Vermittlungsgespräch, was sage ich?
Bestimmt mache ich mir mehr Sorgen als ich sollte, aber ich bin ein wenig überfordert.
Krankheitsbedingt arbeite ich 30% und stocke auf, da ich sonst nicht überleben kann. Mein Ziel ist es in Teilzeit zu studieren. Wegen der angespannten Personalsituation mache ich momentan ein paar Überstunden, das wird im Studium wahrscheinlich nicht mehr möglich sein.
Ich wurde jetzt zu einem Vermittlungsgespräch eingeladen. Ich hab angerufen und gefragt warum. Die Aussage: "Es ist das Ziel sie aus dem Leistungsbezug rauszubekommen, es soll geklärt werden ob sie mehr arbeiten können". Ich habe sie über meine Behinderung und die damit verbundenen Einschränkungen in Kenntnis gesetzt. Bei der Agentur für Arbeit wurde mir letztes Jahr deshalb das Arbeitslosengeld gekürzt. Ich habe mitgeteilt dass ich nach Teilzeitstellen suchen werde weil ich überlastet bin und hab deshalb nur 30% vom Arbeitslosengeld bekommen. Seitdem bin ich vorsichtig, was ich sage. Ich gehe zu allen Terminen, halte alle Fristen ein und tue so viel wie ich selber kann, aber ich durfte schon erfahren dass ein falscher Satz Konsequenzen hat.
Im Teilzeitstudium möchte ich versuchen weiter 30% zu arbeiten. Theoretisch kann man im Teilzeitstudium Bürgergeld beziehen, was ich gerne tun würde. Ich will mir das nicht durch Unwissenheit kaputt machen. Zur Not ginge vielleicht Wohngeld oder Hilfe von meinen Eltern.
Versteht mich nicht falsch, ich will mich nicht auf den Leistungen ausruhen. Ich möchte wieder auf die Beine kommen und einen Job lernen, den ich mag und von dem ich Leben kann. Ich kann aber neben einem Studium nicht genug arbeiten, um zu überleben. Bafög wird wegen dem Verdienst meiner Eltern schwierig. Meine Ärzte äußern schon Zweifel an Teilzeitstudium mit 30% Arbeit nebenbei, aber ich möchte das unbedingt schaffen. Meine Erkrankungen werden wahrscheinlich nie vollständig geheilt, aber ich möchte so gesund werden wie nur möglich. Und dafür brauche ich Unterstützung.