Abgucken wie in der Schule

Mal angenommen, man zapft Handelsaktivitäten von anderen an - zB hier https://kinfo.com/leaderboard/winningTradesPercent/at oder kostenlose Paperwallet Leaderboards von anderen Seiten

Man filtert nur erfolgreiche Accounts die maximal 2-3 Mal pro Woche handeln (also keine Daytrading), sodass man genug Zeit zum Reagieren hat. Man stellt sicher, dass von den beobachteten Accounts mehr als einer einen ähnlichen Trade ausführt (als Noob manuell, oder mit etwas Vibe Coding automatisiert), kriegt eine Notification und bildet die Trades nach, natürlich nur mit einem einstelligen Prozentteil seines Portfolios.

Spricht da etwas dagegen? Warum soll man sich den Kopf um Marktpsychologie, Trends und DD zerschlagen und seine wertvolle Zeit verschwenden, wenn andere das für einen tun können? Abgucken, Plausibilitätsprüfung machen (Claude fragen, was der bullish und bearish case für eine Trade darstellt), und vielleicht einen Tracker setzen, wenn die Musterschüler aus den Trades aussteigen.

Macht das wer von euch schon? Habt ihr Tipps?

u/TrashFisher1337 — 4 days ago

Private Banking, Depot Beleihen

Nach einer Diskussion mit ChatGPT ob es auch möglich wäre statt einer Immobilie ein ETF-Depot als Sicherheit zu hinterlegen und dann einen Kredit zu bekommen, um es in noch mehr Wertpapiere zu stecken (ja, ist möglich), habe ich auf die Anschlussfrage, ab wann es sich rechnet, folgende Antwort bekommen:

Bereits ab etwa 25.000–50.000 € Depot

Einige Direktbanken bieten einfache Wertpapierkredite schon für relativ kleine Depots an.

Typisch:

Depotwert: ab 25.000–50.000 € Beleihung: 40–70 % (je nach ETF) Zinssatz: häufig höher als bei einer Immobilienfinanzierung

Das eignet sich eher für kurzfristige Liquidität als für einen dauerhaften Hebel.

Ab etwa 100.000–250.000 €

Hier wird es interessanter.

Beispiel:

ETF-Depot: 200.000 € Beleihung 60 %

→ Kreditlinie von rund 120.000 €

Viele Banken sehen Kunden in dieser Größenordnung bereits als vermögend genug für individuellere Konditionen.

Ab etwa 500.000–1 Mio. €

Hier beginnt oft das Private Banking.

Dann sind möglich:

günstigere Zinsen höhere Kreditlinien individuelle Beleihung teilweise internationale Wertpapierkredite

In diesem Bereich finanzieren manche Anleger tatsächlich weitere Investments über ihr Depot.

Ab mehreren Millionen

Hier wird es sehr flexibel.

Viele Unternehmer und vermögende Familien leben teilweise von:

Lombardkrediten, Wertpapierdarlehen, Kreditlinien auf ihr Depot,

anstatt Vermögenswerte zu verkaufen und Steuern auszulösen.

Kreditart Typischer Zinssatz Beleihung eines Welt-/S&P-500-ETF
Lombardkredit bei Direktbank ca. 5–8 % 50–70 %
Private Banking ca. 3,5–5,5 % 60–75 %
Sehr vermögende Kunden (mehrere Mio. €) teilweise unter 4 % individuell

Zitat Ende. Meine Überlegungen:

Obwohl die Negativzinsphase jetzt vorbei ist, sind 5% im private Banking dennoch relativ günsitig, wenn man bedenkt, dass der SNP500 ca 10% Rendite pro Jahr macht - aber stark schwankend. Und da wurde ich darauf hingewiesen, dass bei Kursrutschen von etwa 30% es vorkommen könnte, dass die Bank dann direkt nach dem Sturz, am Dip, die vorgemerkten Wertpapiere aus dem Depot verkaufen könnte.

Weitere Diskussion führte zu eher Wischiwaschi Antworten (etwa, dass normalerweise aus dem Grund nur 20% vom Depot beliehen werden), deswegen wollte ich direkt hier fragen: hat jemand schon mehr Hirnschmalz in die Idee gesteckt oder schon Erfahrungen gesammelt?

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u/TrashFisher1337 — 1 month ago

Senior Full Stack Entwickler - Auswandern nach Polen?

War 10 Jahre als Berater tätig, seit geraumer Zeit sind freiberufliche Projekte aber schlicht nicht vorhanden, ich verschwende nur meine Zeit mit Bewerbungen. Kontakte zu Unternehmen habe ich nicht, dass ich ohne Recruiter selbst was ans Land ziehen kann. Bleibt nur in Festanstellung zu gehen. Solo-Selbstständigkeit wurde durch die SPD sowieso in diesem Land nun endgültig zerstört. Nun hat mir Gemini eine Aufstellung der Gehälter in Europa gemacht:

Senior Developer Salaries in UK & EU (Single, No Kids)

Country / Region Gross (Year) Net (Year) Net (Month) Effective Tax/Social Deductions
UK (London) €105k – €155k (£90k–£130k) €75k – €102k (£63k–£86k) ~€7.400 (~£6.200) ~30% – 34%
Ireland (Dublin) €100k – €140k €62.5k – €83k ~€6.100 ~38% – 41%
Netherlands €80k – €115k €51.5k – €68k ~€5.000 ~36% – 41% (Without 30% Ruling)
Poland (B2B Contract) €60k – €90k €48k – €72k ~€5.000 ~18% – 20% (12% Flat IT tax + ZUS)
Germany €80k – €110k €46.5k – €61.5k ~€4.500 ~42% – 44% (Tax Class 1)
France €70k – €95k €47k – €61k ~€4.500 ~33% – 36%

Note: Calculations are estimates for single tax payers without children including mandatory insurances. Poland reflects the local de facto market standard of full-time B2B contracting (Ryczałt 12%), while others reflect standard full-time employment contracts.

Was auffällt, ist wie vorteilhaft Polen allein schon vom Netto ist. Da sind die Lebenskosten garnicht mit berücksichtigt - lediglich Privatschule auf Englisch für Kinder müsste man noch dazurechnen. Da ich Frau und Kinder habe, ergeben sich in Polen dafür aber weitere Steuervorteile (bei der Anfrage für die Tabelle habe ich das nicht berücksichtigt, um den Kontext nicht zu sprengen).

Und, so die Aussage von ChatGPT, die B2B (Freiberuflichkeit) in Polen ist Standard, das heißt ich kann meinen geliebten Lebensstil behalten und flexibel arbeiten, je nach dem, wann ich Zeit finde statt 9-6.

Übersehe ich was?

EDIT: Wo ich aktuell Unsicherheiten habe, ist wie die Auftragslage da ist und wie die Vermittlung im Vergleich zu Deutschland abläuft. In diesem Land hier geht nichts ohne 20-50% an Recruiter abzudrücken. Beispiel: Konzern wie Deutsche Bahn oder Behörde vergibt Auftrag an Telekom/IBM/BMW und die heuern dann nochmal kleine Recruiterbuden, die nochmal Prozente nehmen.

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u/TrashFisher1337 — 1 month ago

Out-Of-AI-Rotation Picks

Ich hatte dieses Jahr doch einige Verluste, die ich bis Ende des Jahres steuerfrei ausgleichen möchte, also bis dahin verkaufen. Zeithorizont also ca 5 Monate. Dass es gamblers fallacy ist, ist mir bewusst, also nach einem Verlust noch riskanter weiterzumachen.

These ist, dass aktuell aus AI wieder raus-rotiert wird. Wir haben schon bei HOOD und anderen Aktien, die von AI erschlagen wurden, eine starke Erholung gesehen. Ich glaube bei anderen könnte sie noch einsetzen. Ein Paar Kandidaten meiner Auswahl:

  • Salesforce
  • SAP
  • SereviceNow
  • Scout24
  • Adobe

Wie bewertet ihr meine Auswahl und wie würdet ihr sie ergänzen? Was mir etwas fehlt, sind Nicht-SaaS Aktien, also Blue Chips mit Aufwärtspotenziall. Da wären Kandidaten

  • Pfizer
  • LVMH
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u/TrashFisher1337 — 2 months ago

IT Selbstständig aus Ausland - geht das wirklich?

Ist der Kerl hier am LARPen oder kennt ihr solche Erfolgsstories? https://www.reddit.com/r/selbststaendig/comments/1pi6r7c/it_freelancer_mit_23_prozent_auftragsr%C3%BCckgang_in/ntm95q0/

Ich hatte mal bei einer Recruiterin nachgefragt - Stundensatz nearshore wäre 50 Euro, verglichen mit Deutschland 80. Gut, ich weiß nicht was der Kollege für 120 Euro macht (SAP Architekt?), aber dass sein Stundensatz identisch zu deutschem bleibt hört sich für mich bei jeder Tätigkeit utopisch an. Warum sollte ein Unternehmen sowas machen? Er spricht von WENIGER Compliance Problemen wegen Scheinselbstständigkeit, aber welcher Konzern wird Leute aus Nicht-EU-Ausland (Drittweltland auch noch) anheuern, die zu komischen Zeiten arbeiten und Zugriff auf Unternehmensgeheimnisse und personenbezogene Daten von Produktivsystemen bekommen, die dann jenseits europäischer Gerichtsbarkeit sind?

Ich muss dazu aber auch sagen, selbst 50 Euro als Stundensatz wären bei weniger Steuern noch ok, wenn man denn zumindest einfacher Projekte bekäme. Aber gehen Deutsche Kunden denn wirklich auf Fachkräftesuche ins Ausland? Wenn ich mir Freelancermap anschaue, nur jede zehnte Ausschreibung ist für Nearshore. Was ich aus den Projekten kenne, ist dass die auch im Ausland ohne Ausschreibung (nur Vitamin B) Beratungs-Buden anheuern, die eine Niederlassung auch in Deutschland haben, aber Entwickler aus Ungarn/Polen/Slowenien/Tschechien anheuern, die dann schmierigen Macher-Typen, die für sie abkassieren, unterstellt sind.

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u/TrashFisher1337 — 2 months ago

Warum fast alle Aufträge über Recruiter?

Ich würde es ja noch verstehen, wenn die Konzerne nur namhafte Firmen wie Hays oder Michael Page beauftragen würden. Aber da sind irgendwelche schmierigen 1-Mann Startups dabei, die erst seit 2 Jahren auf dem Markt sind und so schnell auch insolvent gehen können, und dann bleibt man auf seiner Lohnrechnung sitzen. Selbst die Behörden machen bei diesem Schmierentheater mit. Was versprechen die sich davon? Für Thema Scheinselbstständigkeit ist das egal. "Gesamtpaket" (ganzes Team statt einzelner Leute) zu bekommen ist auch egal, die beauftragen ja oft mehrere Recruiter. Die sieben die Bewerber ja nicht einmal vollständig aus, es gibt je weiter Bewerbungsgespräche.

Ich würde immer wenn ich die Wahl hätte direkt für den Kunden arbeiten, selbst bei gleichen Kosten, da da das Risiko seiner Insolvenz wegfällt. Also wenn ich mich direkt bewerben könnte, den eingesparten Stundensatz weiterreichen. Lohnt es sich für die wirklich 15% vom Gehalt abzudrücken, nur damit die Recruiter die erste Auswahl-Phase übernimmt? Wozu haben die überhaupt dann HR Abteilungen? Und dann beschweren die sich über hohe Lohnnebenkosten in den Medien.

Vielleicht bin ich ja auch einfach in der falschen Branche, vielleicht muss ich selber Recruiter sein. Kann ja nicht so schwierig sein, wenn gerade der Markt mit entlassenen Leuten überlaufen ist. Wie kommen die kleinen Recruiter Buden dann an die Ausschreibungen?

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u/TrashFisher1337 — 2 months ago