Schwiegereltern…
Hallo ihr,
Ich bin seit einigen Monaten Mutter geworden. Ich bin mit meinem Freund erst seit vorigen Jahres zusammen und demnach kenne ich seine Eltern auch erst seit 2025.
Ich bin relativ bald zu ihm gezogen als wir von der SW erfahren haben. Seine Eltern wohnen quasi neben uns um die Ecke (keine 2 Minuten zu Fuß).
Für mich schien es anfangs kein Problem.. doch schon in kurzer Zeit hatte ich das Gefühl dadurch immer verfügbar sein zu müssen und das die Erwartung da ist, dass wir öfters zu ihnen kommen, weil sie ja gerade um die Ecke wohnen. Für mich sind ab und an Besuche ja kein Problem, aber vorallem in der SW wollte ich extrem viel Ruhe und fühlte mich überfordert, dass quasi ich immer abheben muss wenn sie anruft. Oder wenn sie andauernd meinen Freund fragt wann wir wieder mal kommen. Auch seine Oma ist komplett gleich. Und dann wenn ich immer sagte heute gehts mir nicht gut ich mag nicht, habe ich immer das Gefühl es wurde erwartet das man kommt und ich bin der was dann ungut rüber kommt.
Jetzt wo mein kleiner Mann da ist hat sich das ganze unwohle Gefühl verschlimmert. Ich finde die Anfangszeit ist so eine intime Zeit und dadurch das ich sie noch nicht wirklich lange kenne und ich mich generell schon unwohl gefühlt habe will ich auch nicht das von ihnen andauernd jemand kommt. Vorallem weil irgendwie die Erwartungshaltung wieder da ist ‘wir wohnen ja gleich um die Ecke’ und man kann oft vorbei kommen (jede Woche) um das Enkelkind zu sehen. Mich engt das extreeeem ein. Ich habe auch total das ungute Gefühl wenn sie mein Baby halten.. Ich würde immer eine neugewordene Mutter fragen, ob es ihr recht ist dass ich komme und nicht: ich will dich besuchen. Eher so ‘he wie gehts dir heute, ist es dir recht das ich komme?’. Aber irgendwie kommt das alles so harsch rüber auch bei seiner Oma. Meine Oma hat mein Enkelkind auch erst 1x gesehen und trotzdem ruft sie nicht ständig an und fragt ob man sich sieht. Weil alle wissen am Anfang will man Zeit zu dritt und alles muss seinen Rhythmus finden. Mich hat das schon im Krankenhaus gestört dass seine Eltern kommen und ich konnte aber nicht nein sagen, weil wie soll ich das rechtfertigen das ich eigentlich nur meine Eltern da haben wollte. Ich habe halt noch keine enge Bindung zu ihnen & kenne sie nicht lange.
Die Anfangszeit war sehr stressig und das Baby weinte viel. Am Anfang sah ich auch jeden Tag aus wie ein Obdachloser und lief mit Still BH rum. Bei meinen Eltern ist das egal wie ich aussehe oder mich gerade fühle - da fühl ich mich aufgefangen und nicht eingeengt deshalb ist es ja für mich ok wenn sie oft kommen. Aber bei meinen Schwiegereltern denk ich mir nur, ich möchte das nicht. Da muss ich quasi funktionieren und Antworten geben und Kaffee richten etc. und mir ein Shirt anziehen. Klingt das doof? Seine Mutter ruft auch jeden Tag an und weiß gefühlt alles über uns und den Kleinen. Und irgendwie möchte ich das nicht dass sie weiß wann er jetzt Impfung hat oder wann er heute aufgestanden ist. Und dann komm ich mir wieder so blöd vor weil ich so denke.. dabei graut es mir vor der Zukunft wenn ich mir denke ich geh jetzt raus mit dem Kleinen und dann treff ich sie und dann will sie wieder mitgehen obwohl ich lieber alleine mit ihm sein will. Oder heute fortfahren will…
Klingt das alles doof? Bzw. was denkt ihr darüber…