26 Jahre alte Gastherme am Ende – 13.000 € für Austausch oder doch Wärmepumpe im Reihenhaus?
Hallo zusammen,
wir haben Ende letzten Jahres ein Reihenmittelhaus (Baujahr 2000, ca. 135 m² Wohnfläche) gekauft und stehen nun leider vor der nächsten größeren Investition.
Verbaut ist noch die originale Wolf-Gas-Brennwerttherme aus dem Jahr 2000 mit separatem Warmwasserspeicher. Das Ganze befindet sich im Dachgeschoss.
Bei der letzten Wartung kam heraus, dass der Wärmetauscher ziemlich am Ende ist. Die Lamellen lösen sich teilweise bereits auf, Dichtungen sind beschädigt und eine vernünftige Reinigung war laut Monteur nicht mehr möglich, ohne einen größeren Schaden zu riskieren.
Die Anlage läuft aktuell noch und kann laut Monteur vorerst weiterbetrieben werden. Ob sie noch eine Woche, einen Monat oder zwei Jahre durchhält, kann natürlich niemand sagen.
Nun liegt uns ein Angebot über rund 13.000 € brutto für den kompletten Austausch vor.
Enthalten sind unter anderem:
- Vaillant ecoTEC plus VC 10 CS/1-5
- Neuer 120-Liter-Warmwasserspeicher
- Neue Luft-/Abgasführung
- Ausdehnungsgefäß und Schlammabscheider
- Anpassung der vorhandenen Anschlüsse
- Auffangwanne mit Ablauf für den Speicher
- Demontage, Montage und Inbetriebnahme
Alternativ wurde uns eine Wolf-Anlage zu einem vergleichbaren Preis angeboten.
Das Angebot enthält bereits 15 % Saisonrabatt, allerdings nur bei kurzfristiger Beauftragung und Montage noch dieses Jahr. Ehrlich gesagt habe ich dabei ein etwas ungutes Gefühl, zumal keine nachvollziehbare Heizlastberechnung durchgeführt wurde und die im Angebot genannte beheizte Fläche nicht mit unseren Angaben übereinstimmt.
Was mich aber besonders beschäftigt: Gas oder Wärmepumpe?
Unsere Heizung befindet sich im Dachgeschoss. Laut Monteur macht das eine Wärmepumpe deutlich aufwendiger, da neue Leitungen verlegt werden müssten oder alternativ eine Aufstellung auf dem Dach geprüft werden müsste. Stichworte sind hier Statik, Schallschutz und die baulichen Anpassungen.
Grob wurden dafür 30.000–40.000 € genannt, allerdings ohne konkretes Angebot.
Das Haus hat normale Heizkörper und keine Fußbodenheizung. Eine PV-Anlage ist ebenfalls nicht vorhanden.
Bisher bin ich davon ausgegangen, dass sich eine Wärmepumpe vor allem in Verbindung mit Fußbodenheizung und PV richtig lohnt. Mittlerweile lese ich allerdings häufiger, dass auch Bestandsgebäude mit normalen Heizkörpern problemlos damit beheizt werden können. Entscheidend scheinen unter anderem die benötigten Vorlauftemperaturen und die tatsächliche Heizlast zu sein.
Wir würden den Austausch nach Möglichkeit gerne erst 2027 durchführen, um nach dem Hauskauf und den Renovierungen finanziell wieder etwas Luft zu bekommen.
Mich würden daher eure Erfahrungen und Einschätzungen interessieren:
- Sind rund 13.000 € für einen kompletten Gasthermentausch inklusive Speicher und den genannten Arbeiten marktüblich?
- Wie beurteilt ihr Vaillant gegenüber Wolf hinsichtlich Zuverlässigkeit, Wartung und Ersatzteilen?
- Hat jemand Erfahrungen mit Wärmepumpen bei Reihenhäusern mit einer Heizungszentrale im Dachgeschoss?
- Kann sich eine Wärmepumpe auch ohne PV-Anlage und Fußbodenheizung rechnen?
- Würdet ihr in unserer Situation nochmals Gas einbauen oder trotz des größeren Aufwands eine Wärmepumpe ernsthaft prüfen?
Mir ist bewusst, dass ohne Heizlastberechnung, Verbrauchsdaten und Besichtigung keine abschließende Beurteilung möglich ist. Mir geht es zunächst um Erfahrungswerte und eine grobe Einordnung, bevor wir weitere Angebote einholen.
Vielen Dank euch!