
Hohe Nebenkostennachzahlung Wärmepumpe Mehrparteienhaus
Moin zusammen,
ich würde gerne mal eure Einschätzung zu einer Wärmepumpen-/Heizkostenabrechnung hören, weil mir die Werte extrem vorkommen.
Es geht um ein Mehrparteienhaus (Baujahr nach 2020) mit Wärmepumpe. Laut Abrechnung stehen für das gesamte Haus folgende Werte im Raum:
- Stromverbrauch Heizungsanlage: 17.100 kWh
- Erzeugte bzw. abgerechnete/verteilte Wärmemenge: 9.200 kWh
Wenn ich das stumpf teile, komme ich auf:
9.200 kWh Wärme / 17.100 kWh Strom = ca. 0,54
Also rechnerisch nur ca. 0,54 kWh Wärme pro 1 kWh Strom. Das wäre ja sogar schlechter als ein reiner Heizstab, der ungefähr 1:1 arbeitet.
Mir ist bewusst, dass das wahrscheinlich nicht automatisch die “echte JAZ der Wärmepumpe” ist, weil dafür die Systemgrenzen und Zählerpositionen sauber passen müssen. Aber selbst als Verhältnis aus Gesamtstromverbrauch der Heizungsanlage und verteilter/abgerechneter Nutzwärme wirkt das für mich komplett daneben.
Meine Fragen wären:
- Kann so ein Verhältnis technisch überhaupt plausibel sein, oder spricht das eher für Messfehler/falsche Zählerlogik?
- Welche Ursachen wären realistisch?
- Heizstab läuft dauerhaft oder viel zu oft?
- Wärmemengenzähler misst nur einen Teil der erzeugten Wärme?
- Stromzähler umfasst mehr als nur Wärmepumpe/Heizung?
- massive Verluste durch Warmwasser-Zirkulation/Speicher/Leitungen?
- hydraulischer Fehler, falsche Einbindung von Speicher/Puffer/Mischer?
- Speicher zu klein oder falsch dimensioniert?
- Welche Werte sollte man beim Vermieter/Heizungsbauer konkret anfordern?
Ich freue mich auf euer Feedback.
Edit: Bilder der Abrechnung ergänzt.