Vermögensdimensionen in Deutschland

Vermögensdimensionen in Deutschland

Wieviele Seiten in dem Buch müssten bedruckt sein, um das Vermögen der winzigen Menge an Überreichen in Deutschland = 5000 Menschen mit >100 Mio Finanzvermögen, gesamt 3 Billionen Finanzvermögen darzustellen?

Wenn man zu den Leuten auf der rechten Seite gehört, kommt man mit ~1,5% Steuern auf ~30% Rendite davon;
dank Vermögensverwalter und Family-Offices;
dank der Stiftung Familienunternehmen und dem Verein Die Familienunternehmer e.V. die Lobbyismus gegen die Erbschaftssteuerreform und Wiedererhebung der Vermögenssteuer betreiben.

Hannes der Trader, oder Tante Erna mit dem Einfamilienhaus, oder Familie Oberhuber mit der Etagenwohnung gehören zu den 1% auf der linken Seite.
Die zahlen alle deutlich mehr Steuern!

Sie wählen aber meistens die Politik für die wenigen Überreichen auf der rechten Seite des Bildes, damit deren extreme Finanzvermögen weiterhin verschont bleiben. Sie glauben, dass sie (schon bald) zu den Reichen auf der rechten Seite gehören, was nicht geschehen wird. Tja…

Nein, das Vermögen der Überreichen und Eliten steckt nicht in der Firma als Betriebsvermögen. Es sind Finanzvermögen in Immobilien, Private Equity, Hedgefonds, etc. Es werden keine neuen Arbeitsplätze damit erschaffen.

Foto: aus dem Buch Toxisch Reich von Sebastian Klein, ehem. Multimillionär und Mitgründer von „Blinkist“.

Merz, Döpfner und die AfD: Der Kanzler steht auf Springers Abschussliste — Abschussliste Der Medienkonzern wendet sich von Friedrich Merz ab – und der AfD zu. Um das mitzubekommen, braucht man keine geheimen Vieraugengespräche zu belauschen.

Hat der Chef des Springer-Konzerns Mathias Döpfner Bundeskanzler Friedrich Merz im privaten Gespräch zu einer Zusammenarbeit mit der AfD aufgefordert? Diese Frage wird im politischen Berlin gerade rauf und runter diskutiert.

Am Mittwoch berichtete der Politik-Podcast „Wenn Sie wüssten …“ von einem Treffen unter vier Augen zwischen Bundeskanzler Friedrich Merz und dem Chef des Springer-Konzerns Mathias Döpfner, das Anfang des Jahres im Kanzleramt stattgefunden haben soll. Darin soll es um den Umgang der CDU mit der AfD gegangen sein. Die Podcast-Hosts berufen sich auf „gut informierte Personen“, die im Anschluss von dem Treffen erfahren haben wollen.

Demzufolge soll Döpfner den Kanzler während des Besuchs dazu gedrängt haben, die CDU für eine Zusammenarbeit mit der AfD zu öffnen. Merz habe das kategorisch abgelehnt, mit den Worten: „Nur über meine Leiche.“ Als Döpfner insistiert habe, soll der Kanzler das Gespräch abrupt beendet haben. Döpfner soll beim Verlassen des Raumes gesagt haben: „Das werden Sie noch bereuen.“

Einen harten Beweis für ein derartiges Treffen oder seinen genauen Hergang haben die Journalisten nicht. Sie sprechen von „Sekundärquellen“ und „Indizien“. Der Axel-Springer-Konzern bezeichnet die Vorwürfe in einem Statement auf X als „absurd“, „glatte Lüge“ und „frei erfunden“. Das Medienhaus verweist auf Informationen, die bereits im November 2025 in der Berliner Journalistenblase kursiert haben sollen und in denen von einem fast gleich verlaufenen Gespräch die Rede ist.

Die Bundesregierung wiederum entgegnete auf Anfrage, man äußere sich grundsätzlich nicht zu nicht öffentlichen Terminen des Kanzlers, „unabhängig davon, ob sie stattgefunden haben oder nicht“.

Springer gegen die Brandmauer

Während das angebliche Treffen jetzt rauf und runter diskutiert wird, ist das nicht einmal die wichtigste Frage. Sowohl die Krise zwischen Merz und Springer als auch die Liebäugelei des Konzerns mit der AfD sind längst offensichtlich. So offenbart ein Blick in die publizistischen Springer-Erzeugnisse, dass Bild und Welt öffentlich und unverblümt eine Zusammenarbeit mit der AfD herbeischreiben. Der Journalist Sebastian Friedrich lieferte im Blog „Über Rechts“ eine Sammlung von Beiträgen, die in den letzten Monaten erschienen sind.

Ende Mai schrieb die Bild-Chefredakteurin Marion Horn in einem Kommentargegen die „Brandmauer“ an – denn die nutze nur der AfD. Deutschland brauche einen „Befreiungsschlag“; die AfD solle sich im Gegenzug ihrer „Radikalen“ entledigen, und sich außenpolitisch zu EU und Nato bekennen.

Einen Tag später veröffentlichte die Bild ein Stimmungsbild ihrer Leser zur „Brandmauer“. 84 Prozent sprechen sich demnach für eine Zusammenarbeit mit der AfD aus. Und die Vizechefredakteurin Linna Nickel lobt in einem Kommentar einen „Jungunternehmer“, der sagt: „Die Brandmauer lähmt unser Land.“ Nickel findet: „Ich wünsche mir mehr mutige Unternehmer wie ihn, die endlich Position beziehen.“

Unvergessen ist natürlich auch der Gastbeitrag, den der Trump-Oligarch und frisch gebackene Billionär Elon Musk im Dezember 2024 in der Welt veröffentlichte. Dort bezeichnete Musk, der immer wieder Rechtsextremen applaudiert und die Verschwörungstheorie vom „großen Austausch“ bedient, die AfD als letzten Funken Hoffnung für Europa.

Merz und „Bild“

Diese Verschränkung zwischen dem Familienimperium Springer und den US-Tech-Oligarchen ist nicht rein publizistischer Natur. Laut einem Bericht im Manager Magazin soll der Palantir-Chef und Trump-Vertraute Peter Thiel Mathias Döpfners Sohn Moritz 50 Millionen Dollar in dessen Risikokapitalfonds eingezahlt haben – Geld, das auch in das Drohnen-Start-up Stark Defence fließt. Döpfner Junior arbeitete zuvor als Stabschef von Thiels Investmentfirma Thiel Capital. Mit der Akquise des US-Nachrichtenportals Politico 2021 baute Springer gleichzeitig sein Geschäftsfeld in den USA aus.

Zwischen Springer und dem Bundeskanzler hingegen hat sich eine Kluft aufgetan. Dabei war die Beziehung einst so harmonisch, etwa als Merz im Herbst 2018 seine Kandidatur für den CDU-Vorsitz (und damit seine Rückkehr auf die politische Bühne) in der Bild ankündigte. „So nah dran, so wohlwollend wie kein anderes Medium“, fasste die taz damals die Berichterstattung der Bild über Merz zusammen.

Der Chefredakteur des Boulevardblatts hieß damals noch Julian Reichelt. Jener Reichelt, der 2023 die Leitung des rechten Portals Nius übernahm. Bei Nius hat man sich den Kampf gegen die Brandmauer quasi zur Hauptaufgabe gemacht. Jetzt sind auch Springer und Bild auf dem Weg dahin – Vieraugengespräche hin oder her.

taz.de
u/FriendlyInterview365 — 3 days ago

Keine(r) war jemals schlechter: Nur noch 13 Prozent sind mit seiner Arbeit zufrieden (-3), fünf von sechs Deutschen sind mit ihm unzufrieden. In fast 30 Jahren Geschichte des ARD-DeutschlandTrends wurde kein amtierender Kanzler schwächer bewertet.

Schwächste Werte eines amtierenden Kanzlers

Kanzler Merz wird darin von den Deutschen noch einmal schwächer bewertet als im Vormonat: Nur noch 13 Prozent sind mit seiner Arbeit zufrieden (-3), fünf von sechs Deutschen sind mit ihm unzufrieden. In fast 30 Jahren Geschichte des ARD-DeutschlandTrends wurde kein amtierender Kanzler schwächer bewertet.

Die Unzufriedenheit mit der Arbeit von Union und SPD insgesamt ist seit Monaten hoch. Und in der aktuellen Sonntagsfrage liegt die AfD mit 27 Prozent inzwischen fünf Punkte vor der Union (22 Prozent, -1). Die SPD liegt mit nur noch 12 Prozent (-1) hinter den Grünen (15 Prozent) und knapp vor der Linken (11 Prozent).

tagesschau.de
u/FriendlyInterview365 — 3 days ago

Wer von der erhöhten, sogenannten „Reichensteuer“ (nicht Vermögensteuer!) wirklich betroffen ist. Spoiler: Nicht die Reichen sondern…

>Und das, obwohl viele kleinere Unternehmen mit der geplanten Anhebung der Reichensteuer finanziell erst mal stärker belastet werden. 70 Prozent der Firmen – die sogenannten Personengesellschaften – zahlen bereits die Reichensteuer von aktuell 45 Prozent. Künftig wird diese schon ab 250.000 Euro Jahreseinkommen fällig, statt bisher ab 280.000 Euro. Und ab dem Betrag von 280.000 Euro soll der Steuersatz um zwei Punkte auf 47 Prozent steigen.

>Nach Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln für die ZEIT bringt diese Änderung der Regierung rund drei Milliarden Euro im Jahr mehr ein. Zwei Milliarden davon würden die Firmen zahlen. »Kein Unternehmen wird deswegen in die Insolvenz schlittern, aber diese finanzielle Mehrbelastung sorgt sicherlich nicht für zusätzliches Wachstum«, sagt IW-Steuerexperte Tobias Hentze. Und Marie-Christine Ostermann, die Präsidentin des Verbands Die Familienunternehmer, klagt, damit drohe Geld »für Investitionen in Arbeitsplätze und Maschinen verloren zu gehen«. 

>Selbstständige Unternehmer und Beschäftigte, die ein zu versteuerndes Jahreseinkommen von 300.000 Euro haben, müssten künftig gut 1.000 Euro mehr zahlen, so die IW-Analyse. Wer eine halbe Million brutto verdient, zahlt etwa 10.500 Euro mehr. Bei einer Million Euro fallen rund 15.800 Euro zusätzlich an.

>Dafür ist die Wirtschaft bei der Steuerreform um viele andere Änderungen herumgekommen, die sie als Zumutung empfunden hätte. Im Reformpapier findet sich etwa kein Wort zu einer höheren Steuer auf Dienstwagen, kein Wort zu einer Erhöhung der Erbschaft- oder gar einer Einführung der Vermögensteuer. Friedrich Merz hat Wort gehalten bei Managern und Familienunternehmen, die SPD konnte sich nicht durchsetzen. Aber jetzt in der Krise scheint für die meisten der Kompromiss im Vordergrund zu stehen. Selbst die sonst sehr kritische Yasmin Fahimi, Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), kann dem Reformpaket »viele (…) richtige Signale für Beschäftigung, Wachstum und Entlastung« abgewinnen. Der DGB werde die weitere Arbeit an den Reformen »engagiert und lösungsorientiert« begleiten.

Nicht betroffen dagegen sind Milliardärseliten die keine Einkommen haben, sondern ihre Jahreskapitalerträge (+30% im letzten Jahr) in ihrem Family-Office verwalten und mit ~1,5% versteuern. Sehe ich das richtig?

archive.today
u/FriendlyInterview365 — 3 days ago

Schwarz-Rotes Reformpaket: Programm für Armut und Stagnation — Die angekündigten Reformen der Bundesregierung werden viele Menschen in Deutschland ärmer machen. Und dabei nicht einmal die Wirtschaft ankurbeln. (Taz Kommentar)

Die Bundesregierung will mit ihrem „Programm für Wachstum und Beschäftigung“ die Konjunktur ankurbeln. Das wird nicht gelingen. Denn Union und SPD setzen keinerlei Wachstumsimpulse, wollen aber weitere Belastungen für Bürger:innen. Sie bringen so nicht nur immer mehr Wäh­le­r:in­nen gegen sich auf, sondern schaden auch der Volkswirtschaft.

Das Bruttoinlandsprodukt wird nicht wachsen, weil Beschäftigte ab dem ersten Krankentag eine ärztliche Bescheinigung brauchen oder es keine telefonische Krankschreibung mehr gibt – das füllt nur die bereits überfüllten Arztpraxen weiter. Von der Einkommensteuerreform werden viele Beschäftigte überhaupt nicht profitieren, weil ihre Einkünfte unter dem Grundfreibetrag liegen.

Für sie und auch für Beschäftigte mit mittleren Einkommen werden mit der Reform die Lücken nicht ausgeglichen, die die Regierung mit den geplanten Belastungen in der Pflege-, Kranken- und Rentenversicherung reißt. Allein die neue „Kapitalrente“ wird dafür sorgen, dass in den kommenden Jahren etliche Milliarden Euro nicht mehr für Ausgaben für Lebensunterhalt und Lebensfreude zur Verfügung stehen, sondern auf die Kapitalmärkte fließen.

Unterm Strich macht die Regierung viele Menschen ärmer. Das schwächt die Kaufkraft – die deutsche Wirtschaft braucht aber mehr und nicht weniger Nachfrage. Spitzenverdienende mit Einkommen von mehr als 250.000 Euro werden dagegen kaum mehr belastet. Über eine Vermögensteuer denkt die Koalition nicht einmal nach. Sie hat keine Ambitionen, das Land gerechter zu machen.

Nicht das Vermögen

Zwar hat die Regierung den Ehrgeiz, die Wirtschaft zu stärken – aber nicht das Vermögen, das Richtige zu tun. Die deutsche Volkswirtschaft ist nach wie vor stark. Angesichts der anhaltenden Stagnation aufgrund diverser Krisen gibt es allerdings tatsächlich Handlungsbedarf.

Ursache der ökonomischen Probleme sind jedoch nicht angeblich zu häufig blaumachende Bür­ge­r:in­nen oder der Sozialstaat. Doch Friedrich Merz, Lars Klingbeil, Bärbel Bas und Markus Söder suggerieren mit ihren Scheinlösungen genau das. Sie zeigen sich unfähig, die Lage wirklich zu verbessern.

Denn dafür müssten sie ein echtes Konjunkturprogramm mit ökologischem Wachstumspotenzial auflegen und die soziale Absicherung der Bür­ge­r:in­nen verbessern – finanziert vielleicht mit einem Krisen-Soli der Vermögenden und Superreichen.

Aber davon will die Bundesregierung nichts wissen. Sie steht von rechts unter einem enormen Druck. Sie gibt diesem Druck nach, statt sich gegen ihn zu stemmen und so das Ruder politisch und ökonomisch herumzureißen. Der Preis dafür wird hoch sein, bei Wahlen und beim Wirtschaftswachstum.

u/FriendlyInterview365 — 4 days ago

Mit schärferen Regeln zu Krankschreibungen will die Koalition den Krankenstand senken. Aus Ärzteschaft, Gewerkschaften und Opposition kommt deutliche Kritik.

Meiner Meinung nach ein absichtliches Strohfeuer, damit wir uns weniger über das wichtigere Thema aufregen: Erbschaftssteuer und Vermögenssteuer?

Wieder einmal keine echte Reform. Eine verpasste Chance, endlich auch nur ein winziges Prozent der 3 Billionen Finanzvermögen zu besteuern; Riesenvermögen, welches keine Arbeitsplätze schafft, sich aber um 30% pro Jahr vermehrt, mit ca. 1,5% besteuert wird. Unser ETF/Tagesgeldertrag wird mit 25% besteuert… Jahreseinkommen von Menschen die arbeiten mit 40-50%.

(Alle von mir genannten belastbaren Aussagen sind in diesem Sub bereits diskutiert worden, inkl. Links zu den Expertenartikeln, welche diese Aussagen gemacht haben.)

zeit.de
u/FriendlyInterview365 — 4 days ago

Das Katastrophenwetter ist direkte Folge eines Wirtschaftssystems, das ewig wachsen soll. Ein lebenswertes Morgen für alle geht nur mit Systemwandel.

In Paris sind die Leichenhallen überfüllt wegen der vielen Hitzetoten, in Amsterdam hagelt es Golfball-große Eisbälle, in Leipzig schmelzen Tramtrassen und Ampeln weg. Während Rechte krampfhaft und wider aller Evidenz darauf beharren, dass es sich bei der jüngsten Hitzewelle nur um Spitzenwetter handelt, tritt immerhin bei anderen gerade das bittere Erwachen ein. Die Forschung hatte wirklich Recht und es trifft auch uns, die wir im Vergleich zum Rest der Welt so lange verschont blieben, und zwar jedes Jahr schlimmer.

„Bitte klebt euch wieder auf die Straße“ bettelt die Influencerin Roaya Soraya auf Instagram in Richtung Neue-, vormals Letzte Generation: „Ich war so sauer auf euch, aber ganz ehrlich, heute verstehe ich eure Mission.“ Guten Morgen.

Wenn auch enttäuschend spät, ist dieses Erwachen eine Chance. Nur nützt es wenig, wenn daraus nichts folgt als Forderungen nach klimafreundlichen Reformen eines Wirtschaftssystems, das für den Klimawandel verantwortlich ist. Auch dem letzten Grünen muss endlich klar werden: Der Kapitalismus, der kurzfristige Profitmaximierung über planetare und moralische Grenzen stellt, wird nicht den nötigen Wandel hervorbringen. Weil dieser Wandel nicht genug Rendite bringt.

Selbst die wenigen und unzureichenden Klimamaßnahmen, die Reformer erreichen konnten, sind in den vergangenen Jahren dem Streben nach Wirtschaftswachstum zum Opfer gefallen. Und auch, wenn die Grünen wieder an die Macht kämen, würde das, was sie gegen die Industrie erreichen würden, nicht ausreichen, um das Ruder herumzureißen.

Diejenigen, die von diesem Wirtschaftssystem am meisten profitieren, können sich vor seinen Folgen am besten schützen – heute in klimatisierten Luxusanwesen, später in Hochsicherheits-Luxusbunkeranlagen. Deshalb lassen sie weiter ihre Autos, Panzer und KI-Datenzentren bauen, um noch das letzte bisschen Profit aus dem herauszuquetschen, was der Planet und seine lohnabhängigen Bewohner noch geben können.

Für uns anderen bleiben zwei Optionen: Hinnehmen, dass sie uns die Zukunft rauben oder das System kaputt machen, das es ihnen ermöglicht.

taz.de
u/FriendlyInterview365 — 6 days ago

‘Make people dream’: how to build an economy for the common good — Economist Prof Mariana Mazzucato says governments must ‘get back their mojo’ and believe they can change the world.

>Good governments have a vision.

>They know what they want to achieve, can articulate why, and work out in public how to get there.

>They don’t just spout slogans about economic growth – because growth is meaningless unless we know what it is for.

>They understand that there is no trade-off between solving social problems and boosting the economy, and aim to do both, while avoiding rigid fiscal rules that defeat their own purpose by strangling public investment.

>[…]
To do that, governments need, in Mazzucato’s blunt telling, to “get back their mojo”. Far from being passive fixers in thrall to market economies, as the neoliberal consensus would have it, in reality they are the supreme actors, shapers of markets, arbiters of the economy. They need to start believing they can govern, wield their power without apology, and stop cringing in the face of the bond

>“If there’s no purpose or direction, then what the hell are we doing? And who sets that purpose? It has to be co-created through real participation, not tokenistic,” she says. “[We need] an objective-oriented economy, where how we all relate to each other matters as much as what we’re doing.”

>As for paying for it? “There’s plenty of money, it’s just not directed towards anything, and government’s part of the problem.”

>“The reason I’m hopeful is that all of this is possible,” says Mazzucato. “[You need] a happy narrative [for the common good] that would inspire young people. Like the Artemis going to the moon – it doesn’t have to be space, but really ambitious missions make people dream. They’re all looking up at the sky.”

>The common good went missing from political discourse in the early 1980s. Under Reagan-Thatcherism, people became consumers instead of citizens, “customers” on transport rather than “passengers”, clients of social services rather than families. Governments recast themselves as administrators, focused on efficiency and cost-cutting instead of civic wellbeing, and adopted business school paradigms of catering to their customers rather than caring for their citizens.

>That was supposed to bring private-sector discipline and efficiency. Instead, it brought the debasement of the public sphere. Mazzucato has already written of the disasters that ensue when governments renounce the practice of governing. In her 2013 book, The Entrepreneurial State, she exploded the neoliberal myth that only the private sector can innovate, demonstrating that economic success comes as much from the public sector as from captains of industry. (To take one ironic example, the internet, ultimate power source of the libertarian tech billionaires, started out as a government project.)

>Some activities – burning fossil fuels, overextracting water, logging forests – have unfortunate consequences for the natural world and these are known as “externalities”, problems that exist outside the system of goods that the market provides a price for. Because the market does not explicitly value “public goods”, such as clean air, clean water, a livable climate, these are not taken into account. That is a market failure, and market failures are supposed to be corrected by market methods, pricing in the externalities, such as by putting a tax on carbon.

>This also fits with seeing the climate crisis, as decades of economists have been trained to do, as an example of the “tragedy of the commons” – anyone can pollute the atmosphere, just as anyone can exploit the common land, and no one bears direct individual responsibility for the resultant harm, so fossil fuel companies carry on making money while the planet burns.

>These ways of thinking, according to Mazzucato, get the problem the wrong way round. “In the old economics, doing good is a correction,” she says in her latest book. “In an economics of the common good, it is an objective we design and work on together.”

>Yet Mazzucato plants her ideas firmly under a capitalist umbrella. “The problem is not growth, but that we’ve been growing in the wrong way.And if the climate crisis cannot be solved within capitalist systems, as some have argued, then “we should all go to bed and not wake up”, she says, because the kind of revolutionary political reforms required would take too long to avert catastrophic heating.

This take (capitalist / no time for revolution) really made me think…

I think there is a lot of wisdom in her book.
The Common Good Economy: A New Compass by Mariana Mazzucato

theguardian.com
u/FriendlyInterview365 — 9 days ago

Die Bundesregierung hat eine Dummheit beschlossen, die uns als „Wirtschaftsbooster” verkauft wird. 😠 (Sebastian Klein)

Konkret wird die Körperschaftsteuer von 15 % auf 10 % gesenkt, was Mindereinnahmen von rund 23 Milliarden Euro jährlich bedeutet – und das dauerhaft. Das ist kein Wirtschaftsbooster, sondern vor allem ein Steuergeschenk an die Reichsten im Land.

Ein kleiner Hinweis, den die Regierung gerne weglässt: „Körperschaftsteuer” ist eigentlich ein irreführender Name. Man sollte sie Gewinnsteuer nennen. Denn besteuert werden die Gewinne von Kapitalgesellschaften.

Das bedeutet: Wer keine oder wenige Gewinne macht – kleine Unternehmen, Handwerksbetriebe, Start-ups in der Aufbauphase –, spürt von dieser Steuersenkung praktisch nichts.

Wer sich dagegen wirklich freut? Großaktionäre profitabler Konzerne. Menschen wie Susanne Klatten und Stefan Quandt, die zusammen fast die Hälfte von BMW halten und allein im Jahr 2022 rund 2,5 Milliarden Euro an Dividenden über Holdinggesellschaften kassiert haben.

Gleichzeitig sind Kommunen pleite. Schulen, Straßen, Sozialleistungen – überall wird gekürzt. Das Bürgergeld steht mal wieder unter Beschuss. Und immer mehr Menschen, die ihr ganzes Leben gearbeitet haben, landen im Alter in Armut.

Und die Antwort der Regierung ist: Noch mehr Geld für diejenigen, die es am wenigsten brauchen. 😠

Es gibt einen Begriff für Politik, die die Steuern für Superreiche senkt und gleichzeitig Sozialleistungen kürzt. Dieser Begriff lautet: Umverteilung von unten nach oben.

Das ist keine Wirtschaftspolitik. Das ist Klientelpolitik – und wir bezahlen die Rechnung.

Q: https://www.linkedin.com/feed/update/urn:li:activity:7475820093608919041/

u/FriendlyInterview365 — 9 days ago
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Worüber die Tagesschau heute nicht berichtet hat:

u/AlexLaCave — 7 days ago

Sebastian Klein: „Der Innenminister vermutet, dass das Bürgergeld mehr als das Existenzminimum abdeckt.“ — Schicke einen Brief nach Berlin. Link im Post.

Ich habe hier schon öfter geteilt, wie unfassbar beschämend ich es finde, dass eine der reichsten Gesellschaften aller Zeiten nichts Besseres zu tun hat, als darüber nachzudenken, wie man Menschen, die am Existenzminimum leben, noch ein paar Euro wegnehmen kann.

Dass unser Grundgesetz vorsieht, dass alle Menschen in Würde leben sollen, ist eine zivilisatorische Errungenschaft, auf die wir stolz sein sollten.

Wenn jetzt aber Politiker demokratischer Parteien ständig infrage stellen, wo genau die Würde losgeht und wo es vielleicht ein bisschen zu viel wird, dann platzt mir echt der Kragen.

Denn diese Politiker wissen ganz genau, wer im Land auf Kosten anderer lebt.

Sie wissen, dass in Deutschland sehr viele Menschen von Jahr zu Jahr reicher werden, ohne etwas dafür zu leisten. Sie wissen auch, dass es diesen Menschen überhaupt nicht wehtun würde, faire Steuern zu bezahlen.

Sie wissen, dass sich bei den Ärmsten keine nennenswerten Beträge holen lassen. Und sie wissen, dass dieses Nach-unten-Treten unsere Gesellschaft spaltet und vergiftet.

Ich glaube, diese Politiker wissen sogar, dass unsere Demokratie, unsere Gesellschaft und auch unsere Wirtschaft davon profitieren würden, wenn wir die Reichsten endlich fair und angemessen besteuern würden.

Bevor du dich jetzt angesprochen fühlst: Mit „Reichsten” meine ich nicht jemanden, der 100.000 Euro verdient. Ich meine Menschen, die 100 Millionen Euro erben und darauf keine Steuern bezahlen.

Warum also dieser Irrsinn, das Geld immer weiter von denen zu holen, die eh nichts haben?

Ganz einfach: Diese Menschen haben keine Lobby.

Die Milliardärs-Erben hingegen sind über Lobbyverbände wie die Stiftung Familienunternehmen bestens organisiert. Mit denen will man sich nicht anlegen. Man möchte ja seine politische Karriere nicht riskieren.

Dabei ist es doch Aufgabe eines Politikers, das Beste für uns als Gesellschaft zu tun. Und nicht, aus Angst um die eigene Karriere vor Lobbyisten zu kuschen.

Wenn dich dieser Irrsinn genauso ärgert wie mich, dann schreib deinen Abgeordneten. Finde heraus, wer aus deinem Wahlkreis für SPD und Union im Bundestag sitzt, und schreibe ein paar E-Mails, in denen du deine Position und deinen Unmut mitteilst.

Oder schick ihnen am besten direkt einen Brief, das geht ganz einfach über

https://www.brief-nach-berlin.de

Aus LinkedIn: https://de.linkedin.com/posts/sebxklein_der-innenminister-vermutet-dass-das-bürgergeld-activity-7473645783565787136-r8R2

u/FriendlyInterview365 — 14 days ago

Meanwhile in the UK: The beginning of the end of Neoliberalism? — Burnham ally to unveil ambitious plan to reverse decades of privatisation — Productive State policy paper envisages state regaining control of basics to make life affordable, in fleshing out of Manchesterism

Andy Burnham’s government should reverse 40 years of privatisation with a long-term plan to take over failing utilities in administration, issuing “bonds for shares” and setting up state competitors, according to a new blueprint for “Manchesterism”.

Lawrence said the essay envisages “a state that owns, invests and provides to make life affordable. A politics that takes back control of the foundations of a decent life: clean water, cheap energy, warm homes, reliable transport, built and run by institutions that answer to the public.”

The paper, which has the subtitle A Framework for Manchesterism, criticised the long trend of privatisation of utilities and says it is at the heart of the UK’s growth and productivity struggles – because of the loss of control over the basics that make life more expensive.

Though the essay – and Burnham himself – do not advocate for blanket nationalisation likely to cost hundreds of billions, it argues for a framework for greater state intervention to protect the public from soaring costs and from picking up the bill for failing private companies.

The Productive State essay argues that people are facing a “privatisation premium” – essentially a regressive hidden tax embedded in everyday bills that transfers wealth from households to investors. The government is then forced to subsidise inflated costs with welfare transfers such as housing benefit or support with energy bills.

“For millions of households, the basic non-negotiable expenses of life – rent, energy bills, water charges, transport fares, the cost of care – now consume so large a share of their income that insecurity has become a permanent condition,” the essay argues.

theguardian.com
u/FriendlyInterview365 — 14 days ago
▲ 445 r/nzpolitics+2 crossposts

It’s time for the super-rich and big corporations to pay their fair share.

"It’s time for the super-rich and big corporations to pay their fair share.

Visit greens.org.nz to learn how “A Tax System for All of Us” can build a fairer country for everyone 💚✊🏼"

Source: IG nzgreenparty: https://www.instagram.com/reel/DZ04i9KBqX8/

u/FriendlyInterview365 — 12 days ago

Strejk für mehr Klunka — Die Gewerkschaft Verdi fordert 7 Prozent mehr Lohn im Handel. Am Freitag soll deswegen die Hälfte aller Ikea-Möbelhäuser bestreikt werden.

taz.de
u/FriendlyInterview365 — 18 days ago

Anger at ‘send them back’ chants by rightwing MEPs after EU migration law vote — Other lawmakers respond with ‘shame on you’ in heated confrontation over passing of plan to increase deportations

theguardian.com
u/FriendlyInterview365 — 18 days ago

Vor dem Bundesparteitag der Linken regt sich Widerstand gegen die Parteiführung. Dabei hat diese die Partei vor zwei Jahren vor dem Aus gerettet. Haben die Unzufriedenen neue Konzepte, oder wollen sie einfach nicht zu viel Veränderung?

jacobin.de
u/FriendlyInterview365 — 18 days ago

Stalin, Mao, Hamas - Was in der Linksjugend sagbar ist — Funktionäre und Vorstandsmitglieder der Linksjugend inszenieren Stalin, Mao und die DDR als Vorbilder. In einem internen Forum und in Chats verbreiten sie zudem antisemitische Parolen. Das zeigen BR-Recherchen.

tagesschau.de
u/FriendlyInterview365 — 18 days ago

"The myth of the empty coffers" is a disinformation invented by neoliberal, free-market thinkers, to convince people to agree to austerity policies. “There is no alternative” Thatcherism as an example. Looking at GDP/capita is a way to question that myth. Where did all the productivity gains go?

GDP isn’t a perfect measure at all. When I’m an unhealthy person, smoking, drinking, or regularly being sick and spending money on medication, I contribute to the national GDP in a very different way than if I spend my money on self-care or save for a rainy day.

However, GDP per capita is useful for tracking how productivity or economic activity in a country increases. Arguably, it is a good measure of productivity gains achieved by the people living and working in a country.

New Zealand is doing better than many people think, compared to other nations. The first image shows historical data going far back. I’ve set it to cover 1922–2022, comparing one hundred years. The second image shows current data from the IMF and World Bank.

My opinion:
Similar to many other affluent Western countries, we’re being misled into believing that the economy is doing very badly and that we therefore must cut costs.

Usually, these cuts affect only the upper middle class down to the most vulnerable in society, while the very few, very wealthy remain unscathed.

Maybe the economy is stalling or growing too slowly. But it is not dramatically declining, as they want us to believe and feel. Fear makes people willing to accept harsh changes.

We are deliberately told that the community coffers are empty, that there is no alternative, and that we all have to contribute.

The word “we” in such circumstances is dangerous framing. Who exactly is “we”? It’s usually not “them”—the top 1% or 0.001% of a country.

This is happening in nearly all Western economies, including New Zealand, where only about 150 ultra-rich individuals and families own the vast majority of the country’s wealth (the country’s 150 richest individuals and families hold $129 billion, up from $102.1 billion a year ago).

My motivation:
All of this leads to that those from the austerity affected people becoming suspicious of one another. Migrants are blamed: they’re accused of stealing wages and jobs. People who look different or belong to a lower social class become targets, even if they are not responsible for their (temporary) financial misery.

Poverty is not a lack of character. Poverty is a lack of cash. (Rutger Bregman said that.) And that cash has been taken away from the society by a handful of people, governments that usually serve the elites at the top of a nation.

In New Zealand, only 150 people and families out of 5 million own $129 billion. (A billion is 1,000 million!)

Yet, people still vote for politicians/parties that benefit this tiny ultra-rich minority. (It’s not about taxing the average wealthy people who worked for their comparably modest fortunes.) It’s about the 0.00x% at the top!

This isn’t envy. It’s unfair and it’s eroding democracy, the social fabric, and the collective vibe of a people living together peacefully, flourishing, and happily. Look what many parts of New Zealand have become. All while incredible amounts of cash are hoarded at the top.

This is true for many western countries. In Europe, in America: Even billionaires themselves call for higher taxation now. (Here. And Here.) Because, who wants to live in a gated community, when the inequality leads to unrest eventually? In 2014 already, an ultra rich American wrote already: Beware, Fellow Plutocrats, The Pitchforks Are Coming (also a TED Talk.)

And now?
- Vote for policies, that re-distribute at least some, only a few percent, of that wealth fairly, so that money can be spend on what is needed in a country. The annual gains of the financial assets (doing nothing for it really) are ~30% last year! What is 1, 2, 5% of that? They won’t have to change anything in their life style or family inheritance plans. They will still be absurdly rich.

And no, they won’t leave the country in droves. And no, that money would not generate jobs. It’s private financial assets, usually held in family-offices and private equity.

- Organise in unions. Have a say when it comes to fair wages. And also feel togetherness with fellow workers. They want us to be separated and unorganised, powerless. That is what the culture wars are for. Divide and conquer. A very old trick.

- Maybe join a party? Being part of a community that wants to drive necessary change, will make you feel less powerless. Change an existing party from the inside. Join one, that fits mostly to your values.

-- Sources:
Note: data is adjusted for inflation and differences in living costs between countries.

Check out these Our World in Data Sources. You can add countries and see for yourself. It’s not doom and gloom as they say!

First image source - historical (Maddison Project) data

Second image source - 2026 IMF, Worldbank, etc. Data

The other two images I am unsure about the source, they were shared via this link: https://imgur.com/a/8kjl5tk

u/FriendlyInterview365 — 19 days ago