AD(H)S ohne Hyperaktivität bzw. Impulsivität?
Hallo,
ich frage mich schon länger, ob ich vielleicht doch ADHS haben könnte, obwohl ich nicht ganz das klassische Bild erfülle. Vor ein paar Jahren habe ich bei einem Psychologen einen ADHS-Test gemacht, und da kam eher raus: Konzentrationsprobleme, aber kein ADHS od ADS - mir fehlt nämlich gänzlich die Impulsivität
Trotzdem erkenne ich mich in unglaublich vielen Dingen wieder:
Bei mir ist es zum Beispiel so:
- extreme Konzentrationsprobleme bei Dingen, die mich nicht interessieren
- ich schweife ständig ab und bin gedanklich überall gleichzeitig
- sehr schnelle mentale Überforderung bei vielen kleinen Tasks und Kontextwechseln
- Frontalvorträge, Meetings etc. fühlen sich extrem anstrengend an
- ich brauche oft enorm viel Energie für „normales Funktionieren“
- mein Gehirn fühlt sich oft wie ein „Nudelsieb“ an
- ich verliere schnell den Fokus, vor allem unter Stress
- gleichzeitig kann ich mich bei Dingen, die mich wirklich interessieren, stundenlang hyperfokussieren
- ich analysiere und denke extrem viel
- ich fühle mich oft innerlich dauerhaft angespannt oder „unter Strom“
- Organisation klappt phasenweise gut, hab ich mir aber lernen müssen
- ich bin schnell reizüberflutet und erschöpft
- Meetings, Frontalvorträge und den ganzen Tag im Büro sitzen finde ich sehr sxhlimm
Was mich verwirrt:
Ich bin nicht impulsiv, nicht super chaotisch nach außen und auch nicht klassisch hyperaktiv. Eher das Gegenteil - eher ruhig, verkopft, nachdenklich, overthinking.
Trotzdem habe ich das Gefühl, dass mein Gehirn irgendwie anders funktioniert als bei vielen anderen Menschen.
Kann jemand relaten?
Und kann es sein, dass man trotzdem ADHS haben könnte – oder klingen diese Konzentrationsprobleme eher nach Stress, Überforderung, Anxiety/Burnout etc.?
Würde mich über Erfahrungen freuen!