Hat bei euch schonmal Politik/politische Diskussion in der Therapie eine Rolle gespielt?
Also, Psychotherapie hat ja schon einen individualpsychologischen Fokus, aber z.T. sind ja auch Politika teil von Grundannahmen. "Ich bin weniger wert als andere" würde ja z.B. mit einer Haltung "Alle Menschen sind gleich viel wert" nicht einher gehen, die ja teil von manchen politischen Weltanschauungen ist. Ebenso können politische, systemkritische Perspektiven auch Gedanken von "Ich scheitere, weil ich so unfähig in allem bin" auch relativieren helfen. Hat sowas bei euch je in der Therapie eine Rolle gespielt, falls ihr eigene politische Gedanken eingebracht habt? Habt ihr je den Eindruck bekommen, eine politische Haltung oder Werte eures Therapeuten/Therapeutin indirekt zu merken/bisschen schlussfolgern zu können? (Rechts, feministisch, christlich, neoliberal, marxistisch, etc...?)