Es ist mir so egal, wenn ich gekündigt werde
Kennt ihr das ? Man ist so erschöpft davon sich in ein neues Unternehmen zu integrieren und sein bestes zu geben - mit dem Risiko, dass man sowieso eines Tages gekündigt werden kann?
Ich weiß nicht, irgendwann kam mir die Erkenntnis, dass es mir so egal ist, wenn meine Arbeit, meine Laune und meine Performance dem Unternehmen nicht passt.
Ich reiße mir nicht mehr den Arsch auf um jemand anderen Reich zu machen. Man wird sowieso nicht geschätzt.
Es ist immer dasselbe. Musst als Angestellter deinem Vorgesetzten Rechenschaft leisten, Beweise liefern, Deadlines einhalten - also sein Sklave sein. Damit er dir Geld gibt, damit du überleben kannst.
Es ist mir soooooooo egal, wenn eine Kündigung in mein Briefkasten flattert. Wenn es zu Gesprächen kommt wo diskutiert wird über Arbeitsleistung bin ich die erste die eine Kündigung vorschlägt. Ich habe diese Kraft nicht mehr mich zu Beweisen oder zu diskutieren weshalb ich dieses Job verdiene oder gut genug bin.
Nein, ich bin nicht depressiv oder habe andere psychische Störungen. Meine Lebenszeit ist viel zu kurz und nur einmalig, sodass ich nicht mehr tolerieren kann, für die Arbeit zu leben.
Irgendwann wenn man lernt zu akzeptieren, dass nicht alles für immer ist und dass nicht immer alle korrekt sind auf der Arbeit fällt das Leben viel leichter. Man macht sich weniger Gedanken. Alles ist einem schlichtweg egal geworden.
Ich wünsche mir, dass ihr alle diese Erkenntnis erlangt.
Edit: falls sich jemand frägt, wie ich zu dieser Erkenntnis gelangte - ich war einst Werkstudent in einem Unternehmen und ich habe wirklich 1000% gegeben, weil ich wusste ich kann es und lerne es. Trotz, dass ich mir so viel Mühe gegeben habe und meine Zeit investiert habe der Stelle gewachsen zu sein (obwohl ich es wäre) wurde ich gekündigt. Der Grund ? Ich kannte mich mit einem Programm noch nicht 100% aus und war dabei es zu lernen. Ich war erst 3 Monate angestellt. Im 4. Monat wurde ich gekündigt, weil ich es nicht schnell genug perfektionieren konnte. Ich musste neben meinem Vollzeitstudium 20 Stunden arbeiten. Ich war kurz vor einem Burnout. Das Unternehmen war ein Großkonzern. Ich hatte viele Träume. Meine Abschlussarbeit wollte ich dort schreiben. Ich wollte ein Teil des Unternehmens werden. Aufgrund dieser Kündigung wurde ich natürlich negativ in der Personalakte vermerkt - somit hat mein Arbeitgeber meine Chance verspielt irgendwann nochmal ein Teil des Unternehmens sein zu dürfen. Es hat mich fertig gemacht, dass sie meine Anstrengungen und Mühe trotz der Herausforderung nicht gesehen haben. Ich habe natürlich einen neuen Job, aber ich werde mir diese Mühe niewieder geben.