ich weiß nicht, ob es dem Tag "Rant" gerecht wird, aber das ist doch kompletter Mist. Wie kann das bitte sein, dass ich mit meinem 20 Jahre alten Auto günstiger zur Arbeit komme als mit den Öffis.
Ja ja, ich weiß, wenn die Spritpreise steigen, dann wird sich das ändern, bla bla, ich bin nicht blöd und ich würde dann auch den günstigeren Weg wählen. Nur zur Zeit kann ich wirklich jeden nachvollziehen, der es scheiße findet, wenn in der Innenstadt eine neue Baustelle aufgemacht wird, Straßen gesperrt werden, wenn der Weg mit dem Auto günstiger ist. Man kann die Leute nicht zwingen mehr Geld für den Arbeitsweg auszugeben zum Allgemeinwohl. Ich bin vollkommen dafür das die Öffis ausgebaut werden und ich würde diese auch nutzen, wenn es ein Mehrwert für mich hat (Geld und Zeit, Komfort außen vor).
TL;DR:
Kosten für die Öffis sind höher als die Kosten der Autonutzung für den Arbeitsweg.
Kosten: 40€ Auto > 49,6€ Öffis
Zeitaufwand: 81 Min/Tag mit Auto > min. 90 Min/Tag max. 110 Min/Tag mit Öffis