Können LLMs philosophische Forschung betreiben?

Es ist ein zunehmender Trend, dass LLMs in Form von Agents alle möglichen Aufgaben übernehmen. Besonders Frontier Modelle leisten im Rahmen ihrer Möglichkeiten in vielen Fällen gute Arbeit- sie werden besser je mehr Kontext man zur Verfügung stellt.

Ich frage das nicht als Doomer nach dem Motto: Es ist alles Ende Gelände und wir müssen es abschalten. Sondern eher ganz interessiert wegen neuen Formen an Möglichkeiten. In Mathematik klappt es "gut", aber m.M.n. - wie auch bei Informatik - liegt der Grund in der Formalisierung und gegebener externer Metrik, Ergebnisse zu evaluieren. Gerade die Möglichkeit Ergebnisse extern zu evaluieren, wie in fast jeder Naturwissenschaft, rückt die Möglichkeit Agents zu nutzen dafür eher näher als weiter weg.

Ich frage mich nur- ist sowas bei philosophischen Fragestellungen überhaupt möglich? Kann man Antworten auf Fragestellungen formalisiert (ggf. automatisiert) evaluieren? Worin unterscheidet sich der Umgang mit Sprache, was wohl das Werkzeug eines jeden Philosophen ist, von einem LLM? Ich kenne vor allem Wittgensteins Sprachphilosophie und die ist verdächtig nah an dem, wie LLMs Sprache erlernen.

Zumindest nach meiner Bitte eine neue korpenikanische Wende der Philosophie einzuleiten wie Kant war das Ergebnis ernüchternd, aber wenn man gleichzeitig bedenkt, wie kurz es LLMs erst gibt und wie schnell die Forschung dabei ist, frage ich mich, wie das in 10 Jahren aussieht? Andererseits, wenn ich Schnipsel an Ideen als Prompt gebe und sage: "Denk das mal zuende", sind die Ergebnisse wirklich brauchbar und meistens auch interessant.

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u/GoodLeadership9375 — 6 days ago

Wie entstehen bei Hume Ausdrücke, die aus keinen Eindrücken entstanden sind und somit kein Sinn/keine Vorstellung haben?

In Eine Untersuchung über den menschlichen Verstand im Abschnitt Zwei Absatz [9] spricht er davon, dass, wenn man darüber nachdenkt, ob ein philosophischer Ausdruck überhaupt ein Sinn hat, müsse man prüfen aus welchem Eindruck er entstand. Wenn es diesen nicht gibt, dann macht der Ausdruck keinen Sinn. Aber wie entsteht dann überhaupt der Ausdruck? Er sagt nur, dass der Geist sie wenig in der Gewalt hat und die Vorstellungen matt und dunkel ist.

Macht für mich wenig Sinn, etwas wie einen Ausdruck nur aus Gewohnheit zu benutzen, weil irgendwer muss damit ja mal angefangen haben.

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u/GoodLeadership9375 — 15 days ago

Warum ist das Pflegepraktikum so... blöd?

Hi, ich selbst studiere nicht Medizin, aber meine Freundin hat damit letztes Jahr angefangen und sie ist emotional ziemlich fertig. Daher suche ich nach Ratschlägen oder ähnliches, um sie etwas aufzubauen, weil außer das mir bei den Erzählungen die Kinnlade runterfällt und ich schlichtweg fassungslos bin, kann ich wenig beitragen.

Es ist einfach aufs übelste Respektlos. Im ersten Teil wurde sie nur "Mensch in Blau" genannt und egal was, sie hat es falsch gemacht. Permanent wird alles was sie macht schlecht gemacht und selbst wenn sie nichts macht, macht sie was falsch. Es hat auch nichts mit Pflege zu tun, sie ist die ganze Zeit nur am Putzen, Betten machen, Putzen, Putzen, usw. - man könnte eher meinen es ist ein unbezahltes Putzpraktikum. Während ich noch beim ersten dachte, ja sau pech gehabt bei der Station, ist es jetzt bei der zweiten exakt genauso.

Es soll jetzt weniger um die erlebten Situation gehen, da ich denke dadurch das es bei all ihren Kommilitonen ähnlich ist, dass es eher eine generelle Art ist so dort miteinander umzugehen. Wie gesagt würde ich mich sehr über Tipps freuen jemanden aufzubauen, der das Pflegepraktikum gerade erlebt.

Und generell: Warum ist das Pflegepraktikum so blöd? Würde das irgendwo anders sein, dann gäbe es bei so einem Umgang mit Praktikanten ernsthafte Konsequenzen, geschweige denn die Firma würde Pleite gehen, weil kein Mensch dort mehr länger als 2 Tage arbeiten würde.

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u/GoodLeadership9375 — 1 month ago

Doppelstudium Master Informatik und Bachelor Philosophie Erfahrungen

Hi, ich studiere aktuell im 1. FS Master Informatik und merke, dass es nicht so intensiv ist wie der Bachelor- also viele Projekte und spannende Themen, wo generell der Fokus nicht mehr so aufs rauswerfen liegt und das Lernen entspannter ist.

Parallel, aufgrund Nebenfächern, hab ich einen längeren Traum verwirklicht und dort ein Philosophie Modul (Theoretische Philosophie 10 ECTS) belegt. Das kann ich mir im Master anrechnen lassen. Mir hat das Modul sehr viel Spaß gemacht und überlege nun im WS parallel mich in den Bachelor einzuschreiben bzw. damit anzufangen. Es war auch generell nicht so anspruchsvoll wie Informatik, nur Zeitintensiv wegen viel lesen. Insgesamt beschäftige ich mich sehr viel damit in der Freizeit, hege eine hohe Interesse daran und kann es auch sehr gut für meine Karriereplanung einkalkulieren. Würde gerne in die Wissenschaft gehen und da ist es eine große Bereicherung für mich. Ich merke nur, je älter man wird, desto schwieriger wird es mal Zeit zu finden sich mehrere Jahre auf ein Studium zu konzentrieren. Daher dachte ich, das wäre jetzt eventuell noch eine gute Möglichkeit.

Als Nebenfach könnte ich Informatik wählen und somit 1/3 des Studiums wäre mit anhieb fertig- mit meinem bestandenen bisherigen Modul sogar mehr als 1/3. Ein weiteres Philosophie Modul (10 ECTS) könnte ich mir noch anrechnen im Master, sozusagen also ein Modul belegen und zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.

Mich würde interessieren, hat jemand damit schon Erfahrung? Aktuell arbeite ich parallel auch 15h/Woche noch an einer Professur und frage mich, ob das nicht zu viel wird.

Über Erfahrungen, Anregungen und Meinungen würde ich mich freuen :)

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u/GoodLeadership9375 — 3 months ago

Niedrige Sparquote, hohes Portfolio

Hi, ich bin mir dessen Bewusst, dass das ein Luxusproblem ist, nur ist es nicht desto trotz ein Problem.

Ich selbst bin Student, hab ein Hiwi Job und finanzier damit so mein Leben. Letztes Jahr so um Februar rum hab ich angefangen mit kleineren Beträgen zu investieren und im August, bin ich durch ein glücklichen Zufall an ein größeres Vermögen gekommen. Alles investiert und läuft seitdem.

Nur ist die Motivation einen Sparplan einzuhalten mit 50 Euro im Monat ist massiv gesunken. Es macht kein großen Unterschied, ja selbst die Tagesschwankungen sind größer als das, was ich jährlich mit 50 Euro einzahlen würde.

Aktuell, seit einem Jahr, geht es dadurch eher im Alltag unter, merke aber wie das eigentlich nicht so gut ist. Langfristig, auch mit Blick auf spätriges größeres Gehalt, hab ich das Gefühl so verlernt man das sparen, aber die Motivation zu finden ist für mich so schwierig. Anfangs war es viel einfacher, weil durch jede Einzahlung der Wert gestiegen ist und das war schon motivierend. Jetzt ist es mehr so: 50 Euro mehr oder weniger macht den Kohl auch nicht "mehr" fett.

Falls jemand Tipps hat wie man in so einer Situation umzugehen hat, oder ob es sogar okay ist die 50 Euro im Monat fürs Leben zu nutzen, dann würde ich mich freuen.

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u/GoodLeadership9375 — 5 months ago