Was waren die dümmsten Dinge, die eure Mieter gemacht haben – und was erklärt ihr deshalb inzwischen bei der Wohnungsübergabe?

Damit meine ich ausdrücklich nicht die üblichen Horrorgeschichten über Mietnomaden, absichtliche Zerstörung, Psychos, Assis, usw. Mich interessieren wirklich die Sachen aus der spezifischen Kategorie "Dumm": Also nicht bösartig, sondern einfach ahnungslos, ignorant oder dilettantisch. Dinge, bei denen man sich fragt: „Wie kommt man überhaupt auf die Idee?“

Ein paar Beispiele bei mir:

  • Den Abfluss von Dusche oder Badewanne komplett losschrauben, um ihn zu reinigen. Wenn sich dabei die Ablaufgarnitur unter der Wanne löst oder verschiebt, landet das Wasser beim nächsten Duschen schlimmstenfalls unter der Wanne. Ohne Revisionsöffnung besonders spaßig.
  • Bei einer Verstopfung oder einem anderen Problem einfach den erstbesten „24h-Sofort-Notdienst“ aus der Google-Werbung anrufen. Dann steht irgendeine dubiose Truppe vor der Tür, macht eine Kleinigkeit und präsentiert eine absurde Rechnung – und der Mieter zahlt und meint dann, er kann diese einfach dem Vermieter zur Erstattung präsentieren. Daher erkläre ich inzwischen bei der Übergabe: immer zuerst den Vermieter kontaktieren. Schon allein nach dem Prinzip „Wer bestellt, bezahlt die Musik“ – und ich will auch lieber einen seriösen Handwerker schicken.
  • „Es sind doch nur ein paar Schuhe“ im Treppenhaus. Daraus werden dann gerne Schuhe, Pflanzen, Kinderwagen, Fahrräder und sonstiger Hausstand. Ich habe schon erlebt, dass der Rettungsdienst bei einem Notfall erst Zeug von den Treppenabsätzen räumen musste.
  • Alte Holztüren ausbauen und längere Zeit schräg an die Wand lehnen. Überraschung: Die können sich verziehen. Bei historischen Türen ist Ersatz dann auch nicht unbedingt Baumarkt + 150 Euro.
  • Kleine Schäden oder Auffälligkeiten nicht melden, sondern erstmal wochenlang ignorieren oder selbst daran herumdoktern, bis aus einer Kleinigkeit ein richtiges Problem geworden ist.
  • Eine Mieterin hat über Jahre Geschirrspülpulver ins Klarspülerfach gefüllt und sich gleichzeitig über das „schlechte Wasser im Haus“ beschwert, weil das Geschirr nicht richtig sauber wurde. Herausgefunden haben wir das erst nach ihrem Auszug. Das über Jahre dort hineingestopfte Zeug wieder aus dem Fach zu bekommen war ... interessant.
  • Heizkörperthermostate den ganzen Sommer komplett zugedreht lassen und sich im Herbst melden, weil „die Heizung kaputt“ ist. Bei älteren Ventilen saß dann gerne der Ventilstift fest. Inzwischen gibt's im Frühjahr einfach den Hinweis, die Thermostate aufzudrehen.
  • Und dann gibt's natürlich noch die allgemeine Kategorie „erstes Mal nicht mehr Hotel Mama“: nicht böse gemeint, sondern teilweise schlicht keinerlei Erfahrung damit, eine Wohnung selbst zu unterhalten.

Was waren bei euch solche „Das kann doch jetzt nicht dein Ernst sein“-Momente, die wirklich nur auf Ahnungslosigkeit/Dummheit und nicht auf Boshaftigkeit oder psychische Störungen zurückzuführen waren?

Und was erklärt ihr neuen Mietern inzwischen bei der Wohnungsübergabe, weil ihr irgendwann gelernt habt, dass man bestimmte Dinge offenbar wirklich ausdrücklich sagen muss?

Ich merke jedenfalls, dass meine mündliche „Einweisung“ bei der Übergabe mit den Jahren immer länger wird...

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