Ich will nicht stationär gehen
TW: Psychische Gesundheit
Also; seit Anfang des Jahres krankgeschrieben weil Depressionen mich ficken. Zwangsstörung auch am Start seit 7 Jahren.
Kontakt mit Klinik in Nachbarstadt aufgenommen weil die ein Tagesklinik Programm haben.
Bin also hin, Erstgespräch zum Kennenlernen.
Da hieß es ich kann entscheiden ob stationär oder teilstationär. Will teilstationär.
Warum? Ich bin ein Heimscheißer mit Fluchtverhalten. War eine Nacht woanders in einer Psychiatrie und habe mich am folgenden Tag selbst ausgewiesen. Habe Haustiere um die ich mich kümmern muss, Freund kommt jedes Wochenende und übernachtet. Mein Rückzugsort bedeutet mir viel.
Mir wird gesagt ich soll es mir überlegen.
Bekomme letzte Woche eine Einladung für die stationäre Aufnahme Ende des Monats.
Antworte damit dass ich gerne teilstationär gehen würde und den Termin nicht brauche.
Heute Anruf. Psychiater und Oberarzt haben beide entschieden mein Fall geht definitiv in Richtung stationär.
Freundlich, aber sehr starker Druck mich zu überreden.
Jetzt darf ich bis morgen früh nochmal entscheiden.
Wenn ich dann eine teilstationäre Behandlung fordere, muss ich nochmal zum Gespräch.
Die Wartezeit geht dann natürlich nochmal in die Länge.
Erstmal versucht beim Gespräch nicht zu weinen und nach dem Auflegen fett losgerotzt.
Beim Gedanken stationär zu gehen bekomme ich einen riesigen Knoten im Magen und fange an zu weinen.
Ich möchte absolut nicht stationär aufgenommen werden, aber der Druck ist definitiv da und spürbar.
Ich will aber auch kein Verweigerer sein und Ärger mit den behandelnden Ärzten/Psychiatern und der Krankenkasse einhandeln.
Ich gehe in ½ Stunde zum Sport und versuche mich zu "erden".
Aber das ruiniert mir gerade etwas den Tag, der eigentlich gut verlief :/