Wie würdet ihr einen größeren Lottogewinn anlegen, 50 Mio+

Meine Überlegung ist erst einmal, mich von sämtlichen Finanzdienstleistern, also sogenannten Vermögensberatern usw., so weit wie möglich zu entfernen und einfach alles in einen ETF zu investieren, so 95 %, und die 5 % für ein nettes Häuschen und Auto auszugeben.

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u/uahritardet — 12 days ago
▲ 5 r/Ratschlag+1 crossposts

Findet ihr das verwerflich?

Ich ziehe in vier Monaten um und habe schon bei fünf Firmen probegearbeitet.

Bei allen habe ich direkt einen Vertrag unterschrieben, weil ich mir alle Optionen offenhalten wollte.

Drei weitere Probearbeiten stehen noch an. Wenn es passt, würde ich dort wohl ebenfalls unterschreiben.

Am Ende will ich mir die beste Stelle aussuchen mit dem besten Gehalt, was ich verhandeln konnte, und den Rest wieder kündigen.

Ist das einfach nur schlau oder ziemlich unfair gegenüber den Arbeitgebern?

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u/uahritardet — 2 months ago

Sehnsucht nach geregelten Einrichtungen wie komme ich aus diesem Muster raus?

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Hey zusammen,

ich versuche mal, mein Problem halbwegs sortiert aufzuschreiben.

Immer wenn ich Dokus über Forensik, Sicherungsverwahrung, Knast, Suchtkliniken etc sehe, habe ich ein Gefühl, das mir selbst unangenehm ist. Viele sehen da nur das Harte und Krasse, ich spüre dabei irgendwie Ruhe. Diese festen Abläufe, klaren Regeln, jemand, der sagt, was wann dran ist das fühlt sich für mich sicherer an als mein eigener Alltag.

Als Kind wurde ich schwer misshandelt und bin irgendwann in ein Kinderheim gekommen. Da war es streng und kontrolliert, aber berechenbar. Es gab klare Strukturen und immer jemanden zum Reden. Ich bin in so einem System groß geworden und habe darin halbwegs funktioniert.

Heute lebe ich seit über fünf Jahren alleine und ziemlich isoliert. Ich arbeite als Postbote, ziehe meine acht Stunden durch, da funktioniere ich. Danach komme ich nach Hause, zocke, trinke, lasse die Wohnung und mich selbst verfallen. Dinge, die gemacht werden müssten, bleiben liegen, bis sie richtig brennen.

Finanziell bin ich komplett am Anschlag: hoch verschuldet, oft kaum noch was zu essen, und gefühlt ist am 5. schon wieder alles Geld weg. Statt das konsequent anzugehen, schiebe ich vieles vor mir her und drehe mich im Kreis. Ich sehe ja, dass ich im Job durchziehen kann, wenn klar ist, was zu tun ist aber in meinem eigenen Leben entscheide ich mich ständig für die bequemste, schlechteste Option und steh mir damit selbst im Weg.

Das Schlimmste sind die Gedanken, die daraus entstehen: manchmal stelle ich mir ernsthaft vor, mich einweisen zu lassen oder sogar irgendeine „kleine“ Straftat zu begehen, nur um wieder in einem System zu landen, in dem andere bestimmen, wie der Tag aussieht und ich nicht mehr für alles allein verantwortlich bin. Nicht, weil ich jemandem schaden will, sondern weil sich diese Strukturen für mich vertrauter und sicherer anfühlen als meine Freiheit.

Ich will nichts Illegales machen und auch nicht bewusst irgendwo eingesperrt sein. Aber ich merke, dass ich so, wie es gerade läuft, nicht mehr lange weitermachen kann und alleine nicht aus diesem Muster rauskomme.

Ich würde mich über ehrliche Ratschläge freuen, wie man sich in so einer Situation wieder fängt und Schritt für Schritt Struktur ins eigene Leben bekommt.

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u/uahritardet — 3 months ago

Wohnung finden trotz bodenlos schlechter SCHUFA reicht gute VermieterReferenz + mehrere Jobzusagen?

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Hallo zusammen,

ich stehe kurz vor einem Umzug und würde gern eure Einschätzung und konkrete Tipps hören, wie realistisch meine Chancen auf eine neue Wohnung sind.

Zu mir:

Ich bin 22 und seit etwa 4 Jahren durchgängig in Vollzeit beschäftigt.

In der neuen Stadt habe ich bereits 3 Jobzusagen und werde voraussichtlich etwa 2.000 € netto verdienen. Arbeiten werde ich dort also auf jeden Fall, daran hängt es nicht.

Mein Problem ist die Bonität:

Meine SCHUFA ist wirklich sehr schlecht.

Es gibt aktuell 4 Einträge (3 Zahlungsstörungen und einmal Vermögensauskunft nicht abgegeben).

-Gleichzeitig habe ich in den letzten 4 Jahren kein einziges Mal die Miete ausgelassen und immer pünktlich gezahlt.

Von meinem jetzigen Vermieter bekomme ich voraussichtlich:

eine Mietschuldenfreiheitsbescheinigung

ein Empfehlungsschreiben, dass ich als Mieter zuverlässig war

Ein Bürge kommt für mich nicht infrage, weil ich meiner Familie gegenüber bislang immer so getan habe, als wäre finanziell alles in Ordnung, und das jetzt nicht komplett aufreißen möchte. Im Notfall könnte ich für 1–2 Monate bei einem Familienmitglied unterkommen, bin also nicht 1:1 von einem fixen Einzugsdatum abhängig.

Meine Fragen an euch:

  1. Wie realistisch ist es eurer Erfahrung nach, trotz stark negativer SCHUFA und ohne Bürgen mit:

mehreren Jobzusagen (festes Einkommen um die 2.000 € netto),

4 Jahren immer pünktlich gezahlter Miete

-Mietschuldenfreiheitsbescheinigung + Empfehlungsschreiben vom aktuellen Vermieter

innerhalb von ein paar Monaten eine Wohnung zu finden (gern auch etwas kleiner / einfacher, kein Luxus)?

  1. Welche konkrete Strategie würdet ihr fahren?

    Eher auf private Vermieter fokussieren?

Bei Anfragen die schlechte SCHUFA direkt ansprechen oder erst, wenn danach gefragt wird?

Wie würdet ihr das Thema knapp, aber ehrlich formulieren, ohne euch komplett zu disqualifizieren?

  1. Habt ihr Ideen, was man Vermietern zusätzlich anbieten kann, um Vertrauen aufzubauen (z.B. Dauerauftrag direkt nach Gehaltseingang etc.) – oder bringt das erfahrungsgemäß wenig?

Mir ist wichtig: Ich will nicht lügen oder mir durch falsche Angaben später selbst rechtliche Probleme einhandeln. Mir geht es darum, meine Lage so zu erklären, dass der Fokus eher auf „Miete immer gezahlt + gutes Verhältnis zum aktuellen Vermieter + gesichertes Einkommen“ liegt und nicht nur auf „SCHUFA im Keller“.

Mich interessieren vor allem:

Erfahrungen von Leuten, die mit mieser SCHUFA trotzdem eine Wohnung gefunden haben wie habt ihr das konkret angestellt?

Sicht von Vermietern: Worauf würdet ihr achten, wenn euch jemand mit genau diesem Profil gegenübersitzt?

Danke euch fürs Lesen ich freue mich über jeden konstruktiven Rat.

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u/uahritardet — 3 months ago

Ich arbeite an der Kasse und judge heimlich jeden Kunden danach, welche Elo er wohl in League hätte

Ich arbeite im Edeka an der Kasse und manchmal, wenn es ruhig ist oder ich im Autopilot bin, scanne ich einfach Sachen und frage mich währenddessen, ob der Kunde vor mir wohl League of Legends spielt.

Nicht mal nur so aus Spaß, sondern direkt weiter:

Spielt der ranked?

Welcher Champ-Main ist das?

Ist das eher Silber mit zu viel Selbstbewusstsein?

Oder steht da gerade einfach ein Challenger vor mir, der mir wortlos 3 Paprika, Monster und Katzenfutter aufs Band legt?

Das Schlimmste ist, ich schaue manchen Leuten ins Gesicht und mein Gehirn macht sofort so eine komplett ungefragte Einschätzung.

Der Typ mit Jack Wolfskin und entschlossenem Blick? Safe Toplane.

Die absolut gestresste Mutter mit zwei Kindern und null Nerven? Support, aber besser als ihr Team verdient.

Der stille, dünne Typ, der nur Energy, Tiefkühlpizza und eine Gurke kauft? Irgendwas zwischen Gold 2 und Platin 3.

Und manchmal erwische ich mich bei dem Gedanken:

Wer war eigentlich der höchste Elo-Spieler, den ich hier je abkassiert habe?

Vielleicht stand da schon mal ein Challenger vor mir und ich habe einfach nur gefragt, ob er Payback hat.

Das ist nicht böse gemeint und ich behandle natürlich jeden normal, aber ich finde es komplett absurd, dass mein Kopf aus wildfremden Menschen in 2 Sekunden irgendwelche imaginären Soloqueue Profile baut.

Seitdem fühlt sich jede Schicht ein bisschen an wie:

“Kassieren, grüßen, scannen, innerlich MMR schätzen.”

Keine Ahnung, ob das harmlos ist oder ob League mein Hirn schon komplett weichgekocht hat.

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u/uahritardet — 5 months ago

Ich beichte, dass ich seit meinem Führerschein echt gar nicht mehr laufe

Ist vielleicht maximal dumm, aber seit ich meinen Führerschein habe, laufe ich eigentlich nur noch, wenn ich wirklich muss.

Der Supermarkt ist bei mir ungelogen fast direkt daneben, so 50 Meter oder so, und ich fahr trotzdem mit dem Auto hin. Auch wenn ich einfach nur Chips holen will oder irgendeinen anderen Müll.

Das noch Dümmere ist, ich fahr sogar ins Gym mit dem Auto. Das ist vielleicht 200 Meter weg. Ich setz mich also ernsthaft ins Auto, fahr da hin, heb Gewichte und fahr wieder heim, ohne auch nur ansatzweise sowas wie Cardio zu machen.

Spazieren geh ich auch nie. Also wirklich nie. Nicht zum Abschalten, nicht „mal kurz raus“, gar nicht. Wenn ich einen Weg mit dem Auto machen kann, dann mach ich ihn mit dem Auto.

Mir ist schon klar, wie unfassbar faul und bescheuert das klingt. Aber es ist halt einfach komplett normal für mich geworden. Ich denk da oft nicht mal drüber nach. Ich steig einfach automatisch ins Auto, selbst bei Strecken, bei denen andere wahrscheinlich nicht mal auf die Idee kommen würden.

Keine Ahnung, ob das einfach nur Bequemlichkeit ist oder ob ich komplett lost bin, aber ich glaube ehrlich, ich würde auch mit dem Auto zum Briefkasten fahren, wenn es irgendwie gehen würde.

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u/uahritardet — 5 months ago

Jedes Mal, wenn mir jemand sehr dumm kommt oder offensichtlich nicht im Recht ist, werde ich sehr sauer. Ich stelle mir vor, dass ich Sachen wie bei Dexter mit denen mache, oder kennt ihr diese Kartellvideos? Das wünsche ich mir dann für die. Ich stelle mir vor, wie ich denen kolumbianische Krawatten verpasse oder Ähnliches. Ich würde so was niemals durchziehen. Aber was ich mir manchmal für sachen vorstelle ist, schon echt abgefuckt. Eine freundin ist mir mal fremd gegangen, und ich hab mir vorgestellt wie ich ihren lover stück für stück an ihn selber verfütter.

Ps

War noch nie in meinem leben gwalttätig.

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u/uahritardet — 5 months ago