Architekt beauftragen als Architektur-Absolvent?
Hallo liebe Community,
ich werde in absehbarer Zeit das Haus meines Opas sanieren und renovieren und mache mir Gedanken wie alles funktionieren soll und brauche Rat:
Eckdaten:
- bin selbst M. Sc Architektur Absolvent, aber nicht Vorlageberechtigt
- bestandspläne sind größtenteils vorhanden + digitalisieren kann ich selber
- Sanierungsfahrplan ist vorhanden
- Bungalowhaus von 1971, Walmdach aufgesetzt 2002, Photovoltaik + Wärmepumpe für KG u. EG seit 2024/25
- Dachgeschoss ist zur Zeit nur durch Luke und Leiter erreichbar, nicht vollständig gedämmt/ausgebaut und ohne Heizung
Plan:
- Asbest Sanierung im Keller + Prüfung EG (Bodenbelag) - würden wir zuerst anfangen
- Dachausbau anstreben: Kellertreppenloch erweitern da zu knapp bemessen + Treppenlauf umdrehen, somit könnte man direkt über der Treppe dann eine Deckenöffnung für das DG machen und beide Treppen übereinander stellen - kein Platzverlust und Treppe läuft zum Hausinneren hin und nicht zur Außenwand (sonst wäre Gaube nötig),
Dach dämmen und in Räume unterteilen, fertig ausbauen und Heizsystem im DG installieren
- Türportal komplett neu da Flur dunkel + Glassteine neben Haustür sollen weg, dafür Tür mit Glasanteil + großes Fenster/Glas anstelle von Glassteinen
- ggf. Fensteraustausch von 2 auf 3facv Verglasung
- keine nachträgliche Dämmung
Meine Frage:
- da ins statische System eingegriffen wird + Nurzungsänderung des DGs wird eine Baugenehmigung erforderlich sein, sind meine Pläne realistisch auch wenn das Grundstück an sich damals schon überbaut worden ist? Kubatur wird nicht verändert
- kann die Durchbrüche überhaupt berechnen wenn mein Opa alles damals selbst gebaut hat und in die Decke Bewährung nach „Lust und Laune“ gemacht hat und nicht ganz nach Plan oder ohne Plan?
- könnte theoretisch alle Konzepte selber beauftragen und Formulare ausfüllen + Pläne zeichnen, bräuchte nur einen zur Kontrolle + bauvorlageberechtigung - wie geht man an sowas ran ? Brauche ich zwingend dann einen Architekten oder geht’s auch anders und was kostet sowas wenns nur so kleine Sachen sind?
- welche Reihenfolge mache ich? Denke mir zuerst Asbest, dann Baugenehmigung für Dach und parallel eventuell Tür und Fenster Tausch, dann könnten wir ja einziehen und anschließend Raum für Raum renovieren, macht das Sinn? Wir wollen versuchen viel eigenleistung zu machen und im den Räumen ist noch viel 70er Stil mit holzvertäfelung/tapeten/teppich
Danke fürs lesen, Tipps, Anmerkungen, konstruktive Kritik!