u/North-Donut4602

▲ 2 r/ADHS

AD(H)S ohne Hyperaktivität bzw. Impulsivität?

Hallo,

ich frage mich schon länger, ob ich vielleicht doch ADHS haben könnte, obwohl ich nicht ganz das klassische Bild erfülle. Vor ein paar Jahren habe ich bei einem Psychologen einen ADHS-Test gemacht, und da kam eher raus: Konzentrationsprobleme, aber kein ADHS od ADS - mir fehlt nämlich gänzlich die Impulsivität

Trotzdem erkenne ich mich in unglaublich vielen Dingen wieder:

Bei mir ist es zum Beispiel so:
- extreme Konzentrationsprobleme bei Dingen, die mich nicht interessieren
- ich schweife ständig ab und bin gedanklich überall gleichzeitig
- sehr schnelle mentale Überforderung bei vielen kleinen Tasks und Kontextwechseln
- Frontalvorträge, Meetings etc. fühlen sich extrem anstrengend an
- ich brauche oft enorm viel Energie für „normales Funktionieren“
- mein Gehirn fühlt sich oft wie ein „Nudelsieb“ an
- ich verliere schnell den Fokus, vor allem unter Stress
- gleichzeitig kann ich mich bei Dingen, die mich wirklich interessieren, stundenlang hyperfokussieren
- ich analysiere und denke extrem viel
- ich fühle mich oft innerlich dauerhaft angespannt oder „unter Strom“
- Organisation klappt phasenweise gut, hab ich mir aber lernen müssen
- ich bin schnell reizüberflutet und erschöpft
- Meetings, Frontalvorträge und den ganzen Tag im Büro sitzen finde ich sehr sxhlimm

Was mich verwirrt:
Ich bin nicht impulsiv, nicht super chaotisch nach außen und auch nicht klassisch hyperaktiv. Eher das Gegenteil - eher ruhig, verkopft, nachdenklich, overthinking.

Trotzdem habe ich das Gefühl, dass mein Gehirn irgendwie anders funktioniert als bei vielen anderen Menschen.

Kann jemand relaten?
Und kann es sein, dass man trotzdem ADHS haben könnte – oder klingen diese Konzentrationsprobleme eher nach Stress, Überforderung, Anxiety/Burnout etc.?

Würde mich über Erfahrungen freuen!

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u/North-Donut4602 — 3 days ago

Kann nicht aufhören, mein Leben und meine Probleme zu analysiere

Ich habe das Gefühl, dass ich süchtig danach bin, mich selbst und mein Leben zu analysieren und „lösen“ zu wollen.

Ich bin eigentlich sehr reflektiert, aber gleichzeitig extrem kopflastig. Ich habe aktuell viel Stress im Alltag (Beruf + Ausbildung) und zusätzlich einige gesundheitliche Themen, an denen ich eh schon dran bin (Eisenmangel, Müdigkeit, wenig Antrieb, Verdauungsprobleme, ev. Burnout-Tendenzen usw.). An denen arbeite ich aber aber schon (Infusionen, Arztbesuche, Stunden reduzieren usw).

Das Problem ist: Jede freie Minute, wenn ich endlich mal entspannen könnte. kreist mein Kopf wieder darum, lch recherchiere, schreibe mit chat Gpt, schaue Insta Videos zum Thema (nicht bewusst) suche nach der nächsten Lösung oder v.a etwaa das ich aktiv tun kann, damit es mir besser geht. Wenn ich das alles mal sein lasse, werde ich unrund und kann auch nicht entspannen! Eigentlich nur, wenn ich abgelenkt bin (Freunde etc.). Am meisten verliere ich mich darin, wie ich besser entspannen und weniger Grübeln kann und mein Nervensystem runterfahren kann - was eigentlich paradox ist, weils das ja schlimmer macht.

Es fühlt sich an, als würde mein Gehirn permanent nach Kontrolle, Sicherheit oder der perfekten Lösung suchen.

Was es zusätzlich schwierig macht: Ich habe ohnehin kaum echte Freizeit. Ich bin gerade sogar seir zwei Tagen im Krankenstand, weil ich erschöpft bin, aber statt wirklich runterzuschalten merke ich, wie ich schon wieder Stunden damit verbringe, nach Lösungen zu suchen und über meine Probleme nachzudenken.

Ich kann irgendwie nicht einfach „sein“ oder meine freie Zeit genießen, ohne wieder in dieses Grübeln und Analysieren zu rutschen. Teilweise fühlt es sich schon fast zwanghaft oder wie eine Sucht an.

Kennt das jemand? Was hat euch geholfen, aus diesem dauernden Analysieren und Problemlösen rauszukommen?

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u/North-Donut4602 — 3 days ago

Burnout oder einfach nicht belastbar?!

Ich (w,29) bin seit 3-4 Jahren immer wieder erschöpft (beruflich, privat) kann mich seit 1,5 Jahren aber nur kaum mehr erholen…
Kurz zum Ausmaß: ich kann seit einem halben Jahr keinen Sport mehr machen (falle in ein krasses Energieloch und bin für 2 Tage K.O inkl. Muskelschmerzen und und) obwohl ich zuvor 5x in der Woche harten Sport gemacht habe, Zusätzlich hab ich chronische Muskelverspannungen, Magenschmerzen (od einfach nur Reizdarm, Magen?) und könnte 10h+ in der Nacht schlafen, hab starke Konzentrationsprobleme, keine Motivation mehr, starke Erschöpfung und Müdigkeit egal wie viel schlaf und nach Kleinigkeiten um einen Teil zu nennen. (Bis auf Eisenmangel passt laut Arzt aber alles…)
Das ganze ist seit einem SEHR stressigen neuen Job, den ich nach 4 Monaten beendet habe. Danach hatte ich eine Downtime von 3 Monaten (Arbeitssuche) die nur leichte Linderung verschafft hat und seitdem habe ich seit 1,5 Jahren erneut einen Job, der mich subjektiv total fertig macht (40h Woche + lange Pendelzeit, Fremdbestimmtheit, Tasks und Aufgaben die mir nicht liegen/ die mich nicht interessieren, Impostersyndrom - da niemand bemerken soll wie erschöpft und unkonzentriert ich bin, sehr viel Multitasking und und). Gleichzeitig habe ich mehr Privilegien wie alle meine Kollegen, 2 HO-Tage statt nur einem zb. Nun hab ich bereits auf 30h reduziert da ich unbedingt eine Ausbildung im sozialen Bereich machen will (meine Rettung aus dieser Branche!), habe jetzt aber noch mehr auf meinem Plate, da ich ähnlich viele Tasks habe, in Summe noch viel mehr Stunden unterwegs bin und kaum noch Erholungszeit habe. (Muss immer noch 3x ins Büro, habe zusätzlich Prakikum, Seminare und und)

Was ich mich immer wieder frage ist: Ist das (beginnendes) Burnout od einfach nur Erschöpftung od magelnde Skills mit Stress umzugehen? Mach ich mir diesen Stress selbst? Warum ist es für mich so schlimm im Büro zu sitzen, während andere das schaffen??

Zum Arzt zu gehen um mich krankschreiben zu lassen wegen etwas, das ich teilweise selbst verschuldet habe (Ausbildung? Fehlende Stresskompetenz?) usw fühlt sich auch seltsam an.
Gaslighte ich mich selbst und stecke schon mitten drinnen (meint mein Freund) oder liegt es am Umgang damit bzw. sind die körperlichen Symptome einfach von was anderem?

Bitte um euren Input, danke!!

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u/North-Donut4602 — 12 days ago